Rosenkohl: Aromatisches Wintergemüse

Schmeckt nicht jedem, ist aber reich an Vitamin C: Rosenkohl. Nach dem ersten Frost bekommt er eine mildere Note

aktualisiert am 20.10.2014

Rosenkohl: Achten Sie beim Kauf auf feste, hellgrüne Röschen


Inhaltsstoffe: Rosenkohl enthält viel Vitamin C

Rosenkohl ist reich an Vitamin C. In dem Gemüse finden sich zudem Vitamine aus der B-Gruppe und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen. Rosenkohl enthält relativ viel Purin, deshalb sollten Menschen, die an Gicht leiden ihn nicht zu oft und nur in geringen Mengen verzehren. Zudem ist in Rosenkohl Vitamin K enthalten, das die gerinnungshemmende Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten abschwächen kann. Wer entsprechende Medikamente einnimmt, sollte den Vitamin K-Gehalt des Rosenkohls berücksichtigen und beim Verzehr entsprechend Maß halten.

Herkunft: Junges Gemüse

Rosenkohl ist ein verhältnismäßig junges Gemüse: Es wird erst seit etwa 200 Jahren angebaut und stammt ursprünglich aus Belgien (daher auch sein Beiname "Brüsseler Kohl").

Botanik: Nach dem ersten Frost am besten

Rund um den Stamm der etwa einen Meter hohen, zweijährigen Pflanze wachsen Blätter, in deren Achseln sich zwischen 20 und 40 walnussartige Röschen bilden. Diese sind kompakt, grün-weiß und mit aromatischem, kräftigen Geschmack. Das Aroma verfeinert sich wie bei vielen Kohlarten zusätzlich, wenn die Pflanze dem Frost ausgesetzt wurde. Brassica oleracea var. gemmifera schmeckt dann süßer und milder.

Saison: Hauptsaison von November bis Januar

Hauptsaison für Rosenkohl ist von November bis Januar. Das Gemüse ist aber teilweise schon in den Monaten davor und danach erhältlich. Rosenkohl wird großflächig angebaut – am meisten in den Niederlanden, von dort kommen auch zirka 90 Prozent der deutschen Importe. Aber auch in Belgien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich züchtet man ihn. Damit ist Rosenkohl eine der wenigen in Nordeuropa kultivierten Gemüsesorten.

Lagerung: Gut zum Einfrieren geeignet

Rosenkohl lässt sich hervorragend tiefkühlen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich einige Tage bis zu einer Woche – besser ist es allerdings, ihn sofort zu verbrauchen.

Tipps zur Zubereitung: Roh ist Rosenkohl ungenießbar

Beim Kauf sind feste, hellgrüne Röschen zu bevorzugen. Die gelben oder losen Blätter des Rosenkohls werden vor seiner Zubereitung entfernt, dann wäscht man die Röschen unter fließendem Wasser ab und kocht sie nur in etwas Wasser. Ein kreuzförmiges Einschneiden der Strünke soll zu einem gleichmäßigen Garvorgang verhelfen. Vorsicht: Nicht zu lang garen, sonst zerfällt der Kohl. Anschließend kann man die Röschen in etwas Butter schwenken, das verstärkt den mild-nussigen Geschmack. Anstatt als Gemüsebeilage eignet Rosenkohl sich aber auch als Suppen- oder Eintopfeinlage oder zum Gratinieren.

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Nährwerttabelle: Rosenkohl (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
36

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
4

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
10
Kalium (K)
470
Calcium (Ca)
35
Magnesium (Mg)
20
Phosphat (P)
85
Eisen (Fe)
0,9
Zink (Zn)
0,5

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
470
Vitamin E (mg)
0,6
Vitamin B1 (mg)
0,13
Vitamin B2 (mg)
0,14
Vitamin B6 (mg)
0,34
Folsäure (µg)
100
Vitamin C (mg)
110

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle