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Allgemeine Behandlungsmöglichkeiten bei Covid-19

Gegen die Krankheit Covid-19 gibt es bisher noch keine spezifische Therapie. Hier finden Sie einen Überblick über die aktuellen allgemeinen Behandlungsmöglichkeiten

von Eva Tenzer, Carolin Collin, 04.08.2020

Was versteht man unter allgemeinen Behandlungsmöglichkeiten?

Unter allgemeinen Behandlungsmöglichkeiten versteht man die Therpie, welche die Symptome einer Erkrankung behandelt. Sie ist also nicht spezifisch, wie beispielsweise ein betimmtes Antibiotikum gegen einen bestimmten Erreger, sondern hilft allgemein, wenn man unter bestimmten Symtomen leidet. Bei Atemnot beispielsweise - egal welcher Ursache - kann Sauerstoffgabe helfen. Kurz gesagt: Unter allgemeinen medizinischen Maßnahmen versteht man die unterstützende Gabe von Medikamenten und Anwendungen, um dem Körper zu helfen.

Was sind allgemeine medizinische Maßnahmen bei einer Covid-19 Erkrankung?

Die Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 verläuft bei den meisten Menschen mild. Sie kann aber vor allem bei älteren Menschen und bei Menschen mit Vorerkrankungen eine Lungenerkrankung auslösen, die in schweren Fällen zur Lungenentzündung und sogar zum Tod führen kann. Medikamente dagegen sind noch in der Erprobung, daher behandeln Kliniken im Moment vor allem mit unterstützenden Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise Sauerstoffgabe und künstliche Beatmung, Medikamente zur Kreislaufunterstützung, Medikamente zur Blutverdünnung und Antibiotika gegen mögliche bakterielle Begleiterkrankungen.

  • Sauerstoffgabe und künstliche Beatmung

Bei einer schweren Lungenentzündung kann es zur Entwicklung eines sogenannten ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrom) kommen. Die entzündliche Reaktion des Lungengewebes führt manchmal zu einer zunehmenden Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem), so dass die Möglichkeit des Gasaustausches in der Lunge verschlechtert und die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr gewährleistet werden kann. Zum anderen bedingt die Entzündung einen bindegewebigen Umbau des Lungengewebes (Lungenfibrose), wodurch ebenfalls der Gasaustausch und die Dehnbarkeit der Lunge beeinträchtigt wird. Ist keine ausreichender Gasaustausch in der Lunge mehr möglich führt dies zu einer Sauerstoffminderversorgung. Um diese zu bessern wird unterstützend Sauerstoff gegeben oder sogar eine künstliche Beatmung notwendig.

  • Medikamente

Blutverdünnende Medikamente: Neuere Studien weisen darauf hin, dass die Gefahr der Bildung von Blutgerinseln im Rahmen einer COVID-19 Erkrankung erhöht ist, so dass teilweise blutverdünnende Medikamente zum Einsatz kommen. Diese werden entweder als niedermolekulare oder unfraktionierte Heparine in die Unterhaut gespritzt (subcutan). Sollte eine blutverdünnende Medikation außerhalb des Krankenhauses notwendig werden kommen gegebenenfalls auch sogenannte direkte orale Antikoagulantien (DOAK), welche in Tabelettenform zur Verfügung stehen, zum Einsatz.

Antibiotika: Gegebenenfalls kommen Antibiotika zum Einsatz, um eine zusätzliche Infektion mit Bakterien zu bekämpfen. Gegen Viren, wie Sars-CoV-2, helfen Antibiotka nicht.

Kreislaufstabilisierende Medikamente: Hierzu zählen unter anderem eine vorsichtige Flüssigkeitsgabe über die Vene als auch spezielle Medikamente, welche beispielsweise den Blutdruck heben oder senken können.