{{suggest}}


Post-Covid-Syndrom: Erschöpfung und Schmerzen als Spätfolge

Immer mehr Menschen berichten, dass sie nach einer durchgemachten Covid-19-Infektion nicht auf die Beine kommen und total erschöpft sind. Was steckt dahinter? Eine Spurensuche

von Dr. Martina Melzer, 19.08.2020

"Ich dachte, es ist vorbei. Nach den seltsamsten sieben Krankheitswochen, die ich je hatte – mit einem Auf und Ab an Erschöpfung, Schmerzen, Ohrensausen, Kopfweh, Konzentrationsproblemen – fühlte ich mich deutlich besser", schreibt Paul Garner, Arzt und Professor an der englischen Liverpool School of Tropical Medicine im Blog des Fachmagazins British Medical Journal. Er machte einen Spaziergang und endlich wieder Yoga. Und lag zwölf Stunden später wieder mit denselben Beschwerden flach. Er kommt seit der Covid-19-Erkrankung Mitte März nicht mehr richtig auf die Beine.

"Meine ersten Covid-19-Symptome begannen am 14. März 2020: Leichtes Fieber, starke Beinschmerzen, Abgeschlagenheit, kein Appetit. Jetzt, 100 Tage später, kämpfe ich immer noch mit Covid-19. Ich habe Magen-Darm-Beschwerden, erhöhte Leberenzyme und ein komisches Gefühl im Bein", schreibt Yochai Re’em, Arzt am US-amerikanischen New York-Presbyterian Hospital, auf der US-Gesundheitsplattform STAT News.

Auch auf Twitter berichtet eine Nutzerin: "Ich bin seit 3 Monaten krank, mit starken Atembeschwerden, Herz-Kreislauf- und neurologischen Symptomen. Ich habe immer noch Fieber." Und Athena Akrami, Neurowissenschaftlerin am University College London, schreibt im Magazin Science: "Ich bin extrem erschöpft und kämpfe seit Wochen mit Denkproblemen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Ich kann mich nur vom Bett zur Couch und von da in die Küche bewegen."

Laut dem Robert Koch-Institut dauert eine Infektion mit SARS-CoV-2, dem neuartigen Coronavirus, in milden Fällen durchschnittlich zwei bis drei Wochen, in schweren Fällen drei bis sechs Wochen. Dann sollte die Infektion ausgeheilt sein. Doch immer mehr Menschen – so scheint es – berichten über anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden nach Covid-19. Es sind längst nicht nur diejenigen, die einen schweren Verlauf hatten und ins Krankenhaus mussten, sondern häufig auch leichtere Fälle. Was ist da los?

Unterschiedlichste Symptome können auftreten

Welche Symptome länger anhalten, variiert. Gleiches gilt für den Zeitraum. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) – eine Art Robert Koch-Institut in den USA – befragte 292 Menschen, die zwei bis drei Wochen zuvor positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden und nicht ins Krankenhaus mussten. 94 Prozent der Befragten hatten noch ein oder mehrere Symptome. Erschöpfung, von Ärzten als Fatigue bezeichnet, Husten und Kopfschmerzen wurden am meisten genannt. Fatigue ist nicht mit einer Müdigkeit gleichzusetzen, wie sie auch gesunde Menschen kennen. Es handelt sich vielmehr um einen lähmenden Erschöpfungszustand. Schon kleinste Aktivitäten können Betroffene über die Maßen anstrengen und zur Ruhe zwingen.

Eine italienische Studie an 143 im Krankenhaus behandelten Patienten zeigte, dass knapp 90 Prozent von ihnen auch noch zwei Monate nach der überstandenen Covid-19-Infektion mindestens ein Symptom hatten, häufig auch mehrere. Erschöpfung war mit Abstand das häufigste Symptom, gefolgt von Atembeschwerden, Gelenk- und Brustschmerzen. 44 Prozent der Studienteilnehmer beurteilten ihre Lebensqualität als eingeschränkt.

Rund 14.000 Menschen aus aller Welt (Stand: Mitte August 2020), die seit Covid-19 mit Beschwerden kämpfen, haben sich zur Patienteninitiative "The Body Politic Covid-19 Support Group" zusammengeschlossen. Die Organisatoren befragten 640 Patienten und Patientinnen, welche Symptome bei ihnen vorkamen. Neben Husten, Fieber und Atembeschwerden nannten sie zahlreiche andere Beschwerden, darunter Erschöpfung, Frieren und Schwitzen, Kopfschmerzen, Brainfog – also eine Art "Benebeltsein" mit Konzentrations- und Denkproblemen –, Schlafstörungen, Benommenheit, Schmerzen im Körper und Magen-Darm-Probleme. 90 Prozent der Befragten gaben an, sich 40 Tage nach der Infektion noch immer nicht erholt zu haben  Es sei ein ständiges Auf und Ab und häufig seien neue Beschwerden dazugekommen.

Noch mehr Menschen – derzeit sind es über vier Millionen (Stand: August 2020) – geben ihre Symptome täglich in eine App ein, die verschiedene Universitäten zusammen mit einem kleinen Unternehmen entwickelt haben. Erste Ergebnisse vom Juni 2020 zeigen: Einer von zehn Betroffenen hat drei Wochen nach Covid-19 immer noch Symptome, manche auch noch Monate später. Die Beschwerden reichen laut Symptomtracker von Husten, Fieber und Geruchsstörungen bis zu Erschöpfung, Kopf- und Muskelschmerzen, Durchfall und Hautausschlag.

Professorin Mascha Binder, Ärztliche Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin IV an der Uniklinik Halle, hat in einer Studie an Covid-19-Patienten Ähnliches beobachtet: "Einige berichten von weiterhin bestehenden Symptomen, obwohl das Virus schon lange nicht mehr nachzuweisen ist." Diese Studienteilnehmer haben vor allem Erschöpfungszustände, sind weniger belastbar, klagen über Kopfschmerzen, Unwohlsein und Konzentrationsprobleme.

Was könnte hinter dem Syndrom stecken?

"Das ist derzeit noch unklar", sagt Dr. Michael Stingl, Neurologe aus Wien. Die postvirale Fatigue ist nicht spezifisch für SARS-CoV-2. Auch andere Viren wie das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Ebola-Virus und Grippeviren können sie auslösen. Nach der Spanischen Grippe 1918 litten über eine Million Menschen über Jahre an der "Europäischen Schlafkrankheit".

Bekannt ist inzwischen, dass Menschen mit schwerem Verlauf, die auf der Intensivstation im Krankenhaus behandelt wurden, auch länger brauchen, bis sie wieder auf die Beine kommen. Bei ihnen könnten die anhaltenden Beschwerden durch das Virus selbst verursacht sein. Denn SARS-CoV-2 ist ein Erreger, der praktisch alle Organsysteme im Körper schädigen kann. Zweitens könnten diese Patienten noch Nachwirkungen der Beatmung, der langen Liegezeit im Krankenhaus, etc. spüren. Ärzte fordern deshalb eine intensive, und auf den Patienten oder die Patientin abgestimmte Rehabilitation.

Weniger leicht erklären lassen sich die langen Genesungsphasen bei Menschen mit einer eher milden Covid-19-Infektion. Bei ihnen halten nicht nur die Beschwerden an, die schon zu Beginn der Erkrankung auftraten, sondern es kommen auch neue hinzu, sie kommen und gehen. Expertin Binder hat das Blut von Patienten während der Infektion und nach Abklingen der akuten Phase untersucht. "Es gab übergreifende Muster in der Immunantwort, jedoch unterschieden sich diese bei milden und schweren Verläufen", sagt sie. Außerdem fand sie noch Wochen nach der Infektion erhöhte Entzündungsbotenstoffe im Blut. "Das weißt daraufhin, dass die Krankheit noch lange nachwirken kann", so Binder. Und zum Beispiel grippeartige Symptome wie starke Erschöpfung, Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen hervorrufen kann.

Welche Rolle SARS-CoV-2 dabei spielt, ist derzeit nicht klar. Möglicherweise braucht der Körper mehrere Wochen bis wenige Monate, bis er sich von den Gewebeschäden erholt, die das Virus verursacht hat. Es könnte auch an einer überschießenden Entzündungsreaktion liegen, weil das Immunsystem den Erreger bekämpfen will. Zahlreiche Studien beschreiben diesen "Zytokinsturm". Da sich Virusteilchen auch Wochen nach der akuten Phase im Organismus finden lassen, könnte das Immunsystem noch darauf mit einer anhaltenden Entzündung reagieren.

"Es besteht zudem die Möglichkeit, dass das neuartige Coronavirus eine Autoimmunreaktion auslöst", so Stingl. Dabei richtet sich das Abwehrsystem gegen körpereigene Strukturen. Auch bei Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose werden Viren als Auslöser diskutiert. Wissenschaftler an der Charité Berlin haben in einer kleinen Studie an Covid-19-Patienten mit schwerem Verlauf Antikörper gefunden, die gegen Strukturen im Zentralnervensystem gerichtet sind.

Dr. Bhupesh Prusty, Virologe an der Universität Würzburg, hat eine weitere Hypothese: "Es könnte sein, dass der Zytokinsturm, den SARS-CoV-2 auslöst, im Körper schlummernde Viren reaktiviert, die dann die Beschwerden herbeiführen." Prusty forscht an solchen Kandidaten, zum Beispiel den Herpesviren HHV-6, HHV-7 und EBV.

Andere Wissenschaftler schreiben die anhaltende Erschöpfung nach der Infektion der Psyche zu. "Vereinzelt berichten Patienten über eine depressive Verstimmung nach der Infektion", sagt Binder. Manche Ärzte würden die Beschwerden deshalb einer "Verarbeitungsproblematik" zuschreiben. "Ich denke, der Symptomkomplex aus Fatigue und anderen Krankheitszeichen ist in diesen Fällen eher die Ursache psychischer Probleme und nicht deren Folge", erklärt Binder jedoch. Dafür spreche, dass dies nur bei bestimmten Viren auftrete und nicht generell bei allen viralen Infektionen.

Auch Stingl sagt: "Theoretisch kann ein schwerer Infekt zwar zu einem Trauma führen, das sich dann unter anderem mit Erschöpfung äußert. Aber mit so einer Diagnose muss man sehr vorsichtig sein und sollte sie nur stellen, wenn man eine körperliche Ursache ganz sicher ausschließen kann." Fatigue sei in der Vergangenheit oft als psychosomatisch eingestuft worden, obwohl noch viel zu wenig über die möglichen Auslöser bekannt sei. So könnte auch eine körperliche Ursache dahinterstecken, die man mit gängigen Diagnoseverfahren lediglich nicht feststellen könne.

Kann das Post-Covid-Syndrom die Krankheit ME/CFS auslösen?

Das Chronische Fatigue Syndrom, auch Myalgische Enzephalomyelitis, kurz: ME/CFS genannt, ist eine Multisystemerkrankung mit weitreichenden Folgen im Körper. ME/CFS beginnt in vielen Fällen nach einer Virusinfektion, zum Beispiel dem Pfeifferschen Drüsenfieber. Laut den Diagnosekriterien des US-amerikanischen Institutes of Medicine spricht man von ME/CFS, wenn Betroffene deutlich in ihren beruflichen und privaten Aktivitäten im Vergleich zu vor der Krankheit beeinträchtigt sind. Als Kernsymptome gelten des Weiteren eine starke, krankhafte Erschöpfung, die sich durch nichts anderes erklären lässt, sowie eine Zustandsverschlechterung nach zu viel körperlicher, geistiger oder emotionaler Aktivität. Auch Schlaf-, Gedächtnisstörungen und Probleme bei aufrechter Körperhaltung müssen vorliegen, um die Diagnose zu stellen. Und die Symptome sollten seit mindestens sechs Monaten bestehen. Menschen mit ME/CFS haben häufig noch viel mehr Symptome und sind derart eingeschränkt, dass sie das Haus oder sogar das Bett nicht mehr verlassen können.

Einige Wissenschaftler postulieren, dass die derzeit als Post-Covid-Syndrom beschriebenen Beschwerden in manchen Fällen zu ME/CFS führen könnten. "Betroffene mit langen Covid-19-Verläufen schildern sehr ähnliche Symptome, mit Zustandsverschlechterung nach Aktivität und mit Problemen des autonomen Nervensystems", erläutert Stingl, der sich auf ME/CFS spezialisiert hat. "Aber es sind noch viele Fragen offen." Auch beim Chronischen Fatigue Syndrom weiß man noch nicht genau, was im Körper passiert. Es könnten aber ähnliche Vorgänge sein wie bei Covid-19, zum Beispiel eine Fehlfunktion des Immunsystems.

Dass SARS-Viren das Potenzial besitzen, ME/CFS zu triggern, zeigen Studien aus älteren SARS-Epidemien. Nach einem SARS-Ausbruch im Jahr 2003 wurden in Toronto 109 junge Menschen über ein Jahr beobachtet. Sie litten nach 12 Monaten immer noch an Erschöpfung, Muskelschwäche und anderen Beschwerden, die sie körperlich stark beeinträchtigten. Nur 49 Prozent konnten wieder normal arbeiten. Nach der SARS-Epidemie 2005 in Hong-Kong begleiteten Forscher 233 Menschen über vier Jahre: 40 Prozent hatten seit der Infektion psychische Krankheiten wie Depression oder posttraumatische Belastungsstörung, 40 Prozent litten immer noch an chronischer Erschöpfung und 27 Prozent erfüllten die Kriterien für ME/CFS.

"Man kann im Moment noch nicht sagen, ob hinter den Post-Covid-19-Symptomen ME/CFS steckt", so Prusty, der an dieser Erkrankung forscht. Es sei aber eine einmalige Möglichkeit, die frühen Stadien von ME/CFS besser zu verstehen und in Studien zu untersuchen, welche molekularen Veränderungen bei dem Erschöpfungssyndrom eine Rolle spielen.

Tipps, die gegen eine postvirale Erschöpfung helfen

Grundsätzlich gilt: Wer positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde und über Wochen mit Beschwerden kämpft, sollte (erneut) einen Arzt aufsuchen. Ebenso, wer vermutet, dass er Covid-19 hatte und an oben genannten Symptomen leidet, sich aber nicht testen lassen konnte. Der Arzt oder die Ärztin kann abklären, ob sich eine andere Ursache für die Fatigue und die Schmerzen finden lässt. "Besonders wichtig ist aus meiner Sicht eine ausführliche Untersuchung der Lunge, da das Coronavirus hier Schaden anrichten kann und die Patienten teilweise lange brauchen, bis sich ihre Atemwege wieder erholt haben", erklärt Stingl. Lungenschäden würden eher gegen ME/CFS sprechen. Erschöpfung, gekoppelt mit Kreislaufproblemen und Zustandsverschlechterung nach Aktivität eher dafür.

Das englische Royal College of Occupational Therapists hat einen Leitfaden veröffentlicht, wie Covid-19-Patienten mit der postviralen Erschöpfung am besten umgehen:

  • Pacing: Das bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie "seine Grenzen kennen und möglichst nicht überschreiten". Also alle Aktivitäten, die auf einmal übermäßig anstrengen und die Beschwerden verschlimmern, so anpassen, dass sie weniger Kraft kosten. Zum Beispiel Aktivitäten in kleine Einheiten unterteilen und zwischendurch ausruhen, öfter sitzen als stehen.
  • Planen: Nicht zu viele Aktivitäten nacheinander machen, nicht alles am selben Tag, sondern pro Tag und Woche planen, verteilen, damit genügend Zeit zum Ausruhen bleibt. So erholt sich der Körper schneller von der Infektion.
  • Prioritäten setzen: Welche Aktivitäten sind am wichtigsten und welche können warten? Wie lassen sich Erledigungen anders angehen? Zum Beispiel Lebensmittel online bestellen statt Einkaufen gehen.

Wichtig ist laut dem Royal College auch, sich zwar leicht körperlich zu bewegen, aber nur im Rahmen dessen, was möglich ist und ohne sich zu überlasten. Verschlechtert sich der Zustand durch die Aktivität, sollte man diese zurückfahren. Auch die Rückkehr ins Berufsleben muss möglicherweise stufenweise erfolgen. "Gerade, wenn die Beschwerden für die Krankheit ME/CFS sprechen, ist Pacing eine sehr wichtige Maßnahme, um seinen Zustand nicht weiter zu verschlechtern", sagt Stingl.

Anonsten gilt es, Beschwerden wie anhaltenden Husten oder wiederkehrendes Fieber mit geeigneten Medikamenten zu behandeln. Und andere potenzielle Spätfolgen, wie zum Beispiel Gefäßschäden im Herz-Kreislauf-System, zu therapieren.

Quellen:

Garner P: Covid-19 and fatigue – a game of snakes and ladders. TheBMJOpinion 2020. Online: https://blogs.bmj.com/bmj/2020/05/19/paul-garner-covid-19-and-fatigue-a-game-of-snakes-and-ladders/

Re’em Y: My Covid-19 symptoms have lasted more than 100 days, and I’m not alone. Will they ever end? STATNews 2020. Online: https://www.statnews.com/2020/07/08/my-covid-19-symptoms-lasted-100-plus-days/

Carfi A et al: Persistent Symptoms in Patients After Acute COVID-19. JAMA 07/2020. Online: https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2768351

Robert Koch-Institut: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Online: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText3 (Stand: 24.7.2020)

CDC MMWR: Symptom Duration and Risk Factors for Delayed Return to Usual Health Among Outpatients with COVID-19 in a Multistate Health Care Systems Network — United States, March–June 2020. Online: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6930e1.htm

Body Politic COVID-19 Support Group: What Does COVID-19 Recovery Actually Look Like? An Analysis of the Prolonged COVID-19 Symptoms Survey by Patient-Led Research Team. Online: https://patientresearchcovid19.com/research/ (Abgerufen am 30.07.2020)

Covid Symptom Study. Online: https://covid.joinzoe.com/us-post/covid-clusters
(Abgerufen am 05.08.2020)

Franke F et al: High frequency of cerebrospinal fluid autoantibodies in COVID-19 patients with neurological symptoms. medRxiv (Preprint), 07/2020. Online: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.01.20143214v1

Hulme K et al: Biopsychosocial risk factors of persistent fatigue
after acute infection: A systematic review to inform interventions. J Psychosom Res 2017, 99: 120-129. Online: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0022399917301587?via%3Dihub

Royal College of Occupational Therapists: How to conserve your energy. Practical advice for people during and after having COVID-19. Online: https://www.rcot.co.uk/conserving-energy (Abgerufen 10.08.2020)

The Scientist Magazine: Could COVID-19 Trigger Chronic Disease in Some People? (Abgerufen am 20.07.2020)

Gupta et al: Extrapulmonary manifestations of COVID-19. Nature Medicine, 26, 1017-1032, 2020. Online: https://www.nature.com/articles/s41591-020-0968-3?fbclid=IwAR0oFv2ao0LhMtPaoX2-8HwjxR5qJBOWQCXcrK_QHpwFjhpQIr61Z3Jzi-I

Schultheiß C, …Binder M: Next Generation Sequencing of T and B cell receptor repertoires from COVID-19 patients showed signatures associated with severity of disease. Immunity, 53, 1-14, 2020. Online: https://www.cell.com/immunity/pdf/S1074-7613(20)30279-X.pdf

Mao L et al: Neurologic Manifestations of Hospitalized Patients With Coronavirus Disease 2019 inWuhan, China. JAMA Neurol, 77, 683-690, 2020. Online: https://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/fullarticle/2764549

Institutes of Medicine (IOM): Beyond ME/CFS. Redefining an Illness. 2015. Online: https://www.nap.edu/resource/19012/MECFScliniciansguide.pdf

Herridge MS et al: One-Year Outcomes in Survivors of the Acute Respiratory Distress Syndrome. NEJM, 348, 683-93, 2003. Online: https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa022450?url_ver=Z39.88-2003&rfr_id=ori%3Arid%3Acrossref.org&rfr_dat=cr_pub++0pubmed

Mohammed F. Islam , Joseph Cotler & Leonard A. Jason (2020): Post-viral fatigue and COVID-19: lessons from past epidemics. Fatigue: Biomedicine, Health & Behavior, 06/2020. Online: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/21641846.2020.1778227

Royal College of Occupational Therapists: How to manage post-viral fatigue after COVID-19. Online: https://www.rcot.co.uk/how-manage-post-viral-fatigue-after-covid-19

Perrin R et al: Into the looking glass: Post-viral syndrome post Covid-19. Medical Hypothesis, 06/2020. Online: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7320866/

Brugliera L et al: REHABILITATION OF COVID-19 PATIENTS. J Rehabil Med, 52, 2020. Online: https://www.medicaljournals.se/jrm/content/abstract/10.2340/16501977-2678

Ho-Bun Lam M et al: Mental Morbidities and Chronic Fatigue in Severe
Acute Respiratory Syndrome Survivors. Arch Intern Med, 169, 2142-2147, 2009. Online: https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/415378

Paterson RW et al: The emerging spectrum of COVID-19 neurology: clinical, radiological and laboratory findings. Brain, 07/2020. Online: https://academic.oup.com/brain/advance-article/doi/10.1093/brain/awaa240/5868408

Greenhalgh T et al: Management of post-acute covid-19 in primary care. BMJ, 2020, 370:m:3026. Online: https://www.bmj.com/content/370/bmj.m3026?utm_source=twitter&utm_medium=social&utm_term=hootsuite&utm_content=sme&utm_campaign=usage