Stress in der Arbeit, Stress zu Hause, ja Stress sogar in der Freizeit – das gehört heutzutage schon fast zum "guten Ton". Vom Schüler über die berufstätige Mutter bis zum Topmanager – viele Menschen setzen die Anforderungen des modernen Lebens unter Druck.

Was ist Stress?

Stress steht für die natürliche Reaktion unseres Körpers auf eine Herausforderung und lässt sich evolutionsbiologisch erklären: Früher war es überlebenswichtig, dass unser Körper bei Gefahr mobil machte und sich auf Kampf oder Flucht vorbereitete (in manchen Situationen gilt dies auch heute noch). Puls und Blutdruck steigen, alle Sinne sind geschärft, die Atmung wird schneller, die Muskeln spannen sich an. Der Körper schüttet Stresshormone aus und stellt in Sekundenbruchteilen zusätzliche Energie zur Verfügung – wir können blitzschnell reagieren.

Stress wird durch innere und äußere Reize hervorgerufen und soll bewirken, dass wir zur Höchstform auflaufen. Das Problem bei vielen Stress-Situationen heute: Unser Körper muss in den seltensten Fällen mit Kampf oder Flucht reagieren – schon gar nicht bei Anspannungen im Job oder in der Familie. Damit hat der psychisch geladene Mensch meist kein Ventil mehr, um den inneren Druck wieder abzubauen. Der Körper gerät in einen dauerhaften Alarmzustand – die Folgen können bis hin zu ernsthaften organischen Erkrankungen und zum Burnout reichen.

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Positiver Stress ist gesund

Viele Menschen träumen von einem Leben ganz ohne Stress. Endlich mal keine Termine, Zeit für sich selbst und andere haben, einfach so in den Tag hineinleben. Unter Licht betrachtet ist ein völlig stressfreies Leben aber gar nicht wünschenswert: Positiver Stress (Eustress) erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die Leistungsfähigkeit unseres Körpers, ohne ihm zu schaden. Eustress motiviert und steigert die Produktivität, zum Beispiel, wenn wir Aufgaben erfolgreich lösen. Die schöne Erfahrung, eine Herausforderung gemeistert zu haben, steigert wiederum das Selbstvertrauen, die nächste Aufgabe genauso gut zu bewältigen.

Wenn Stress negativ wird

Wie so oft, kommt es auch beim Stress auf die Dosis an: Stress wird erst dann negativ gewertet, wenn er zu häufig und ohne körperlichen Ausgleich auftritt. Negativen Stress (Disstress) empfinden wir als bedrohlich und überfordernd. Wir sollen tausend Dinge gleichzeitig tun – und wissen genau, dass wir unsere Aufgaben nicht oder nur mit einem echten Kraftakt schaffen werden. Aber irgendwann ist jede Kraft einmal zu Ende.

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Stress-Symptome

Chronischer Stress kann krank machen. Sind die Energiereserven erst einmal ausgeschöpft, sinkt die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Auch Gereiztheit, Albträume, Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme und Bluthochdruck können Stress-Symptome sein. Außerdem schwächt Dauerstress das Immunsystem und kann Herzerkrankungen, Lungenleiden und Rückenschmerzen begünstigen.

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Seelische Belastungen bringen die Verdauung aus dem Takt. Krämpfe, Blähungen, Durchfall und Verstopfung können die Folge sein. Gibt es wirklich ein Bauchhirn?

Stress abbauen

Sitzen Sie auch in der Stressfalle? Oder fühlen Sie sich gefährdet und wollen es nicht bis zum Burnout kommen lassen? Lesen Sie hier, wie Sie Stress künftig besser bewältigen und abbauen können. Wir haben hilfreiche Entspannungsmethoden und weiterführende Informationen zum Thema Stress und Burnout für Sie zusammengestellt. Oft kann zum Beispiel Sport ein Ventil für den Druck sein, den unser Körper in Stress-Situationen aufbaut. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie sich nicht auch noch in der Freizeit stressen lassen. Hier ist es oft am leichtesten, kürzer zu treten. Und denken Sie daran: In Maßen kann Stress sogar nützlich sein. Dies zu akzeptieren hilft, mit Stress besser umzugehen und so manche "stressige" Situation vielleicht sogar als motivierend zu empfinden.

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