Die zweite Impfung gegen Corona liegt mehr als zwei Wochen zurück und nun das: ein positiver Schnelltest. Was tun? Sich selbst erst einmal isolieren und telefonisch Kontakt zur hausärztlichen Praxis oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst aufnehmen, um den positiven Schnelltest mit einem PCR-Test überprüfen zu lassen. Und zwar unabhängig davon, ob man geimpft oder ungeimpft ist. Gleiches gilt, wenn man Kontakt mit einer infizierten Person hatte und Symptome entwickelt: Betroffene sollten zu Hause bleiben, Kontakte vermeiden und die Symptome so schnell wie möglich mit einem PCR-Test abklären lassen.

Wie sollten sich Geimpfte bis zum PCR-Test verhalten?

Im Prinzip genau wie Ungeimpfte. Wichtig ist, auch als Geimpfte oder Geimpfter mit Symptomen oder einem positiven Schnelltest nicht ohne Voranmeldung in die Arztpraxis zu kommen – es ist schließlich möglich, dass man sich mit SARS-CoV-2 infiziert hat und andere ansteckt. Am besten ruft man seine Ärztin oder seinen Arzt an oder kontaktiert außerhalb der Öffnungszeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Ist der PCR-Test positiv, sollte sich die- oder derjenige in häusliche Isolierung begeben – egal, ob man geimpft oder ungeimpft ist. Damit soll sichergestellt werden, dass infizierte Personen möglichst niemanden anstecken. Entwickeln Geimpfte oder Genesene nach Kontakt mit einer erkrankten Person keine Symptome, ist eine Quarantäne nicht vorgeschrieben. Nur nach Kontakt mit einer mit der Variante B.1.351 oder P.1 ordnet das Gesundheitsamt eine Quarantäne auch für Geimpfte an.

Was genau sind Impfdurchbrüche?

Geimpft und trotzdem erkrankt – in solchen Fällen sprechen Fachleute von Impfdurchbrüchen. Damit sind laut RKI SARS-CoV-2-Infektionen mit Krankheitssymptomen gemeint, die bei einem vollständig geimpften Menschen mittels PCR-Test diagnostiziert wurden. Als vollständig geimpft gilt jemand zwei Wochen nach der zweiten Dosis des Impfstoffs von BioNTech, Moderna oder AstraZeneca, sowie zwei Wochen nach einer Dosis des Impfstoffs von Johnson und Johnson.

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Laut RKI gab es seit Beginn der Impfkampagne bis zum 16. November 2021 214.815 Impfdurchbrüche. Bundesweit waren bis dahin über 56 Millionen Menschen vollständig geimpft. Allerdings waren noch nicht bei allen davon die zwei Wochen nach der letzten Impfung vergangen. Schwer erfasst werden können Infektionen von vollständig Geimpften, die ohne Symptome verlaufen. Selbst bei den symptomatischen Infektionen gibt es laut Experten noch eine Dunkelziffer. Mit der Zahl der Impfungen steigt auch die der Impfdurchbrüche.

Wie geht es für Geimpfte nach dem positiven PCR-Test weiter?

Der Arzt oder die Ärztin ist verpflichtet, einen positiven PCR-Test innerhalb von 24 Stunden mit dem Namen der erkrankten Person und weiteren Informationen an das zuständige Gesundheitsamt zu melden. Dieses wiederum setzt sich dann üblicherweise mit der oder dem Betroffenen in Verbindung. Wie lange man in häuslicher Isolierung bleiben muss, darüber entscheidet das örtliche Gesundheitsamt. Bleiben Sie auf jeden Fall erst einmal zuhause und vermeiden Sie Kontakte auch zu Ihren Haushaltsmitgliedern, soweit Ihnen das möglich ist. Keine Panik: Durch die Impfung sind Sie meist recht gut vor einem schweren Verlauf geschützt. Falls Sie Bedenken oder besondere Risikofaktoren für einen schweren Verlauf haben, setzten Sie sich telefonisch mit Ihrer hausärztichen Praxis oder dem Gesundheitsamt in Verbindung.

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