Wer darf nach Deutschland einreisen?

Für die Einreise nach Deutschland gilt die 3G-Regelung für alle ab zwölf Jahren. Voraussetzung ist demnach ein negatives Testergebnis, ein Genesenenzertifikat oder aber ein vollständiger Impfschutz gegen das Coronavirus. Wer doppelt geimpft ist, erfüllt diese Bedingung bislang. Akzeptiert werden allerdings nur Impfungen mit den in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffen. Dazu zählen die Präparate von Biontech/ Pfizer, Moderna, Astra-Zeneca und Johnson&Johnson. Hinzu kommen bestimmte im Ausland zugelassene Impfstoffe mit identischer Formulierung. Das Paul-Ehrlich-Institut hat eine entsprechende Liste zusammengestellt.

Was ändert sich im Herbst?

Ab 1. Oktober brauchen Reisende einen Booster, um in Deutschland als vollständig geimpft durchzugehen. Dabei müssen mindestens drei Monate zwischen zweiter und dritter Dosis liegen. Allerdings setzen die Behörden unter bestimmten Voraussetzungen auch Infektionen mit einer Impfung gleich. Im Kern geht es darum, drei Antigen-Kontakte nachzuweisen.

So gelten auch doppelt geimpfte Personen als vollständig immunisiert, wenn ein Antigentest bereits vor der Erstimpfung positiv ausgefallen ist und ein entsprechender Nachweis vorliegt. Auch wer sich nach der ersten oder zweiten Impfung infiziert hat und das über einen PCR-Test belegen kann, darf mit nur zwei Einträgen im Impfpass einreisen. Der Grund für die Neuregelung im Herbst sind geänderte EU-Vorgaben, die zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten.

Wer gilt als Genesen?

Der Genesenen-Nachweis bescheinigt eine überstandene Infektion mit dem Coronavirus. Grundlage muss dabei ein sogenannter Nukleinsäurenachweis sein, in der Regel also ein PCR-Test. Mindestens 28 Tage muss der entsprechende Test zurückliegen, zugleich darf er nicht älter als 90 Tage sein. Nach Ablauf dieser Frist brauchen Genesene zusätzlich einen Impf- oder Testnachweis, um einreisen zu können.

Welche Tests werden anerkannt?

Grundsätzlich akzeptieren die Behörden neben PCR- auch Antigentests, nicht allerdings Selbsttests oder Antikörpernachweise. Ein Testnachweis aus dem Ausland darf bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Ausnahmen gelten bei PCR-Tests, sofern mit einem öffentlichen Verkehrsmittel wie dem Flieger gereist wird. Maximal 48 Stunden dürfen dann zwischen Test und Abflug liegen.

Besondere Regeln greifen nach dem Aufenthalt in einem Virusvarianten-Gebiet. Hier ist bei Einreise in die Bundesrepublik ein PCR-Test Pflicht.

In welchen Fällen muss ich die Einreise vorher anmelden?

Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt, muss seine Einreise bei den deutschen Behörden grundsätzlich digital ankündigen (www.einreiseanmeldung.de) und an der Grenze einen Beleg über die Anmeldung vorzeigen. Das gleiche gilt bei Rückkehr aus einem solgenannten Virusvarianten-Gebiet. Das sind Regionen, in denen nachweislich besonders gefährliche Versionen des Coronavirus kursieren.

Ausnahmen gibt es für bestimmte Gruppen wie Grenzpendler, Durchreisende und Transportunternehmen oder aber nach kurzen Besuchen enger Verwandter im Ausland. In diesen Fällen ist keine Anmeldung nötig, auch die Quarantänepflichten greifen nicht. Nähere Informationen gibt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite.

Muss ich mich nach Einreise in Quarantäne begeben?

Das kommt drauf an. Strenge Regeln gelten nach Aufenthalten in Virusvarianten-Gebieten. In einem solchen Fall ist die Einreise nur mit PCR-Test erlaubt. Zudem sind 14 Tage Quarantäne Pflicht – auch für Geimpfte und Genesene.

Besondere Vorgaben greifen auch nach einem Aufenthalt in Hochrisikogebieten, zumindest für Reisende ohne Impfschutz. Sie müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich aber nach fünf Tagen mit einem Schnelltest von dieser Auflage befreien. Keine Einschränkungen gibt es für Geimpfte und Genesene mit einem entsprechenden Nachweis.

Derzeit stuft Deutschland keine Regionen als Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiete ein. Das kann sich allerdings jederzeit ändern. Aktuelle Informationen gibt das Robert-Koch-Institut.

Was muss ich bei der Einreise mit Kindern bedenken?

Kinder unter zwölf Jahren müssen grundsätzlich keine Nachweise vorlegen. Allerdings gilt für Sechs- bis Zwölfjährige ohne Impf- oder Genesenenbeleg eine Quarantänepflicht von fünf Tagen, wenn die Einreise aus einem Hochrisikogebiet erfolgt. Davon können sie sich aber mit einem negativen Testergebnis sofort befreien. Für unter Sechsjährige gibt es derzeit keinerlei Auflagen bei der Einreise.

In welcher Form werden Nachweise akzeptiert?

Alle Nachweise können sowohl in analoger als auch in digitaler vorliegen, zudem in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache.