Nachtschweiß

Nächtliches Schwitzen hat häufig harmlose Ursachen. Mitunter sind auch ernsthafte Erkrankungen verantwortlich. Dann kommen meist noch weitere Krankheitszeichen dazu

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 22.12.2016

Meist ist es nicht schwer, den Grund zu finden, warum wir die eine oder andere Nacht mehr schwitzen als normal und dadurch sogar wach werden, oft gegen Morgen. Für viele sind es sommerheiße Nächte unter einer zu warmen Zudecke oder im Winter auf Maximum gestellte Heizkörper im Schlafzimmer. Andere haben gefeiert und ein Glas Alkohol zu viel getrunken, dazu das scharfe Chili beim Mexikaner. Und nicht wenige bringen Kummer, Ärger und Ängste noch nachts in Wallungen. Übrigens regen auch zu kalte Räume die Schweißproduktion übermäßig an. Alltags- und Schlafgewohnheiten spielen also eine wichtige Rolle, wenn uns Schweißattacken den Schlaf rauben.

An Nachtschweiß im medizinischen Sinne zu leiden, bedeutet, über längere Zeit regelmäßig im Schlaf zu schwitzen, manchmal so stark, dass der Schlafanzug und häufig auch das Betttuch durchnässt sind. Manche Betroffene wachen dadurch auf, müssen sich umziehen, bisweilen sogar duschen, und das obwohl die Schlafzimmertemperatur stimmt, die Decke nicht zu warm ist und sie keinen Albtraum hatten. Durch die Schlafstörung fühlen sie sich morgens unausgeschlafen und erschöpft, schwitzen aber sonst nicht übermäßig. Nächtliche Schwitzattacken unterscheiden sich damit von anderen Störungen in der Schweißproduktion. Dazu gehören etwa Schweißausbrüche am ganzen Körper oder einzelnen Körperteilen, wie den Händen, die in bestimmten Situationen oder einfach so eintreten und nicht an eine Tageszeit gebunden sind. Mediziner sprechen dann von Hyperhidrose. Nachtschweiß wird als nächtliche Hyperhidrose bezeichnet.

Schwitzen in der Nacht: Wann zum Arzt?

Oft sind die Auslöser von Nachtschweiß ohne weitere Symptome harmlos und mit veränderten Schlafgewohnheiten und Stressabbau gut zu behandeln. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Häufige und heftige nächtliche Schweißausbrüche sind immer ein Grund, einen Arzt aufzusuchen, vor allem wenn andere Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, Gewichtsverlust, dazukommen. Vielfach sind hormonelle Schwankungen verantwortlich. Manche Frauen schwitzen in der Schwangerschaft oft nachts und verstärkt den Wechseljahren. Eine Reihe von Medikamenten gehört ebenfalls zu den möglichen Verursachern.

Typisch ist Nachtschweiß bei einigen Infektionskrankheiten. Das können eine Virus-Grippe oder eine Herzinnenhautentzündung sein. Tuberkulose geht neben anderen kennzeichnenden Symptomen sehr häufig mit nächtlichem Schwitzen einher. Manchmal kommen neurologische Erkrankungen infrage oder Schlafstörungen wie eine Schlafapnoe. Schweißausbrüche im Schlaf gehören mitunter auch zu den ersten Warnzeichen für bestimmte Tumoren und Krebserkrankungen.

Nach einem eingehenden Gespräch wird der Arzt je nach Verdacht notwendige Untersuchungsschritte einleiten. Gegebenenfalls zieht er einen Spezialisten hinzu. Das kann ein Facharzt für innere Medizin (Internist) oder für Hormon- und Stoffwechselerkrankungen (Endokrinologe) sein. Zuständig sind mitunter auch Fachärzte für Nervenerkrankungen (Neurologen) oder für Blut- und Krebserkrankungen (Hämatologen, Onkologen).

Hauptursachen für Nachtschweiß

  • Ungünstige Schlafbedingungen (Schlafzimmertemperatur, Bettdecken, Luftfeuchtigkeit)
  • Alkohol, Nikotin, scharf gewürztes Essen
  • Medikamente
  • Infektionskrankheiten
    Virus-Grippe
    Tuberkulose
    HIV-Infektion /Aids
    Bakterielle Herzinnenhautentzündung (Endokarditis)
  • Autoimmunerkrankungen
    Rheumatoide Arthritis
    Gefäßentzündungen (Wegener-Granulomatose,
    Temporalarteriitis, Polymyalgia rheumatica)
  • Krebserkrankungen
    Lymphdrüsenkrebs: Hodgkin-Krankheit, Non-Hodgkin-Krankheit
    Leukämie, Myelofibrose beziehungsweise Osteomyelofibrose

Die Behandlung folgt immer der Grunderkrankung. Es gibt allerdings auch nächtliche Schwitzattacken, für die sich keine eindeutigen Ursachen finden lassen. Die Ärzte sprechen dann von idiopathischem Nachtschweiß. Hier sind die Schweißdrüsen aus ungeklärten Gründen überaktiv. Manche Betroffene leiden dann auch tagsüber unter übermäßigem Schwitzen. Veränderte Lebens- und Schlafgewohnheiten können unter anderem dazu beitragen, die nächtliche Schweißproduktion zu mildern.

Die anschließenden Abschnitte (siehe Kapitelübersicht am Anfang des Textes oder Kapitelleiste unten) geben einen Überblick über normales (physiologisches) Schwitzen und die wichtigsten Ursachen für Nachtschweiß sowie Selbsthilfe-Tipps bei leichteren, nicht krankhaften Beschwerdebildern.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Der Schweiß: Nützlich und reichhaltig

Schwitzen ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um überschüssige Wärme von innen nach außen zu leiten, etwa bei Sommerhitze, bei körperlicher Aktivität oder bei Fieber. Es spielt somit eine wichtige Rolle für den notwendigen Ausgleich der Körpertemperatur. Ein plötzlicher Wechsel von Kältegefühl und Schweißausbrüchen kündigt oft eine Grippe oder eine andere Infektion an. Das Schwitzen, das dem Fieberanstieg folgt, hilft dem Körper, sich von der Fieberhitze zu befreien, und deutet oft erste Besserung an. Ist der Infekt überstanden, normalisiert sich die Schweißproduktion wieder auf den üblichen individuellen Rhythmus eines jeden Menschen.

Etwa zwei Millionen Schweißdrüsen verteilen sich fast in der ganzen Haut. Sie sondern Flüssigkeit ab, die auf der Hautoberfläche verdunstet und damit den in der Haut liegenden Blutgefäßen Wärme entzieht. Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch Salze und weitere Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium. Das Schweißsekret enthält außerdem bestimmte Stoffe, die der körpereigenen Abwehr dienen. Sie wirken gegen Bakterien und Pilze auf der Haut oder machen Giftstoffe unschädlich.

Steigt die Temperatur, läuft auch der Schweiß

Im Körper findet allerdings eine beständige Wärmeregulierung statt, auch wenn die Außentemperatur gemäßigt ist und wir uns kaum bewegen. Durch den Stoffwechsel selbst entsteht andauernd Wärme. Sie wird zunächst über die Atemluft und durch eine nicht sichtbare Verdunstung über die Haut abgeleitet. Allein dadurch scheidet der Körper jeden Tag etwa einen Liter Wasser aus. Steigt die Außentemperatur, kommen die Schweißdrüsen zum Zuge, ebenso bei erhöhter körperlicher Aktivität. Wer sich intensiv bewegt, verbrennt mehr Energie, die den Organismus aufheizt. Leistungssportler können durch das Schwitzen bis zu drei Liter und mehr pro Stunde verlieren. Wer stark schwitzt, muss den Verlust an Flüssigkeit und Salzen wieder ausgleichen, indem er viel trinkt, zum Beispiel Mineralwasser.

Die Schweißproduktion wird von Fasern des vegetativen Nervensystems gesteuert. Hierfür ist das sympathische Nervengeflecht zuständig, das die Aktivität vieler unwillkürlich ablaufender Körperfunktionen regelt. Es fördert die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin, beschleunigt zum Beispiel den Herzschlag und verengt die Blutgefäße.

In der Haut weiten sich dagegen die Gefäße. Das erklärt, warum uns unter Stress oder Angst der Schweiß ausbricht. Auch reagieren – eine weitere Ausnahme – die Schweißdrüsen hier nicht etwa auf das Adrenalin, sondern auf den Stoff Acetylcholin, der auch im Gegensystem, im parasympathischen Nervengeflecht, aktiv ist. Dieses sorgt ansonsten für Ruhe und Ausgleich.

Kein Nachtschlaf ist schweißfrei

Auch im Schlaf schwitzen ist zunächst ein normaler, physiologischer Vorgang, der im Rahmen der natürlichen Wärmeregulierung abläuft und den der Schläfer nicht wahrnimmt. Ist es jedoch im Schlafzimmer zu warm, muss der Körper vermehrt Wärme abgeben. Ebenso, wenn bestimmte Stoffe, wie scharfe Gewürze, Alkohol, Medikamente, den Stoffwechsel ankurbeln beziehungsweise den sympathischen Teil des vegetativen Nervensystems weiter aktiv halten. Das gilt auch für starke Emotionen und Dauerstress. Ebenso können bestimmte körperliche Erkrankungen die normalen Regelvorgänge stören.

Nachtschweiß: Medikament oder Macht der Gewohnheit?

Prüfen Sie immer zuerst Faktoren wie ein zu warmes Schlafzimmer, zu hohe Luftfeuchtigkeit, eine zu dicke Zudecke und Lebensgewohnheiten, die auch Schlafstörungen verursachen können. Das sind die häufigsten Gründe für nächtliche Schwitzattacken. Wenn Sie den Eindruck haben, dass das Auftreten von Nachtschweiß mit der Einnahme eines Medikaments in Verbindung steht, dann wenden Sie sich in jedem Fall an Ihren Arzt. Gehen Sie mit ihm die Arzneimittel durch, die Sie ständig oder gelegentlich einnehmen. Setzen Sie kein Medikament, das der Arzt Ihnen verschrieben hat, ohne Rücksprache einfach ab.

Nächtliches Schwitzen: Mögliche Nebenwirkung

Nachtschweiß kommt als Nebenwirkung vor allem bei Medikamenten vor, die das vegetative Nervensystem, hier sowohl den sympathischen wie den parasympathischen Teil, beeinflussen. Sie wirken dann auf den Stoffwechsel oder senken zum Beispiel die Körpertemperatur (siehe auch Kapitel "Was uns ins Schwitzen bringt"). Bei einigen Arzneistoffen tritt unerwünschtes Schwitzen nur auf, wenn sie nicht verschreibungsgemäß und über lange Zeit eingenommen werden. Bei anderen gehören Schweißausbrüche zu einer anfänglichen, vorübergehenden Erscheinung. Jeder Mensch reagiert zudem sehr unterschiedlich. So können fast alle Mittel gegen Depressionen zu vermehrtem Schwitzen, vor allem nachts, führen, aber nur zehn bis 20 Prozent der Betroffenen haben dann auch tatsächlich damit zu tun.

Medikamente, die möglicherweise Nachtschweiß verursachen (Auswahl)

  • Antidepressiva, alle Klassen
  • Atypische Neuroleptika (Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie Psychosen)
  • Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure
  • Blutzuckersenkende Medikamente
  • Mittel gegen Asthma, gegen Bronchitis
  • Augentropfen zur Behandlung des grünen Stars (Glaukom)
  • Präparate zur Hormonblockade, zum Beispiel im Rahmen einer Therapie von Brustkrebs oder Prostatakrebs, Hormonpräparate zur Behandlung einer Endometriose

Es kann mitunter sinnvoll sein, dass der Arzt ein anderes, gleichwertiges Mittel verschreibt beziehungsweise die Dosierung anpasst. Manchmal müssen Arzt und Patient auch den Nutzen einer Behandlung gegenüber den unerwünschten Wirkungen abwägen. Dann lässt sich unter anderem mit einem gesunden Lebensstil und angepassten Schlafgewohnheiten dem übermäßigen Schwitzen teilweise gegensteuern (siehe dazu Kapitel "Therapie, Selbsthilfe").

Die körpereigene Immunabwehr reagiert auf eine Infektion durch Erreger wie Bakterien oder Viren, indem sie Stoffe ausschüttet, die die Körpertemperatur ansteigen lassen. Diese Erwärmung wiederum aktiviert bestimmte Abwehrmechanismen. Bis zu einem gewissen Grad ist Fieber also ein wichtiger Helfer des Immunsystems. Steigt die Körperwärme zu stark an, stellt sie jedoch eine Gefahr dar. Sinkt das Fieber wieder, sei es von selbst oder durch fiebersenkende Maßnahmen, leitet der Organismus die übermäßige Wärme über die Schweißproduktion nach außen.

Einige akute Infekte sind mit vermehrtem nächtlichen Schwitzen verbunden. Dazu zählen zum Beispiel durch Viren ausgelöste Infektionen wie eine Grippe oder durch Bakterien bedingte Herzinnenhautentzündungen. Chronische Erkrankungen fordern beständig eine verstärkte Immunabwehr. Die Temperatur kann daher dauerhaft erhöht sein. Das hat stärkeres Schwitzen zur Folge. Chronische Infektionen, bei denen Nachtschweiß gehäuft auftritt, sind unter anderem (Lungen-)Tuberkulose, HIV-Infektion/Aids oder Malaria.

Virus-Grippe (Influenza): Schweißausbrüche, wenn das Fieber wieder zurückgeht

Mediziner sprechen von grippalem Infekt, wenn es sich um eine Erkältung handelt. Das kann verwirren, denn eine Erkältung mit Schnupfen, Husten (Bronchitis), Heiserkeit verläuft in der Regel leichter als eine echte Grippe (Influenza). Diese kann vor allem für Menschen mit einem schwachen Immunsystem gefährlich sein. Beide Erkrankungen werden durch Viren hervorgerufen, bakterielle Infektionen können noch dazukommen.

Symptome: Eine Grippe beginnt oft schlagartig mit Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Schweißausbrüche stellen sich vor allem nachts ein, meist wenn die Fieberkurve nach zwei oder drei Tagen wieder absinkt. Husten, Halsschmerzen, gerötete, eitrige Augen, Durchfall können weitere Krankheitszeichen sein. 

Diagnose: Die Symptome geben erste Hinweise. Bei Verdacht auf eine Grippe wird Sekret aus Nase und Rachen untersucht. Ein Schnelltest aus dem Nasensekret bringt erste Sicherheit. Er ist allerdings nicht immer aussagekräftig, zum Beispiel wenn es zu einer Epidemie durch einen neuen Grippevirustyp oder den Erreger der sogenannten Schweinegrippe kommt. Für den Nachweis der Influenzaviren werden im Labor die Viren in einer Zellkultur angezüchtet und bestätigt. Mit der sogenannten PCR-Methode ist Genmaterial eines Virus identifizierbar. In einem Bluttest lassen sich Antikörper bestimmen, die der Körper gegen das Virus gebildet hat.

Therapie: Lindernde Maßnahmen wie Inhalieren, abschwellende Nasentropfen, Mittel gegen Husten und Halsweh können die Beschwerden bei einer Grippe mildern. Dazu sind Bettruhe und Schonung angesagt, sowie häufig fiebersenkende und schmerzstillende Mittel. Medikamente gegen die Viren, antivirale Arzneistoffe, wirken vor allem, wenn sie innerhalb der ersten zwei Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome gemäß ärztlicher Diagnose gegeben werden. Ausreichend trinken ist bei fieberhaften Infekten immer wichtig, um die durch das Schwitzen verlorene Flüssigkeit wieder zu ersetzen. Kommen Infektionen durch Bakterien dazu, ist in der Regel eine Therapie mit Antibiotika angezeigt.

Ausführlich zu diesem Thema informiert Sie der Ratgeber "Grippe (Influenza)".

Herzinnenhautentzündung (Endokarditis): Fieber, Schüttelfrost und Nachtschweiß oft typisch

Die Herzinnenhaut (Endokard) kleidet die Herzkammern und -vorhöfe aus und stellt auch das Material für die Herzklappen. In diesen Bereich können Bakterien gelangen und eine Entzündung hervorrufen. Das Risiko hierfür ist größer, wenn zum Beispiel die Herzklappen vorgeschädigt oder ersetzt worden sind. Die Keime können über Wunden sowie über Hautrisse und -einstiche in die Blutbahn und bis in den Herzinnenraum gelangen. Infektionswege entstehen mitunter auch bei Operationen, hier insbesondere bei zahnärztlichen Eingriffen oder manchmal bei Operationen im Verdauungs- oder Harntrakt. Neben einer infektiösen Endokarditis ist auch eine Herzinnenhautentzündung im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung möglich.

Die Infektion kann akut mit ausgeprägten Krankheitszeichen auftreten. Unter anderem besteht die Gefahr, dass erregerbehaftetes Klappenmaterial mit dem Blutstrom verschleppt wird und zum Beispiel einen Schlaganfall auslöst.

Eine Endokarditis kann aber auch über längere Zeit schleichend und unerkannt (subakut) vorhanden sein. Dies betrifft meist Menschen, die einen Herzklappenfehler oder eine künstliche Klappe haben. Nachtschweiß weist dann möglicherweise auf eine solche verborgene Infektion hin.

Symptome: Eine akute Endokarditits geht mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß, Schmerzen in der Brust und Herzjagen einher. Sie stellt ein schweres Krankheitsbild dar.

Eine subakute Herzinnenhautentzündung (Endokarditis lenta) kann sich durch ein allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, vermehrtes Schwitzen, besonders nachts, aber auch durch Fieber und Schüttelfrost bemerkbar machen.

Bei einer Endokard(t)itis können außerdem schmerzhafte, gerötete Knötchen unter der Haut, vor allem an Fingern und Zehen, sowie Blutpunkte unter den Nägeln, an der Augenbindehaut und der Mundschleimhaut auftreten.

Diagnose: Stellt der Arzt zu den ausgeprägten Symptomen einer Infektion neue oder veränderte Herzgeräusche fest, wird er eine akute Endokarditis mit in Betracht ziehen, vor allem wenn aus der Krankengeschichte bestehende Herzleiden beziehungsweise operative Eingriffe bekannt sind. Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (hier in der Regel über die Speiseröhre "von innen" durchgeführt) zeigt gegebenenfalls entzündliche Auflagerungen oder Schäden an der Herzklappe. Im Labor wird das Blut auf Entzündungszeichen untersucht, bestimmte Antikörper können auf eine subakute Infektion hinweisen. Die Erreger – häufig sind es für eine Endokarditis typische Keime – lassen sich in Blutkulturen nachweisen.

Therapie: Die Behandlung erfolgt in erster Linie mit Antibiotika. Auch sind dazu meist fiebersenkende Mittel angezeigt. Bestehende Herzprobleme müssen behandelt werden. Die Therapie liegt dann in Händen eines Herzspezialisten, eines Kardiologen. Mitunter kann es notwendig sein, die erkrankte Klappe zu ersetzen, damit der Infekt ganz ausheilt und lebensbedrohliche Folgen wie eine Embolie oder ein Pumpversagen des Herzens verhindert werden können.

Eingehende Informationen erhalten Sie im Ratgeber "Endokarditis (Herzinnenhautentzündung)".

Tuberkulose (TBC): Vermehrtes Schwitzen in den Morgenstunden

Die früher als Schwindsucht bekannte Erkrankung wird durch Bakterien hervorgerufen und betrifft meistens die Lunge. Haupterreger ist das Mycobacterium tuberculosis, das durch Tröpfcheninfektion übertragen werden kann, allerdings nur von einem Erkrankten, der eine sogenannte offene TBC hat. Das heißt, hier befinden sich auch Bakterien im Schleimhautsekret der Luftwege. Eine gesunde Immunabwehr lässt die Erkrankung häufig gar nicht zum Ausbruch kommen. Tuberkulose tritt in den ärmeren Ländern Asiens und Afrikas sehr häufig auf, aber auch in Osteuropa. In Deutschland geht sie immer weiter zurück. Gefährdet sind vor allem Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem, etwa aufgrund einer Veranlagung, durch Untergewicht oder die Immunabwehr unterdrückende Behandlungen. Eine HIV-Infektion/Aids oder andere chronische Krankheiten vermindern ebenso die Abwehrkräfte. Weitere Risikofaktoren stellen Alkoholmissbrauch, Drogenabhängigkeit und Rauchen dar.

Die Krankheit verläuft in Schüben, häufig heilt sie in der Erstphase aus. Beschwerden treten sehr oft erst auf, wenn die Bakterien streuen und sich in verschiedenen Lungenbereichen sowie den Bronchien ansiedeln beziehungsweise auch andere Organe befallen.

Symptome: In der ersten (latenten, "verborgenen") Phase gibt es mitunter keine Krankheitszeichen. Häufig und typisch für frühe wie spätere Stadien ist Nachtschweiß in den Morgenstunden. Dazu kommen erhöhte Temperatur, Gewichtsverlust, ein allgemeines Schwächegefühl. In der Regel stellen sich Husten mit oder ohne Auswurf, Brustschmerz, manchmal Bluthusten erst ein, wenn die Krankheit voll zum Ausbruch kommt.

Diagnose: Da sich die Krankheitszeichen anfangs meist nicht von denen einer allgemeinen Infektion unterscheiden, spielen die Krankengeschichte und der Allgemeinzustand des Erkrankten eine wichtige Rolle, wenn der Arzt eine Tuberkulose in Betracht zieht. Bei den Beschwerden sind besonders Nachtschweiß und Husten Leitsymptome. Der Arzt untersucht den Patienten eingehend, hört die Lunge ab und prüft auch andere Organe.

Bluttests im Labor weisen Entzündungszeichen auf. Röntgenaufnahmen und Computertomografie (CT) der Lunge lassen typische Veränderungen erkennen. Um die Erreger nachweisen zu können, werden unterschiedliche morgendliche Speichelproben im Labor untersucht, gegebenenfalls auch Sekret aus den Bronchien, das mit Hilfe einer Bronchoskopie entnommen wurde. Bisweilen sind weitere Untersuchungen wie Urintests oder Gewebepunktionen notwendig.

Mit einem Tuberkulintest auf der Haut kann der Arzt feststellen, wie aktiv das Immunsystem ist. Hautreaktionen zeigen dann möglicherweise noch vor Auftreten von Symptomen an, ob eine Infektion besteht, oder ob der Betroffene schon einmal eine Infektion durchgemacht hat. Solche Tests können besonders bei Menschen sinnvoll sein, die einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind.

Therapie: Wird die Erkrankung rechtzeitig behandelt, kann sie gut ausheilen. Die Behandlung mit Antibiotika, die gegen die Tuberkulose wirken (auch als Antituberkulotika beziehungsweise Tuberkulostatika bezeichnet), richtet sich nach dem Grad der Erkrankung und dauert in der Regel sechs bis neun Monate. Dazu kombiniert der Arzt verschiedene Wirkstoffe und setzt diese in abgestufter Dosierung ein. Hustenmittel können den Husten mildern oder die Lunge entlasten. Außerdem ist es wichtig, dass der Kranke sich schont, gut ernährt, keinen Alkohol trinkt und nicht raucht. Bestimmte Medikamente können bei großer Ansteckungsgefahr auch vorbeugend eingenommen werden.

Erfahren Sie mehr über Ursachen, Risikofaktoren, Diagnose und Therapie im Ratgeber "Tuberkulose (TBC)".

Weitere Infektionskrankheiten, die öfter mit Nachtschweiß einhergehen

Zu den Infektionen, die mitunter Nachtschweiß im Rahmen der allgemeinen Symptomatik mit Fieber und Schweißausbrüchen auslösen können, gehört die Lyme-Borreliose. Sie wird durch Zecken übertragen. Nächtliches Schwitzen ist zudem beim Pfeifferschen Drüsenfieber möglich. Der Erreger dieser Infektionskrankheit ist das Epstein-Barr-Virus, das zu den Herpesviren gehört. Im Vordergrund stehen bei beiden Erkrankungen jedoch andere Symptome.

Das körpereigene Abwehrsystem, das Immunsystem, bekämpft normalerweise nur körperfremde Partikel, wie Krankheitserreger, Gifte, Schadstoffe. Eigene Körperzellen spart es aus. Bei einer Autoimmunerkrankung agiert dieses hochkomplexe System in Teilen unkontrolliert und greift eigene Körperzellen an. Die Folge sind Entzündungen in den betroffenen Bereichen, die sich dadurch mit der Zeit krankhaft verändern. Die genauen Auslöser solcher Selbstattacken sind noch weitgehend unbekannt. Erbliche Veranlagungen sowie Bakterien, Viren und Pilze können eine ursächliche Rolle spielen.

Die Überreaktionen des Immunsystems führen bei einigen Krankheitsbildern auch zu allgemeinen Krankheitsgefühlen, die mit nächtlichem Schwitzen verbunden sein können. Dazu gehören die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) und Entzündungen der Gefäße wie die sogenannte Granulomatose mit Polyangiitis (früher Wegener-Granulomatose genannt), die Riesenzellarteriitis (auch Arteriitis cranialis, früher Arteriitis temporalis oder Temporalarteriitis) und die Polymyalgia rheumatica.

Rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis: Erst nächtliches Schwitzen, später Gelenkschmerzen

Bei dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung sind zunächst die Gelenke betroffen. Die fehlgeleitete Abwehraktivität zielt auf die Gelenkinnenhaut. Die entzündlichen Prozesse können die Gelenke dauerhaft schädigen und auch innere Organe wie Lunge, Leber oder das Herz angreifen. Häufig erkranken anfangs die kleinen Gelenke an Fingern und Händen, später die großen wie Knie, Schultern, seltener die Halswirbelsäule. Mit einer rechtzeitigen Behandlung lässt sich eine fortschreitende Schädigung und Versteifung aufhalten beziehungsweise verzögern.

Symptome: Allgemeinbeschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, leicht erhöhte Temperatur, Appetitlosigkeit, können den charakteristischen Krankheitszeichen schon längere Zeit vorausgehen. Typischerweise folgen dann Gelenkschmerzen, vor allem an den Fingergelenken. Finger und Hände schmerzen besonders deutlich, wenn sie bewegt oder gedrückt werden. Auch die Zehengelenke können betroffen sein. Die Gelenke sind prall und weich geschwollen, fühlen sich heiß an, und das auf beiden Seiten und über sechs Monate anhaltend.

Ein wichtiges Kennzeichen ist eine morgendliche Gelenksteife, die bis zu einer Stunde dauern kann. Manchmal entwickeln sich auch kleine, nicht schmerzende Knoten unter der Haut, vor allem nahe dem Ellbogen oder der Ferse (Rheumaknoten).

Eingehend über das Krankheitsbild sowie über Diagnose und Therapien informiert Sie der Ratgeber "Rheumatoide Arthritis".

! Tipp: Wichtig im Alltag sind regelmäßige Bewegungsübungen (Physiotherapie), praktische Bewegungsanleitungen (Ergotherapie) und psychologische Unterstützung.

Gefäßentzündungen: Nachtschweiß oft in späteren Krankheitsphasen

Fehlgeleitete Immunreaktionen können auch auf das Gefäßsystem abzielen und dort Entzündungen auslösen. Je nachdem, welche Blutgefäße betroffen sind, erkranken die damit verbundenen Organe. Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) treten entweder sekundär auf, das heißt im Rahmen einer anderen Erkrankung wie einer rheumatischen Arthritis, oder primär, also ohne erkennbare Vorerkrankung.

Granulomatose mit Polyangiitis

Insgesamt sind primäre Gefäßentzündungen wie dieses Krankheitsbild eher selten. Früher hieß es Wegener Granulomatose. Die Erkrankung der kleinen und mittleren Blutgefäße (darauf zielt die Bezeichnung Polyangiitis) zeigt sich gehäuft zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr und verläuft in zwei Hauptstadien. Zuerst sind die entzündlichen Vorgänge auf die Atemwege, den Nasen-Rachenraum, die Ohren sowie Bronchien und Lunge beschränkt. Als Entzündungsfolge bilden sich knötchenartige Veränderungen in den Geweben (Granulome, daher die Bezeichnung Granulomatose). Später werden weitere Organe, vor allem die Nieren, und die Gelenke in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursachen für die Erkrankung sind nicht geklärt, eine Infektion mit Staphylokokken-Bakterien könnte eine auslösende Rolle spielen.

Symptome: Die erste Krankheitsphase äußert sich häufig in chronischem Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen, die auch auf das Ohr übergreifen. Ein allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Mittelohrentzündungen, Schwerhörigkeit können folgen. Oft bilden sich Geschwüre im Mund- und Rachenraum. Sprech- und Atembeschwerden sowie Husten zeigen Verengungen im Bereich der Stimmbänder und der Bronchien sowie krankhafte Einlagerungen in der Lunge an.

Die Nase kann sich im Verlauf der Erkrankung in charakteristischer Weise verformen, der Nasenrücken knickt ein (Sattelnase). Kennzeichnend für die zweite Phase der Erkrankung sind dann verstärkt Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust. Dazu kommen blutiger Husten, Gelenk- und Muskelschmerzen, entzündliche Schwellungen, Herzbeschwerden, Hautgeschwüre, Bindehautentzündungen. Blut im Urin kann auf eine Nierenentzündung hinweisen.

Weitere Informationen, auch zur Therapie, im Ratgeber "Granulomatose mit Polyangiitis (Wegener Granulomatose)".

Riesenzellarteriitis und Polymyalgia rheumatica

Unspezifische Beschwerden wie nächtliches Schwitzen können zudem auf andere entzündliche Gefäßerkrankungen hinweisen. Dazu gehören insbesondere die Riesenzellarteriitis und die Polymyalgia rheumatica. Bei beiden kommt es zu Entzündungen großer Gefäße. Dadurch können sich Granolume mit sogenannten Riesenzellen bilden. Der weitere Krankheitsname Arteriitis cranialis trägt dem Umstand Rechnung, dass es hier vor allem um Gefäßentzündungen im Kopfbereich geht.
Zugleich sind bei bis zu 40 Prozent der Patienten auch die Hauptschlagader (Aorta) und ihre Nebenäste betroffen, häufig im Schläfen- und Augenbereich (der frühere Name Arteriitis temporalis Horton nimmt Bezug auf die Schläfenarterie). Außerdem entzünden sich bei der Riesenzellarteriitis manchmal auch Gliedmaßengefäße.

Bei der Polymyalgia rheumatica entstehen die Entzündungen im Aortenbogen und in rumpfnahen größeren Gliedmaßenarterien. Hier kommen zu der Gefäßentzündung noch Gelenkinnenhaut- und Schleimbeutelentzündungen dazu. Bei einem Teil der an Polymyalgia rheumatica Erkrankten entwickelt sich im weiteren Verlauf eine Arteriitis cranialis, also eine Riesenzellarteriitis im Kopfbereich.

Diese geht – unbehandelt – aufgrund einer Durchblutungsstörung des Sehnervs mit der Gefahr der Erblindung einher. Sie kann außerdem zu Zirkulationsstörungen im Gehirn und damit auch zu einem Hirninfarkt (Schlaganfall), zu einem Herzinfarkt sowie zu einer Schädigung der Körperschlagader (Aortenaneurysma) führen. Menschen über 50, überwiegend ältere Frauen, erkranken häufiger.

Symptome: Kennzeichnend für eine Riesenzellarteriitis beziehungsweise Arteriitis cranialis sind pochende Kopfschmerzen, vor allem an den Schläfen, Schmerzen beim Kauen, Augenschmerzen, Sehstörungen bis hin zu nachlassendem Sehvermögen auf einer Seite. Die Schläfenarterie ist oft verhärtet und druckempfindlich, pulsiert aber nicht.

Typisch für eine Polymyalgia rheumatica sind beidseitige, akut einsetzende starke Schmerzen in der Schulter und/oder im Beckengürtel. Die Muskeln schmerzen bei Druck. Morgensteifigkeit und Muskelschwäche können dazukommen.

Beide Erkrankungen gehen häufig mit Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, depressiven Verstimmungen einher.

Wichtiges zu Diagnose und Therapie:
Die Symptome und eine eingehende körperliche Untersuchung geben dem Arzt oft schon entscheidende Hinweise auf beide Krankheitsbilder. Es folgen Bluttests im Labor. Bei Verdacht auf eine Arteriitis temporalis schließt sich eine Ultraschalluntersuchung der Schläfenarterien an. Um die Diagnose zu bestätigen, lässt der Arzt auch eine ausreichend große Gewebeprobe der Schläfenarterie analysieren (Biopsie). Bei krankheitsverdächtigen Augensymptomen wird, abgesehen von der augenärztlichen Untersuchung, dieser Schritt möglichst schnell erfolgen, sofern keine Gegenanzeige besteht (etwa ein bestehender Umweg des Blutes wegen verengter innerer Halsschlagader). Gleichzeitig leitet der Arzt meist umgehend die Therapie mit einem Kortison-Präparat ein, anfangs hochdosiert. Um der Gefahr einer Erblindung bei einer Arrteriitis cranialis vorzubeugen, wird der Arzt bei deutlichen klinischen Anhaltspunkten noch vor dem Biopsieergebnis damit beginnen.
Besteht der Verdacht auf eine Polymyalgia rheumatica, bringt eine Kortisonbehandlung in niedrigerer Dosis, auf die diese Krankheit in der Regel sofort anspricht, Klarheit.
Zudem können mitunter Immunsuppressiva, Medikamente, die die Aktivität des Immunsystems beeinflussen, angezeigt sein. Dadurch lässt sich Kortison reduzieren.

Über das Krankheitsbild informiert Sie auch der Ratgeber "Riesenzellarteriitis".

Das vegetative Nervensystem steuert die vom Willen unabhängigen Köperfunktionen, wie zum Beispiel Herzschlag, Verdauung, Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Temperaturausgleich. So beeinflussen Hormone und Stoffwechsel auch die Wärmeregelung. Bestimmte Störungen in diesen Bereichen wirken auf die Schweißproduktion und kurbeln sie dann auch in Ruhe an, also häufig nachts.

Zu den am meistens in Zusammenhang mit Nachtschweiß genannten Krankheitsbildern gehören eine Schilddrüsenüberfunktion und Diabetes mellitus. Bei einer Zuckerkrankheit kann Nachtschweiß ein Warnzeichen für eine nächtliche Unterzuckerung (Hypoglykämie) sein. Natürliche hormonelle Umstellungen in den Wechseljahren verursachen bei Frauen, wie übrigens auch bei Männern, teilweise nächtliche Schweißausbrüche.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Vermehrtes Schwitzen am Tag und in der Nacht

Ein besonders wichtiger Hormonproduzent ist die Schilddrüse. Ihre Hormone sind an zahlreichen Abläufen im Körper wesentlich beteiligt. Bildet sie aus unterschiedlichen Gründen zu viel Schilddrüsenhormon, kommt es zu vielfältigen Beschwerden. Häufige Ursachen für eine solche Überproduktion sind Autoimmunerkrankungen wie die Basedow-Krankheit oder unabhängig aktive Schilddrüsenanteile (Schilddrüsenautonomie). Hierbei kann ein ursprünglicher Jodmangelkropf eine Rolle spielen. Seltener sind Entzündungen oder Tumore die Auslöser.

Symptome: Innere Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit gehören zu den typischen Anzeichen. Dazu können vermehrtes Schwitzen, Nachtschweiß, unabhängig von der Jahreszeit, Abneigung gegen Wärme, Haarausfall, rascher Pulsschlag, Herzrhythmusstörungen kommen. Die Hand beziehungsweise die Finger zittern oft, etwa wenn der Betroffene einen Gegenstand hochhebt und dann ausgestreckt hält, wie eine Tasse zum Einschenken. Häufige Beschwerden sind zudem Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Durchfall und Gewichtsverlust trotz Heißhunger. Es kann ein Kropf vorliegen. Eine Basedow-Krankheit zeigt sich häufig auch in Veränderungen an den Augen wie hervortretende Augäpfel.

Herzjagen, hohes Fieber, Schlaflosigkeit, Zittern der Finger, Erbrechen und zunehmende Verwirrtheit können Alarmzeichen für eine lebensbedrohliche thyreotoxische Krise sein, die sofort auf einer Intensivstation behandelt werden muss.

Diagnose: Die Beschwerden sowie die Krankengeschichte weisen dem Arzt meist schon die Richtung. Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der der Arzt die Schilddrüse abtastet und grundlegende Körperfunktionen wie Blutdruck, Herz- und Lungentätigkeit sowie Muskelreflexe überprüft. Ein Bluttest, mit dem das Schilddrüsensteuerhormon TSH bestimmt wird, gibt ersten Aufschluss über die Funktionslage der Schilddrüse. Weitere Blutuntersuchungen zur Hormon- und Immunsituation im Hinblick auf die Schilddrüse helfen, die Störung genauer zu bestimmen. Mit einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt die Schilddrüse und ihre Umgebung beurteilen sowie mögliche Knoten entdecken. Es folgt häufig eine Schilddrüsenszintigrafie, um die Ursache einer Funktionsstörung zu ermitteln und/oder die Aktivität von Knoten zu erkennen.

Therapie: Mit Medikamenten ist eine Hyperthyreose teilweise oder zeitweise gut zu behandeln: Sogenannte Thyreostatika tragen zu einer Normalisierung der Hormonproduktion bei. Bestimmte Formen der Überfunktion erfordern jedoch letztendlich eine Radiojodtherapie oder eine Operation, bei der die Schilddrüse teilweise oder ganz entfernt wird.

Lesen Sie mehr über das Krankheitsbild im Ratgeber "Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)".

Hormonelle Veränderungen: Schweißausbrüche und Hitzewallungen

In den Wechseljahren nimmt die Produktion weiblicher Geschlechtshormone wie Progesteron und Östrogen zunächst phasenweise (Prämenopause) und dann oft recht abrupt ab (Perimenopause). Sinkt der Östrogenspiegel, steigen relativ dazu Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin. Das kann unter anderem auch zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, vor allem nachts, führen. Allerdings haben nicht alle Frauen damit zu tun. Wer besonders darunter leidet, spricht am besten mit dem Frauenarzt darüber, welche Hilfen möglich und sinnvoll sind.

Mitunter klagen übrigens auch Männer über Nachtschweiß, wenn sich bei einigen von ihnen alterstypische Hormonschwankungen einstellen und zum Beispiel der Testosteronspiegel sinkt.

Eine gesunde Lebensweise und angepasste Schlafgewohnheiten (siehe Kapitel "Therapie, Selbsthilfe") verschaffen vielen Betroffenen schon Erleichterung.

Wie Sie am besten mit möglichen Folgen der Hormonumstellungen umgehen, erfahren Sie im Ratgeber "Beschwerdefrei durch die Wechseljahre".

Diabetes mellitus: Nächtliches Schwitzen als Warnzeichen für Unterzuckerung

Bei Diabetes mellitus, volkstümlich Zuckerkrankheit genannt, kann Nachtschweiß im Zuge einer möglichen nächtlichen Unterzuckerung (Hypoglykämie) auftreten. Ein durchnässter Schlafanzug und feuchtes Bettzeug am Morgen, dazu das Gefühl, unausgeschlafen und gereizt zu sein, sind ernstzunehmende Warnzeichen, auf die klärende und vorbeugende Maßnahmen folgen sollten.

Allerdings lassen schon nach wenigen Hypoglykämien die Körperreaktionen auf die Unterzuckerung aus derzeit noch ungeklärten Gründen nach. Warnsymptome wie zum Beispiel Schweißausbrüche oder Muskelzittern treten dann nicht mehr auf. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen bei nächtlichem Unterzucker nicht immer aufwachen, sondern ihn überschlafen. Sie geraten deshalb unter Umständen in einen lebensbedrohlichen Zustand (prinzipiell natürlich auch am Tage).

Bei länger bestehendem Diabetes kann es zu Nervenschädigungen, darunter einer sogenannten autonomen Neuropathie, kommen. Sind dadurch auch Nerven angegriffen, die die Schweißabsonderung regeln, arbeiten die Schweißdrüsen nicht mehr richtig. Einerseits ereignen sich dann möglicherweise regellose Schwitzattacken beim Essen und in der Nacht. Andererseits kann willkommenes Schwitzen ausbleiben, nicht zuletzt auch als Warnsymptom bei Unterzucker. Das heißt also, dass bei Diabetes natürliche Vorgänge wie das Schwitzen in unterschiedlicher Weise gestört sein können. So hat auch Nachtschweiß bei dieser Erkrankung oft verschiedene Ursachen.

Verdacht auf Unterzucker tagsüber oder nachts ist immer ein Anlass, Blutzuckereinstellung, Lebensführung und Behandlung bei einem Diabetiker engmaschig zu überprüfen. Dabei geht es insbesondere um Insulin oder blutzuckersenkende Tabletten, etwa Sulfonylharnstoffpräparate oder Glinide. Unregelmäßigkeiten bei Einnahme und Dosierung der Medikamente oder Art und Dosierung des Insulins können ausschlaggebend sein. Manchmal spielen auch ungewöhnliche körperliche Anstrengung, das Essen oder Alkoholkonsum eine Rolle.

Wichtig ist es, sofort auf Anzeichen einer Unterzuckerung wie Tag- oder Nachtschweiß, Muskelzittern, Schwindelgefühle zu reagieren und Traubenzucker oder eine Zuckerfertiglösung zu sich zu nehmen. Falls ein Diabetiker Unterzuckerungen immer weniger deutlich wahrnimmt, können bestimmte Trainingsmethoden ein Weg sein. Mit ihnen kann der Betroffene lernen, zu starke Schwankungen des Blutzuckers zu vermeiden oder sie besser aufzufangen.

Um Hypoglykämien nachts auf die Spur zu kommen, ist es außerdem notwendig, nicht nur morgens, sondern tatsächlich auch nachts den Blutzucker zu messen, etwa zwischen zwei und drei Uhr, sodass der Blutzuckerverlauf zweifelsfrei erkennbar wird. Gegebenenfalls ist die abendliche Insulindosis anzupassen. Auch ein Schokoriegel vor dem Zubettgehen kann (im Rahmen des Ernährungsplans) ab und zu hilfreich sein. Sprechen Sie sich im Einzelnen hierzu unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

Informieren Sie sich eingehend über Diabetes, mögliche Folgen und Therapien in den Ratgebern "Diabetes mellitus Typ 1" und "Diabetes mellitus Typ 2" auf unserem Partnerportal www.diabetes-ratgeber.net

Lymphome, Tumore des Lymphsystems: Nächtliches Schwitzen mit Fieber und Gewichtsverlust

Neben dem Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphsystem den ganzen Körper. Die Lymphbahnen transportieren wichtige Stoffe, nehmen Stoffwechselprodukte auf, auch Krankheitserreger. Lymphgefäße, Lymphflüssigkeit und Lymphknoten bilden mit dem Knochenmark, der Milz und dem Thymus das lymphatische System. Die Lymphflüssigkeit, die Lymphe, befördert unter anderem die Lymphozyten, weiße Blutkörperchen, in das Blut. Diese werden in Knochenmark, Milz, Thymusdrüse und Lymphknoten gebildet und spielen eine grundlegende Rolle für das Immunsystem. In den Lymphknoten wird die Lymphe gleichsam gefiltert und von Schadstoffen und Krankheitskeimen gereinigt. Lymphknotenschwellungen haben verschiedene Ursachen.

In den einzelnen Organen des Lymphsystems können Zellen auch unkontrolliert wachsen und Schwellungen oder Tumore entstehen. Verantwortlich dafür sind vielfältige Faktoren, äußere Einflüsse, innere Veränderungen und Fehlsteuerungen. Solche Wucherungen, Lymphome, sind gut- oder bösartig. Bösartige (maligne) Krebszellen verbreiten sich mitunter über das Lymphsystem und befallen somit auch andere Organe.

Bei den insgesamt eher seltenen malignen Lymphomen unterscheiden die Mediziner zwei Hauptgruppen: die Hodgkin Lymphome (Hodgkin-Krankheit, Morbus Hodgkin, Lymphgranulomatose) und die Non-Hodgkin-Lymphome. Sie entwickeln sich in vier Stadien und weisen unterschiedliche Symptome auf.

Konkrete Ursachen lassen sich oft nicht ermitteln. Aids-Erkrankungen und andere Virusinfektionen, etwa durch das Epstein-Barr-Virus (infektiöse Mononukleose), stehen als Risikofaktoren bei Hodgkin-Lymphomen in Verdacht. Ebenso können Behandlungen mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, oder der Umgang mit bestimmten Chemikalien, unter anderem in Holzschutz- und Insektenvernichtungsmitteln, das Erkrankungsrisiko erhöhen. Bei Non-Hodgkin-Lymphomen spielen möglicherweise angeborene oder erworbene Immunschwächen, Bestrahlungsfolgen sowie ebenfalls Infektionen mit Viren und anderen Erregern eine Rolle.

Symptome: Bei Hodgkin-Lymphomen fallen anfangs häufig geschwollene, nicht schmerzhafte Lymphknoten am Hals auf. Sie können auch über dem Schlüsselbein, unter den Achseln oder in den Leisten auftreten. Manche Betroffene leiden zunächst nur unter Allgemeinsymptomen, die durch starkes nächtliches Schwitzen, Fieberwellen über 38 Grad sowie unerwünschten Gewichtsverlust gekennzeichnet sind (sogenannte B-Symptome). Leistungsabfall, Juckreiz, Atembeschwerden, Druckgefühl hinter dem Brustbein, Reizhusten, Bauchschmerzen und Durchfälle können dazukommen. Typisch ist mitunter der sogenannte Alkoholschmerz. Hier schmerzen die erkrankten Lymphknoten nach Alkoholgenuss.

Non-Hodgkin-Lymphome verursachen zunächst ebenfalls schmerzlose Lymphknotenschwellungen. Manchmal treten auch nur allgemeine Beschwerden auf, wie Müdigkeit, Übelkeit, Sodbrennen, Appetitlosigkeit. Die sogenannten B-Symptome, Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust können ebenfalls Anfangszeichen sein. Weitere Krankheitsmerkmale sind möglicherweise erhöhte Infektanfälligkeit, Blutungsneigung, Hautveränderungen, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen.

Diagnose: Richtungweisend sind für den Arzt zunächst die Krankengeschichte und die geschilderten Symptome – hier unter anderem die B-Symptome. Es folgt eine erste körperliche Untersuchung, bei der der Arzt etwa geschwollene Lymphknoten und eventuell eine vergrößerte Leber oder Milz tastet. Zu den sich anschließenden Tests gehören verschiedene Blutuntersuchungen sowie eine Lymphknotenbiopsie. Hierzu wird ein verdächtiger Lymphknoten entnommen und feingeweblich (histologisch) im Labor untersucht. Meist lassen sich dabei schon für die jeweilige Erkrankung charakteristische Zellen erkennen.

Röntgenaufnahmen vom Brustkorb, Ultraschallbilder von Hals und Bauchraum und gegebenenfalls Computertomografien können Organ- und Gewebeveränderungen einschließlich erkrankter Lymphknoten darstellen. Ergänzend ist oft eine Knochenmarkbiopsie notwendig. Bei Bedarf kommen weitere Maßnahmen dazu, etwa eine Skelettszintigrafie oder Untersuchungen durch spezielle Fachärzte. Nuklearmedizinische Verfahren wie zum Beispiel eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) sind besonderen Fragenstellungen vorbehalten.

Bei Frauen ist vor Beginn der Behandlung gegebenenfalls ein Schwangerschaftstest angezeigt. Besteht noch Kinderwunsch, werden Fachärzte die betroffenen Frauen speziell beraten, welche Maßnahmen es gibt, um die Fruchtbarkeit zu erhalten. Zudem ist es möglich, entnommene Eizellen durch Tiefgefrieren zu konservieren (Kryokonservierung). Erkrankte Männer können ebenso Spermien einfrieren und zur Sicherheit aufbewahren lassen. Die Therapie kann, muss sich aber nicht immer, auf die Zeugungsfähigkeit auswirken.

Therapie: Hodgkin-Lymphome haben heute in der Regel gute Heilungschancen. Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und nach dem jeweiligen Untertyp bei den Non-Hodgkin-Lymphomen. Strahlen- und Chemotherapie stehen hierbei im Vordergrund, da die Krebszellen sehr sensibel darauf reagieren. Die Behandlung erfolgt in dafür spezialisierten Zentren. Sie richtet sich nach bestimmten festgelegten Vorgaben, sogenannten Therapieprotokollen. Zur Therapie gehören auch laufend Kontrolluntersuchungen, etwa von Herz- und Lungenfunktion.

Ausführlich informiert Sie der Ratgeber Lymphdrüsenkrebs (Hodgkin-Krankheit, Morbus Hodgkin).

Chronische lymphatische Leukämie

Eine weitere bösartige Erkrankung des Lymphsystems ist die chronische lymphatische Leukämie. Sie zählt zu den Non-Hodgkin-Lymphomen, aber auch zu den Leukämie-Erkrankungen (siehe unten). Hier sind die Krebszellen nicht nur im lymphatischen System, sondern auch im Blut vorhanden. Sie betrifft vor allem ältere Menschen.
Zu den Symptomen zählen geschwollene Lymphknoten, Leber- und Milzvergrößerungen sowie, vor allem später, B-Symptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust), Müdigkeit und Infektanfälligkeit.
Die Diagnose erfolgt über Bluttests und bildgebende Verfahren. Behandelt wird die Erkrankung meist nur bei ausgeprägten Beschwerden oder in einem fortgeschrittenen Stadium, in der Regel mit Medikamenten.

Leukämie: Nachtschweiß als frühes Zeichen

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Leukämie als Blutkrebs bezeichnet. Der Fachbegriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet "weißes Blut". Die vergleichsweise seltenen Krebserkrankungen entstehen allerdings nicht direkt im Blut, sondern in den Bereichen, in denen die Blutkörperchen gebildet werden, wie Knochenmark und Lymphsystem (siehe auch oben). Bei einer Leukämie verändern sich die weißen Blutkörperchen oder Blutzellen, sie teilen sich und wachsen unkontrolliert, noch bevor sie ausgereift sind. Damit sind sie auch nicht in der Lage, die ihnen zugedachten Aufgaben zu übernehmen. Darüber hinaus nehmen sie gesunden Blutzellen den Platz oder verhindern deren Reifung. Die Folgen sind unter anderem eine erhöhte Infektanfälligkeit, Blutungsneigung oder Blutarmut. Über das Blut erreichen die kranken Zellen auch andere Organe. Das Lymphsystem, die Leber- und Nierenfunktion oder das Gehirn können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Es gibt unterschiedliche Formen der Leukämie – je nachdem von welchen Zellen die Krebsentwicklung ausgeht. Die Erkrankung kann akut einsetzen oder chronisch verlaufen. Die Ursachen sind nicht genau geklärt. Erbfaktoren spielen möglicherweise eine Rolle, ebenso Viren und äußere Einflüsse durch radioaktive Strahlung, Chemotherapien oder Giftstoffe wie Benzol. Auch kann eine Leukämie sich infolge anderer Bluterkrankungen, zum Beispiel einer Osteomyelofribrose (siehe unten), entwickeln.

Leukämien treten gehäuft bei Kindern (akute lymphatische Leukämie) und dann wieder bei älteren Menschen (akute myeloische Leukämie, chronische myeloische Leukämie) auf. In den folgenden Abschnitten geht es vorrangig um Erkrankungen bei Erwachsenen. Zwischen Leukämien und Lymphomen, den Non-Hodgkin-Lymphomen (siehe oben), gibt es Überschneidungen.

Symptome: Bei einer akuten Leukämie setzen die Symptome relativ kurzfristig ein. Die ersten Beschwerden können in kennzeichnenden Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Fieber und Nachtschweiß bestehen. Eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Hautentzündungen, Pilzbefall wie Soor, Blässe, Müdigkeit, Atemnot, eine verstärkte Neigung zu blauen Flecken und Nasenbluten sind weitere mögliche Krankheitszeichen. Manche Betroffene haben geschwollene Lymphknoten, leiden unter Kopfschmerzen, Hautjucken, Knochenschmerzen, Zahnfleischentzündungen oder Lähmungserscheinungen.

Eine chronische Leukämie beginnt in der Regel schleichend, es können vier bis sechs Jahre vergehen bis die beschriebenen Allgemeinsymptome sich allmählich zeigen. Ein Druckempfinden im linken Oberbauch deutet auf eine vergrößerte Milz hin. Im weiteren Verlauf treten dann möglicherweise Sehstörungen, Sodbrennen und Rückenschmerzen auf, eventuell auch dauerhaftes Fieber und Gewichtsverlust.

Diagnose: Ersten Aufschluss gibt dem Arzt ein Blutbild. Die genaue Diagnose beruht auf umfangreichen Untersuchungen des Blutes und des Knochenmarks. Aus dem Knochenmark wird eine kleine Probe durch eine Punktion oder eine Biopsie entnommen. Je nach Leukämieform lassen sich reife und unreife Blutzellen in unterschiedlicher Verteilung erkennen. Die Zellen werden anhand spezieller Untersuchungen genauer charakterisiert. Meist kommen noch andere Blutwerte dazu. Außerdem untersuchen Fachärzte die Hirnflüssigkeit (Lumbalpunktion).

Weitere Untersuchungsmaßnahmen stellen Ultraschalluntersuchungen des Bauches und der Lymphknoten sowie eventuell eine Computertomografie dar. Damit lassen sich vergrößerte Lymphknoten und Beeinträchtigungen innerer Organe noch präziser erfassen. Gegebenenfalls ist zudem eine Kernspintomografie angezeigt.

Therapie: Nach der Diagnose werden die Ärzte so rasch wie möglich mit der Therapie beginnen. Die Behandlung liegt in Händen von Spezialisten (Hämato-Onkologen) und erfolgt in entsprechenden Zentren. Sie richtet sich danach, welche Leukämieform vorliegt. Für die Therapie gibt es festgelegte unterschiedliche Therapieprotokolle, die jeweils verschiedenen Faktoren wie Krankheitstyp, Risiko, Verlauf, Alter des Patienten mit einbeziehen. Frauen und Männer mit Kinderwunsch erhalten vorher eine gesonderte Beratung. Eventuell erweist es sich auch als sinnvoll, Eizellen oder Spermien tiefgefroren zu konservieren (Kryokonservierung, siehe oben).

Die Behandlung der akuten Leukämie besteht in erster Linie in einer entsprechend abgestimmten Chemotherapie, die in verschiedene Phasen eingeteilt ist und zu einer vollständigen Normalisierung des Blutbildes führen kann.

Außerdem ist es wichtig, den Erkrankten, besonders in der Anfangsphase der Behandlung, vor zusätzlichen Infektionen zu schützen. Das geschieht mit unterstützenden Therapien, die auch dazu dienen, möglichen Komplikationen und Behandlungsfolgen vorzubeugen beziehungsweise diese zu behandeln. Hierzu gehören neben Antibiotika unter anderem eventuell Bluttransfusionen sowie Wachstumsfaktoren zur Bildung neuer weißer Blutkörperchen.

In der Therapie der chronischen myeloischen Leukämie nehmen spezielle Krebsmittel, sogenannte Tyrosinkinase-Inhibitoren, inzwischen eine zentrale Rolle ein. Manchmal werden Kombinationen mit weiteren Medikamenten, etwa Interferone, eingesetzt. In fortgeschrittenen Stadien kann auch eine Chemotherapie infrage kommen.

Unter bestimmten Voraussetzungen erwägen die Ärzte darüber hinaus je nach Leukämieform, Krankheitsrisiko und Alter des Erkrankten auch eine Stammzelltransplantation.

Lesen Sie mehr dazu in den Ratgebern "Akute Leukämie" und "Chronische myeloische Leukämie".

Myelofibrose: Nächtliches Schwitzen, oft verbunden mit Oberbauchschmerzen

Eine den Leukämien verwandte Erkrankung, die auch in eine Leukämie übergehen kann, ist die Myelofibrose oder Osteomyelofibrose. Sie stellt eine eigenständige Krankheit (idiopathische Myelofibrose) dar oder tritt als Folge einer anderen, das Knochenmark betreffenden Krankheit ein (sekundäre Myelofibrose). Bei dieser Form der Knochenmarkerkrankung verändern sich Blutstammzellen. Es vermehrt sich Bindegewebe (Fibrose) im Knochenmark, und blutbildendes Gewebe vernarbt. Die normale Blutbildung wird gestört, unreife Blutzellen gelangen ins Blut, und Blutzellen bilden sich in Milz und Leber. Das führt zu Blutarmut sowie einer vergrößerten Milz und Leber.

Die Ursachen der idiopathischen Form sind weitgehend unbekannt. Genetische Veränderungen, Alterungsprozesse oder der Einfluss von Giftstoffen und radioaktiven Strahlen könnten als Risikofaktoren infrage kommen. An Osteomyelofibrose erkranken häufiger Menschen im Alter zwischen 60 und 65 Jahren.

Symptome: Zu Beginn bereitet die Erkrankung oft keine Beschwerden. Erst wenn die gestörte Blutzellenproduktion weitere Ausmaße annimmt, treten erste Symptome in Form von unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, mitunter Fieber auf. Dazu kommen häufig Schmerzen oder Druckgefühl im linken Oberbauch, Blässe, Kurzatmigkeit. Eine vermehrte Neigung, Thrombosen zu entwickeln, kann im Anfangsstadium auffällig sein. Gelenkschmerzen, Blutungsneigung und erhöhte Infektionsanfälligkeit können im weiteren Verlauf dazukommen.

Diagnose: Die Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Nachtschweiß und Gewichtsabnahme sowie eine vergrößerte Milz und damit verbunden ein Druckgefühl im linken Oberbauch geben dem Arzt wichtige Hinweise. Das Blutbild zeigt in der Frühphase meist eher uncharakteristische Veränderungen mit vermehrten weißen Blutkörperchen und Blutblättchen. In einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung treten dann typische Blutbilder auf. Ergänzend veranlassen die Ärzte einen Gentest.

In Ultraschalluntersuchungen lässt sich feststellen, ob und wie stark Milz und Leber vergrößert sind. Es folgen in der Regel eine Knochenmarkpunktion und eine Beckenkammbiopsie. Das entnommene Knochenmark wird genau untersucht. Dabei können die Ärzte veränderte Zellen und Bindegewebsanteile erkennen und andere Knochmarkerkrankungen ausschließen. Zu weiteren möglichen Untersuchungen gehören Röntgenaufnahmen des Rumpfes sowie eine Computertomografie.

Therapie: Die Behandlung liegt in Händen von Fachärzten für Bluterkrankungen, Hämatologen, die auf solche Erkrankungen spezialisiert sind. Die Ärzte behandeln meist erst, wenn Krankheitszeichen und Blutbildveränderungen eintreten. Für die Therapie stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Bluttransfusionen können bei einer schweren Blutarmut angezeigt sein. Stellt die vergrößerte Milz ein wesentliches Problem dar, kann es sein, dass sie operativ entfernt wird. Es gibt inzwischen auch Wirkstoffe, sogenannte JAK1- und JAK2-Inhibitoren, die bewirken, dass eine krankhaft vergrößerte Milz wieder kleiner wird. Als weitere Maßnahmen kommt möglicherweise eine Strahlentherapie infrage, die ebenfalls eine zeitweise Abnahme der Milzgröße bewirkt. In einigen Fällen ziehen die Spezialisten eine Stammzelltransplantation in Betracht, vor allem bei jüngeren Betroffenen.

Stress, Burnout-Syndrom: Unruhige Nächte und Schweißausbrüche

Stress und seelische Erschöpfung lösen häufig nächtliche Schwitzattacken aus. Wenn die Psyche nicht zur Ruhe kommt und der gesamte Organismus ständig unter Anspannung steht, werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet (siehe auch Kapitel "Was uns ins Schwitzen bringt").

Symptome: Die innere Unruhe wirkt auch nachts weiter und kann unter anderem zu Schweißausbrüchen führen. Zu den weiteren körperlichen und seelischen Symptomen gehören Nervosität, Gereiztheit, Kopf- und Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und vieles mehr.

Was hilft: Es gibt bewährte Methoden, die helfen, Stress gezielt abzubauen. Stressmanagement wird inzwischen von vielen Einrichtungen, Gesundheitsämtern und Volkshochschulen angeboten. Mit Verhaltenstherapien lassen sich tiefer gehende Stressproblematiken lösen. Dazu kommt, dass Menschen, die unter starkem Druck stehen, eher zu einem ungesunden Lebensstil neigen, zu viel rauchen, viel Kaffee und Alkohol trinken und zu wenig Schlaf finden.

Die Folge andauernder Überlastung kann ein Burnout-Syndrom sein, bei dem sich die Stressbeschwerden verstärken und zu einem psychosomatischen Krankheitsbild verfestigen. Dann ist umfassende psychotherapeutische Hilfe gefragt.

Lesen Sie mehr dazu im Spezial "Stress" und im Ratgeber "Burn-out-Syndrom".

Ängste, Angststörungen: Häufige Auslöser für Nachtschweiß

Vorübergehende Sorgen und Ängste lassen nicht wenige Menschen nachts in Schweiß ausbrechen. Das nächtliche Schwitzen legt sich in der Regel, wenn die Probleme gelöst sind. Ängste können aber auch krankhafte Formen annehmen und das Leben der Betroffenen beherrschen. Angststörungen treten häufig mit anderen psychischen Erkrankungen auf, zum Beispiel mit Depressionen.

Symptome: Krankhafte Ängste sind unterschiedlich ausgeprägt. Sie können dauerhaft vorhanden sein, sich in beständiger innerer Ruhelosigkeit, Nervosität, und Übererregung äußern. Andere Ängste sind mit Panikattacken verbunden, die grundlos, wie aus heiterem Himmel, oder in bestimmten Situationen eintreten. Wen sie überfallen, der erlebt heftige körperliche Symptome mit Atembeschwerden, Herzjagen, Schweißausbrüchen. Nächtliches Schwitzen kann unter anderem durch Angstträume begründet oder Folge einer beständigen ängstlichen Unruhe sein.

Diagnose und Therapie liegen in Händen von Psychotherapeuten und Psychiatern. Verhaltenstherapie und, je nachdem wie ausgeprägt die Erkrankung ist, auch Medikamente, in erster Linie Antidepressiva, zeigen meist gute Behandlungserfolge.

Eingehende Informationen zu Ängsten und Angsterkrankungen finden Sie in den Ratgebern "Angst" und "Phobien (phobische Störung)".

Schlafstörungen: Unruhiger Schlaf und Schwitzen gehören oft zusammen

Zwischen gestörter Nachtruhe und Nachtschweiß besteht zunächst eine Wechselbeziehung. Nächtliche Schwitzattacken wecken den Betroffenen auf, nicht selten muss er aufstehen, den Schlafanzug oder sogar das Bettzeug wechseln. Sein Schlafrhythmus ist nachhaltig unterbrochen. Allein schon solche Aktionen kurbeln Körpervorgänge an, die für erhöhtes Schwitzen mit verantwortlich sind. Ebenso führen andere Gründe, die den Schlaf unterbrechen, mitunter dazu, dass die unruhigen Schläfer zusätzlich vermehrt schwitzen.

Zu den Schlafstörungen, die besonders häufig mit Nachtschweiß einhergehen, gehören Albträume und nächtliche Atemaussetzer, medzinisch Schlafapnoe genannt. Wer unter Schlafstörungen und heftigem Schwitzen leidet, sollte sich zunächst an seinen Hausarzt wenden, der dann gegebenenfalls Ärzte aus anderen Fachrichtungen hinzuzieht. Die Ärzte behandeln vorrangig die ursächliche Erkrankung. Häufig helfen auch schon verbesserte Schlaf- und Lebensgewohnheiten (siehe auch Kapitel "Therapie, Selbsthilfe").

Ausführlich über die unterschiedlichen Ursachen für gestörten Nachtschlaf sowie über Diagnose und Therapie informiert der Ratgeber "Schlafstörungen".

Neurologische Erkrankungen: Nächtliche Schweißausbrüche durch gestörte Nervenimpulse

Erkrankungen der Nerven wirken sich auf das vegetative Nervensystem aus. Die Störungen können vom zentralen Nervensystem im Gehirn oder vom Rückenmark ausgehen. Nächtliches Schwitzen gehört bei der Parkinson-Krankheit, bei Querschnittslähmungen, Erkrankungen des Rückenmarks wie der seltenen Syringomyelie zu häufig beklagten Beschwerden.

Auch Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, schwitzen manchmal nachts verstärkt. Dabei bricht der Schweiß bisweilen nur auf einer Seite aus.

Die Therapie erfolgt individuell abgestimmt auf die Erkrankten und das jeweilige Krankheitsbild.

Die Therapie von Nachtschweiß richtet sich immer nach den Ursachen. Meist legen sich die Beschwerden wieder, wenn etwa ein Infekt überstanden ist. Ist ein bestimmtes Arzneimittel für die Schweißausbrüche verantwortlich, kann der Arzt es eventuell in der Dosis anpassen oder mitunter eine andere Zusammensetzung wählen. Gezielte Therapien sind geeignet, Stress und schweißtreibende Ängste abzubauen. Mit der Behandlung einer zugrunde liegenden Krankheit hört häufig auch das Schwitzen auf. Eine Schilddrüsenüberfunktion zum Beispiel lässt sich mit Medikamenten wieder ausgleichen. Autoimmunerkrankungen können die Ärzte mit vielfältigen Therapiemaßnahmen oft weitgehend in Schach halten. Auch die insgesamt seltenen Tumorerkrankungen wie Lymphome haben heute immer bessere Heilungsaussichten.

Wichtig ist es deshalb, bei starken nächtlichen Schweißausbrüchen, die länger als drei bis vier Wochen andauern, den Arzt aufzusuchen, um mögliche krankhafte Ursachen abzuklären. Gehen Sie umgehend zum Arzt, wenn andere Beschwerden wie Fieber, Gewichtsverlust, ein Abgeschlagenheitsgefühl am Tag oder heftige Schmerzen dazukommen.

Sehr oft ist nächtliches Schwitzen jedoch hausgemacht. Dann bleibt nichts übrig, als einige Ernährungs- und Alltagsgewohnheiten zu überprüfen, Stressquellen und seelische Belastungen aufzuspüren und bewusst gegenzusteuern. Psychotherapeutische Unterstützung kann hier manchmal sinnvoll und hilfreich sein.

Praktische Tipps gegen Nachtschweiß

So können Sie nächtliche Schweißausbrüche lindern. Viele dieser Maßnahmen sind auch geeignet, eine ärztliche Therapie zu unterstützen.

  • Trinken Sie am Abend nur mehr wenig und nur selten oder keinen Alkohol. Aber nehmen Sie über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit auf, am besten in Form von Mineralwasser (eineinhalb bis zwei Liter täglich – wenn Sie krank sind, klären Sie mit Ihrem Arzt ab, wie viel Sie täglich trinken sollen). Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke.
  • Vermeiden Sie scharf gewürzte und fette Speisen, vor allem abends.
  • Geben Sie das Rauchen auf.
  • Bewegen Sie sich untertags viel und regelmäßig.
  • Bei Übergewicht heißt es: abnehmen.
  • Tragen Sie zum Schlafen nicht zu eng anliegende, leichte Kleidung aus natürlichen oder wärmeausgleichenden Materialien. Wenn Sie sehr stark schwitzen, legen Sie sich frische Nacht- und Bettwäsche zum Wechseln bereit.
  • Achten Sie auf eine angemessene Temperatur im Schlafzimmer. Ideal sind etwa 18 Grad. Passen Sie die Zudecke der Jahreszeit an, im Sommer leichter, im Winter dicker.
  • Entspannen Sie vor dem Schlafengehen. Entspannungsübungen, ein schönes Buch, beruhigende Musik helfen, abzuschalten und dem Tagesstress hinter sich zu lassen.
  • Auch Salbeitee steht in dem Ruf, Nachtschweiß vorzubeugen.

Mehr Anregungen für eine entspannte Nachtruhe finden Sie im Symptome-Ratgeber "Schlafstörungen" im Kapitel "Therapie und Selbsthilfe".

Herold, G, et al.: Innere Medizin, Köln Gerd Herold 2016

Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek K, 6. Auflage, München Elsevier Urban & Fischer Verlag, 2009

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Hellmich B: Fallbuch Innere Medizin, 4. Auflage, Stuttgart Thieme Verlag, 2013

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Fachredaktion: Dr. med. Claudia Osthoff