Altersflecken (Lentigines seniles / Lentigines solares)

Altersflecken kommen durch Pigmentablagerungen in der Haut zustande und sind harmlos. Je älter ein Mensch wird und je mehr UV-Strahlen er ausgesetzt war, desto eher bekommt er die Flecken

aktualisiert am 15.11.2016

Was sind Altersflecken?

Bei Altersflecken handelt es sich um eine gutartige und daher harmlose Pigmentstörung in der Haut. Mediziner bezeichnen diese Flecken als Lentigines seniles (Einzahl: Lentigo senilis) oder Lentigines solares (Einzahl: Lentigo solaris).

Wie der Name schon andeutet, treten die Pigmentflecken im Alter verstärkt auf. Hautärzte beobachten sie gehäuft bei Menschen ab 40 Jahren, bei der Generation 60plus gehören sie schon zum Normalfall. Doch auch jüngere Menschen können bereits Altersflecken bekommen.

Lentigines bilden sich bevorzugt an Hautstellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind – also auf den Handrücken, an den Unterarmen, im Gesicht und am Dekolleté. Die Flecken sehen gelblich-braun bis dunkelbraun aus. Sie können winzig klein sein, aber auch ein paar Zentimeter groß werden. Die Form reicht von rundlich, über oval bis hin zu einem unregelmäßig begrenzten Fleck. Im Gegensatz zu Sommersprossen verblassen Altersflecken im Winter kaum.

Wie entstehen Altersflecken?

In den Zellen der Oberhaut befindet sich das bräunliche Pigment Melanin. Wird die Haut – zum Beispiel im Sonnenlicht oder in Solarien – ultravioletter (= UV-) Strahlung ausgesetzt, nimmt der Pigmentgehalt der Haut zu und sie färbt sich bräunlich. Kommt die Haut länger nicht mit UV-Licht in Kontakt, sinkt die Menge des Melanin-Pigments wieder ab. Die Haut wird blasser. Melanin schwächt die ultravioletten Strahlen der Sonne ab, wenn diese in tiefere Hautschichten vordringen und schützt die Hautzellen dadurch vor den schädlichen Effekten des Sonnenlichts.

Wirken UV-Strahlen jedoch über Jahrzehnte hinweg auf die Haut ein, können sogenannte chronische Lichtschäden auftreten. Dazu zählen auch Altersflecken. Sie  entstehen, weil sich die Oberhaut im Laufe der Zeit unregelmäßig verdickt und vermehrt Melanin einlagert. Neben dieser harmlosen Alterserscheinung gehört weißer Hautkrebs, ebenso wie schwarzer Hautkrebs, zu den weitaus schlimmeren Folgen von UV-Strahlung.

Hautkrebs durch Altersflecken?

Altersflecken sind völlig harmlos. Krebs entsteht aus ihnen nach derzeitigem Wissensstand nicht. Allerdings sehen Altersflecken manchmal einer bestimmten Form des schwarzen Hautkrebses – der sogenannten Lentigo maligna – sehr ähnlich. Selten kann auch eine aktinische Keratose (eine Frühform von weißem Hautkrebs) einem Altersfleck ähneln. Jedoch nur, wenn dabei Melaninpigment in die veränderten Zellen einlagert wird und dieser "weiße" Hautkrebs deshalb bräunlich erscheint.

Wichtig: Jegliche Hautveränderung, die neu auftritt und mit der Zeit womöglich noch ihr Aussehen ändert, sollte daher unbedingt rasch von einem Hautarzt abgeklärt werden.

Wie lassen sich die Pigmentflecken entfernen?

Eigentlich muss diese Alterserscheinung nicht behandelt werden. Manche Menschen empfinden sie jedoch als Schönheitsmakel und möchten die Flecken deshalb entfernen lassen. Prinzipiell gibt es dafür verschiedene Methoden. Die Lasertherapie gilt als besonders effektiv (mehr dazu im Kapitel Therapie).

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Altersflecken entstehen am häufigsten an den Hautbereichen, die im Laufe des Lebens am meisten der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Dazu zählen vor allem die Handrücken, die Unterarme, das Gesicht und das Dekolleté. Dennoch können sich Lentigines solares mitunter am gesamten Körper ausbilden, wenn dieser oft mit dem Sonnenlicht in Kontakt kommt.

Hauptursache von Altersflecken: UV-Strahlung

In der Oberhaut befinden sich spezielle Zellen, die sogenannten Melanozyten. Sie bilden das braune Farbpigment Melanin und reichen die Substanz an benachbarte Oberhaut-Zellen weiter. Diese lagern das Pigment ein.

Melanin bewirkt, dass sich die UV-Strahlen der Sonne abschwächen, wenn sie in tiefere Hautschichten wandern. Dadurch schützt das Pigment die DNA, also das Erbgut der Zelle, vor den schädlichen Wirkungen des UV-Lichts. Je länger die Haut dem Sonnenlicht (auch UV-Strahlen in Solarien) ausgesetzt ist, desto mehr Melanin wird produziert und eingelagert. Wie viel Pigment die Haut bilden kann, hängt jedoch von der genetischen Veranlagung eines Menschen ab. Je höher der Melanin-Gehalt der Haut ist, desto dunkler ist sie gefärbt. Wer eine stärker pigmentierte Haut hat, ist durch die Schutzwirkung des Melanins besser vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt als ein eher hellhäutiger Typ.

Dies heißt jedoch keinesfalls, dass ein Sonnenbad gesund ist. Denn, auch wenn viele Menschen gebräunte Haut als schön empfinden, bedeutet Sonne für die Haut Stress. Wird sie einer zu intensiven UV-Strahlung ausgesetzt, tritt innerhalb von 24 Stunden ein Sonnenbrand auf. Er stellt die häufigste Form eines sogenannten akuten Lichtschadens dar.

Risiko Hautkrebs

Wirken UV-Strahlen über Jahrzehnte hinweg auf die Haut ein, drohen sogenannte chronische Lichtschäden. Hierzu zählen die verschiedenen Typen von weißem Hautkrebs, eine bestimmte Form des schwarzen Hautkrebses (Lentigo maligna) sowie die typischen Anzeichen vorzeitiger Hautalterung – wie Falten und Altersflecken. Der Grund für Lentigines: Bedingt durch das langfristige Einwirken von UV-Licht verdickt sich die Oberhaut unregelmäßig und lagert vermehrt Melanin ein. Auch wenn normalerweise größere Hautflächen der UV-Strahlung ausgesetzt werden, treten die Altersflecken innerhalb dieser Bereiche nur an einzelnen Stellen auf. Warum das so ist, konnte bisher nicht geklärt werden.

Wichtig: Jeder UV-Strahl birgt prinzipiell das Risiko, Schäden auf der DNA hervorzurufen. Werden solche Fehler vom Körper nicht richtig repariert, können Hautzellen entarten, was langfristig zu Hautkrebs führen kann.

Chronische Lichtschäden können auch entstehen, wenn es zu keinem Sonnenbrand gekommen ist. Denn die Haut merkt sich jede UV-Belastung, der sie ausgesetzt wurde. Man kann sich das wie eine Art Sparkonto vorstellen: Jedes Mal, wenn UV-Licht im Laufe des Lebens auf die Haut einwirkt, wächst das "UV-Konto" der Haut an. Ein hoher "Kontostand" macht sich dann viele Jahre später bemerkbar.

Altersflecken können sich zu einer Alterswarze – auch Verruca seborrhoica oder seborrhoische Warze genannt – weiterentwickeln.

Wer neigt eher zu Altersflecken?

Je älter ein Mensch wird und je mehr er der UV-Strahlung ausgesetzt war, desto eher bekommt er Altersflecken. Ab 40 neigen Mann wie Frau gehäuft dazu. In der Gruppe der über 60-Jährigen finden sich die Flecken bei fast jedem. Dies liegt daran, dass mit den Lebensjahren auch der Kontostand des oben beschriebenen "UV-Kontos" der Haut steigt.  
Manchmal trifft es jedoch auch schon Jüngere. Vor allem Menschen mit heller Haut bekommen häufiger Altersflecken als dunkle Hauttypen – auch bereits in jüngeren Jahren. Denn die Haut hellhäutiger Menschen ist lichtempfindlicher. Zudem kann eine ungesunde Lebensweise, zum Beispiel durch Rauchen oder Alkohol, Alterungsprozesse in der Haut negativ beeinflussen. Auch eine genetische Veranlagung spielt eine Rolle.

Die Hände, die Unterarme, das Gesicht sowie das Dekolleté kommen am häufigsten direkt mit UV-Strahlung in Kontakt. Da Sonnenlicht die Hauptursache von Altersflecken ist, verwundert es wenig, dass sie sich an genau diesen Stellen bevorzugt bilden.

Die gelblich-braunen bis dunkelbraunen Flecken fallen mal heller, mal dunkler aus. Auch in Form und Größe unterscheiden sie sich. Manchmal sind Lentigines solares winzig klein, dann wieder ein paar Zentimeter groß. Die Form ähnelt mal einer rundlichen Linse, mal wirkt sie eher oval. Die Ränder des Flecks können sehr unregelmäßig sein, er grenzt sich scharf von dem umliegenden Hautbereich ab. Im Gegensatz zu Sommersprossen verblassen Altersflecken im Winter kaum.

Wichtig: Altersflecken lassen sich manchmal nur schwer von bestimmten Hautkrebsformen unterscheiden. So können die Flecken einer bestimmten Form des schwarzen Hautkrebses – der sogenannten Lentigo maligna – sehr ähnlich sehen. Selten kann auch eine aktinische Keratose (eine Frühform von weißem Hautkrebs) einem Altersfleck gleichen. Jedoch nur, wenn dabei Melaninpigment in die veränderten Zellen einlagert wird und dieser "weiße" Hautkrebs deshalb bräunlich erscheint. Stellen Sie daher Hautveränderungen fest – egal wie diese aussehen – gehen Sie zu einem Hautarzt, damit er die  betreffenden Stellen genau untersuchen kann.

Altersflecken sind harmlos, sie stellen eine normale Alterserscheinung dar. Manchmal haben sie allerdings Ähnlichkeiten mit – ebenfalls harmlosen – Muttermalen oder aber mit einer Unterart des malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs), einem bösartigen Hauttumor. Dabei handelt es sich um die sogenannte Lentigo maligna. Seltener sehen Altersflecken einer bräunlichen Sonderform des "weißen" Hautkrebses ähnlich, der sogenannten pigmentierten aktinischen Keratose. Hier kann nur der Arzt die richtige Diagnose stellen und die Hautveränderung zweifelsfrei bestimmen.

Der Hautarzt nimmt dafür eine sogenannte Dermatoskopie vor. Dabei beleuchtet er die betreffenden Hautstellen mit einer Halogenlampe und betrachtet die Hautveränderung durch eine spezielle Linse. Hat der Arzt den Verdacht, dass es sich doch um Hautkrebs handelt, entnimmt er zusätzlich eine Gewebeprobe (Biopsie), anhand derer ein Tumor eindeutig festgestellt werden kann.

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen sich Altersflecken mehr oder weniger effektiv entfernen lassen. Alle Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile.

Lasertherapie

Die Laserbehandlung gilt als die effektivste Methode, um Altersflecken zu beseitigen. Der Laser erzeugt dabei einen Lichtstrahl mit hoher Intensität. Dringt er in die oberen Hautschichten ein, bewirkt der Laser, dass die Pigmentablagerungen in kleinste Teilchen zerplatzen. Diese Zelltrümmer locken Immunzellen an, es kommt zu einer beabsichtigten Entzündung. Dadurch werden die zerstörten Pigmente abtransportiert. Nachteile: Nach der Lasertherapie verspüren viele Patienten an den behandelten Stellen für wenige Tage ein Brennen, das einem Sonnenbrand ähnelt. Manchmal schwillt die gelaserte Haut auch an. Komplett verheilt ist sie nach ungefähr zwei Wochen. Wenn die Haut in der Phase der Entzündung stärkerer UV-Strahlung ausgesetzt wird, kann die Hautreizung mit braunen Pigmentflecken abheilen. Umgekehrt kann nach zu intensiver Laserbehandlung ein zu wenig pigmentierter, heller Fleck zurückbleiben. Reicht ein einmaliges Lasern nicht aus, muss die Behandlung wiederholt werden. Wichtig: Die Laserung sollte ein erfahrener Hautarzt durchführen.

Bleichcremes

Bleichcremes enthalten Wirkstoffe, die die Altersflecken aufhellen oder auch die Pigmentbildung drosseln sollen. Dazu gehören Substanzen wie Hydrochinon, Rucinol, Kojisäure und Brunnenkresse-Extrakt. Allerdings ist nicht jeder Patient mit dem Ergebnis zufrieden. Zudem erfordert die Behandlung Geduld, denn ein Effekt macht sich erst nach mehreren Wochen bemerkbar. Nachteile: Manche Menschen vertragen die Cremes nicht, ihre Haut rötet sich oder reagiert gereizt. Wichtig ist, das aufhellende Mittel nur auf die Altersflecken aufzutragen. Sonst können sich auch benachbarte Hautbereiche aufhellen, und die Haut kann auf Dauer eine unregelmäßige Pigmentierung bekommen.

Chemisches Peeling

Chemische Mittel, vor allem Säuren, lösen die obersten Schichten der Haut ab. In Folge schält sie sich. Anschließend werden die oberen Hautschichten neu gebildet.

Fruchtsäuren (englisch alpha hydroxy acids = AHA) sind schwache Säuren, die in niedriger Konzentration in manchen Gesichtscremes enthalten sind. Solche milden Peeling-Cremes können Sie täglich anwenden. Denn sie lösen nur die Hornschicht ab, die sich ganz an der Oberfläche der Haut befindet. Die Fruchtsäure aus solchen Cremes gelangt praktisch nicht in die tieferen Anteile der Oberhaut, in denen das störende Pigment der Altersflecken liegt. Daher sind solche Kosmetika nicht zur Behandlung von Lentigines seniles geeignet.

Beseitigen lassen sich Altersflecken durch ein "mitteltiefes" chemisches Peeling. Es enthält zum Beispiel Fruchtsäuren in höherer Konzentration oder stärkere Säuren wie Trichloressigsäure (TCA) – diese dann allerdings in niedriger Konzentration. Die Behandlung sollte nur ein erfahrener Hautarzt durchführen.

Wird Trichloressigsäure höher konzentriert, dringt sie nicht nur in die tieferen Anteile der Oberhaut ein, sondern auch in die darunter liegende Lederhaut. Daher werden "tiefe" Peelings mit Trichloressigsäure vor allem eingesetzt, um Falten und Aknenarben zu behandeln. Dass dabei auch Altersflecken verschwinden, ist sozusagen ein positiver Nebeneffekt.  

Nachteile: Ein mitteltiefes oder tiefes Peeling reizt die Haut sehr stark. Nach einem tiefen Peeling mit Trichloressigsäure entsteht sogar eine große wunde Stelle, ähnlich einer großflächigen Schürfwunde. Bis sich die Hautreizung zurückgebildet hat, vergehen nach einem mitteltiefen Peeling mehrere Tage, nach einem tiefen Peeling etwa drei Wochen. In diesem Zeitraum besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen der Haut. Anschließend bleibt die Haut noch für viele Wochen empfindlich. Um überschießende Reaktionen auf die Behandlung zu vermeiden, sollte nur ein erfahrener Hautarzt die chemischen Mittel auftragen.

Dermabrasion, Kryotherapie (Kältebehandlung)

Bei der sogenannten Dermabrasion schleift der Hautarzt – unter örtlicher Betäubung – mit einer feinen Fräse die obersten Hautschichten ab. Bei der Kältetherapie, auch Kryopeeling oder Kryotherapie genannt, vereist der Arzt die Hautoberfläche mit flüssigem Stickstoff. Dadurch sterben im behandelten Hautareal die Zellen der Oberhaut ab und es entsteht eine Blase. Nach der Dermabrasion wie auch nach der Kryotherapie bildet sich die Oberhaut neu. Nachteile: Die Haut ist anschließend für einige Wochen gerötet. Manchmal sieht sie nach der Behandlung noch fleckiger aus als vorher. Außerdem können Narben entstehen, wenn diese Verfahren zu intensiv wirken. Daher empfehlen Experten weder die Dermabrasion noch die Kryotherapie zur Behandlung von Altersflecken.

Nach der Behandlung: Sonnenschutz!

Wer Altersflecken entfernen lässt, darf danach – je nach Verfahren – für mehrere Wochen, manchmal sogar für bis zu drei Monate, nicht in die Sonne. Denn alle Methoden reizen die Haut in unterschiedlichem Maße. Gereizte Haut neigt zu erneuter Pigmenteinlagerung, wenn sie ultravioletter (= UV-) Strahlung ausgesetzt wird. Dies gilt nicht nur für UVB-Licht, welches Sonnenbrände verursacht und auf das sich der Lichtschutzfaktor (LSF) von Sonnencremes bezieht. Es gilt vor allem auch für UVA-Licht. Daher sollten Patienten täglich eine Sonnencreme auftragen, die nicht nur im UVB-Bereich sehr stark wirkt (das heißt einen Lichtschutzfaktor von 50+ besitzt), sondern auch gut vor UVA-Strahlung schützt. Diese Lichtschutzmittel sind durch ein Logo gekennzeichnet, das aus den Buchstaben "UVA" in einem Kreis besteht. Weil die UV-Strahlung der Sonne in der kalten Jahreszeit am schwächsten ist, empfiehlt es sich, Altersflecken im Herbst oder Winter entfernen zu lassen.

Altersflecken entstehen, wenn die Haut über viele Jahre ungeschützt ultravioletter Strahlung ausgesetzt wird. Ein konsequenter Sonnenschutz beugt deshalb den Flecken vor oder zögert sie zumindest heraus. Außerdem: Sonnenschutz senkt das Risiko für Hautkrebs deutlich!

Tipps, wie Sie Ihre Haut vor UV-Strahlung schützen:

  • Immer wenn Sie in die Sonne gehen eine halbe Stunde vorher eine Sonnenschutzcreme auftragen. Je nach Hauttyp muss diese einen unterschiedlich hohen Lichtschutzfaktor (LSF) enthalten. Treiben Sie Sport oder gehen Schwimmen, dann cremen Sie nach einiger Zeit nach. Hinweis: Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist der Faktor, um den die Sonnencreme die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Die Eigenschutzzeit beschreibt, wie lange es dauert, bis ein Mensch einen Sonnenbrand bekommt, wenn er sich in der Sonne aufhält. Sie hängt vom Hauttyp ab. Der LSF bezieht sich auf den Schutz vor UVB-Strahlen. Allerdings erhöht auch UVA-Licht das Risiko, Altersflecken, Falten oder sogar Hautkrebs zu bekommen. Daher sollten Sie grundsätzlich nur Sonnencremes verwenden, die nicht nur im UVB-Bereich stark wirksam sind (also einen hohen Lichtschutzfaktor besitzen), sondern auch gut vor UVA-Strahlen schützen. Diese Lichtschutzmittel sind durch ein Logo gekennzeichnet, das aus den Buchstaben "UVA" in einem Kreis besteht.
  • Setzen Sie einen Sonnenhut oder eine Kappe auf und bedecken Sie Dekolleté und Arme durch ein hochgeschlossenes, langärmeliges Hemd oder eine Bluse.
  • Meiden Sie die Sonne um die Mittagszeit, also zwischen 11 und 15 Uhr (mitteleuropäischer Sommerzeit). Dann steht die Sonne am höchsten, die UV-Strahlen wirken am intensivsten.
  • Setzen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz auf.
  • Gehen Sie nicht in Solarien.

Dr. med. Angela Unholzer ist Hautfachärztin mit den Zusatzbezeichnungen Allergologie und Dermatohistologie. Ihre Facharztweiterbildung absolvierte sie an der Dermatologischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie an der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum Augsburg. An der letztgenannten Klinik leitete sie von 2006 bis 2012 als Funktionsoberärztin die Lichtabteilung, die dermatologische Tagesklinik und die allgemeindermatologische Ambulanz. Anschließend war sie in einer Praxis in der Nähe von Augsburg tätig. Seit 2014 ist sie in einer eigenen Praxis in Donauwörth niedergelassen.