Welche Symptome löst das Coronavirus aus?

Zu den häufigsten Symptomen gehören: Fieber, Husten, Schnupfen, Geruchs- und Geschmacksstörungen.

Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 äußert sich laut Robert Koch-Institut häufig durch Husten, Fieber, Schnupfen sowie Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns. Es können aber auch andere Symptome wie Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Bindehautentzündung und Hautausschlag auftreten.

Wichtig: Wer aufgrund von Erkältungssymptomen befürchtet, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt zu haben, sollte nicht direkt eine Arztpraxis aufsuchen, sondern vorher dort anrufen. Außerhalb der Praxiszeiten steht ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 zur Verfügung. In Notfällen, wie zum Beispiel bei Atemnot, ist die 112 die richtige Nummer. Man sollte beim Anruf auch darauf hinweisen, welche Symptome vorliegen, ob Vorerkrankungen bestehen und ob man in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einer nachweislich an SARS-CoV-2 erkrankten Person hatte.

Inkubationszeit, Verlauf, Risikogruppen

Inkubationszeit: Im Schnitt fünf bis sechs Tage, bis zu 14 Tage. Verlauf: meist mild, teilweise aber auch schwer.

Das Virus hat eine Inkubationszeit von im Mittel fünf bis sechs Tagen, sie kann jedoch auch bis zu 14 Tage dauern. Die Infektion kann mit sehr leichten Symptomen verlaufen, teils sogar ohne wahrgenommene Symptome. Der Erreger kann aber auch die unteren Atemwege befallen und bei einem Teil der Infizierten Lungenentzündungen verursachen. Ein sogenanntes Akute Atemnot-Syndrom (englisch: Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) kann die Folge sein. Das Virus wirkt sich unter Umständen auch auf die Herzgesundheit aus, führt eventuell zu neurologischen Symptomen, Hauterscheinungen oder zu Blutgerinnseln. Bei schweren Verläufen ist auch ein Nieren- oder Multiorganversagen möglich.

Schwere Verläufe können auch bei jüngeren Menschen und solchen auftreten, die keine bekannte Vorerkrankung haben. Jedoch gibt es bestimmte Risikofaktoren, die einen schweren Verlauf begünstigen. Dazu zählen unter anderem

  • höheres Alter
  • Rauchen
  • Fettleibigkeit
  • männliches Geschlecht
  • Trisomie 21
  • bestimmte Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck oder koronare Herzerkrankung
  • bestimmte chronische Lungenerkrankungen wie COPD
  • bestimmte chronische Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • geschwächtes Immunsystem
  • und Krebserkrankungen

Kinder scheinen seltener als Erwachsene Krankheitszeichen zu zeigen oder gar einen schweren Verlauf zu entwickeln.

Mehr Informationen für spezielle Gruppen

Informationen für Schwangere und Eltern finden Sie hier:

Mehr zu den Risikogruppen erfahren Sie hier:

Bei leicht bis mittelschwer erkrankten Menschen flauen die Symptome laut RKI nach gut zwei Wochen ab. Bei schweren bis sehr schweren Infektionen kann es Wochen bis Monate dauern, bis sich die Betroffenen davon erholen.

Long-Covid und Post-Covid-Syndrom

Inzwischen haben sich für diese besonders langen Verläufe, beziehungsweise Spätfolgen zwei Begriffe etabliert: Long-Covid und Post-Covid-Syndrom.

Long-Covid bezeichnet die Beschwerden, die ab der vierten Woche nach Erstinfektion neu hinzukamen oder seit Beginn der Krankheit nie verschwanden.

Von Post-Covid-Syndrom spricht man, wenn die Beschwerden bis nach der 12. Woche nach der Erstinfektion andauern und durch keine andere Erkrankung erklärbar sind. Menschen, die an Post- oder Long-Covid leiden, sind nicht ansteckend.

Müde Frau

Long-Covid, Post-Covid: Potenzielle Spätfolgen

Viele Menschen überstehen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ohne Folgen. Andere kommen nur schwer wieder auf die Beine

Aktuelle Fallzahlen des Coronavirus

Die Zahl der bekannten Infektionen mit SARS-CoV-2 ändert sich täglich. Einen Überblick liefert diese Deutschlandkarte, die auf den jeweils aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts basiert.

Eine Weltkarte aller verfügbaren Infektionszahlen finden Sie außerdem hier. Die Karte wurde von Wissenschaftlern der Johns-Hopkins-Universität (USA) bereitgestellt, die ständig aktuell die Verbreitung des Coronavirus nach Ländern darstellt.

Coronavirus Statistiken Handy Smartphone Verwirrung Zahlen verschiedene Ergebnisse Deutschland Regionen Verbreitung

Die neuen Kennzahlen der Pandemie

Die Auslastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten soll der neue Maßstab sein, um über Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen zu entscheiden. Ein Überblick

Corona, Covid-19, SARS: Viele Namen, ein Virus

In den Medien ist vom Coronavirus oder "neuartigen Coronavirus" die Rede. Da es mehr als ein Coronavirus gibt wurde es in der Wissenschaft zuerst novel coronavirus 2019, kurz 2019–nCoV genannt. Danach bekam das Virus den offiziellen Namen "severe acute respiratory syndrome coronavirus 2" (SARS-CoV-2). Die von der WHO vergebene Bezeichnung Covid-19 bezeichnet die Lungenkrankheit, die das Virus auslöst.

Moment mal...

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Übertragung: Wie steckt man sich an, wie schützt man sich?

Ansteckung über Aerosole und Speicheltröpfchen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Daher: Abstand halten, Husten- und Niesregeln einhalten, Hände mit Seife waschen. Erkrankte sollten unbedingt daheim bleiben.

Das Virus wird ähnlich wie das Grippevirus und Erkältungsviren per Tröpfcheninfektion übertragen – das heißt: beispielsweise über Speicheltröpfchen, die beim Husten, Niesen, Singen oder Sprechen ausgeschleudert werden.

Auch über winzige Flüssigkeitströpfchen, das sogenannte Aerosol, kann man sich anstecken. Aerosole sind kleinste Partikel, Tröpfchenkerne mit einem Durchmesser von unter fünf Mikrometer, die in der Luft schweben. Sie entstehen vor allem bei tiefer Atmung oder hoher Lautstärke beim Sprechen – zum Beispiel beim Singen. Aerosol kann für längere Zeit in der Raumluft vorkommen, vor allem in kleinen, nicht oder schlecht belüfteten Räumen.

Zu anderen Menschen sollte man mindestens anderthalb Meter Abstand halten, in kleinen Räumen eventuell auch mehr. Häufiges Lüften empfiehlt sich. Um andere zu schützen, sollte man beim Husten oder Niesen stets ein Taschentuch verwenden oder die Ellenbeuge nutzen. Wer Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 hat, sollte unbedingt zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden und die Anweisungen des Arztes beziehungsweise des Gesundheitsamtes befolgen. Beispielweise kann es notwenig sein, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Laut Robert Koch-Institut können infizierte Personen bereits etwa zwei Tage, bevor bei ihnen Symptome auftreten, ansteckend sein.

Auch über den Kontakt mit Oberflächen, auf denen sich Virusteilchen befinden können, ist eine Ansteckung denkbar. Um sich vor einer Ansteckung durch diese Schmierinfektion zu schützen, sollte man zum Beispiel auf Händeschütteln verzichten und sich oft gründlich die Hände mit Seife waschen. Zudem ist es wichtig, sich nicht ins Gesicht zu fassen, da Mund, Nase und Augen "Eintrittspforten" für das Virus sein können.

Des Weiteren kann das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in öffentlichen Räumen dazu beitragen, dass sich das neuartige Coronavirus langsamer ausbreitet. Bisher konnte sich nicht nachweisen lassen, dass man sich über Nahrungsmittel mit dem Coronavirus anstecken kann.

Mehr zum Thema: Prävention – einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 vorbeugen.

Impfung gegen Covid-19

Seit Ende Dezember wird in Deutschland gegen Covid-19 geimpft. Derzeit sind mRNA-Impfstoffe und Vektor-basierte Impfstoffe zugelassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte zunächst Empfehlungen erarbeitet, wer wann geimpft werden sollte. Da die Impfstoffe zunächst nur begrenzt verfügbar waren, hatten anfangs bestimmte Gruppen Priorität, zum Beispiel Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf der Infektion.

Mehr zur Impfung lesen Sie hier: Die wichtigsten Fakten zur Corona-Impfung.

Seit 16. August 2021 spricht sich die STIKO für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. Hier erfahren Sie mehr zur Impfung gegen Covid-19 für Kinder.

Wann kommt ein Test auf Covid-19 infrage?

Ein Test ist unter anderem angezeigt, wenn ein begründeter Verdacht besteht, sich mit SARS-CoV-2 angesteckt zu haben: zum Beispiel, wenn man die typischen Symptome von Covid-19 hat oder ungeklärte Symptome hat und Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Für Menschen, die zum Beispiel in Betreuungseinrichtungen, Krankenhäusern, Gemeinschaftseinrichtungen wohnen oder leben, ebenso wie für Menschen in besonders stark betroffenen Epidemie-Regionen kann es abweichende Regeln geben. Es gibt derzeit PCR-Tests und Antigentests.

Weitere Infos: Coronavirus – welche Tests es gibt.

Therapie: Was hilft, wenn man erkrankt ist?

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, was bei Ihren Symptomen und in Ihrer Situation, beispielsweise Ihren persönlichen Risikofaktoren, am besten hilft. Schwere Symptome erfordern eventuell einen Krankenhausaufenthalt. Bei schwerer Atemnot rufen Sie den Rettungsdienst unter 112!

Noch gibt es nicht „das Medikament“ gegen SARS-Cov-2. Bei milden Verläufen genügt es, die Krankheitssymptome zuhause auszukurieren – in enger Abstimmung mit dem Arzt. Bei schweren Verläufen, welche eine Aufnahme ins Krankenhaus oder gar eine Behandlung auf einer Intensivstation bedürfen, umfasst die Therapie mehrere Säulen. Wann welcher „Baustein“ zum Einsatz kommt, hängt unter anderem von der Phase der Erkrankung ab. Grundbausteine stellen blutgerinnende Medikamente (Antikoagulantien) sowie bei Bedarf eine Sauerstoff-Gabe dar. Eine anitibiotische Begleittherapie kann bei bakteriellen Begleitinfektionen sinnvoll sein.

Zu Beginn einer Coronavirus-Infektion stehen die Virusvermehrung und das Eindringen in die Wirtszelle im Vordergrund. Daher kann in dieser frühen Phase die Gabe von virushemmenden Medikamenten (Virustatika) wie Remdesivir oder auch die Gabe von monoklonalen Antikörpern sinnvoll sein.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung steht die überschießende Reaktion des eigenen Immunsystems (hyperinflammatorische Phase) im Vordergrund. Um dies zu verhindern, können Medikamente, welche das eigene Immunsystem beeinflussen sinnvoll sein, wie Dexamethason sowie Tocilizumab.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten. Sie verweist auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Schweizer Unternehmen Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte ihre neue Empfehlung am Freitag im „British Medical Journal“.

In Deutschland wird diese Antikörper-Kombination bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt. Viele Länder, die selbst keine Risikobewertungen machen können, warten aber auf solche WHO-Empfehlungen. Auch Hilfsorganisationen setzen in der Regel nur von der WHO empfohlene Mittel ein.

Die WHO empfiehlt nun die Gabe der Mittel bei Corona-Patienten mit Vorerkrankungen, die deshalb Gefahr laufen, schwer an Covid-19 zu erkranken und dann auf Intensivstationen behandelt werden müssten. Ebenso sollen bereits schwer Erkrankte damit behandelt werden, die keine Antikörper gegen Covid-19 haben.

Mehr können Sie hier nachlesen: COVID-19 behandeln – was ist möglich?

Weiterführende Links zum Coronavirus SARS-CoV-2

Mehrere Institutionen bieten auf ihren Seiten medizinische Informationen rund um den Erreger der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 an. Hier finden Sie die Links zu diesen Seiten:

Bürger-Hotlines zum Coronavirus vom Bundesgesundheitsministerium:
0800 / 011 77 22 (Unabhängige Patientenberatung)

030 / 346 465 100 (BMG)

115 – Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung (Behördennummer)

Beratungsservice zum Coronavirus für Gehörlose:

Faxnummer: 030 340 60 66 07

Per Mail: info.deaf@bmg.bund.de oder info.gehoerlos@bmg.bund.de

Über Video mit dem Gebärdentelefon unter

Apothekerin

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Apotheken-Notdienst ganz in Ihrer Nähe

Quellen:

Robert Koch-Institut: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2. Online: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html (Abgerufen am 06.05.21)

Robert Koch-Institut: Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html;jsessionid=B63FD7E600C396E0EA029F4D2193918F.internet062?nn=2386228#doc13776792bodyText8 (Abgerufen am 09.11.21)

Robert Koch-Institut: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Fragen zur COVID-19-Impfempfehlung (Abgerufen am 04.05.21)

STAKOB: Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19 Stand. 30.04.21, https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Stellungnahmen/Stellungnahme-Covid-19_Therapie_Diagnose.html;jsessionid=A228EEFA59E130C82DDC52668E85B59C.internet101

BfR / Bundesinstitut für Risikobewertung: Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden? https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html (Stand 09.04.21)

McIntosh K: Coronavirus disease 2019 (COVID-19): Epidemiology, virology, clinical features, diagnosis, and prevention. Online: https://www.uptodate.com/contents/coronavirus-disease-2019-covid-19-epidemiology-virology-clinical-features-diagnosis-and-prevention#H943884075 (Abgerufen am 06.07.20)

WHO Europe: COVID-19 weekly surveillance report. Online: http://www.euro.who.int/de/health-topics/health-emergencies/coronavirus-covid-19/weekly-surveillance-report (Abgerufen am 06.07.20)

Robert Koch-Institut: Testkriterien für die SARS-CoV-2-Diagnostik. Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Teststrategie/Testkriterien_Herbst_Winter.html;jsessionid=64F60578D4895984C6456CD4FC36D334.internet091?nn=13490888#doc15004192bodyText3 (Abgerufen am 12.01.21)

S1-Leitlinie Post-COVID/Long-COVID der Deutsche Gesellschaft f. Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Stand 12.07.2021 (https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/020-027l_S1_Post_COVID_Long_COVID_2021-07.pdf) Abgerufen am 21.07.2021

Robert Koch-Institut, Coronavirus, Gesundheitliche Langzeitfolgen (Stand: 14.7.2021) (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Gesundheitliche_Langzeitfolgen.html) Abgerufen am 21.07.2021

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