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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Informationen über Anzeichen, Risikofaktoren, Krebsvorstufen, Diagnose und aktuelle Therapien

aktualisiert am 18.12.2019
Mammographie einer Brust mit Knoten

Die Mammographie hilft, Brustkrebs zu diganostizieren


Brustkrebs – Wendepunkt im Leben

Diagnose: Brustkrebs. Wer nach dieser schockierenden Mitteilung allmählich wieder versucht, Ordnung in seine Gedanken zu bringen, sieht sich häufig vor ein hartes Stück Arbeit gestellt: Die eigenen Kräfte mobilisieren, das Leben in die Hand nehmen, Zuversicht schöpfen. Sich mit den Therapievorschlägen auseinandersetzen, wichtige Entscheidungen treffen. Aber auch Hilfe akzeptieren: Das alles ist enorm wichtig, um die kommenden Strapazen ohne allzu große Blessuren zu überstehen.

Die Zukunft? Später, bitte. Zunächst geht es um das Hier und Jetzt. Das Ziel: Wertvolle Lebensjahre gewinnen. Tatsächlich ist das bei Brustkrebs heute oft und für lange Zeit realistisch. Bei aller Belastung, die die Therapie mit sich bringt, bestätigen viele Betroffene doch, dass sie sich stemmen lässt. Und der Krebs? In vielen Fällen erst einmal besiegt und vorbei.

 

Dieser Beitrag gibt einen aktuellen Überblick über Brustkrebs. Mit der Kapitelliste im Kasten oben oder dem Balken ganz unten können Sie schnell navigieren.

Statistik: Die häufigste Krebserkrankung der Frau

In Deutschland erhalten jedes Jahr rund 70.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Brustkrebs ist damit die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Geschlechtes. Statistisch gesehen erkrankt etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens daran. Verbesserte Früherkennung und Therapie haben aber dafür gesorgt, dass immer mehr Frauen mit Brustkrebs geheilt werden können. Seit 1990 sinkt die Sterblichkeit der Erkrankung.

Übrigens: Auch Männer können Brustkrebs bekommen, allerdings sehr selten. Unter 100 an Brustkrebs erkrankten Personen ist im Schnitt nur eine ein Mann.

In welchem Alter bekommt man Brustkrebs?

Brustkrebs kann auch schon bei jungen Frauen auftreten. Etwa 30 Prozent der Frauen sind bei ihrer Erkrankung jünger als 55 Jahre. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt allerdings über 60 Jahre.

Wie lange kann man mit Brustkrebs leben?

Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten von Brustkrebspatientinnen, über alle Erkrankungsstadien betrachtet, liegen mittlerweile bei durchschnittlich 88 Prozent. Der Ausdruck "relative 5-Jahres-Überlebensrate" ist eine statistische Angabe, die häufig bei Krebserkrankungen angewendet wird. Sie besagt, wie viele Patienten von hundert Betroffenen fünf Jahre nach Feststellung der Diagnose leben, bezogen auf die im selben Zeitraum überlebende Allgemeinbevölkerung gleichen Alters und Geschlechts.

Die große Mehrheit der von Brustkrebs betroffenen Frauen ist also fünf Jahre nach der Diagnose am Leben, auch zehn Jahre danach beträgt die relative Überlebensrate noch 82 Prozent. Dennoch entwickelt sich die Erkrankung bei jeder Frau unterschiedlich und die Überlebensrate ist natürlich auch maßgeblich von verschiedenen Faktoren abhängig wie beispielsweise der Bösartigkeit des Tumors und davon wie fortgeschritten er bei der Diagnose ist.

Wovon hängt die Prognose ab?

Zunächst einmal gilt: Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind im Allgemeinen die Heilungssaussichten. Entscheidend für die Prognose, also für den voraussichtlichen Verlauf der Erkrankung, ist neben der Tumorgröße und dem Ausbreitungsstadium der biologische Charakter des Krebses. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf sein Wachstumsverhalten und die benötigte Behandlung der Betroffenen ziehen. Für die Therapiewahl werden die biologischen Einschätzungen der Erkrankung immer wichtiger. Aber auch ob zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) vorhanden sind und ob der Tumor noch komplett entfernbar ist, beeinflusst die Zukunftsaussichten. Ebenso spielen das Alter der Patientin und Begleiterkrankungen bei der Prognose eine Rolle. Deshalb sind statistische Zahlen letztlich relativ und im Hinblick auf den individuellen Krankheitsverlauf stets mit Vorsicht zu betrachten.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.