Dieser Artikel gibt den Wissensstand zum angegebenen Datum wieder. Er wird regelmäßig nach den neuesten Kenntnissen aktualisiert.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist für die Menschheit vergleichsweise neu. Seit Dezember 2019 gab es erste Fälle beim Menschen, woraufhin sich eine weltweite Pandemie entwickelte. Inzwischen gibt es Impfstoffe gegen Covid-19, wie die durch das Virus ausgelöste Erkrankung heißt. Wir stellen die wichtigsten Impfstoffe, die aktuell eine Zulassung in Deutschland haben, vor und liefern Ihnen Fakten zur Impfung.

Welche Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 sind zugelassen?

  • BioNTech/Pfizer „Comirnaty“

Am 21.12.2020 wurde von der Europäischen Kommision für den ersten Impfstoff eine bedingte Zulassung erteilt. Es ist der mRNA-Impfstoff BNT162b2 von BioNTech/Pfizer, der in Deutschland entwickelt wurde. In der EU wird er unter dem Namen "Comirnaty" vermarktet.

Für eine vollständige Immunisierung sind zwei Impfdosen nötig. Die STIKO (Ständige Impfkommision) empfiehlt einen Impfabstand von drei bis sechs Wochen. Ein vollständiger Impfschutz besteht ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung.

  • Moderna „Spikevax“

Am 06.01.2021 erfolgte eine weitere bedingte Zulassung eines Impfstoffes in der EU. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen mRNA-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna. Initial unter dem Namen „Covid-19 Vaccine Moderna“ vermarktet wurde es im Juli 2021 in „Spikevax“ umbenannt.

Für eine vollständige Immunisierung sind zwei Impfdosen nötig. Die STIKO (Ständige Impfkommision) empfiehlt einen Impfabstand von vier bis sechs Wochen. Ein vollständiger Impfschutz besteht ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung.

  • AstraZeneca „Vaxzevria“

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca erhielt Ende Januar die Zulassung. Er war damit der dritte in der EU zugelassene Impfstoff gegen COVID-19. Initial war er unter dem Namen „Covid-19 Vaccine AstraZeneca“ verfügbar, seit März 2021 erfolgte eine Umbenennung in „Vexzevria“. Es handelt sich um einen Vektor-Impfstoff. Momentan wird er in Deutschland nur zur Impfung von Menschen ab 60 Jahren empfohlen.

Für eine vollständige Immunisierung sind zwei Impfdosen nötig. Die STIKO (Ständige Impfkommision) empfahl zunächst einen Impfabstand von 12 Wochen. Inzwischen wird dieser Impfstoff in Deutschland nur für die zweite Impfung empfohlen, wenn ein mRNA-Impfstoff (heterologes Impfschema) nicht gewünscht wird oder nicht gegeben werden kann (beispielsweise wegen einer Unverträglichkeit), der Impfabstand für die zweite Impfung mit AstraZeneca beträgt 9-12 Wochen. Für das heterologe Impfschema gilt: Nach der ersten Immunisierung mit dem Impfstoff von AstraZeneca sollte die zweite mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Diese zweite Impfung kann dann bereits nach vier Wochen erfolgen. Ein vollständiger Impfschutz besteht dann ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung.

Am 15. März wurde die Impfung mit AstraZeneca in Deutschland ausgesetzt, da es zu diesem Zeitpunkt in sieben Fällen (bei etwa 1,6 Millionen verabreichten Impfdosen) im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung zur Entwicklung einer Sinusvenenthrombose (Hirnvenenthrombose) gekommen war. Nach Bewertung der Fälle durch die EMA (Europäische Arzneimittelagentur, European Medicines Agency) wurde die Impfung mit AstraZeneca wieder aufgenommen. Aufgrund einiger weiterer Fälle von Sinusvenenthrombosen gilt seit 01. April 2021 in Deutschland eine geänderte Impfempfehlung: In der Regel soll AstraZeneca nur noch Menschen ab 60 gespritzt werden.

Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Personen, die den Covid-19-Impfstoff AstraZeneca erhalten haben und sich vier bis 16 Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen - zum Beispiel mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Bauchschmerzen, Sehstörungen, Schwellungen und Schmerzen an Armen oder Beinen oder punktförmigen Hautblutungen – sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten.

  • Janssen-Cilag International/Johnson & Johnson „Janssen“

Mitte März erhielt auch ein vierter Impfstoff die Zulassung von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA: das Präparat des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson/Janssen-Cilag. Dieser Impfstoff muss im Vergleich zu den drei anderen Imfpstoffen eigentlich nur einmal verabreicht werden. Auch hierbei handelt es sich um einen Vektor-Impfstoff. Da sich aber bei den mit diesem Impfstoff geimpften Personen am häufigsten ein Impfdurchbruch (Covid-19 Erkrankung trotz vollständigem Impfschema) fand, empfiehlt die STIKO inzwischen eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab vier Wochen nach der Impfung mit Johnson & Johnson.

Was ist die aktuelle Impfempfehlung?

Bei den beiden mRNA-Impfstoffen (Moderna/BioNTech-Pfizer) sowie dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca ist eine zweimalige Impfdosis notwendig. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt bei den mRNA-Impfungen mit einem begonnen Impfstoff auch für die Zweitimpfung fortzusetzten.

Bei dem Vektor-Impfstoff von Astra-Zeneca gilt aktuell folgende Empfehlung: Wer bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hat, sollte die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten (heterologes Impfschema) und zwar unabhängig vom Alter. Dies ist vier Wochen nach der ersten Impfung möglich. Komplett mit AstraZeneca-Geimpfte sollen ab September 2021 eine dritte Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten können, sofern die zweite Impfung sechs Monate zurück liegt.

Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson genügt standardmäßig eine einmalige Impfung. Auch hier gilt die Empfehlung, den Impfstoff erst ab 60 Jahren anzuwenden, da es auch bei diesem Vektor-Impfstoff sehr selten zum Auftreten von Thrombosen und begleitender Thrombopenie kam. Nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt sowie individueller Risikoakzeptanz ist der Einsatz des Impfstoffes „Janssen“ auch bei Personen unter 60 Jahren möglich. Seit September 2021 wird für einen ausreichenden Schutz gegen die Delta-Variante des Covid-19-Virus eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. Diese kann ab vier Wochen nach der Einmalimpfung erfolgen.

Impfstoff

Firma

Impfdosen

Abstand zwischen 1. und 2. Impfung in Wochen

Impfstoffart

Auffrischung empfohlen?

Comirnaty

BionTech/Pfizer

2

3 bis 6 Wochen

mRNA-Impfstoff

für alle über 70, sowie spezielle Risikogruppen wie Personen mit Immunschwäche

Spikevax

Moderna

2

4 bis 6 Wochen

mRNA-Impfstoff

für alle über 70, sowie spezielle Risikogruppen wie Personen mit Immunschwäche

Vaxzevria

AstraZeneca

2

zweite Impfung mit mRNA-Impfstoff nach vier Wochen

Vektor-Impfstoff

für alle ausschießlich mit AstraZeneca geimpften

Janssen

Janssen Cilag International / Johnson & Johnson

1

-----

Vektor-Impfstoff

ja, für alle nach vier Wochen mit einem mRNA-Impfstoff

Impfempfehlung für Genesene

Bei Personen, welche vor über sechs Monaten nachweislich eine Corona-Infektion hatten (positiver PCR-Test), genügt zum jetzigen Stand eine einmalige Impfung zum Erlangen der Immunität. Ob und wann eine zweite Impfung notwendig ist, lässt sich aktuell noch nicht sicher sagen. Eine Antikörper-Titer Bestimmung, also die Messung der Höhe der Antikörper im Blut gegen das Coronavirus gilt als nicht notwendig.

Welche Impfempfehlung gibt es für Kinder- und Jugendliche?

Seit 16. August 2021 spricht sich die STIKO für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen", teilte das Gremium mit und berief sich auf einen Beschlussentwurf.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Impfung gegen Covid-19 für Kinder.

Welche Impfempfehlung gilt für Schwangere und in der Stillzeit?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich generell für eine Corona-Impfung von Schwangeren und Stillenden ausgesprochen. „Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Evidenz“ empfehle die STIKO eine Impfung für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und für Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am 10. September 2021 mit.

Mehr dazu lesen Sie hier:

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STIKO empfiehlt Corona- Impfung für Schwangere und Stillende

Die Ständige Impfkommission rät nun auch Schwangeren zu einer mRNA-Impfung.

Für wen sind Auffrischungsimpfungen ratsam?

Seit September 2021 werden in Deutschland flächendeckend Auffrischungsimpfungen angeboten. Diese sind vor allem für Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf angedacht. Aber auch weitere Personengruppen können eine Auffrischungsimpfung erhalten. Unabhängig davon welcher Impfstoff bei der ersten oder zweiten Impfung verabreicht wurde, werden die Auffrischungsimpfungen mit den mRNA-Vakzinen von Biontech/ Pfizer (seit Oktober 2021) oder Moderna (seit November 2021) angeboten. Bei dem Impfstoff von Moderna wird bei Immungesunden einen Auffrischimpfung mit der halben Dosis durchgeführt.

Für diese Gruppen ist die Auffrischungsimpfung unter anderem gedacht:

Risikogruppen: Menschen über 70 Jahre, Personen mit Immunschwäche wie etwa HIV-Infizierte oder Krebserkrankte in Therapie und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen

Personen in Pflegeeinrichtungen: Das RKI empfiehlt Menschen, die in Pflegeeinrichtungen betreut werden, eine dritte Booster-Impfung. Dies gelte aufgrund des erhöhten Ausbruchspotentials auch für Personen unter 70 Jahren.

Pflegepersonal: Um Risikogruppen und Ältere zu schützen, gilt nun auch die Empfehlung das Pflegepersonal in ambulanten und stationären Einrichtungen zum dritten Mal zu impfen.

Medizinisches Personal: Auch medizinischem Personal mit direktem Patientenkontakt empfiehlt die Stiko eine Booster-Impfung.

Mit Johnson & Johnson Geimpfte: Hier wird die Gabe eines mRNA-Impfstoffes vier Wochen nach der Einmalimpfung empfohlen, um den Impfschutz zu optimieren.

•Mit AstraZeneca Geimpfte: Auch Personen, die vor mehr als einem halben Jahr mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurden, können nun eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Die Kombination eines Vektor-Impfstoffes mit einem mRNA-Impfstoff sei laut Immunologe Carsten Watzl sehr wirksam.

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Fragen und Antworten zur Auffrischungsimpfung

Die Ständige Impfkomission empfiehlt eine Auffrischung der Impfung gegen Covid-19 jetzt für alle Erwachsenen. Wer wann dran ist und was für bestimmte Personengruppen gilt

Was ist ein Vektor-Impfstoff?

Aktuell gibt es in Deutschland zwei zugelassene Vektor-Impfstoffe gegen Covid-19 (“Vaxzevria“ von Astra-Zeneca und COVID-19 Vaccine „Janssen“ von Janssen Cilag International / Johnson & Johnson). Als Vektor (Übertäger) wird hierbei ein gentechnisch verändertes und somit harmloses Virus verwendet, welches Erbgut von bestimmten Einzelbestandteilen des Coronavirus (Spike-Proteine) transportiert. Diese Virusbestandteile werden im Körper hergestellt, lösen eine Immunreaktion aus und veranlassen den Körper zur Produktion von Antikörpern gegen diese Erregerbestandteile. Es handelt sich hierbei nicht um einen Lebendimpfstoff.

Was ist ein mRNA-Impfstoff?

Aktuell gibt es in Deutschland zwei zugelassene mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer, Moderna). Bei einer mRNA-Impfung verabreicht man einem Menschen gezielt eine sogenannte Boten-RNA, die Baupläne für bestimmte Teile des Coronavirus darstellt. Dadurch bilden sich in dessen Körper bestimmte, für das Coronavirus typische Eiweiße, die zwar harmlos sind, gegen die der Körper aber sofort Antikörper bildet. Man leitet damit den menschlichen Körper quasi an, seinen eigenen Impfstoff zu produzieren. Auf diese Weise ahmt man also die natürliche Virusinfektion nach und aktiviert den körpereigenen Abwehrmechanismus, ohne eine Ansteckung zu riskieren. Was genau im Körper bei der mRNA-Impfung passiert, erklärt unser Video:

Erklärvideo zu mRNA-Impfstoffen

Wie wirksam sind die Impfstoffe?

  • Vektor-Impfstoffe

Nach jetzigem Kenntnisstand bieten beide Vektor-Impfstoffe eine gute Wirksamkeit, bei Vaxzevria zeigte sich nach der zweiten Impfung eine Wirksamkeit von bis zu 80 Prozent, bei Janssen von etwa 65 Prozent. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer geimpften Person an Covid-19 zu erkranken im Vergleich zu einer ungeimpften um 80 beziehungsweise 65 Prozent niedriger ist. Die Wirksamkeit zur Verhinderung einer schweren Covid-19-Erkrankung mit einem Krankenhausaufenthalt beträgt bei Vaxzevria etwa 95 Prozent und bei Janssen circa 100 Prozent.

Allerdings hat sich herausgestellt, dass in Deutschland die meisten Covid-19 Fälle, die trotz vollständiger Impfung auftreten (Impfdurchbrüche), mit dem Impfstoff von Janssen geimpfte Personen betreffen. Daher empfiehlt die STIKO nun eine Auffrischungsimpfung aller mit diesem Impfstoff immunisierten Menschen mit einem mRNA-Impfstoff. Die Auffrischung kann ab vier Wochen nach der ersten Impfung stattfinden.

  • mRNA-Impfstoffe

Bei den mRNA-Impfstoffen zeigt sich eine Wirksamkeit von etwa 95 Prozent. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer geimpften Person an Covid-19 zu erkranken gegenüber einer nicht-geimpften Person um circa 95 Prozent niedriger ist. Die Wirksamkeit zur Verhinderung einer schweren Covid-19-Erkrankung mit einem Krankenhausaufenthalt beträgt 85 Prozent.

Welche Nebenwirkungen sind derzeit bekannt?

Bekommt man eine Impfung, setzt sich das Immunsystem danach mit dem Impfstoff auseinander. Es kann zu sogenannten Impfreaktionen kommen. Hierzu zählen beispielsweise Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle, grippeartige Symptome oder Erschöpfung.

  • Impfreaktion

Die mRNA-Impfstoffe können laut Paul-Ehrlich-Institut nach derzeitigen Erkenntnissen unter anderem zu Schmerzen an der Einstichstelle, zu Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Übelkeit sowie Erbrechen führen. Diese Beschwerden sollten nach wenigen Tagen wieder verschwinden.

Bei den Vektor-Impfstoffen zeigen sich ebenfalls typische Symptome der Impfreaktion wie beispielsweise Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber und Erschöpfung.

  • Impfkomplikation

Unter Impfkomplikationen versteht man Ereignisse, die die übliche Impfreaktion übersteigen und mit teils schweren Folgen für die Betroffenen verbunden sind. Bei den Vektor-Impfstoffen gegen Covid-19 kam es in sehr seltenen Fällen zum Auftreten von Blutgerinnseln (Thrombosen) - unter anderem der Hirnvenen (Sinusvenenthrombose) oder im Bauchraum - und einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombopenie) mit erhöhter Blutungsneigung kommen. Vereinzelt kam es auch zu allergischen Sofortreaktionen (Anaphylaxie).

Bei den mRNA-Impfstoffen kam es in seltenen Fällen zu einer akuten Gesichtslähmung, welche sich nach einigen Wochen wieder zurück bildeten sowie zu Überempfindlichkeitsreaktionen, welche sich in einer Schwellung des Gesichts und einem Quaddelbildung der Haut (Nesselsucht) äußerten. Vereinzelt kam es auch zu allergischen Sofortreaktionen (Anaphylaxie). Auch eine Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung kann eine sehr seltene Nebenwirkung der mRNA-Impfung sein, die vor allem junge Männer nach der zweiten Impfung betrifft.

Impfstoff

Firma

Altersempfehlung

Wirksamkeit

Comirnaty

BioNTech/Pfizer

ab 18 Jahren, für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

95 Prozent

Spikevax

Moderna

ab 18 Jahren, für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

95 Prozent

Vaxzevria

AstraZeneca

ab 60 Jahren

80 Prozent

Janssen

Janssen Cilag International / Johnson & Johnson

ab 60 Jahren

70 Prozent

Wie wirksam ist die Impfung gegen die Virusvarianten?

Seit Beginn der Pandemie kommt es immer wieder zum Auftreten von Virusvarianten. Diese Varianten unterscheiden sich bezüglich des ursprünglichen Wildtyps durch bestimmte Erregereigenschaften, wie beispielsweise durch eine höhere Übertragbarkeit oder auch der Erreger-Empfindlichkeit gegenüber der Immunantwort des Menschen (Suzeptibilität). Solche Virusvarianten werden vom Robert Koch Institut als besorgniserregende Virusvarianten (variants of concern, VOC) bezeichnet. Generell scheinen die in der EU zugelassenen Impfstoffe auch gegen diese Varianten zu wirken - wenn auch teilweise etwas reduziert.

Alpha (B.1.1.7, ehemals britische Variante): Hier wird davon ausgegangen, dass die Impfungen auch gegen die Alpha-Variante hinreichend schützen.

Gamma (P1, ehemals brasilianische Variante): Hier liegen aktuell noch nicht ausreichend Daten vor, um die Wirksamkeit der in der EU-zugelassenen Impfstoffe gegen diese Variante zu beurteilen.

Delta (B.1.617.2, ehemals indische Variante): Was schwere Verläufe angeht, scheint die Impfung auch gegen die Delta-Variante gut zu schützen. Allerdings nur, wenn die Impfserie vollständig abgeschlossen ist und alle erforderlichen Impfdosen erhalten wurden.

Wie viele Menschen wurden in Deutschland schon geimpft?

Eine Karte des Robert Koch-Instituts gibt an, wieviele Prozent der Menschen in den Bundesländern schon eine Erstimpfung und Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben.

Weitere Zahlen und Statistiken rund um den Fortlauf der Impfung finden Sie auch unter dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums, unter anderem zu den täglich verabreichten Impfdosen und Impfstoff-Lieferungen.

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Smartphone-App SafeVac 2.0 entwickelt, damit Geimpfte digital Auskunft darüber geben können, wie sie die Impfung vertragen haben. Somit können Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv dazu beitragen, weitere Erkenntnisse über Covid-19-Impfstoffe zu gewinnen.

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Ein Überblick zur Coronavirus-Impfung

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Quellen:

          • Paul-Ehrlich-Institut, Das Paul-Ehr­lich-In­sti­tut in­for­miert – Vor­über­ge­hen­de Aus­set­zung der Imp­fung mit dem CO­VID-19-Impf­stoff Astra­Zene­ca, Stand 15.03.21. Online: https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2021/210315-voruebergehende-aussetzung-impfung-covid-19-impfstoff-astra-zeneca.html;jsessionid=06A07CCF519F86B5F0D630CB0952A355.intranet241 (abgerufen am 13.04.21)
          • Bundesministerium für Gesundheit: Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Impfung. Online: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/wirksamkeit-und-sicherheit/#faqitem=94a94d12-e24e-5e78-9d53-ecc6b7e79dc2 (Abgerufen: 13.04.21)
          • Paul-Ehrlich-Institut: FAQ Coronavirus. Online: https://www.pei.de/DE/service/faq/faq-coronavirus-inhalt.html (Abgerufen: 06.04.21)
          • Paul-Ehrlich-Institut: FAQ - Temporäre Aussetzung COVID-19-Impfstoff AstraZeneca. Online: https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/meldungen/faq-temporaere-aussetzung-astrazeneca.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (abgerufen am 13.04.2021)
          • Paul-Ehrlich-Institut: Aus­schuss für Hu­manarz­nei­mit­tel CHMP emp­fiehlt be­ding­te Zu­las­sung für den CO­VID-19-Impf­stoff von Astra­Zene­ca. Online: https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2021/210129-chmp-empfiehlt-bedingte-zulassung-covid-19-impfstoff-astrazeneca.html (abgerufen am 13.04.2021)
          • Paul-Ehrlich-Institut: Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on er­teilt Zu­las­sung des CO­VID-19-Impf­stoffs von Bi­oN­Tech/Pfi­zer für die Eu­ro­päi­sche Uni­on. Online: https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2020/201221-europaeische-kommission-erteilt-zulassung-covid-19-impfstoff-biontech-pfizer-eu.html (abgerufen am 13.04.2021)
          • Paul-Ehrlich-Institut: Sicherheitsbericht, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19. Online: https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-02-04-21.pdf?__blob=publicationFile&v=4 (abgerufen am 13.04.2021)
          • Europäische Kommission: Johnson & Johnson: Kommission lässt vierten COVID-19 Impfstoff in der EU zu. Online: https://ec.europa.eu/germany/news/20210312-johnson-johnson-impfstoff_de (abgerufen am 13.04.2021)
          • Robert Koch Institut, COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Stand 16.06.2021 Online: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html (abgerufen am 18.06.2021)
          • Robert Koch Institut, Fragen zur COVID-19-Impfempfehlung, Stand 01.04.2021, Online: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_STIKO_Empfehlungen.html (abgerufen am 06.04.2021)
          • Robert-Koch Institut: Mitteilung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch Institut, Beschluss der STIKO zur 12. Aktualisierung der COVID-19 Impfempfehlung (Aktualisierung vom 28. Oktober 2021). Online: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/43_21.pdf?__blob=publicationFile/16_21.pdf?__blob=publicationFile (abgerufen am 08.11.2021)
          • World Health Organization, Draft landscape of COVID-19 candidate vaccines, Stand 09. September 2020. Online: https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines (abgerufen am 18.06.2021)
          • GTH, Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V., „Aktualisierte Stellungnahme der GTH zur Impfung mit dem AstraZeneca COVID-19 Vakzin, Stand 1. April 2021. Online: https://gth-online.org/wp-content/uploads/2021/04/GTH-Stellungnahme-AstraZeneca_4-1-2021.pdf (abgerufen am 17.06.2021)
          • Die Bundesregierung, Corona, „Diese Reihenfolge gilt bei der Impfung“, Stand 17.05.2021. Online: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/corona-impfverordnung-1829940 (abgerufen am 18.06.2021)
          • Die Bundesregierung, „Impfriorisierung aufgehoben“, Stand 07.06.2021. Online: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-impfung-priorisierung-entfaellt-1914756 (abgerufen am 18.06.2021)
          • Die Bundesregierung, „Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung“, Stand 11.06.2021. Online: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988 (abgerufen am 18.06.2021)
          • Impfung von stillenden Frauen gegen SARS-CoV-2 Gemeinsame Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)und der Nationalen Stillkommission (NSK). Online: https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Themen/Stillkommission/Empfehlung_Impfung_Covid_Stillen_final.pdf (abgerufen am 18.06.2021)
          • Robert Koch Institut, Epidemiologisches Bulletin, 23/2021, Mitteilung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut, Beschluss der STIKO zur 6. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung, STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung, Aktualisierung vom 10. Juni 2021. Online: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/23_21.pdf?__blob=publicationFile (abgerufen am 21.06.2021)
          • Robert Koch Institut, Kurz & Knapp: Faktenblätter zum Impfen, Stand Mai 2021. Online: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Faktenblaetter/COVID-19_Vektor.pdf?__blob=publicationFile (abgerufen am 23.06.2021)
          • Die Bundesregierung. Alle wichtigen Informationen zu Janssen® von Johnson & Johnson, Stand 11.06.2021 Online: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/impfstoffe/alle-wichtigen-informationen-zu-janssen-von-johnson-und-johnson/ (abgerufen am 23.06.2021)
          • Robert Koch Institut, Übersicht zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC), Stand 09.06.2021. Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Virusvariante.html (abgerufen am 23.06.2021)
          • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Corona-Schutzimpfung in Arztpraxen - Hinweise zu Organisation und Aufklärung, Stand 02.04.21. Online:https://www.kbv.de/media/sp/COVID-19-Impfung_PraxisInfo_Organisation_Aufklaerung.pdf (abgerufen am 06.04.21)
          • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB), Praxisnachrichten, 05.11.2021. Halbe Dosis für Auffrischimpfung mit Moderna – Europäische Kommission erteilt Zulassung. Online: https://www.kbv.de/html/1150_54098.php (abgerufen am 08.11.2021)