Orange: Für das Extra an Vitamin C

Orangen enthalten besonders viel Vitamin C, zwei Stück decken fast schon den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Woher Apfelsinen stammen und welche Lagerung sie mögen
aktualisiert am 19.12.2013

Orangen schmecken in vielen Gerichten und als Saft

Thinkstock/Hemera

Inhaltsstoffe von Orangen: Viel Vitamin C

Reife Orangen sind reich an Vitamin C. Dieses ist unter anderem wichtig für Knochen und Bindegewebe. Zwei Orangen können den Tagesbedarf eines Erwachsenen fast decken. In den Früchten stecken auch Vitamine der B-Gruppe, die eine Rolle in verschiedenen Stoffwechselprozessen spielen. Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor liefern Orangen ebenso. Gesundheitsfördernd sollen zudem die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe wirken.

Herkunft: Apfelsine stammt ursprünglich aus Asien

Ursprünglich stammt die Orange aus dem Gebiet zwischen Nordostindien und Südwestchina. Auf die Herkunft weist der Name der Frucht hin: Apfelsine kommt von "Apfel aus China". In ihrer Heimat entstand sie vermutlich aus einer Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse. Im 15. Jahrhundert brachten Portugiesen die Frucht nach Europa und bauten sie großflächig an. Heute wird der Orangenbaum weltweit in den Tropen und Subtropen kultiviert. Spitzenreiter sind Brasilien und die USA. Weitere große Produzenten sind Mexiko, Indien, Spanien, China, Indonesien, der Iran und Italien. Orangen gehören zu den beliebtesten Obstsorten.

Botanik: Duftende Orangenblüten

Der Orangenbaum Citrus sinensis stammt aus der Familie der Rautengewächs. Er wird bis zu 10 Meter hoch und ist immergrün. Schon kurz über dem Boden setzen die Verzweigungen ein. An den dornigen Ästen stehen wechselständig und spiralig angeordnet die Laubblätter. Sie sind elliptisch geformt und laufen spitz zu. Einzeln in den Blattachseln oder in kleinen Blütenständen erscheinen die duftenden Blüten. Sie weisen fünf Kronblätter auf, die weiß leuchten. Blütezeit ist in Europa von Februar bis Juni. Für Botaniker sind die Früchte Verwandte der Beeren. Sie sind von außen orange gefärbt und weisen eine wachsartige Haut auf. Die Innenseite der Schale besteht aus einem weichen, schwammigen Gewebe, das Albedo heißt. Es umschließt das eigentliche Fruchtfleisch. Dieses besteht aus Segmenten, die zahlreiche Kerne enthalten können. Jede Spalte ist mit sehr feinen Saftschläuchen durchzogen, die eine meist orangefarbene, manchmal auch gelbe oder rote Flüssigkeit enthalten. Ein Baum kann bis zu 200 Kilogramm Ertrag pro Jahr liefern. Zu unterscheiden sind vier Sorten: Die gewöhnlichen Orangen, die kernlosen Navelorangen, die pigmentierten Orangen – das sind die Blut- und Halbblutorangen – sowie die Zuckerorangen. Bei vielen Sorten müssen die Früchte nicht sofort geerntet werden. Sie können ohne Qualitätsverluste einige Monate auf den Bäumen "gelagert" werden. Unreif sollten Orangen allerdings nicht gepflückt werden, da sie nicht nachreifen.

Saison: Apfelsinen sind Vitaminspender im Winter

Orangen gibt es das ganze Jahr. Am beliebtesten sind die Früchte bei uns im Winter, wenn nur noch wenig anderes Obst verfügbar ist. Dann gelangt die meiste frische Ware aus Spanien zu uns. Dort beginnt die Orangenernte im November. In den Sommermonaten liefern Länder wie Südafrika, Simbabwe oder Argentinien die Früchte zu uns.

Lagerung: Bitte kühl

Zum Lagern eignen sich nur Früchte mit unversehrter Schale. Die optimale Lagerungstemperatur beträgt um die 7 Grad Celsius.

Tipps zur Zubereitung: Orangensaft ist sehr beliebt

Als Essorange eignen sich die Navelorangen am besten. Vor dem Genuss die Schale mit heißem Wasser säubern und dann die Früchte schälen. Orangen schmecken zum Beispiel in Obstsalaten und Cremes, als Tortenbelag oder in Soßen. Das beliebteste Produkt aus Orangen ist der Saft – häufig ist er als Konzentrat erhältlich, besser schmeckt er frisch gepresst. Weitere Zubereitungen aus den Früchten sind Marmelade, Sirup, Pulver und Liköre. Getrocknete Orangenschalen geben Teemischungen einen fruchtigen Geschmack.

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Nährwerttabelle: Orange (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
42

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
8

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
1
Kalium (K)
165
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
15
Phosphat (P)
25
Eisen (Fe)
0,4
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
45
Vitamin E (mg)
0,3
Vitamin B1 (mg)
0,08
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,10
Folsäure (µg)
30
Vitamin C (mg)
45

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


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