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Schmerzen im Gesäß/Kreuz

Muskeln im Stress, Ischias, Steißbeinfistel und mehr: Bei Schmerzen im Gesäß und Kreuz erfordern unterschiedlichste Ursachen jeweils passende Therapien

von Dr. med. Claudia Osthoff, aktualisiert am 29.05.2019
Faszien-Training

Guten Halt dank der Gesäßmuskeln brauchen wir in vielen Lagen, hier bei einer Dehnübung


Kreuz- und Gesäßschmerzen in Kürze: Die wichtigsten Ursachen

  • Probleme der Muskeln und Bänder: Myofasziale Schmerzen,
    blockiertes Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Hexenschuss), Piriformis-Syndrom
  • Verschleiß am Rücken: Bandscheiben, Arthrose und Verdickung der kleinen Wirbelgelenke: Spondylarthrose (Facettengelenkarthrose), Baastrup-Phänomen (engl.: kissing spine syndrome)
  • Veränderungen an Lendenwirbeln, Reizungen von Nervenwurzeln: Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), Verknöcherung von Wirbelbändern, Radikulitis, "Ischias"
  • Entzündungen des Kreuzbein-Darmbeingelenks: zum Beispiel Bechterew-Erkrankung
  • Sonderfälle: Abszess, Spritzenabszess, Steißbeinfistel (Pilonidalsinus), Blutung im Gesäßmuskel
  • Selten: Hüftarthrose, Gefäßprobleme (Verengung der inneren Beckenarterie mit möglichem Gesäßschmerz beim Gehen auf einer Körperseite), Erkrankungen von Organen im Unterbauch mit Schmerzübertragung), Schmerzkrankheiten wie das Fibromyalgie-Syndrom
  • Alltagsprobleme: Fahrradsattel, Muskelkater

Erste Informationen zu den hier gelisteten Ursachen nachfolgend. Weitere Kapitel dieses Beitrags gehen noch näher auf die ersten fünf Punkte ein.

Wir sind ja nicht nur zum Sitzen da

Wer sich als Sitzberufler bewusst macht, wie viele Stunden sie oder er in der nämlichen Körperhaltung verbringt, wird bestätigen können, was Statistiker schon lange wissen: Im Durchschnitt sind es fast achtzig Prozent der Arbeitszeit oder 6,4 Stunden täglich.

Wie hält der Körper das auf die Dauer aus? Auch in der Freizeit sitzt es sich ja gut, vor allem bequem.

Ärzte nennen ständiges Sitzen "statische Überbelastung". In der Tat kommen dabei erhebliche Gewichte zum Tragen. Im Sitzen lastet der gesamte Oberkörper nebst Kopf und Armen auf der Lendenwirbelsäule und dem Becken – anderthalb mal so viel wie im Stehen.

Dass Gesäßschmerzen (Fachbegriff: Glutäago) mit chronisch überlasteten Muskeln und Bändern am Becken zusammenhängen, scheint daher einleuchtend: Sie müssen beim Sitzen das Kreuz aufrecht halten. Und wer sitzt schon achtzig Prozent eines Achtstundentages oder länger ergonomisch korrekt?

Zunehmend setzt sich jedoch die Auffassung durch, dass überwiegend sitzende Tätigkeiten bei chronischen Rücken- oder Kreuzschmerzen ohne spezielle krankhafte Ursachen zwar eine Rolle spielen. Alles in allem scheint es aber weniger wichtig zu sein als lange Zeit gedacht.

Richtig ist vielmehr: Unser Lebensstil insgesamt ist das Zünglein an der Waage: Das Maß an Bewegung, das Ernährungsverhalten, unser Umgang mit Stress und die work-life-balance.

Mit anderen Worten: Ob wir den Ausgleich schaffen – vor allem zwischen Arbeit und Muße, Stress und Entspannung, zu wenig und zu viel beziehungsweise überfordernder Bewegung – das ist für die Gesundheit, Rücken und Kreuz inbegriffen, von großer Bedeutung.

Zugleich gehören Funktionsstörungen der weichen, nicht aus Knochengewebe bestehenden Bewegungs- und Halteorgane des Körpers – Muskeln, Sehnen, Bänder – häufiger zu den Auslösern von Gesäß- und Kreuzschmerzen.

Schmerzen im Kreuz: Probleme der Muskeln und Bänder

Fehl- oder Überbelastungen sind häufig die Ursache für schmerzhaft verspannte und verhärtete Muskeln, besonders am unteren Rücken. Beispiele für solche als funktionell bezeichneten Beschwerden des Bewegungssystems: myofasziale Schmerzen, ein blockiertes Kreuz und das Piriformis-Syndrom. Davon grenzen Mediziner weitere Beschwerden ab, die durch Verschleiß, Abbau (Degeneration), Entzündungen oder andere krankhafte Veränderungen entstehen (spezifische Kreuz-/Gesäßschmerzen).

Myofasziale Schmerzen: Wenn der Arzt Gesäß- oder Kreuzschmerzen zum Beispiel mit sogenannten Triggerpunkten in verspannten und verhärteten Muskeln in Verbindung bringen kann, handelt es sich oft um myofasziale Schmerzen.

Darunter versteht man schmerzhafte Funktionsstörungen der Muskeln. Sie sind stellenweise stark verspannt. Faszial bezieht sich auf die Muskel-Faszien, das stützende Netzwerk aus Bindegewebe.

An den Triggerpunkten werden empfindliche Nervenendigungen gereizt. Bei Druck auf diese Punkte lässt sich ein Schmerz auslösen, der auch in der weiter entfernt spürbar sein kann. Betroffene empfinden die Schmerzen also nicht immer (nur) genau dort, wo sie eigentlich entstehen.

Triggerpunkte lassen sich häufiger in fehlbeanspruchten Muskeln finden. Diese weisen meist auch örtliche Verhärtungen (Myogelosen) auf. Dazu kommen Veränderungen des stützenden Bindegewebes. Es verschiebt sich womöglich schlechter entlang angrenzender Strukturen, manchmal ist sogar von "Verklebungen" die Rede.

Verschiedene Muskelgruppen können sich offenbar auch hinsichtlich ungünstiger Triggerpunkteffekte gegenseitig beeinflussen. Außerdem sind myofasziale Störungen mit degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule gepaart. Bei der Diagnose kommt es darauf, diese Zusammenhänge zu sortieren, da es für die Therapie wichtig sein kann (siehe in den weiteren Kapiteln dieses Ratgebers).

Blockiertes Kreuz-Darmbein-Gelenk: Nun sitzen wir zwar wirklich viel. Doch auch unsere Bewegungsmuster sind nicht immer optimal. Im ungünstigen Fall kann es zu einer Blockierung des Kreuz-Darmbein-Gelenks kommen. Die allgemein weniger bekannten Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (auch Sakroiliakal- oder Iliosakral-Gelenke, kurz: ISG, siehe Kapitel "Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Was die Sitzanatomie mit sich bringt"), verbinden rechts und links das Kreuz mit dem Becken.

Vieles kann dazu führen, dass ein ISG streikt: Fehlbelastung der Bänder, die hier stabilisierend wirken, "Muskelstress" durch übertrieben sportlichen Ehrgeiz, Muskel- und Bänderschwäche und ein Beckenschiefstand als mögliche Folge, natürlich auch Erkrankungen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Beckens selbst.

Die Folge sind mehr oder weniger akute, bewegungsabhängige Schmerzen im Kreuz und Gesäß, im Akutfall auch ein Hexenschuss. Die Beschwerden nehmen meistens unter Belastung zu und in Ruhe wieder ab. Myofasziale Störungen sind oft mit dabei.
Zum Nachlesen: Ratgeber "Hexenschuss".

Piriformis-Syndrom: Der birnenförmige Piriformis-Muskel (von lat. pirum für Birne) gehört zu den inneren Hüftmuskeln, im weitesten Sinne Gesäßmuskeln. Ständiges Sitzen kann ihn strapazieren. Die Folge: Er verkürzt sich, wird dicker und kann den Ischiasnerv an der Durchtrittsstelle vom Becken zum Bein beengen.

Durch Druck auf Nervenanteile können dumpfe bis stechende Schmerzen im Gesäß, eventuell auch im Oberschenkel, auftreten. So entsteht das (allerdings eher seltene) Piriformis-Syndrom. Beteiligt sind auch hier schmerzhafte Triggerphänomene (siehe oben).

Weitere Informationen zu den genannten Beschwerdebildern im Kapitel "Schmerzen im Gesäß /Kreuz: Probleme der Muskeln und Bänder" in diesem Beitrag.

Mehr oder weniger schmerzhaft: Verschleiß am Rücken

Schmerzen im Kreuz können auch von Abnutzungserscheinungen an der Wirbelsäule ausgehen. Dabei geht es auch um knöcherne Strukturen. Der Verschleiß – also die degenerativen Veränderungen – betrifft vor allem Bandscheiben und kleine Wirbelgelenke (Facettengelenke).

Hier kann es zu einer Arthrose (Spondylarthrose) kommen. Wenn diese aktiv ist, entzünden sich die Gelenke (Facettengelenkarthrose). Probleme der Muskeln, Bänder, vor allem aber der Bandscheiben können vorausgehen oder die Folge sein. Die  auftretenden Kreuzschmerzen können ins Gesäß oder Bein ausstrahlen.

Phänomene wie das Baastrup-Syndrom, Gleitwirbel und Bandscheibenvorfälle sind weitere spezielle Ursachen von Schmerzen im Lenden- und Kreuzbereich.

Zu allen diesen Aspekten siehe auch Kapitel "Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Ischiasbeschwerden" in diesem Beitrag.

Beim Baastrup-Phänomen nähern sich Wirbeldorne einander an, bis sie sich berühren. Weichteil-Strukturen wie ansetzende Muskelsehnen werden gereizt und können verkalken. Die sich berührenden Knochenenden (daher die englische Bezeichnung "kissing spine syndrome") bilden als Reaktion auf einen Höhenverlust der Wirbel häufig Sporne, wobei Verschleiß der Bandscheiben eine wichtige Rolle spielt. Infolge ständiger Überbelastung können sich die Enden der Wirbeldorne verdicken.

Zu den Ursachen gehören chronische Überlastung des Rückgrats bei bestimmten Berufstätigkeiten, zum Beispiel im Straßenbau, starkes Übergewicht oder ein ausgeprägtes Hohlkreuz.

Ein Gleitwirbel beziehungsweise Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) betrifft meist den fünften Lendenwirbel. Dabei verschiebt sich der Wirbelkörper mit seinen oberen Gelenkfortsätzen und der Wirbelsäule über dem darunterliegenden Wirbelsäulenabschnitt (hier: Bandscheibe/Kreuzbein) nach vorne. In der Folge entsteht ein deutliches Hohlkreuz. Muskelverspannungen bleiben meist nicht aus.

Beim echten Wirbelgleiten ist der Wirbelbogen unterbrochen. Zu dem Defekt nebst Gleiten kommt es meist schon in der Kindheit oder Jugend. Begünstigt wird die Instabilität durch Veranlagung, bestimmte Formvarianten des betroffenen Wirbels und berufliche oder sportliche Belastungen. Mit zunehmendem Alter lässt die Gleittendenz aber nach.

Eine weitere Form der Spondylolisthesis, das degenerative Wirbelgleiten, tritt dagegen meist erst im Alter über 60 Jahren auf. Brüche der Wirbelbögen auf beiden Seiten sind seltenere Ursachen von Wirbelgleiten, sie entstehen durch Verletzungen oder Skeletterkrankungen.

Zum Nachlesen gibt es den Ratgeber "Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)".

Tiefsitzender Rückenschmerz bei jungen Erwachsenen: Ist es Rheuma?

Als Ursachen von Gesäß- und Kreuzschmerzen nicht so häufig wie Muskelschmerzen oder "Ischias" sind entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Wegen möglicher ernsthafter Gesundheitsstörungen darf man sie jedoch nicht außer Acht lassen.

Dabei geht es vor allem um den Morbus Bechterew und ähnliche Krankheitsbilder, die sogenannten axialen Spondyloarthropathien (SPA) mit Rücken- und Gelenkschmerzen. Darüber informiert Sie das Kapitel "Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Entzündlicher Rückenschmerz – Bechterew-Krankheit & Co." in diesem Beitrag, außerdem der Ratgeber "Morbus Bechterew" auf diesem Gesundheitsportal.

Abszess: Übler Eiterfluss

Selten entwickelt sich im Beckenraum eine eitrige Einschmelzung, ein Abszess. Der Eiter kann sich entlang innerer Hüftmuskeln vor der Wirbelsäule absenken (sogenannter Psoas- oder Iliakalabszess). Dass ein solcher Abszess sogar den Gesäßbereich oder Oberschenkel erreicht, ist möglich, dürfte heute aber nur noch selten passieren.

Als Ausgangspunkt kommen zum Beispiel eine Infektion im Bereich der Wirbelsäule oder eine eitrige Entzündung des Darms infrage. Dass sich bei einer Injektion in den Gesäßmuskel eine eitrige (Abszess) oder nicht eitrige Gewebeschädigung (aseptische Nekrose) als Komplikationen entwickelt, ist ebenfalls eher selten.

Je nach Ursache und Lage des Abszesses können die Beschwerden mehr oder weniger ausgeprägt sein. So kann es neben Schmerzen zu einer Schwellung, etwa in der Leiste, kommen, je nach Ursache auch zu Fieber.

Lästige Steißbeinfistel (Pilonidalsinus)

Hinter plötzlich auftretenden Schmerzen mit einer geröteten, geschwollenen Stelle ähnlich einem Pickel in der Gesäßfalte steckt nicht selten eine Steißbeinfistel ("Haarnestgrübchen", auch Pilonidalsinus, Sinus pilonidalis). Zur Entstehung dieser akut oder chronisch verlaufenden Entzündung im Fettgewebe unter der Haut gibt es verschiedene Theorien.

Eine davon beschreibt die Schwellung als Granulom, also als entzündlichen Knoten. Er enthält ein abgebrochenes und dann eingewachsenes Haar. Fistelgänge können in die nähere Umgebung reichen, nicht aber bis zum Darm.

Schon ein erbsgroßer Entzündungsherd in entsprechender Lage kann schmerzen und wegen der heiklen Lage sehr unangenehm sein. Sitzen oder Gehen ist beschwerlich. Mitunter ist ein Pilonidalsinus sogar noch größer. 

Im reizlosen chronischen Stadium sind nur wenige kleine Hautporen (engl. pits) in der Gesäßfalte erkennbar. Bei chronisch schwelender Entzündung sondern die Poren häufig Eiter, mitunter auch blutige Gewebeflüssigkeit ab und verursachen Juckreiz. Ein Abszess führt zu einer schmerzhaften Schwellung, meist neben der Mittellinie der Gesäßfalte.

Die Behandlung übernehmen in der Regel Chirurgen oder Enddarmspezialisten (Koloproktologen).

Mehr über diese beiden Probleme im Kapitel "Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Abszess, Steißbeinfistel") in diesem Ratgeber.

Blutung im Gesäßmuskel

Bei Verletzungen kann es zu einer Blutung im Gesäßmuskel kommen. Medikamente zur Blutverdünnung (Gerinnungshemmer) oder krankhafte Gerinnungsstörungen können dies begünstigen. Anzeichen für eine wodurch auch immer verstärkte Blutungsneigung sind häufiger auftretende, spontane Blutergüsse, Nasenbluten, blaue Flecken oder eine verstärkte Monatsblutung.

Von Injektionen in den Gesäßmuskel wird der Arzt unter diesen Voraussetzungen strikt absehen, da massive Blutungen in die Muskulatur und Nachblutungen drohen. Ansonsten kann sich bei einer Spritze in einen Muskel (intramuskulär) ein Bluterguss bilden, wenn versehentlich ein Gefäß getroffen wurde.

Dass es nach einer Injektion in den Muskel durch ein Medikament, das nun ausgerechnet in eine kleine Ader im Gewebe unter der Haut gelangt ist, zu einem Gefäßverschluss in diesem Bereich kommt, ist wirklich ein äußerst seltenes, aber nicht grundsätzlich auszuschließendes Ereignis (Nicolau-Syndrom). Dabei verfärbt sich der entsprechende Hautbezirk, es treten Schmerzen auf, Gewebeschäden sind möglich.

Belastungsschmerzen, Ruheschmerzen, Nachtschmerzen: Das Hüftgelenk als Schmerzquelle?

Als mögliche Quelle von Schmerzen im Gesäßbereich nicht außer Acht zu lassen ist das Hüftgelenk. So wird der Arzt als Ursache von Kreuz- oder Gesäßschmerzen auch an eine Hüftarthrose denken, wenn Anhaltspunkte für andere Ursachen fehlen. Zwar verursacht eine Arthrose des Hüftgelenks vor allem in der Leiste und im Oberschenkel Schmerzen, manchmal mit Ausstrahlung hinunter bis zum Knie.

Gelegentlich werden die Schmerzen aber auch seitlich im Gesäß oder im Kreuz verspürt. Verdächtig sind ziehende oder bohrende Schmerzen bei längerem Gehen und anderen ungewohnten Belastungen (Belastungsschmerzen).

Start- oder Anlaufschmerzen morgens oder nach längerem Sitzen treten in der Spätphase auf. Mit der Zeit kommt es auch zu Schmerzen in Ruhe und nachts, und die Beweglichkeit lässt zunehmend zu wünschen übrig. Das Gehen, besonders auch Treppen hinab, fällt schwerer (Hinken), ebenso das Anziehen der Schuhe und Strümpfe oder die Fußpflege – also Beugen und Strecken der Hüfte eben. Das beeinträchtigt den Alltag erheblich.

Die Hüftarthrose beschreibt der Beitrag "Arthrose des Hüftgelenkes" näher.

Rätselhaftes Fibromyalgie-Syndrom

Die Fibromyalgie ist ein komplexes, chronisches Krankheitsbild, das durch Schmerzen in mehreren Körperregionen, schmerzhafte Muskel-Sehnen-Ansätze an bestimmten Körperstellen, darunter den Gesäßhälften, und zahlreiche mögliche Begleitsymptome gekennzeichnet ist. Da viele andere, insbesondere rheumatische Erkrankungen, vor der Diagnosestellung ausgeschlossen werden müssen, kümmern sich verschiedene Fachärzte in abgestimmter Folge um die Betroffenen. Das steuert im Allgemeinen der Hausarzt. Weitere Informationen zu diesem Krankheitsbild im Ratgeber "Fibromyalgie (Fibromyalgie-Syndrom, FMS).

Alltagsprobleme: Fahrradsattel, Muskelkater

Eine undramatische Ursache für Gesäßschmerzen, vor allem im Bereich der Sitzknochen und der hier ansetzenden Muskelsehnen, kann ein neuer Fahrradsattel sein. Manchmal ist er zu weich oder zu schmal. Oder die Höhe stimmt nicht. Vor dem Erwerb empfiehlt sich eine gründliche Beratung im Fachhandel. Manche Hersteller bieten genaues Maßnehmen an.

Die richtige Dosis beim Radsport, gerade zu Anfang, und eine optimale Haltung im Sattel sorgen für reibungslose Fahrfreude. Denn die Sitzknochen gewöhnen sich meistens an die Unterlage, wenn sie nicht zu sehr strapaziert werden. Im Zweifelsfall müsste der Sattel sonst eventuell ausgetauscht werden.

Ebenfalls harmlos ist ein Muskelkater nach ungewohnter körperlicher Belastung, etwa einer Bergtour, längerem Arbeiten in der Hocke oder Laufen. Beim Sport kann es zu einer Zerrung des Glutäus, der Hüftmuskeln und der hinteren Oberschenkelmuskeln am Sitzbein kommen. Letztere sind oft auch bei Beinfehlstellungen strapaziert.

Wichtig:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.