Hämoglobin (Hb): Der rote Blutfarbstoff

Ein zu niedriger Hämoglobin-Wert kann auf eine Blutarmut hinweisen

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von Christian Krumm, aktualisiert am 30.03.2017

Kurz gesagt:

Hämoglobin ist der für den Sauerstofftransport verantwortliche Eiweiß-Bestandteil roter Blutkörperchen. Niedrige Werte können in erster Linie Hinweise auf Eisenmangel geben.

Was ist Hämoglobin?

Das Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der den roten Blutkörperchen ihre Farbe verleiht. Die wichtigste Funktion des Hämoglobins ist der Transport von Sauerstoff, den er in der Lunge aufnimmt und durch die Blutgefäße transportiert. Auf dem Rückweg sorgt er für den Abtransport des Kohlendioxids, das schließlich über die Lunge wieder ausgeatmet wird. Das Hämoglobin ist ein sehr großes Protein, dessen Bindungsfähigkeit für Sauerstoff durch vier Eisenatome gewährleistet ist.

Wenn die Hämoglobin-Werte im Blut zu niedrig sind, kann der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Er reagiert mit typischen Symptomen einer Anämie wie Müdigkeit, Schwäche oder Schwindel.

Wann ist der Wert zu niedrig?

Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für zu niedrige Hämoglobin-Werte, weil der Körper ohne Eisen kein Hämoglobin bilden kann. Ebenso können chronischer Blutverlust, Nieren- und Darmerkrankungen sowie Blutbildungsstörungen dahinter stecken.

Wann ist der Wert zu hoch?

Im Gegensatz dazu sind erhöhte Hämoglobinwerte dann zu erwarten, wenn der Körper beispielsweise bei längerem Aufenthalt im Hochgebirge oder bei bestimmten Lungenerkrankungen verstärkt rote Blutkörperchen bildet, um den Sauerstoffmangel in der Höhe entsprechend auszugleichen.

Welcher Wert ist normal?

Als normal gelten folgende Hämoglobin-Werte:
Frauen: 12 – 16 g/dl (etwa 7,5 – 9,9 mmol/l).
Männer: 13,5 – 17,5 g/dl (etwa 8,4 – 10,9 mmol/l)

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Michael Spannagl, Labor für Immungenetik und molekulare Diagnostik, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München