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Heiserkeit – Ursachen, Diagnose, Therapie

Lautes Reden, starkes Rauchen oder eine Erkältung sind oft Ursachen von Heiserkeit. Verantwortlich für Stimmstörungen können aber auch Erkrankungen des Kehlkopfs und andere Einflüsse sein. Mehr zu den Hintergründen und zur Therapie

von Andrea Blank-Koppenleitner, Dr. med. Claudia Osthoff, aktualisiert am 16.04.2019
Frau fasst sich an den Hals

Heiser: Die Stimmlippen im Kehlkopf sind überlastet oder geschädigt


Was ist Heiserkeit?

  • Heiserkeit drückt eine Störung der Stimme aus und hat mit dem Zustand des Stimmapparats und des Kehlkopfes zu tun. Fachleute bezeichnen Stimmstörungen als Dysphonien. Heiserkeit ist das führende Dysphonie-Symptom.
  • Die Stimme tönt nicht mehr voll und klar, sie klingt rau, kratzend, dünn, flach, brummig oder piepsig. Der Sprechklang ist also verändert.
  • Das Sprechen strengt an, mitunter versagt die Stimme ganz.
  • Das fein abgestimmte Zusammenspiel zwischen Atmung, Stimmlippen, Nerven und Muskeln im Kehlkopf ist gestört.
  • Bei Heiserkeit gibt es vielfältige Ursachen. Mehrheitlich sind sie gutartig, beinhalten aber auch Stimmbandlähmungen und manchmal Kehlkopfkrebs.
  • Wichtigste Therapieverfahren: Stimmtherapie und Eingriffe an den Stimmbändern (Phonochirurgie, stimmverbessernde Chirurgie).
  • Medikamente, Kehlkopfoperationen, Chemotherapie und Strahlentherapie spielen bei einigen speziellen Ursachen eine Rolle, ebenso Hilfsmittel und Ersatzstimmarten.

Sieben Tipps bei Heiserkeit

1. Raumluft ausreichend feucht halten, besonders in der Heizperiode.

2. Den Rachenraum befeuchten: Zum Beispiel kann man mit Salzwasserdampf inhalieren. Auch Lutschpastillen mit Salbei oder Isländisch Moos helfen Erkältungsgeplagten oft und tun auch Menschen, die viel sprechen oder singen, subjektiv häufig gut. Der beim Lutschen mobilisierte Speichel spendet Feuchtigkeit. Diese wie auch in den Pastillen enthaltene pflanzliche Wirkstoffe stärken die Widerstandskraft der Rachenschleimhaut. 

3. Täglich genügend Flüssigkeit trinken: Mindestens eineinhalb Liter pro Tag sollten es sein, bei Wärme ein halber Liter mehr (gilt für alle ohne medizinische Beschränkungen bei der Flüssigkeitsaufnahme). Zur Auswahl: Mineralwasser, warme Früchtetees und Kräutertees (etwa aus Salbei), Saftschorle, kein Alkohol.

4. Nicht rauchen.

5. Stimme schonen, aber keine absolute Stimmruhe und auch kein ständiges Räuspern oder Flüstern (beides strengt die Stimme an!). Um Schleim loszuwerden, besser husten oder schlucken.

6. Bei Heiserkeit keine abschwellenden Mittel wie etwa bestimmte Schnupfenmittel anwenden; sie trocknen die Schleimhäute aus.

7. Unbedingt zum Hals-Nasen-Ohrenarzt gehen sollte:

- Wer über drei Wochen heiser ist, auch mit ernsthafter Grundkrankheit, Schmerzen oder Schwellungen im Halsbereich, Problemen beim Atmen oder Schlucken, Fieber.
- Wer über vier Wochen heiser ist: Den Kehlkopf endoskopisch untersuchen lassen. Das git auch für Menschen mit Heiserkeit, die rauchen und/oder regelmäßig Alkohol trinken.

Weitere Infos unten: "Was Sie sonst noch für Ihre Stimme tun können können".

Luft- u. Speiseröhre

Wie es zu Heiserkeit kommt

Töne entstehen durch Schwingungen der Stimmlippen. Diese beiden mit Schleimhaut überzogenen Bänder liegen waagrecht im Kehlkopf (Larynx), dem oberen Teil der Luftröhre.

Beim Schlucken schirmt der Kehlkopf die Atemwege ab. Zum Atmen hält er sie offen. Das heißt: Wenn wir einatmen, sind die Stimmlippen oder -bänder geweitet und entspannt, damit die Luft durch den Spalt einströmen kann. Soll ein Ton erzeugt werden, spannen sie sich an und stellen sich entsprechend eng.

Der beim Ausatmen aufsteigende Luftstrom drückt dagegen, die Stimmbänder geraten in Schwingung, die Luft vibriert zwischen Kehlkopf und Mundhöhle. Die Tonhöhe verändert sich, je nachdem wie angespannt und damit lang (höhere Töne) oder entspannt und kurz (tiefere Töne) die Stimmlippen sind.

Die Bewegungen der Stimmlippen regeln innere, aber auch äußere Kehlkopfmuskeln, die Lautstärke richtet sich nach dem Druck, den die Luft beim Ausatmen erzeugt. Das erklärt unter anderem, warum Körperhaltung und Atemtechnik so wichtig für gutes Reden oder Singen sind.

Schließlich werden die Töne durch die Luft im Rachen, in der Mund- und der Nasenhöhle weiter geformt. Zunge und Lippen des Mundes bilden daraus Geräusche, Laute, Wörter, Melodien.

Die Stimmlippen im Kehlkopf reagieren sensibel

Das harmonische Spiel der Stimmlippen ist leicht aus dem Takt zu bringen. Wer hat sich nicht schon einmal heiser geschrien? Bei einer ausgelassenen Feier, einem Popkonzert, einer hitzigen Diskussion. Sänger und Menschen, die viel und laut reden müssen, wie Lehrer zum Beispiel, wissen, wie anfällig ihre Stimme auf Überlastung reagiert.

Wird sie überstrapaziert, können die Stimmbänder anschwellen und nicht mehr richtig schließen. Das Sprechen schmerzt und ist mühsam.

Wer gegen die dann folgende Heiserkeit anredet, riskiert, die Schleimhaut weiter zu schädigen. Es können sich Knötchen bilden, die die Schwingungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen.

Eine Vielzahl innerer wie äußerer Reize macht heiser. Seelische Anspannung, eine verkrampfte Körpermuskulatur, falsches Atmen wirken nachteilig auf die Kehlkopffunktionen. Nervosität lässt die Stimme rau und zittrig werden, trockene Luft und Rauchen ihren Klang dünn und kratzig.

Doch auch wenn jemand länger nicht spricht, dauert es oft eine Zeit, bis die Stimme wieder in Gang kommt.

Eine Erkältung schließlich kann als typisches Symptom Heiserkeit mit sich bringen. Ist der Kehlkopf zum Beispiel durch eine Virusinfektion entzündet, schwellen die Schleimhäute auf den Stimmlippen an. Diese können sich dann nicht mehr wie erforderlich öffnen oder schließen. Hauchige ("behauchte"), rasselnde, heisere Laute entstehen.

Eine Reihe von inneren und neurologischen Erkrankungen können den Stimmapparat in Mitleidenschaft ziehen. Die Liste harmloser bis ernsthafter Erkrankungen, die sich auf Kehlkopf und Stimmbänder auswirken, ist lang.

Heiser durch Beruf, Lebensumstände, Gewohnheiten

Vielsprecher oder Sänger können ihre Stimme überstrapazieren. Wer sich beruflich häufig in Räumen mit trockener Luft aufhält, Giftstoffen ausgesetzt ist oder wer raucht und zu viel Alkohol trinkt, schadet seiner Stimmgesundheit nachhaltig.

  • Überbeanspruchung der Stimme

Menschen, die ihre Stimme überlasten, sind sehr oft heiser. Die Stimme wird dazu auch schnell matt, das Sprechen strengt zunehmend an. Oft brennt oder drückt es im Kehlkopf, der auch vermehrt mit Schleim belegt ist. Häufig betroffen sind Lehrer, Mitarbeiter in Call-Centern, Berufsredner oder Sänger.

Wenn jemand zu viel und über längere Phasen zu laut spricht und dabei oft noch gegen einen Geräuschpegel ankämpft, wendet er sehr viel Kraft auf. Die Stimmlippen schlagen dann heftig aufeinander.

Durch den starken Reiz röten sie sich, schwellen an und können nicht mehr so gut schwingen. Wer dazu noch falsch atmet und im Schulter- und Halsbereich verkrampft ist, belastet den Stimmapparat zusätzlich.

Die Heiserkeit legt sich, wenn die Stimmlippen nach einer kurzfristigen Überlastung Zeit bekommen, sich wieder zu erholen. Entspannung, die richtige Atemtechnik und Körperhaltung sind wichtig, ebenso wie ausreichende Feuchtigkeit.

Das heißt, viel alkoholfreie Getränke trinken, nicht rauchen, auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten (siehe oben und ganz unten). Vor allem aber hilft Vielrednern und Sängern eine gute Stimmtechnik, Schäden zu vermeiden.

Wer die auftretende Heiserkeit ignoriert, riskiert weitere Schäden. Die Stimme bleibt belegt und kratzig. Die Stimmlippen können erschlaffen und nicht mehr richtig schließen.

Es können sich auch Knötchen auf den Stimmlippen (sogenannte Sängerknötchen) bilden. Sie behindern ebenfalls den Stimmlippenschluss. Eine Stimmtherapie steht dann an erster Stelle (mehr dazu weiter unten: "Stimmtherapie..."). Eine mikrochirurgische Abtragung ist als zweiter Schritt bei Erwachsenen seltener notwendig. Bei Kindern bilden sich Stimmlippenknötchen sogar häufig spontan nach dem Stimmwechsel in der Pubertät zurück.

  • Rauchen

Berichte über die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens stapeln sich inzwischen meterhoch. Als nächstes Opfer des blauen Dunstes nun auch der Stimmapparat? Korrekt, daran gibt es nichts zu rütteln: Tabakrauch mit den darin enthaltenen Giften reizt das empfindliche Stimmorgan beständig.

Häufig entwickelt sich eine chronische Kehlkopfentzündung (siehe weiter unten: "Heiserkeit bei Entzündungen im Hals und im Kehlkopf"). Viele Raucher kennen die typischen morgendlichen Hustenattacken und die rauen Töne aus rauchbelegter Kehle. Heiserkeit ist häufig mit dabei.

Zudem schädigt der Tabakrauch langfristig Leitungsbahnen wie Nerven und Gefäße, ebenfalls Grundlagen einer funktionstüchtigen Stimme.

Das sogenannte Reinke-Ödem betrifft meist Raucherinnen über 40. Es entspricht einer chronischen Entzündung und Schwellung unterhalb der Stimmlippenschleimhaut. Ihre Stimme klingt dadurch brummig, tief und männlich.

Falls eine erfolgreiche Raucherentwöhnung und Stimmtherapie die Stimmlage nicht verbessern, kann nach genauer Diagnose und Prüfung durch den Phoniater, einen auf Störungen der Stimme, des Sprechens und der Sprache spezialisierten Hals-Nasen-Ohren-Arzt, eventuell ein stimmverbessernder Eingriff helfen. Beim Rauchstop sollte es weiterhin bleiben.

  • Alkohol

Einen schädlichen Reiz auf die Stimmbänder übt auch Alkohol aus. Alkohol ist ein Zellgift, das über die Schleimhäute, teilweise schon im Mund, aufgenommen wird. Unmittelbare Folgen von zu viel Alkohol wie Koordinations- und Bewegungsstörungen betreffen auch die Sprache.

Die Schleimhäute können anschwellen. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind zudem Hauptrisikofaktoren für Kehlkopfkrebs (siehe Abschnitt "Tumore im Kehlkopfbereich").

Sich aus einer Alkoholabhängigkeit zu befreien, gelingt oft nachhaltiger mit einer Entzugsbehandlung und begleitender psychotherapeutischer Unterstützung.

  • Schadstoffe, Strahlenbelastung

Wer beruflich oder im privaten Bereich häufig Rauch, Abgasen, Feinstaub oder Schadstoffen ausgesetzt ist, hat je nachdem, wie intensiv die Belastung ist, wiederholt mit anhaltender Heiserkeit und Reizhusten zu kämpfen.

Die Schleimhäute sind gereizt und reagieren mit Schwellungen und Rötungen. Auch können ernsthafte Verletzungen beziehungsweise Verätzungen eintreten. Im Umgang zum Beispiel mit Industrie- und Autoabgasen oder Schwermetallen wie Chrom, Blei oder Nickel sollten die Betroffenen die notwendigen Schutz- und Arbeitsbestimmungen unbedingt einhalten.

Heiserkeit in der Pubertät, in den Wechseljahren, im Alter

Hormonelle und entwicklungsbedingte Veränderungen, zum Beispiel in der Pubertät oder den Wechseljahren, bewirken stimmliche Veränderungen, die oft mit Heiserkeit verbunden sind. Auch im Alter wird die Stimme manchmal brüchig und schwach.

  • Pubertät

Vor allem heranwachsende junge Männer haben im Stimmbruch mit Heiserkeit zu kämpfen. Der Kehlkopf wächst in der Pubertät oft schneller, die Stimmbildung kommt nicht entsprechend nach.

Die Stimme kippt zwischen hohen kindlichen und tieferen erwachsenen Tönen. Sie klingt mal rau und kratzig, dann wieder piepsig oder schwach und überschlägt sich nicht selten. Mit der Zeit finden die meisten Jungen dann ihren eigenen, richtigen Erwachsenenton.

In einigen Fällen kann diese Stimmentwicklung entweder ungewöhnlich lange anhalten oder nicht vollständig abgeschlossen werden. Eine Fistelstimme bleibt. Fachleute sprechen von Mutationsstörungen der Stimme. Dahinter können sich auch psychische Zusammenhänge verbergen. Eine Stimmtherapie (siehe unten) und gegebenenfalls psychologische Unterstützung beeinflussen die Stimmlage meist positiv.

  • Hormonelle Umstellungen bei Frauen

Frauen erleben in der Schwangerschaft oder allein schon während der Menstruation, dass ihre Stimme heiser und tief klingt. Die hormonellen Veränderungen bewirken mitunter, dass die Schleimhaut an den Stimmlippen sich verdickt. Schwangere haben dann manchmal auch ein Kloß- oder Trockenheitsgefühl im Hals, der häufig verschleimt ist.

In den Wechseljahren gehen die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron zurück, männliche Hormone erstarken.

Sie können dafür verantwortlich sein, dass die Stimme dann tiefer und heiserer klingt als früher. Entspannungstechniken und eine gesunde Lebensweise mit viel körperlicher Bewegung unterstützen nicht nur das Wohlbefinden in diesen Jahren des Umbruchs, sondern auch die Stimmlage positiv.

  • Alter

Mit dem Älterwerden verlieren auch die Muskelfasern im Kehlkopf an Elastizität, vor allem, wenn die Stimme nicht in Übung bleibt. Der feine Schleimüberzug der Stimmlippen wird zähflüssiger. Insgesamt lässt die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen nach. Singen mit der richtigen Technik ist übrigens ein gutes Mittel, die Stimme fit zu halten.

Bei etwa einem Viertel der über 65-Jährigen ist die "Altersstimme" (Fachbegriff: Presbyphonie) auch mit Heiserkeit verbunden.

Dazu kommen im Alter eine Reihe von Veränderungen an den Nerven und Blutgefäßen sowie Krankheiten, die Einfluss auf die Stimmbildung haben. Rheumatische Erkrankungen können Entzündungen mit Verdickungen an den Stimmlippen (Bambusknötchen) hervorrufen.

Auch die Einnahme verschiedener Medikamente, unter anderem gegen Bluthochdruck, kann zu Heiserkeit führen.

Heiserkeit: Wann zum Arzt?

Hält eine Heiserkeit länger als drei Wochen an, sollten die Betroffenen in jedem Fall einen Arzt aufsuchen (siehe auch oben: "Sieben Tipps bei Heiserkeit", Punkt 7.); wenn die Stimmstörung mit Schmerzen, Atemnot, Schluckbeschwerden und Fieber verbunden ist, sofort. Die Symptome können zum Beispiel Zeichen für eine lebensbedrohliche bakterielle Entzündung und Schwellung der Kehldeckelschleimhaut über der Stimmritze (Glottis), eine Epiglottitis, sein.

Bei einem allergischen Schock oder einem Angioödem, einer anfallsartigen Schwellung der Lider, Lippen und des Gesichts, kann auch die Stimmritze zuschwellen (Ödem bedeutet Schwellung). Bei diesem gefährlichen Glottisödem verändert sich zunächst die Stimme, vor allem aber drohen schwere Atemnot oder Ersticken (Notruf: Tel. 112).

Der Hausarzt wird ansonsten seinen Patienten gegebenenfalls an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen Phoniater (Facharzt für Phoniatrie, siehe oben) überweisen.

Weitere Spezialisten können je nach Verdachtsdiagnose ein Neurologe, ein Facharzt für innere Medizin (Internist) oder auch für allergische Erkrankungen, ein Allergologe, sein (siehe auch unten, "Diagnose von Heiserkeit").

Heiserkeit – die häufigsten Krankheits-Ursachen

Auf die Stimme können sich viele Faktoren und Krankheiten auswirken. Die wichtigsten Auslöser von Heiserkeit sind in den folgenden Abschnitten aufgeführt. 

Dabei geht es sowohl um funktionelle als auch organische Störungen der Stimmbildung. Funktionelle Stimmstörungen entstehen durch häufiges, lautes, zu druckvolles Sprechen, oft bei Menschen mit Sprechberufen.

Organische Stimmstörungen umfassen alle Veränderungen am Kehlkopf, welche die Stimme beeinflussen. Stimmbandknötchen zum Beispiel können als organische Veränderung die Folge einer funktionellen Stimmstörung sein.

Heiserkeit bei Entzündungen im Hals und im Kehlkopf

Virusinfektionen in den oberen Luftwegen, also im Nasen-Rachen-Raum, führen häufig auch zu Entzündungen im Hals- und Kehlkopfbereich. Diese äußern sich unter anderem in Heiserkeit.

  • Akute Kehlkopfentzündung

Eine Erkältung oder Grippe wird durch bestimmte Viren hervorgerufen. Sie breitet sich meist auch auf den Kehlkopf aus und verursacht eine akute Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis).

Die Kehlkopfschleimhaut ist entzündet. Die Stimmlippen sind gerötet und schwellen an. Die natürliche Schwingung ist beeinträchtigt. Die Stimme klingt rau, das Sprechen fällt schwer, mitunter bricht die Stimme auch ab. Dazu kommen Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, Schmerzen beim Sprechen.

Die Beschwerden klingen mit den Erkältungssymptomen ab, wenn die Stimme entsprechend geschont wird. Warme Kräutertees, Pastillen und eine ausreichende Luftfeuchtigkeit unterstützen die Heilung (siehe auch "Sieben Tipps" ganz oben und Abschnitt "Was Sie selbst für Ihre Stimme tun können" unten).

  • Chronische Kehlkopfentzündung

Heilt eine akute Laryngitis nicht aus, setzt sie sich unter Umständen dauerhaft fest. Eine chronische Laryngitis kann sich im Zuge einer anderen chronischen Erkrankung des Nasen-Rachen-Raums, etwa einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), oder der Bronchien, wie einer chronischen Bronchitis, entwickeln.

Rauchen und Alkoholkonsum fördern chronische Erkrankungen der oberen Atemwege (siehe dazu auch Reinke-Ödem bei Rauchern im vorhergehenden Abschnitt), das heißt  auch chronische Kehlkopfentzündungen.

Menschen, die sich viel in trockener staubiger Luft aufhalten oder schädlichen Dämpfen ausgesetzt sind, können ebenfalls eine chronische Kehlkopfentzündung bekommen.

Zu den möglichen Auslösern gehört außerdem eine Refluxkrankheit (siehe Abschnitt "Schilddrüsenprobleme, Rheuma & Co., Sodbrennen") und womöglich eine (in der Regel unvermeidliche) Inhalationstherapie mit Kortison, zum Beispiel bei Bronchial-Asthma.

Zu den Symptomen gehören Heiserkeit, ständiger Räusperzwang und ein Kloßgefühl im Hals.
! Achtung: Eine chronische Laryngitis kann eine Vorstufe von Kehlkopfkrebs sein. Daher sind Rauchverzicht und regelmäßige Stimmbandkontrollen durch den HNO-Arzt unverzichtbar.

  • Diphtherie, Pseudokrupp

Zunehmende Heiserkeit, bellender Husten und Atemnot können, vor allem bei Kindern, auf eine Diphtherie im Kehlkopf hinweisen. Diese auch als echter Krupp oder Diphtherie-Krupp bezeichnete hochansteckende Erkrankung kann mit schweren Erstickungsanfällen einhergehen. Diphtherie ist heute dank der Impfung stark zurückgegangen.

Vor allem bei Kindern tritt häufiger der sogenannte Pseudokrupp auf. Der Kehlkopf entzündet sich akut (siehe oben akute Laryngitis). Auslöser sind hauptsächlich Viren. Typischerweise setzt oft nachts plötzlich ein trockener, bellender Husten ein.

Dazu kommen ziehende Atemgeräusche beim Einatmen, leichtes Fieber, Heiserkeit, bei schwereren Verläufen Atemnot und Erstickungsanfälle. Mehr dazu und zu notwendigen Maßnahmen finden Sie im Ratgeber "Pseudokrupp".

Psychische Ursachen für Heiserkeit

Seelische Faktoren wie Aufgeregtsein, Angst und Depressionen verursachen häufig Stimmstörungen (psychogene Dysphonien). Heiserkeit ist ein Ausdruck davon.

Dass vor Aufregung die Stimme wegbleibt, ist eine Erfahrung, die schon viele Menschen gemacht haben. Angst schnürt einem den Hals zu, oft ist nur noch ein Krächzen statt wohlgeformter Wörter zu hören.

Wer unter einer Depression leidet, spricht oft langsam mit rauer, matter Stimme. Die Psyche ist eng mit der Stimme vernetzt. Wie jemand sich fühlt, hören andere an dem Klang der Stimme. Nerven und Muskeln reagieren auf seelische Vorgänge.

Psychisch bedingte Heiserkeit tritt oft unvermittelt auf, ohne dass die Betroffenen ihre Stimme übermäßig strapaziert hätten. Sie fühlen sich aber häufig seelisch belastet und unter Druck. Es gibt keine Hinweise auf eine körperliche Erkrankung, die Auslöser für die Stimmprobleme sein könnte. Die Heiserkeit kann ebenso plötzlich wieder vergehen. Manchmal bleibt sie bestehen, auch in Erholungsphasen wie etwa im Urlaub. Dann verstärkt sie sich mitunter sogar noch.

Zudem begünstigen seelische Erkrankungen oft Verhaltensweisen, die den Stimmapparat zusätzlich belasten, wie Rauchen, hoher Alkoholkonsum, wenig Bewegung.

Heiserkeit ist häufig eine Begleiterscheinung einer Ess-Brech-Sucht (Bulimie). Gelangt die bei den Brechattacken aufsteigende Magensäure in den Kehlkopf, kann zu Rötungen, Schwellungen und vermehrter Schleimbildung kommen. Heiserkeit ist dann eine Folge der gereizten Stimmlippen.

Anfallsartige Atemnot mit Angst und Panik durch eine plötzliche Verengung des Kehlkopfes beim Einatmen kennzeichnet die sogenannte Vocal Cord Dysfunction, auch "Kehlkopf-Asthma" genannt. Während des Anfalls kommt es meist auch zu einer Stimmstörung – Heiserkeit, Stimmverlust – und einer pfeifenden Einatmung. Möglicherweise reagiert Schleimhaut im Kehlkopf auf eingeatmete Reizstoffe überempfindlich und schwillt dann kurzfristig an. Auch Rückfluss von Magensäure wird als mögliche Ursache verdächtigt.

Der HNO-Arzt kann bei der Laryngoskopie (siehe unten) tendenziell verengte Stimmbänder bei der Einatmung sehen. Asthmamedikamente bringen keine Hilfe, dagegen ist eine Atemtherapie angezeigt. Bei Panikstörungen wird auch eine Psychotherapie angeraten.

Entspannungstechniken und – je nach Krankheitsbild – psychotherapeutische Verfahren, wie etwa eine Verhaltenstherapie, können häufig helfen, Psyche und Sprechen zu harmonisieren.

Schilddrüse

Heiserkeit als Folge von Operationen und Nervenschäden

Kehlkopfverletzungen und -lähmungen, etwa der Nerven, die die Beweglichkeit der Stimmbänder mit steuern, sind ein häufiger Grund für Heiserkeit. Schäden können zum Beispiel nach Operationen, etwa nach einer Schilddrüsenoperation, auftreten.

  • Operationsfolgen, Verletzungen

Heiserkeit kann nach einer Intubation, etwa bei einer Operation, auftreten. So kann bei einer Vollnarkose der Beatmungsschlauch die Stimmlippen verletzen. Kleinere Risse und Schwellungen heilen in der Regel kurze Zeit nach dem Eingriff wieder ab. Nimmt die Heiserkeit nach einer Operation jedoch zu, kann sich entzündliches Gewebe gebildet haben.

Eingeatmete oder verschluckte Fremdkörper können Stimmlippen und Kehlkopf ebenfalls reizen oder verwunden und eventuell eine unverzügliche (Not-)Behandlung erfordern.

Verletzungen bei einem Unfall oder einer Operation schädigen mitunter auch die Nerven, die die Muskeln im Kehlkopf steuern, und können damit eine oder beide Stimmlippen lähmen (Kehlkopflähmung). Die Stimmlippen schließen und öffnen sich dann nicht mehr richtig.

Anhaltende Heiserkeit und eine schwache Stimme sind die Folge. Atemprobleme können dazukommen. Eine häufige Ursache für Lähmungen in diesem Bereich sind Operationen in der Halsgegend, hier vor allem Schilddrüsenoperationen. Auch Eingriffe an der Halswirbelsäule, an der Lunge sowie Herz- und Gefäßoperationen (etwa an der Hauptschlagader im oberen Abschnitt) kommen mitunter infrage.

  • Nervenschäden

Der hauptverantwortliche Nerv im Kehlkopfbereich ist der Nervus vagus. Zwei Äste dieses zehnten Hirnnervs versorgen den Kehlkopf: Einmal der obere Kehlkopfnerv (Nervus laryngeus superior), der die äußeren Muskeln steuert, zum anderen der untere Nervus laryngeus inferior, auch Nervus Recurrens genannt.

Er ist für die innere Kehlkopfmuskulatur zuständig sowie für die Sensibilität der Schleimhaut im Stimmlippenbereich.

Fällt er aus, etwa durch eine Verletzung bei einer Kropfoperation, bleibt ein Stimmband gelähmt. Auch ohne Verletzung kann nach einem solchen Eingriff durch Schwellungen eine vorübergehende Heiserkeit auftreten.

Seltener ist eine Lähmung beider Stimmlippen. Je nach Ausmaß kann es zu bedrohlicher Atemnot kommen (siehe nachfolgend, Abschnitt: "Sind beide Stimmlippen gelähmt ..."). Ist der Nervus vagus geschädigt, fallen noch weitere Muskelbereiche aus. Schwere Stimm-, Schluck- und Atemstörungen sind mögliche Folgen.

Schädigungen in anderen mitbeteiligten Nervenbahnen im Gehirn, die für Muskelbewegungen zuständig sind, können ebenfalls zu Kehlkopflähmungen führen, etwa ein Schlaganfall oder eine Multiple Sklerose.

Auffallend sind dann häufig neben Heiserkeit auch deutliche Schwierigkeiten beim Artikulieren und Sprechen. Schluckbeschwerden kommen möglicherweise hinzu, natürlich jeweils auch andere krankheitsbezogene Symptome (siehe auch Abschnitte "Erkrankungen des Gehirns" und "Stimmtherapie..." unten).

Eine weitere Ursache für Nervenschädigungen stellen mitunter Tumore dar, die die zuständigen Nervenbahnen in Mitleidenschaft ziehen. Das können unter anderen ein Schilddrüsenkrebs, ein Tumor im Bereich des Nervus vagus, ein Tumor an der Schädelbasis, ein Gehirntumor oder Lungenkrebs sein (mehr unter "Tumore im Kehlkopfbereich" weiter unten).

Nervenschädigend wirken manchmal auch einige Medikamente, etwa Mittel zur Chemotherapie bei Krebserkrankungen oder bestimmte, selten verordnete Antibiotika.

Was passiert bei einer Stimmbandlähmung?

Spontane Erholung ist je nach Ursache – nicht selten ist sie unbekannt  – innerhalb von zehn bis zwölf Monaten möglich. Wichtige Voraussetzung: Eine Stimmtherapie über mehrere Monate.

Wenn eine Stimmlippe gelähmt ist, passt die gesunde ihre Schwingungen oft an die veränderte Situation an. Ist eine Annäherung der gesunden an die gelähmte Stimmlippe nicht möglich, kommt es zu Heiserkeit.

Falls sich nach einigen Monaten keine Besserung abzeichnet, kann ein Eingriff den Stimmlippenschluss herstellen und die Stimmqualität verbessern. Ärzte führen dann zum Beispiel einen Eingriff namens Unterfütterung (Augmentation) durch.

Dabei injizieren sie "Ersatzmaterial" wie zum Beispiel Hyaluronsäure in das gelähmte Stimmband. Der Stoff wird allerdings mit der Zeit abgebaut. Das kann erwünscht sein, um die Heilung abzuwarten oder die Stimme zu modulieren. Manchmal ist aber auch ein weiterer Eingriff notwendig.

Besteht die Lähmung länger als zwölf Monate, wird eine Erholung unwahrscheinlicher.  Dann sind eine Unterfütterung mit dauerhaftem Gewebe (Implantation) oder eine festigende Verlagerung der Stimmlippe zur Mitte hin mögliche Behandlungswege (Thyroplastik, von außen).

Sind beide Stimmlippen gelähmt, kann es, je nachdem, in welcher Stellung sich die Stimmbänder befinden, zu stärkeren Atemproblemen kommen. Stehen sie sehr eng beieinander, besteht sogar Erstickungsgefahr, die zunächst eine notfallmäßige Operation erfordern kann.

Um die Atmung dauerhaft sicherzustellen, muss ein Spalt angelegt werden (Glottiserweiterung, zum Beispiel mit dem Laser). Es gibt verschiedene operative Techniken. Die Stimmfunktion kann, muss aber danach nicht vermindert sein. Danach kann eine Stimmtherapie angezeigt sein, um das Ergebnis zu stabilisieren.

Kehlkopfentzündung

Heiserkeit als möglicher Hinweis auf Tumore im Kehlkopfbereich

Heiserkeit ist eines der wichtigsten Anfangssymptome bei Kehlkopftumoren. Diese können gutartig, aber auch bösartig sein.

Anhaltende und mit der Zeit stärker werdende Heiserkeit, für die es keinen deutlichen Zusammenhang mit anderen Ursachen gibt, wie etwa Stimmüberlastung oder eine Infektion, können auf eine Geschwulstbildung im Kehlkopfgewebe hinweisen.

Weitere Warnsymptome wie Schmerzen, ein Fremdkörper- und Kloßgefühl im Hals, Atemprobleme, Husten und Gewichtsabnahme können je nach Schweregrad, Stadium und Lage des Tumors dazukommen.

  • Gutartige Veränderungen

Es gibt harmlose Gewebeveränderungen wie Stimmlippenknötchen als Folge einer Überlastung der Stimme. Deshalb werden sie auch "Sängerknötchen" (bei Babys "Schreiknötchen") genannt. Sie vergehen meist von alleine, wenn die Stimme geschont und gegebenenfalls die Sprech- beziehungsweise Singtechnik verbessert wird.

Auch Polypen und Papillome gehören in die Reihe gutartiger, mitunter aber hartnäckiger Veränderungen. Bei Kindern können Papillome manchmal erhebliche Beschwerden wie Heiserkeit und Atemnot verursachen. Stimmlippenzysten liegen unter der Stimmlippenschleimhaut.

Je nach Indikation lassen sich solche Veränderungen in einem mikrochirurgischen Eingriff beheben. Mit einer angepassten Stimmtherapie erholt sich die Stimme dann auch meist wieder.

  • Krebsvorstufen und bösartige Tumore

Bestimmte Gewebeveränderungen oder weißliche Auflagen im Kehlkopfraum beziehungsweise auf den Stimmlippen, wie bei chronischer Kehlkopfentzündung mitunter der Fall, können eine Krebsvorstufe darstellen. Der HNO-Arzt wird die geeignete Behandlung einleiten. Sie kann zum Beispiel in einer mikrochirurgischen Abtragung und genauen feingeweblichen Untersuchung bestehen.

Zu den bösartigen Tumoren gehören kleinere Tumore an den Stimmlippen sowie unterschiedliche Krebsformen an verschiedenen Stellen des Kehlkopfs. Je nach Krebsdiagnose werden unterschiedlich eingreifende Operationen oder Bestrahlungs- und Chemotherapien in verschiedenen Kombinationen und Reihenfolgen im Rahmen einer Krebstherapie notwendig sein.

An Kehlkopfkrebs erkranken mehr Männer als Frauen, vorwiegend in der zweiten Lebenshälfte. Zu den wesentlichen Risikofaktoren gehören Rauchen und Alkoholkonsum. Auch Schadstoffe können eine Rolle spielen. Menschen, die jahrelang hohen Konzentrationen von Schadstoffen wie Asbest, schwefelsäurehaltige Aerosole oder radioaktiver Strahlung (Uranbergbau) ausgesetzt waren, haben ein bekanntermaßen erhöhtes Erkrankungsrisiko (Anerkennung als Berufskrankheit).

Kurz zur Therapie: Eine anteilige oder komplette Entfernung des Kehlkopfs, Strahlentherapie, Chemotherapie, beides auch kombiniert und weitere gezielte Therapien bedeuten häufig einen erheblichen Einschnitt in die Stimmbildung oder gar den Verlust der Stimme. Zur Nachsorge gehört die Stimmrehabilitation mit dem Ziel, die Kommunikationsfähigkeit wiederherzustellen.

Ein spezielles Sprechtraining hilft zum Beispiel Krebspatienten nach einer notwendigen Kehlkopfentfernung, sich über die Speiseröhre (Ersatzstimmbildung) beziehungsweise miitels eines operativ eingesetzten Ventils (sogenannte Stimmventilprothese über eine Verbindung zwischen Speiseröhre und Luftröhre, den sogenannten Shunt) zu artikulieren. Oder der Chirurg legt den Shunt chirurgisch im Gewebe an.

Die Ausatemluft erzeugt jeweils Töne im Bereich der dann schwingenden Schleimhaut des oberen Speiseröhrenschließmuskels. Auch elektronische Sprechhilfen, zum Beispiel computerfähige Sprechprogramme, sind nach Eingewöhnung ein möglicher Behelf.

Beim Umgang mit der jeweils einzuübenden Ersatzstimmtechnik erhalten Betroffene in der Nachsorge umfassende Betreuung und logopädische Hilfe.

Wichtig ist für alle Krebspatienten zudem, dass sie sich psychotherapeutische Unterstützung holen. Auch Selbsthilfegruppen sind wertvolle Ansprechpartner.

Angeborene Fehlbildungen im Kehlkopf, die Heiserkeit verursachen

Wenn die Stimme heiser klingt und schnell müde wird, ohne dass andere Überlastungs- und Krankheitszeichen dazu kommen, können auch anatomische Ursachen im Bau des Kehlkopfs und der Stimmbänder verantwortlich sein.

Bei einem asymmetrisch gewachsenen Kehlkopf sind die beiden Seiten nicht gleich lang. Die Fehlstellung erschwert die Stimmbildung. Heiserkeit ist dann ein häufiges Symptom. Das Sprechen strengt zudem an, so dass sich Überlastungsschäden einstellen können (siehe oben Heiserkeit bei Vielsprechern im Abschnitt "Heiser durch Beruf, Lebensumstände, Gewohnheiten").

Manchmal befinden sich auf den Stimmlippen selbst Furchen oder es bestehen Verwachsungen zwischen den Bändern (Segel).

Kehlkopfspalten und Stimmlippenlähmungen können angeboren sein. Anatomische Probleme im Kehlkopfbereich können auch mit einer genetischen Erkrankung wie dem Down-Syndrom zusammenhängen.

De Auswirkungen von Fehlbildungen auf die Stimme können durch angepasstes Stimmtraining oft ausgeglichen oder gemildert werden.

Heiserkeit bei Erkrankungen des Gehirns

Neurologische Erkrankungen, wie die Parkinson-Krankheit, die Folgen eines Schlaganfalls oder von Hirntumoren wirken auf die Stimme. Heiserkeit ist ein häufiges Begleitsymptom.

Typisch ist ein verwaschenes, heiseres Sprechen für Parkinson-Erkrankte. Die zugrunde liegende Nervenstörung im Gehirn hemmt die Bewegungsabläufe. Die langsamer werdenden Bewegungen und die zunehmende Muskelsteife treffen auch die Muskeln, die an der Stimmbildung beteiligt sind. Die Betroffenen sprechen oft monoton, undeutlich und geraten ins Stottern.

Heiseres Sprechen kann auch ein Erst- beziehungsweise Begleitsymptom für weitere Erkrankungen des Zentralnervensystems sein, wie eine Multiple Sklerose oder eine amyotrophe Lateralsklerose. Dies ist ebenfalls eine Erkrankung, bei der Nervenzellen, die Muskelbewegungen steuern, zugrunde gehen. Heiserkeit tritt manchmal auch im Rahmen einer Epilepsie auf.

Ein Schlaganfall, eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder eine Hirnhautentzündung (Meningitis), Hirntumore sowie Hirnblutungen wirken sich mitunter ebenfalls auf die Stimme aus.

Auch Lähmungen der Nerven, die vom verlängerten Rückenmark ausgehen, beeinträchtigen die Stimme. Dazu gehören neben den Kehlkopflähmungen (siehe dort) Lähmungen der Zunge, der Lippen, des Gesichts.

Die Behandlung richtet sich stets nach der Grunderkrankung. Logopädische Therapien unterstützen die Sprechfähigkeit und können damit auch anhaltende Heiserkeit mildern.

Weitere Ursachen für Heiserkeit: Schilddrüsenprobleme, Rheuma & Co., Sodbrennen

Einige internistische Erkrankungen beeinflussen Schleimhäute und Nerven im Kehlkopfbereich.

Schilddrüsenerkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, können zu trockenen Schleimhäuten im Kehlkopf und damit zu Heiserkeit führen. Auch blutdrucksenkende Medikamente rufen mitunter als Nebenwirkung Heiserkeit hervor.

Verdickungen auf den Stimmlippen, die an Bambusstäbchen erinnern, sogenannte Bambusknötchen, können ein erstes Symptom für eine rheumatische Erkrankung sein. Auch bei Bindegwebsrheuma, sogenannten Kollagenosen, und rheumatischen Gefäßentzündungen kann der Kehlkopf miterkranken, sodass es zu einer Dysphonie kommt. Beispiele für entsprechende Krankheiten sind der systemische Lupus erythematodes (SLE), Polymyositis/Dermatomyositis, Granulomatose mit Polyangiitis (Morbus Wegener) oder eine Sarkoidose.

Allergien verusahen oft Reaktionen im Nasen-Rachen-Raum. Die Schleimhäute schwellen an. Eine verstopfte Nase, Heiserkeit, eventuell auch Hustenreiz und Atembeschwerden sind möglich.

Bei Sodbrennen beziehungsweise einer Reflux-Erkrankung kann die aufsteigende Magensäure den Kehlkopf reizen. Das geschieht vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden. Zur Heiserkeit kommen oft ein Brennen im Hals und Hustenanfälle.

Zu den Medikamenten, die Heiserkeit verursachen können, gehören neben den erwähnten Bluthochdruckmitteln auch Asthma-Sprays. Oft werden die Stimmlippen geschont, wenn die Betroffenen nach der Anwendung den Mund ausspülen, die Zähne putzen oder etwas essen.

Gefäßprobleme als mögliche Ursache von Heiserkeit

Patienten, die an Bluthochdruck, Arteriosklerose oder einer Bindegewebserkrankung leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Gefäßschädigungen. So kann sich eventuell die Hauptschlagader (Aorta) aufweiten und eine Aussackung, ein Aneurysma, bilden.

Die Symptome hängen von der Lage und Größe und von der Beschaffenheit der Gefäßwand im verformten Bereich ab. Ein Aneurysma, das am Bogen der Hauptschlagader oberhalb des Herzens liegt, kann das nahe gelegene Stimmband beeinträchtigen und zu Heiserkeit, außerdem zu Schluckstörungen führen. Ein mögliches Leitsymptom bei einem Aorten-Aneurysma im oberen Gefäßabschnitt sind Brustschmerzen.

Diagnose von Heiserkeit

Die Krankengeschichte und gegebenenfalls eine Kehlkopfspiegelung gehören zu den wichtigsten Untersuchungssschritten.

Erste Hinweise erhält der Arzt durch die Krankengeschichte. Eine berufsbedingte Überbeanspruchung der Stimme lässt sich dann schon häufig klären. Möglicherweise kann hier die Untersuchung durch einen Phoniater – einen Facharzt für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen – angezeigt sein, der die Stimme mit unterschiedlichen Tests prüft.

Es gibt heute zahlreiche technische Verfahren, um die Stimmfunktion zu beurteilen. Sie helfen dem Arzt zusammen mit den anderen weiterführenden Untersuchungen wesentlich bei der Planung der Therapie.

Je nach Ursache kann sie stimmtherapeutisch (zum Beispiel bei einem Stimmbandknötchen oder einer Stimmbandlähmung), medikamentös (etwa bei einer Rückflusskrankheit), operativ-mikrochirurgisch (beispielsweise bei einem Stimmbandpolypen oder Papillomen) oder psychotherapeutisch (bei einer Vocal-Cord-Dysfunction, auch "Kehlkopfasthma" genannt, und anderen psychisch bedingten Dysphonien) ausgerichtet sein.

Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt sieht sich den Nasen-Rachen-Raum an und tastet den Hals ab. Ob sich auf den Stimmlippen schon Knötchen gebildet haben und ob weitere Schädigungen vorliegen, ob der Kehlkopf zum Beispiel entzündet ist und wie die Stimmbänder beschaffen sind, wird der Arzt bei Bedarf durch eine Laryngoskopie beziehungsweise eine Endoskopie feststellen.

Endoskope werden durch Mund oder Nase in den Kehlkopfraum geführt. Im Allgemeinen genügt dazu eine örtliche Betäubung des Rachens. Der HNO-Arzt kann dabei auch die Schwingungsfähigkeit der Stimmbänder untersuchen (Stroboskopie).

Videoendoskope liefern Untersuchungsbilder über eine angeschlossene beziehungsweise integrierte Kamera beziehungsweise einen Chip auf einen Monitor.

Mittels einer Mikrolaryngoskopie in Narkose betrachtet der HNO-Arzt den Kehlkopf mikroskopisch und/oder behandelt ihn mikrochirurgisch Dabei kann er Gewebeproben (Biopsien) nehmen oder Gewebeveränderungen des Kehlkopfes vollständig entfernen.

Weiteren Aufschluss geben nötigenfalls bildgebende Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchung, manchmal auch eine Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT), Bluttests sowie Gewebeproben (Biopsien).

Zur Abklärung einer möglichen Ursache im Bereich der Nerven und des Gehirns setzen Neurologen gezielt ihre speziellen Untersuchungstechniken ein.

Therapie bei Heiserkeit

Die Stimme schonen steht ganz oben, wenn Überlastung oder Entzündungen die Heiserkeit verursacht haben. Die Behandlung richtet sich immer nach der Grunderkrankung. Stimm- und Sprechtraining gehören in vielen Fällen mit zur Therapie.

Die ärztliche Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Hier ein paar allgemeine Hinweise:

Entzündungen oder Verletzungen heilen oft von selbst aus. Doch dabei spielen natürlich immer auch die genaue Ursache und das Verletzungsbild eine Rolle. Chronische Entzündungen wie eine chronische Laryngitis (Kehlkopfentzündung) oder Rhinitis (chronischer Schnupfen) können sich auch unter einer medizinischen Behandlung nur bessern, wenn die Betroffenen gesünder leben, das Rauchen sowie übermäßigen Alkoholkonsum aufgeben. 

Unterstützende medizinische Maßnahmen wird der Arzt mit seinem Patienten individuell festlegen. Wichtig sind regelmäßige Kontrollen beim HNO-Arzt. Denn es geht auch darum, ungünstige Veränderungen im Kehlkopf und an den Stimmlippen wie Tumore rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Ein Stimmtherapie kann die Stimme so schulen, dass eine bestehende Heiserkeit nicht noch durch falsches Sprechen verstärkt wird. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Knötchen, die sich unter einer Stimmtherapie nicht zurückbilden, Polypen, Papillome (himbeerartig aussehende Geschwülste, die durch sogenannte humane Papillomaviren (HPV) ausgelöst werden), und andere Tumoren müssen meist in einem Eingriff entfernt werden.

Auch bei Fehlbildungen oder Kehlkopflähmungen korrigieren Stimmbandchirurgen die Verhältnisse an den Stimmlippen, um den Stimmlippenschluss und damit die Stimmqualität zu verbessern.

Internistische und neurologische Erkrankungen behandeln die zuständigen Fachärzte mit passenden Medikamenten und entsprechenden therapeutischen Maßnahmen.

Stimmtherapie, Atem- und Sprechtraining

Bei Stimmstörungen ist die Stimmtherapie als Übungsbehandlung grundlegend wichtig. Der Hausarzt oder Hals-Nasen-Ohrenarzt verordnet sie bei Bedarf im notwendigen Umfang, und die Behandlung wird entsprechend auch von den Krankenkassen bezahlt.

Die dabei angewendeten Therapieformen obliegen professionellen Therapeuten wie Logopäden und anderen Fachleuten, die auf dem Sektor Sprach- und Sprechtherapie, Atem- und Schlucktherapie arbeiten.

Oft lässt sich durch die Behandlung die Stimmfunktion (Phonation) verbessern oder wiederherstellen, etwa bei anhaltender Kehlkopfentzündung oder einer Kehlkopflähmung.

Nach einer stimmverbessernden Operation hilft eine Stimmtherapie, das Ergebnis zu stabilisieren und zu optimieren. Operation und Stimmtherapie ergänzen sich oft.

Darüber hinaus gibt es viele andere Situationen, in denen Stimmtherapeuten im Team mit den behandelnden Ärzten Patienten mit Stimmstörungen in die Lage versetzen, sich stimmlich wieder (besser) verständigen zu können.

Neurologische Erkrankungen führen oftmals zu umfassenderen Störungen, die das Sprechen in ganz unterschiedlicher Weise behindern. Bei Dysarthrien zum Beispiel ist die Fähigkeit, verständliche Worte zu bilden, beeinträchtigt. Auch das Schlucken und Atmen und die Koordination dieser Vorgänge kann Probleme bereiten. Daher sind oft auch Schluck- und Atemtherapeuten in die Therapie der Patienten eingebunden. 

Die Stimmtherapie zielt auf alle Faktoren, die in die Stimmbildung einfließen. Dabei arbeiten Stimmtherapeuten mit verschiedenen Konzepten und setzen individuelle Schwerpunkte. Beispiele:

Spannungszustand der Muskulatur: Stimme bedeutet auch Muskeltätigkeit. Seelische Anspannung spieglt sich häufig im Muskeltonus wider. Gerade die Muskeln im Kehlkopf reagieren besonders empfindlich, die Stimme wird zum Seismograf der Stimmung. Sie kann zum Beispiel sehr gepresst oder zittrig klingen, wenn jemand unter besonderer Anspannung steht und es nicht gewohnt ist, das beim Sprechen zu überspielen. Entspannungsübungen zielen auf den Muskeltonus.

Atmung: Der Rhythmus beim Atmen und Luftstrom beim Sprechen beeinflusst die Stimme weitaus mehr, als uns bewusst ist. Bei Stimmproblemen hilft es häufig auch, die Atemtechnik zu verbessern, um Atmen und Sprechen besser aufeinander einzustellen. Dabei geht es auch darum, zu lernen, wie man bewusster atmet und das Zwerchfell, unseren wichtigsten Atemmuskel, besser einsetzt.

Auch der Aussprache, Körperhaltung und Selbstwahrnehmung widmet sich die Stimmtherapie. Denn es geht nicht nur um die rein motorische Schulung des Stimmorgans, obwohl diese für die erste Zeit sehr wichtig ist, sondern um einen zielsicheren, "selbst-bewussten" Stimmeinsatz im Alltag.

Was Sie sonst noch für Ihre Stimme tun können

  • Singen hält die Stimme jung. Doch auch hier kommt es auf eine gute Technik an. Wichtig ist auch, Stress abzubauen, sich viel körperlich zu bewegen, ausreichend zu trinken, lautes Sprechen und Schreien zu vermeiden beziehungsweise der Stimme danach immer wieder eine Entspannungsphase zu gönnen, damit sie sich regenerieren kann.
  • Wer seine eigene, gute Stimmlage findet und schädigende Einflüsse meidet, erhält seine Stimme fit und angenehm. Unvermeidbare Heiserkeit vergeht dann umso schneller, ohne dauerhafte Beeinträchtigungen zu hinterlassen.
  • Das A und O ist eine gute Befeuchtung im Rachenraum. Sie unterstützt die Selbstreinigung und Regeneration der gereizten Schleimhaut.
  • Zwar erreichen Mittel gegen raue Hälse die Stimmbänder nicht – dafür liegen diese zu gut eingebettet im Kehlkopf. Doch die Schleimhäute im Hals lassen sich durchaus pflegen.
  • Das funktioniert zum Beispiel mit Inhalieren von Salzwasserdampf, Lutschpastillen, Gurgeln und ausreichend viel Trinken. Lutschpastillen mit Bestandteilen aus Heilpflanzen helfen bei "erkältungswundem" Hals oder auch, wenn man viel spricht oder singt (siehe "Sieben Tipps" ganz oben).
  • Auch normale Lutschbonbons sind besser als nichts, sollten aber säure- und zuckerfrei sein.
  • Für das ergiebige "innere Befeuchten" durch ausreichendes Trinken (Herz- oder Nierenkranke müssen sich hier mitunter jedoch einschränken) eignen sich Mineralwässer, warme, nicht zu heiße Früchte- und Kräutertees, zum Beispiel mit Salbei oder Eibisch (Hustensäfte oder Sirupe gegen Reizhusten enthalten ebenfalls oft Eibisch). Heilpflanzentees kann man auch zum Gurgeln nutzen.
  • Zubereitungen mit ätherischen Ölen wie Kamillen- oder Pfefferminztee und Präparate mit Menthol scheiden bei Stimmproblemen aus. Dazu können auch Apotheken beraten.
  • Zum Trinken bieten sich außerdem verdünnte Fruchtsäfte und Saftschorlen an. Sehr kalte Getränke und Alkohol wiederum bleiben tunlichst außen vor, scharf gewürzte Speisen ebenfalls.
  • Stimmprofis meiden nach Möglichkeit verrauchte, kalte, zu trockene oder zugige Luft. Sie wissen: Rauchen (aktiv, passiv) ist der große Widersacher einer perfekten Stimme. Nicht anders Alkohol. Obendrein sind es erwiesene Risikofaktoren für Kehlkopfkrebs.
  • Bei Kaffee, schwarzem und grünem Tee gehen die Meinungen hinsichtlich Austrocknungseffekten auseinander. Man muss es auch nicht übertreiben und auf alles verzichten.
  • Falls Sie sich ab und zu eine Tasse Kaffee, einen klassischen Tee-Blend oder ausnahmsweise auch mal einen Schoppen Wein gönnen: Halten Sie es wie Kenner in Wien oder Neapel: Zur Abrundung gibt's hinterher ein Glas Wasser.
  • Bei einer Erkältung oder Stimmüberlastung wenig und nicht zu laut sprechen. Absolute Stimmruhe bringt aber nichts, vielmehr kann sie zu vorübergehender Stimmlosigkeit führen, was den Weg zurück zur normalen Stimme unnötig verlängert.

Fachliteratur für diesen Ratgeber

Berbohm H, Kaschke O, Nawka T: Kurzlehrbuch Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Stuttgart New York Georg Thieme Verlag, 2. aktual. und korrigierte Auflage 2012

Koch D: HNO Fragen und Antworten. Berlin Heidelberg Springer-Verlag, 2016

Mattle, H., Mumenthaler, M.: Neurologie, Thieme Verlag 2012

Herold G und Mitarbeiter: Innere Medizin, 2019 Gerd Herold Köln

Reiter R, Hoffmann Th K, Pickhard A, Brosch S: Heiserkeit – Ursachen und Therapie (Hoarseness – causes and treatment). Dtsch Arztebl Int 2015; 112:329-37. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0329 (Abgerufen am 16.04.2019)

S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lyrynxkarzinom. Kurzversion 1.9 Januar 2019. AWMW-Registernummer: 017-067-OL; federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V..  Online: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Larynxkarzinom/Version_1.0/LL_Larynxkarzinom_Kurzversion_1.0.pdf (Abgerufen am 16.04.2019)

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (DGPP): S1-Leitlinie Funktionsdiagnostik und Therapie von Kommunikationsstörungen bei neurogenen Sprech- und Stimmstörungen im Erwachsenenalter. Stand: 18.09.2014; AWMF-Registernummer: 049-014. Online: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/049-014l_S1_Neurogene_Sprech-_Stimmst%C3%B6rungen_Erwachsene_2014-09.pdf (Abgerufen am 16.04.2019)

Deutsche Krebshilfe e.V. (Hrsg.): Krebs im Rachen und Kehlkopf. Die blauen Ratgeber 11, Stand: 08/2016. Online:
https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Krebs-im-Rachen-und-Kehlkopf_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf (Abgerufen am 16.04.2019)

Angerstein, W.: Psychogene Dysphonien Teil 1, Wenn die Stimme versagt, in HNO-Nachrichten, 2011;41(6). Online. https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF03357227

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.