Inhaltsstoffe: Reich an Senfölen

Rucola hat einen hohen Anteil an Senfölen (Glucosinolaten). Sie sorgen nicht nur für die Schärfe des Blattgemüses, sondern sind auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Das auch Rauke genannte Gemüse enthält zudem Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann, Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium. Auch Folsäure, ein für Stoffwechselvorgänge wichtiges B-Vitamin, kommt in Rucola vor.

Wie viele Salatsorten kann auch Rucola Nitrat enthalten. Er zählt sogar zu den nitrathaltigsten Salaten. Die stickstoffhaltige Substanz kann in hohen Mengen schädlich sein und ist vor allem für Kleinkinder und Säuglinge gefährlich, da sie den Sauerstofftransport im Blut behindern kann. Da sich das Nitrat häufig in den Blattstielen ansammelt, sollten diese abgeschnitten werden.

Herkunft der Rauke: Lange Vergangenheit

Schon in der Antike kannte man die Rauke: Die Römer und Griechen verwendeten sie als Senf- und Salatpflanze – und glaubten, dass sie ein Aphrodisiakum sei. In einem Erlass Karls des Großen wird die Rauke noch als Gewürzpflanze empfohlen. Im Laufe der Zeit geriet sie weitgehend in Vergessenheit, obwohl ihr eine appetitanregende und harntreibende Wirkung zuschrieben wurde. In Deutschland kam das Blattgemüse erst in den 1980er-Jahren wieder in Mode: Sie war ein Import aus Italien, deshalb nennen wir sie auch Rucola. Heute sind die grünen Büschel kaum noch von Salatbuffets wegzudenken.

Botanik: Verwandt mit Kohlgemüse

Die Salatrauke (Eruca sativa) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist nah verwandt mit Kohlgemüse. Wir essen hauptsächlich zwei verschiedene Sorten: Die Salatrauke, die zehn bis 15 Zentimeter lange Blätter hat, und die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia), die länglicher ist und deren Blätter stark gezahnt sind. Letztere schmeckt schärfer, weil sie mehr Senföle als die Salatrauke enthält.

Die Salatrauke ist eine einjährige Pflanze mit bis zu einem halben Meter Höhe. Die weißen Blüten der Rauke stehen von Mai bis in den Spätsommer am Ende des Stängels. Dieser ist ist am unteren Teil rau-flaumig. Die Wilde Rauke wird bis zu 70 Zentimeter hoch. und weist einen traubigen Blütenstand auf. Wir essen die grundständigen Blätter als Salat. Beide Sorten sollten vor der Blüte geerntet werden: Danach enthalten die Blätter Bitterstoffe und sind außerdem zu scharf, um sie zu essen.

Saison von Rucola: Mai bis Oktober

Im Freilandbau wächst Rucola in Deutschland von Mai bis Oktober, sonst in Unterglasanbau. Das ganze Jahr über ist auch italienischer Rucola erhältlich.

Lagerung der Rauke: Rasch verbrauchen

Rucola ist nur begrenzt haltbar. Wenn man ihn in feuchtes Küchenpapier einwickelt, überdauert er im Kühlschrank nur zwei bis drei Tage, bis er welk wird.

Tipps zur Zubereitung von Rucola: Salat, Pizza und Carpaccio

Rauke sollte vor dem Verzehr wie alle Salatsorten gründlich gewaschen werden. Rucola ist eine tolle Ergänzung zum klassischen Eisbergsalat oder zu anderen Mischsalaten. Zusammen mit Tomaten und Mozzarella macht er sich gut als einziges grünes Gemüse im Salat. Zu Carpaccio passt der würzig-scharfe Geschmack hervorragend. Pizza, belegt mit Schinken und bestreut mit gehobeltem Parmesan, bekommt durch den frischen Rucola eine feine Note. Als Würzmittel eignet sich Rucola aber auch in Risotto, Pesto oder in Sandwiches.

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Nährwerttabelle: Rucola (pro 100 Gramm)

Energie

kcal

25

Fett

gesamt (g)

1

Kohlenhydrate

gesamt (g)

2

Mineralstoffe (mg)

Natrium (Na)

25

Kalium (K)

370

Calcium (Ca)

160

Magnesium (Mg)

35

Phosphat (P)

65

Eisen (Fe)

1,5

Zink (Zn)

0,4

Vitamine

Beta-Carotin (

µg)

1400

Vitamin E (mg)

1,0

Vitamin B1 (mg)

0,04

Vitamin B2 (mg)

0,09

Vitamin B6 (mg)

0,07

Folsäure (µg)

40

Vitamin C (mg)

60

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

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