Adipositas und Esssucht: Wissenswertes

Hier finden Sie Informationen zur Häufigkeit von Adipositas und darüber, welche Kosten die gesetzlichen Krankenkassen bei Prävention und Therapie übernehmen

aktualisiert am 07.02.2014

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Verbreitung

Vor allem in den Industrienationen nimmt der Anteil der Übergewichtigen und Adipösen beständig zu. Für Deutsche ab 18 Jahren gilt: Rund zwei Drittel der Männer sowie die Hälfte der Frauen sind aktuellen Erhebungen zufolge übergewichtig. Darin eingeschlossen sind etwa 20 Prozent adipöser Männer und Frauen.

Daten des Robert-Koch-Instituts verdeutlichen, dass vor allem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Adipositas festgestellt werden muss. Für die Altergruppe bis 17 Jahre heißt es: 15 Prozent der Jungen und Mädchen sind übergewichtig, über sechs Prozent gar adipös.

Was die Kasse zahlt

Die Behandlungskosten einer Adipositas-Therapie werden gegenwärtig von den gesetzlichen Krankenkassen nur in begründeten Fällen übernommen. So werden etwa operative Eingriffe bei extrem Adipösen nach Prüfung durch den Medizinischen Dienst bezahlt.  Die zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion von den Betroffenen benötigten Medikamente sind dagegen üblicherweise selbst zu finanzieren. Sie liegen für die genannten Wirkstoffe bei monatlich zwischen 45 und 110 Euro. Auch das Geld für die Teilnahme an bestimmten Programmen zur Gewichtsabnahme müssen Betroffene selbst aufbringen, erhalten aber oft einen Zuschuss durch ihre Krankenkasse.

Im Rahmen ihrer Vorsorgeleistungen beteiligen sich gesetzliche Kassen aber oft an den Kosten von Gesundheitskursen rund um die Themen Abnehmen und richtige Ernährung – soweit diese von dafür qualifizierten Einrichtungen beziehungsweise Trainern angeboten werden. Kostengünstig offerieren auch Volkshochschulen entsprechende Kurse.