Diabetes Ratgeber

Wirkstoffe

Dulaglutid, Exenatid, Liraglutid, Semaglutid.

Außerdem erleichtern sie den Abbau von Übergewicht und können womöglich auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko senken. 

Für wen eignen sie sich?  Für 

erwachsene Typ-2-Diabetiker, die 

mit einer Kombination von Blut­zuckersenkern, einschließlich 

Basalinsulin, behandelt werden, 

und bei denen diese Therapie 

zusammen mit Bewegung und 

Diät nicht ausreicht. 

Und für wen nicht? Sie eignen sich für fast alle Diabetiker. Aber: Die Kassen zahlen den teuren Wirkstoff nur 

in begründeten Fällen, wenn andere Therapien nicht helfen.

Anwendung

Als Spritze mit dem Pen, je nach Mittel ein- oder zweimal täglich oder einmal wöchentlich. 

Wirkweise

Glutide ahmen die Wirkung des Darmhormons GLP 1 nach, das die Bauchspeicheldrüse dazu anregt, nach dem Essen Insulin abzugeben. Sie steigern das Sättigungsgefühl und dämpfen den Hunger. 

Vorteile 

Die Mittel senken das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben. Auch helfen sie, Schäden am Herz bei Menschen mit Typ-2-­Diabetes vorzubeugen, die bereits Herz-Kreislauf-Leiden haben, etwa eine Durchblutungsstörung in den Beinen. Betroffene erhalten Glutide oft in Kombination mit Metformin. Als Appetitbremser erleichtern sie zudem das Abnehmen. Deshalb verordnet sie der Arzt auch stark übergewichtigen Menschen mit Diabetes.

Nebenwirkungen

Vor allem zu ­Therapiebeginn sind Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall häufig. Meist gibt sich das nach wenigen Wochen.

Ungeeignet bei

Schweren Nierenfunktionsstörungen.

Apotheker-Rat

Um abzunehmen, reicht es nicht, sich allein auf ein solches Mittel zu verlassen. Eine gesunde Ernährung gehört unbedingt dazu, auch wenn man ein Diabetesmedikament erhält, das beim Gewichtsabbau unterstützen kann. Viele Apotheken bieten eine Ernährungsberatung an.

Wichtig: Diese Informationen ersetzen nicht die Lektüre des Beipackzettels. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Apotheker oder Arzt beraten.