Inhaltsstoffe: Schwefelhaltige Verbindungen

Für das charakteristische Zwiebelaroma sind schwefelhaltige Verbindungen, sogenannte Sulfide, verantwortlich. Schwefelhaltige Stoffe bewirken auch die typische Reizung der Augen beim Schneiden des Gemüses. Sie sollen zudem leicht entzündungs- und keimhemmend wirken.

Herkunft: Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen

Als eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt ist die Herkunft der Küchenzwiebel ungewiss, weil nicht bekannt ist, von welcher wildlebenden Art sie abstammt. Bekannt ist hingegen, dass sie seit über 3000 Jahren kultiviert wird. Römische Legionäre brachten sie nach Mitteleuropa, wo sie sich rasch verbreitete. Aus dem Lateinischen cepula ("Köpfchen") leitet sich auch unser Name für die Zwiebel ab, die im Mittelalter als Schutz gegen Pest und Cholera verwendet wurde.

Es gibt zahlreiche Zwiebelsorten, die sich in Größe, Form, Farbe und Geschmack voneinander unterscheiden. Neben der Küchenzwiebel wären etwa die Gemüsezwiebel, die Rote Zwiebel, die Lauch- oder Frühlingszwiebel sowie die Schalotte zu nennen.

Botanik: Vertrocknete Außenschalen dienen als Hülle

Allium cepa, die Küchen- oder Hauszwiebel, auch Gemeine Zwiebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch. Die ausdauernde krautige Pflanze wird meist nur ein- oder zweijährig kultiviert. Aus der sogenannten Zwiebelscheibe sprießt im ersten Jahr eine Rosette aus bis zu 15 Laubblättern, die innen hohl sind und im Querschnitt die Form eines Halbkreises aufweisen. Die Blätter bilden als Speicherorgan eine Schalenzwiebel, deren Außenschalen vertrocknen und als Schutzhülle dienen. Im zweiten Jahr wächst die Zwiebelscheibe zu einem bis zu 120 Zentimeter langen, hohlen Schaft heran. Dieser ist im Querschnitt kreisförmig und unten bauchig, während an seiner Spitze eine nahezu kugelförmige Scheindolde aus bis über 100 Einzelblüten sitzt.

Saison: Es gibt Sommer- und Winterzwiebeln

Die Aussaat der Sommerzwiebel erfolgt im Frühjahr, geerntet wird sie zwischen August und Oktober. Winterzwiebeln zeichnen sich im Vergleich durch einen etwas saftigeren und milderen Geschmack sowie eine relativ geringe Lagerfähigkeit aus. Nach ihrer Aussaat im August überwintern sie, reifen im Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden.
Eine Alternative zur Aussaat ist das Pflanzen von Steckzwiebeln. Diese werden wie die Sommerzwiebel zwischen August und Oktober geerntet.

Lagerung: Haltbarkeit hängt von Zwiebelsorte ab

Die Haltbarkeit der Zwiebel hängt von der jeweiligen Sorte ab. Während frische Lauchzwiebeln schon nach kurzer Zeit im Gemüsefach des Kühlschranks ihre Knackigkeit verlieren, können andere Sorten mehrere Monate gelagert werden – am besten an einem dunklen, kühlen, trockenen Ort, an dem sie Luft bekommen. Beim Kauf auf pralle, unbeschädigte Knollen mit trockenen Außenhäuten und Stängeln achten. Wichtig: Fault eine Zwiebel im Netz, verderben die anderen auch schnell.

Tipps zur Zubereitung

Die Zwiebel erweist sich in der Küche als äußerst vielseitig. Als Gewürz kann sie für praktisch alle herzhaften Speisen verwendet werden, als Gemüsebeilage sowie als eigenständiges Gericht (etwa als Zwiebelsuppe oder -kuchen) ebenso.

Um die Intensität der flüchtigen Sulfid-Verbindungen nicht zu verlieren, die ihren Geschmack ausmachen, sollte die Zwiebel immer erst kurz vor ihrer eigentlichen Verwendung angeschnitten werden. Beim Anbraten darauf achten, dass die Zwiebeln nicht anbrennen: Das Gemüse wird sonst schnell bitter und ungenießbar.

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Nährwerttabelle: Zwiebel (pro 100 Gramm)

Energie

kcal

28

Fett

gesamt (g)

Spuren

Kohlenhydrate

gesamt (g)

5

Mineralstoffe (mg)

Natrium (Na)

3

Kalium (K)

160

Calcium (Ca)

20

Magnesium (Mg)

10

Phosphat (P)

30

Eisen (Fe)

0,2

Zink (Zn)

0,2

Vitamine

Beta-Carotin (

µg)

7

Vitamin E (mg)

0,1

Vitamin B1 (mg)

0,03

Vitamin B2 (mg)

0,02

Vitamin B6 (mg)

0,15

Folsäure (

µ

g)

10

Vitamin C (mg)

7

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

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