Bei Erkältungssymptomen erst anrufen

Wer Erkältungssymptome wie Fieber und Husten oder andere Symptome, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hinweisen könnten, hat, sollte seinen Arzt nicht ohne Voranmeldung aufsuchen. Um das Praxispersonal und andere Patienten vor einer Ansteckung zu schützen, nehmen Sie vorher telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf. Die Arztpraxis informiert Sie dann über das weitere Vorgehen.

Halten Sie für Ihren Anruf Ihre elektronische Gesundheitskarte bereit und geben Sie der Praxis alle erforderlichen Informationen zu Krankheitssymptomen oder eventuellen Kontakten zu positiv getesteten Personen. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 zu erreichen, in Notfällen sollte die 112 kontaktiert werden.

Krankschreibungen und Rezepte

Wenn Sie bei Ihrem Arzt anrufen, kann er Sie im Fall eines Atemwegsinfekts oder bei Verdacht auf Covid-19 bis zu sieben Kalendertage krank schreiben und Ihnen den Krankenschein per Post zusenden. Diese Krankschreibung kann einmal um 7 Tage verlängert werden. So sparen Sie sich den Weg in die Praxis und schützen sich und andere. Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung gilt bis zum 30. September 2021. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine telefonische Krankschreibung möglich oder doch eine Untersuchung in der Praxis erforderlich ist.

Auch Rezepte und Überweisungsscheine können teilweise ausgestellt werden, ohne dass der Patient sie persönlich in der Praxis abholen muss – allerdings nur, wenn der Patient oder die Patientin dort bekannt ist. Die Verordnungen können auch direkt an eine Apotheke Ihrer Wahl gefaxt werden. In vielen Fällen liefert ein Botendienst die Arzneimittel kontaktlos zu Ihnen nach Hause.

Abstands- und Hygieneregeln befolgen

Wenn Sie telefonisch einen Arzttermin bekommen haben, meiden Sie auf dem Weg dorthin möglichst den Kontakt zu anderen Personen. Beachten Sie die Anweisungen des Praxispersonals sowie etwaige Hinweisschilder auf getrennte Eingänge oder Wartebereiche.

Um volle Wartezimmer zu vermeiden, haben viele Ärzte das Zeitfenster zwischen den einzelnen Patienten vergrößert. Waschen Sie sich vor dem Praxisbesuch gründlich die Hände und benutzen Sie das am Eingang bereit stehende Desinfektionsmittel. Auch beim Arzt gelten natürlich die üblichen Abstands- und Verhaltensregeln, etwa beim Husten oder Niesen. Ob Sie in der Praxis einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP-2-Maske tragen müssen, sollten Sie bereits im Vorfeld mit dem Personal klären.

Routine- und Vorsorgeuntersuchungen

Routine- und Früherkennungsuntersuchungen sollten Sie auch während der Pandemie wahrnehmen. Ob ein Besuch in Ihrem Fall sofort notwendig oder noch auffschiebbar ist, besprechen Sie  mit Ihrer Arztpraxis.

Telefon- und Videosprechstunden

Mit dem Arzt oder der Psychotherapeutin können Sie auch telefonisch oder per Video sprechen. Telefonische Gespräche sind nur für Menschen möglich, die in der Praxis bereits bekannt sind. Videosprechstunden sind dagegen für alle möglich. Die Regelungen gelten zunächst bis 30. September 2021.