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Atopisches Ekzem - kurz zusammengefasst

Die atopische Dermatitis oder Neurodermitis ist gekennzeichnet durch einen meist stark juckenden Hautauschlag, der oft schon im Kindesalter beginnt und bei Erwachsenen besonders an den Beugeseiten der Arme und Beine, an Nacken und Händen auftritt. Zur Behandlung kommen spezielle Cremes infrage, aber auch ergänzende Therapien, wie eine UV-Bestrahlung. In schwereren Fällen kann es notwendig sein, Medikamente einzunehmen. Wichtig ist auch in symptomfreien Intervallen eine gute Basispflege der Haut.

Was ist Neurodermitis?

Sie ist oft trocken, schuppig, gerötet und juckt – in der Haut eines Menschen mit einer atopischen Dermatitis möchte niemand gerne stecken. Etwa 13 Prozent der Kinder[1] und zwei bis drei Prozent der Erwachsenen[2] bleibt aber keine Wahl. Sie müssen mit der chronisch entzündlichen, aber nicht ansteckenden Hauterkrankung zurechtkommen, denn eine Heilung gibt es nicht, jedoch viele Therapiemöglichkeiten.

Bei Menschen mit Neurodermitis ist die Schutzfunktion der Haut herabgesetzt. Der Kontakt mit Keimen, physikalischen oder chemischen Reizen kann leicht zu Entzündungen führen. Die Erkrankung beginnt häufig im Säuglings- und Kindesalter und verläuft typischerweise in Schüben, die sich mit beschwerdearmen oder – freien Phasen abwechseln können.

Gerade bei Kindern heilt oft die Zeit. Viele Betroffene, die als Säuglinge oder Kleinkinder stark gelitten haben, sind zur Einschulung oder Pubertät frei von Beschwerden.

Der Begriff "Neurodermitis" leitet sich aus dem Griechischem ab (Neuron = Nerv, Derma = Haut und die Endung "-itis" als Kennzeichen für einen Entzündungsprozess). Er stammt noch aus einer Zeit, als vermutet wurde, dass eine Entzündung der Nerven im Zusammenhang mit den Hautveränderungen stehe. Obwohl inzwischen bekannt ist, dass dies nicht korrekt ist, ist die Bezeichung "Neurodermitis" noch immer stärker gebräuchlich als die von Medizinern bevorzugten Begriffe "atopische Dermatitis" oder "atopisches Ekzem".

Ursachen

Die Ursachen der Neurodermitis werden heute in einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren gesehen. Am wichtigsten sind die gestörte Barrierefunktion der Haut und die genetisch bedingte Neigung des Immunsystems, überschießend auf harmlose Reize aus der Umwelt zu reagieren.

Zusammen mit der Nahrungsmittelallergie, dem allergischen Asthma und dem allergischen Schnupfen (zum Beispiel Heuschnupfen) gehört die Neurodermitis zu den atopischen Erkrankungen.

Familiäre Häufung bei Neurodermitis

Atopische Erkrankungen treten familiär gehäuft auf und sind mit einer erblichen Veranlagung verbunden. Sind beide Eltern von einer oder mehreren atopischen Erkrankungen betroffen, wird ein Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von circa 60 bis 70 Prozent ebenfalls erkranken.

Es wurden bis heute viele Gene identifiziert, die bei der Entstehung der Neurodermitis eine Rolle spielen. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Haut ihre Barrierefunktion nicht so gut wahrnehmen kann und das Zusammenspiel verschiedener Immunzellen aus dem Gleichgewicht gerät.

Die Veranlagung allein macht aber noch nicht krank, sondern nur anfällig. Kommen ungünstige Umwelteinflüsse hinzu und greifen mehrere Mechanismen ineinander, kann die Erkrankung jedoch ausbrechen.

Krankmachende Mechanismen

Neurodermitis ist eine sehr komplexe Erkrankung, zu deren Entstehung mehrere Faktoren beitragen. Nach heutigem Verständnis steht am Beginn eine genetisch bedingte Störung der Barrierefunktion der Haut. Ein Mangel an bestimmten Eiweißen führt dazu, dass die Haut ihre schützende Hornschicht fehlerhaft aufbaut und daher leicht austrocknet. Die derart trockene Haut ist anfällig für äußere Einflüsse jeglicher Art.

Die Haut reagiert empfindlich, indem sie sich leicht entzündet und juckt. Durch Kratzen wird die Entzündungsreaktion verstärkt. Auch das Immunsystem wird dadurch verstärkt mit Substanzen (Antigenen) aus der Umwelt konfrontiert, beispielsweise mit Pollen, Tierhaaren oder dem Kot von Hausstaubmilben. Es kann zu einer sogenannten Sensibilisierung kommen, bei der bestimmte Zellen des Immunsystems gegen diese Antigene in Stellung gebracht und Abwehrstoffe (Immunglobuline) produziert werden. Die Erkrankung ist nun in einem Stadium, in dem allergische Reaktionen gegen an sich harmlose Substanzen eine Rolle spielen.

Bild

Für diese Fehlfunktion des Immunsystems wird teilweise das übertriebene Hygieneverhalten der letzten Jahrzehnte verantwortlich gemacht. Nach der so genannten "Hygiene-Hypothese" leidet das Immunsystem in der keimarmen Umwelt westlicher Haushalte quasi an Beschäftigungsmangel und sucht sich andere Ziele.

Einflussfaktoren und Auslöser

Die Liste der Faktoren, die einen Neurodermitisschub hervorrufen können, ist lang. Zu den wichtigsten zählen

  • Faktoren, welche die Haut austrocknen (zum Beispiel häufiges Waschen)
  • Allergene, die auf die Haut gelangen, eingeatmet (zum Beispiel Hausstaubmilbenkot, Pollen, Tierhaare) oder verzehrt werden (Nahrungsmittlergene wie zum Beispiel Kuhmilch, Hühnerei, Weizen oder Soja)
  • irritierende Stoffe auf der Haut, zum Beispiel Wollkleidung oder Kontakt mit Reinigungsmitteln, Duft- oder Konservierungsstoffen in Kosmetika ...
  • übermäßige Besiedelung der Haut mit Bakterien, Viren oder Pilzen (mikrobielle Antigene) bei vorhandener Neurodermitis
  • Klimafaktoren, wie extreme Kälte, Trockenheit oder Schwüle
  • Umweltgifte, wie Ozon, Dieselabgase oder Tabakrauch
  • Psychische Belastung, Stress

Ist Neurodermitis psychisch bedingt?

Vor einigen Jahrzehnten galten psychische Faktoren als eine der Hauptursachen der Neurodermitis. In der Tat stehen die Erkrankung und ihre Symptomatik in einer Wechselbeziehung zum psychischen Befinden. Stress kann eine atopische Dermatitis verschlimmern, jedoch sind umgekehrt die Symptome und hier vor allem der nächtliche Juckreiz seelisch belastend. Allerdings gilt es heute als überholt, ein gestörtes Eltern-Kind-Verhältnis oder gar eine bestimmte Neurodermitis-Persönlichkeit für die Erkrankung verantwortlich zu machen.

Typische Stellen für Neurodermitis beim Säugling, Kind und Erwachsenen

Typische Stellen für Neurodermitis beim Säugling, Kind und Erwachsenen

Symptome: Wie sieht ein atopisches Ekzem aus?

Das Erscheinungsbild einer Neurodermitis kann sehr vielgestaltig sein. Typische Anzeichen sind:

  • allgemein trockene Haut, mit geröteten entzündeten Stellen (Ekzeme), die meist sehr stark jucken
  • flächenhafte Verdickung und Vergröberung der Haut (Lichenifikation)
  • Knötchen und Pusteln

Im Säuglingsalter finden sich eher flächige juckende Rötungen der Haut, eventuell mit Krustenbildung. Betroffen sind vor allem der Kopf ("Milchschorf") und das Gesicht sowie die Streckseiten der Gliedmaßen (zum Beispiel Außenseite des Arms) und Beugefalten.

Bei Kleinkindern und Jugendlichen zeigen sich die Symptome vor allem an den Gelenkbeugen, im Nacken, an den Handgelenken und Händen. Die Haut wird dicker und gröber, auch Verkrustungen sind typisch. Im Erwachsenenalter ist das Befallsmuster ähnlich. Hinzu kommen oft noch stark juckende Knötchen.

In jedem Alter tritt bei den Betroffenen starker Juckreiz auf, der den ganzen Tag über anhalten kann und sich abends und nachts oft noch verschlimmert. Betroffene schlafen häufig schlecht und können sich tagsüber nicht konzentrieren. Der Leidensdruck ist daher erheblich.

Wie zeigt sich Neurodermitis? Einige Bilder

Komplikationen

Die oft nässenden und zerkratzten Ekzeme sind ein ideales Einfallstor für Keime. Es kann daher zu Infektionen mit Bakterien (zum Beispiel Staphylokokken) oder Viren (zum Beispiel Herpes) kommen. Auch Pilzinfektionen sind möglich. Staphylokokken-Infektionen machen sich durch Pusteln, starkes Nässen, gelbliche Krustenauflagerungen und eventuell auch Fieber und Lymphknotenschwellung bemerkbar. Für Herpes-Infektionen sind Bläschen auf geröteter Haut typisch, zudem können Fieber und Lymphknotenschwellungen auftreten.

Da in seltenen Fällen ein lebensbedrohlicher Verlauf aufgrund dieser Komplikationen auftreten kann, sollte bei diesen Anzeichen unbedingt unverzüglich ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.

Bei Pilzinfektionen spielen vor allem Hefepilze eine Rolle (Pityrosporum ovale), die das Ekzem vor allem im Kopf- und Schulterbereich triggern können (Head-neck-Dermatitis). Zeichen sind auch hier Rötung und Schuppung sowie Juckreiz der Haut.

Diagnose

Verschiedene Hauterkrankungen können ähnliche Symptome wie eine Neurodermitis hervorrufen und haben doch ganz andere Ursachen. Die Abgrenzung kann daher nur durch einen Arzt oder eine Ärztin erfolgen. Für ein atopisches Ekzem sprechen:

  • altersgemäße Ausprägung und Verteilung der Hauterscheinungen mit Juckreiz
  • Beginn im frühen Lebensalter
  • schubweiser Verlauf
  • andere atopische Erkrankungen beim Patienten oder der Patientin selbst oder bei nahen Verwandten

Atopie-Zeichen

Atopie-Zeichen sind eine Reihe von Merkmalen, die bei Menschen mit atopischen Erkrankungen häufig auftreten. Hierzu zählen:

  • trockene Haut
  • verstärkte Linienzeichnung an den Innenflächen der Hände
  • eine doppelte Lidfalte unterhalb der Augen ("Dennie-Morgan-Falte")
  • weißer Dermographismus (festes Streichen über die Haut mit einem Holzspatel ruft bei atopischen Patienten eine weiße Linie hervor, während sie bei Nicht-Atopikern gerötet ist)
  • dunkle Haut im Bereich der Augen
  • Ausdünnung der seitlichen Augenbrauen (Hertoghe´sches Zeichen)
  • Neigung zu Ohr- und Mundwinkeleinrissen

Allergietests

Allergische Reaktionen können ein atopisches Ekzem auslösen oder unterhalten. Bei vielen Patientinnen und Patienten mit atopischer Dermatitis lassen sich erhöhte Werte des Immunglobulins E (IgE) nachweisen, das eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen spielt. Jedoch gibt es auch viele Menschen, die aufgrund ihrer Veranlagung erhöhte IgE-Werte im Blut haben ohne jedoch an einer Neurodermitis zu leiden.

Allergietests sind in jedem Fall sinnvoll, um zu ermitteln, ob und worauf die betroffene Person reagiert. Neben dem Nachweis spezifischer Antikörper im Blut gegen Inhalations- und Nahrungsmittelantigene kommt auch der sogenannte Prick-Test in Frage. Der Arzt oder die Ärztin ritzt dem Patienten oder der Patientin dabei kleine Allergenmengen in die Haut und bewertet die Reaktion nach 15 Minuten. Ein positives Ergebnis zeigt bei beiden Verfahren nur an, dass der oder die Betroffene auf das getestete Allergen empfindlich reagiert. Es beweist jedoch nicht, dass dieses Allergen auch die Neurodermitis beeinflusst. Bei stark entzündeter Haut oder regelmäßig eingesetzter antientzündlicher Cremes sollte eine Blutuntersuchung an Stelle des Prick-Tests erfolgen.

Wichtig: Provokationstests, bei denen Betroffene bewusst in Kontakt mit einem Stoff gebracht werden, auf den bei ihnen eine Allergie vermutet wird, dürfen nur beim Arzt und auf keinen Fall in Eigenregie erfolgen, da es dabei zu lebensgefährlichen Zwischenfällen kommen kann!

Behandlung

Die Veranlagung für atopische Erkrankungen tragen betroffene Personen ein Leben lang. Deswegen gibt es auch keine Heilung im eigentlichen Sinne. Ziel der Therapie ist es, die Symptome zum Verschwinden zu bringen oder zumindest zu lindern und symptomfreie Phasen zu verlängern.

Behandlungs-Maßnahmen

All dies ist nicht mit einem einzelnen Medikament oder einer Maßnahme möglich. Die Therapie der Neurodermitis besteht daher idealerweise aus einer Vielzahl von Bausteinen, die zum Teil auch ausprobiert werden müssen. Im Einzelnen gehören dazu:

  • Vermeidungsstrategien (Karenzen): Betroffene sollten Faktoren, die als Auslöser für Krankheitsschübe erkannt wurden, wenn möglich meiden.
  • Basispflege: Sie dient dazu, die trockene Haut feucht und geschmeidig zu halten und ihre Schutzfunktion zu verbessern.
  • Behandlung des Juckreizes: Sie schränkt das Bedürfnis zu kratzen ein. Die Haut wird dadurch geschont, etwaige Veränderungen werden nicht vergrößert.
  • Antientzündliche Maßnahmen: Sie unterstützen die Abheilung.
  • Vorbeugung und Behandlung von Infektionen: Die übermäßige Besiedelung mit Bakterien ist eine ständige Reizquelle für das Immunsystem. Infektionen können zudem zu ernsthaften Komplikationen führen.
  • In Einzelfällen kommt bei gleichzeitiger allergischer Rhinitis eine Immuntherapie (Hyposensibilisierung) infrage
  • Komplementär- und alternativmedizinische Maßnahmen: Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt, dennoch werden sie stark nachgefragt.
  • Patientenschulung: Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Neurodermitis besser mit ihrer Erkrankung zurecht kommen, wenn sie gut informiert sind.

Idealerweise erarbeiten Arzt oder Ärztin und Patient oder Patientin beziehungsweise die Eltern des betroffenen Kindes ein individuelles Konzept, mit dem die Erkrankung gut kontrolliert werden kann. Betroffene Personen erfahren dabei, welche Maßnahme in welcher Situation am besten hilft und können sich entsprechend verhalten.

Vermeidungsstrategien (Karenzen)

Viele Patienten und Patientinnen identifizieren im Laufe ihrer Erkrankung Umwelteinflüsse, welche die Symptomatik verschlechtern. Als solche kommen zum Beispiel bestimmte Gewebe wie Wolle oder Reinigungs- und Waschmittel in Frage, Lebensmittelzusatzstoffe, Duftstoffe, daneben allergen wirksame Bestandteile in der Nahrung, Hausstaubmilben, Pollen, Tierhaare und, und, und...

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, entsprechend schwierig ist es, einen Auslöser dingfest zu machen. Sind die Auslöser jedoch identifiziert, steht ihre Vermeidung an der Spitze der Behandlungsmaßnahmen.

Menschen, die keine Kleidung aus Wolle vertragen, sollten beispielsweise auf glatte Stoffe – etwa aus Baumwolle – zurückgreifen. Stehen Reinigungs- und Waschmittel im Verdacht, kann es sich lohnen, Produkte ohne hautreizende Zusatzstoffe zu testen. Bei Lebensmitteln sollte man gegebenenfalls auf Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe verzichten.

Konsequente Vermeidung ist auch das Mittel der Wahl bei Nahrungsmittelallergien. Dies gilt jedoch nur, wenn die Allergie wirklich anhand von entsprechenden Provokationstests bestätigt werden konnte. Ohne entsprechende ärztliche Diagnose sollte man nicht auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten oder gar langfristig einseitige Diäten einhalten.

Frau mit Heuschnupfen

Lebensmittelallergien

Nahrungsmittel wie Fisch, Erdnüsse oder Hühnerei können bei manchen Personen eine allergische Reaktion hervorrufen. Mehr zu möglichen Symptomen wie Juckreiz, Hautausschlag, Durchfall, Übelkeit, zu Allergietests und Therapie zum Artikel

Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben besteht die erste Maßnahme darin, ein möglichst milbenfreies Wohnumfeld zu schaffen. Dazu sollten Staubfänger wie Vorhänge, Teppiche und Stofftiere aus der Wohnung verbannt oder zumindest regelmäßig gereinigt werden. Für Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken gibt es milbendichte Materialien, so genannte Encasings. Sie verhindern, dass man mit den Milben und ihren Ausscheidungen in Berührung kommt.

Pollenallergiker und -allergikerinnen finden in höheren Berg- und an bestimmten Küstenregionen eine pollenarme Umgebung vor. Solche Gegenden bieten sich daher zum Beispiel als bevorzugte Urlaubsziele vor allem während der Pollensaison an. Weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel abendliches Waschen der Haare oder das Geschlossenhalten der Fenster in der Nacht während der Pollenflugzeit, können die Belastung weiter verringern. Die Möglichkeit einer Immuntherapie besteht, wenn neben der Neurodermitis ein allergischer Schnupfen vorliegt.

Basispflege

Menschen mit Neurodermitis sollten ihre Haut täglich mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten schützen. Vielfach kann man damit symptomfreie Phasen verlängern und den Bedarf an wirkstoffhaltigen Cremes und Salben reduzieren. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die verwendeten Cremes möglichst frei von Konservierungsmitteln und Duftstoffen sind, da sonst die Gefahr der zusätzlichen Entwicklung einer Kontaktallergie besteht.

Reine Öle sind zur Basispflege nur sehr eingeschränkt geeignet, da sie nicht gut in die Haut eindringen. Stattdessen werden meist wirkstofffreie Cremes oder Salben angewandt. Gut bewährt hat sich auch der Zusatz von Harnstoff, der die Feuchtigkeit in der Haut bindet. Bei Erwachsenen kann die Konzentration fünf bis zehn Prozent betragen, bei Kindern sollte sie aufgrund der Eigenschaften des Harnstoffes zwei bis maximal vier Prozent nicht überschreiten. Darüber hinaus werden auch Produkte angeboten, die speziell die fehlenden Fette in der Hornschicht der Haut – die Ceramide - ersetzen sollen.

Ob eher eine Salbe oder eine Creme zum Einsatz kommt, hängt vom Hautzustand, den betroffenen Körperstellen, dem Patientenalter und der Jahreszeit ab. Je besser der Hautzustand, desto fetthaltiger kann das Pflegemittel sein. Ist die Haut dagegen entzündet und juckt, sind Produkte mit einem hohen Wasseranteil zu bevorzugen, da sie durch die Verdunstungseffekte die Symptome lindern.

Die Vorzüge von Salben und Cremes vereint der "fett-feuchte Verband". Er besteht aus einer Schicht fetthaltiger Salbe, die mit einem feuchten und darüber mit einem trockenen Verband abgedeckt wird.

Im Gesicht sind wässrige Pflegeprodukte zu bevorzugen. Auch im Bereich der Hautfalten lässt sich besser mit Cremes pflegen. Als Faustregel gilt noch, dass Cremes eher im Sommer verwendet werden, Salben im Winter.

Zur Hautreinigung sind seifenfreie, pH-neutrale Produkte am besten geeignet. Beim Baden werden leicht erniedrigte Wassertemperaturen (etwa 34 Grad Celsius) meist angenehmer empfunden. Als Badezusatz eignen sich so genannte "spreitende" Ölbäder. Sie hinterlassen einen feinen Film auf der Haut, weswegen man anschließend auch nicht mehr duschen sollte.

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Behandlung des Juckreizes

Oft ist es der quälende Juckreiz, der Menschen mit Neurodermitis das Leben besonders schwer macht. Hinzu kommt, dass er einen Teufelskreis in Gang setzen kann: Wer kratzt, schädigt die Haut weiter, sie entzündet sich und juckt noch mehr. Der Behandlung des Juckreizes kommt daher eine große Bedeutung zu.

Hilfreich sind feuchte Umschläge, die versuchsweise auch Substanzen mit gerbender Wirkung enthalten können. Dazu kann man auf kommerzielle Produkte zurückgreifen oder aber einfach Schwarzteeumschläge verwenden.

Manchmal lohnt ein Versuch mit Polidocanol-haltigen Produkten, die auch mit Harnstoff kombiniert werden können. Polidocanol ist ein Wirkstoff, der lokal betäubend wirkt und so den Juckreiz lindert.

Schließlich können auch oral verabreichte Antihistaminika helfen. Sie können den Juckreiz lindern, indem sie verhindern, dass der von Abwehrzellen freigesetzte Botenstoff Histamin seine Wirkungen entfaltet. Empfohlen werden derzeit H1-Antihistaminika, jedoch sind sie nicht bei allen Menschen mit Neurodermitis wirksam.

Steinkohleteerhaltige Produkte werden heute aufgrund ihrer krebsfördernden Eigenschaften nur noch in wenigen Ausnahmefällen eingesetzt. Auf Bereiche mit sehr empfindlicher Haut (Gesicht, Genitale) und bei Kindern sollten sie gar nicht aufgetragen werden.

Antientzündliche Maßnahmen als äußerliche Therapie bei leichter bis morderat ausgeprägter Neurodermitis

  • Glukokortikosteroide ("Kortisonpräparate"): Glukokortikosteroide sind die wichtigste entzündungshemmende Wirkstoffgruppe, die bei Neurodermitis eingesetzt wird. Sie werden üblicherweise als Creme oder Salbe verabreicht. Obwohl sie sehr gut wirken, stehen viele Patienten ihrer Anwendung kritisch gegenüber. Grund sind Nebenwirkungen, die vor allem unter früher gebräuchlichen Substanzen beobachtet wurden. Die heute üblichen Wirkstoffe haben ein deutlich besseres Nutzen-Risiko-Verhältnis. Dennoch kann es auch mit diesen Präparaten bei sehr langer Anwendung dazu kommen, dass die Haut dünner wird oder sich bestimmte, durch diese Wirkstoffe hervorgerufene Hautveränderungen bilden. Glukokortikosteroide sind Mittel der Wahl bei der Behandlung von Schüben und im Rahmen der so genannten Intervalltherapie, bei der Produkte vorbeugend in Abständen (zum Beispiel zweimal pro Woche) aufgetragen werden. Die Präparate dürfen nicht regelmäßig täglich über einen längeren Zeitraum als zwei bis vier Wochen angewandt werden, zudem sollten Bereiche mit besonders dünner Haut nur kurzfristig behandelt werden.
  • Calcineurin-Inhibitoren: Seit einigen Jahren sind als Alternative oder Ergänzung die Calcineurin-Inhibitoren Pimecrolimus und Tacrolimus verfügbar. Ihr Vorteil ist, dass sie nach derzeitigem Wissensstand die Haut auch bei dauerhafter Anwendung nicht ausdünnen. Allerdings haben auch diese Medikamente Nebenwirkungen (zum Beispiel kurzfristige Verstärkung des Juckreizes). Sie werden daher vorwiegend dann eingesetzt, wenn Glukokortikosteroide nicht verwendet werden sollten oder zur Behandlung besonders empfindlicher Körperregionen wie dem Gesicht. Die Behandlung mit Calcineurin-Inhibitoren ist für Patientinnen und Patienten ab zwei Jahren möglich.

Systemtherapie bei moderater bis schwerer Neurodermitis

Für Patienten und Patientinnen mit moderater bis schwerer Neurodermitis stehen heute verschiedene Möglichkeiten einer systemischen Behandlung zur Verfügung. Neben UV-Licht können nebst dem am längsten zugelassenen Ciclosporin auch Biologika oder Januskinase-Hemmer (JAK-Inhibitoren) eingesetzt werden. Sie hemmen spezifisch die Entzündung in der Haut. Die Biologika-Behandlung erfolgt immer mittels Spritzen, da diese Behandlung auf spezifischen Antikörpern beruht, die sehr große Moleküle sind. Die Januskinase-Inhibitoren sind kleine Moleküle, die als Tablette eingenommen werden.

  • UV-Licht: Eine weitere antientzündliche Maßnahme stellt die Bestrahlung mit UV-Licht bestimmter Wellenlängen (UVA und UVB) nach Vorgabe des Arztes dar. Die Behandlung sollte nicht gleichzeitig mit der Anwendung von Medikamenten erfolgen, die das Immunsystem unterdrücken. Kinder unter 12 Jahren sollten gar nicht oder nur ausnahmsweise mit UV-Licht behandelt werden. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen ist, dass auch das therapeutisch eingesetzte UV-Licht genau wie das Sonnenlicht das Risiko für Hautkrebs im Laufe der Zeit erhöht. Kinder haben ein erhöhtes Risiko für UV-Schäden und noch eine lange Lebensspanne vor sich, dass auch bei ihnen – wenn möglich – auf die Therapie mit UV-Strahlen verzichtet werden sollte.
  • Ciclosporin: Ciclosporin ist ein Medikament, das das Immunsystem hemmt. Viele Jahrzehnte wird es inzwischen bei schwerer Neurodermitis wirksam eingesetzt. Regelmäßige Blutkontrollen sind erforderlich und aufgrund von möglichen Nebenwirkungen an den Nieren ist eine Langzeitanwendung wegen der Verfügbarkeit anderer wirksamer Medikamente nicht mehr empfohlen.
  • Biologika: Dupilumab ist ein für die Behandlung einer mittelschweren bis schweren Neurodermitis bei Erwachsenen und Kinder ab sechs Monaten zugelassenes Medikament. Patientinnen und Patienten können sich das Medikament alle zwei Wochen selbst spritzen. Dupilumab kommt zum Einsatz, wenn eine örtliche Behandlung nicht ausreicht. Dupilumab wirkt auch bei allergischem Asthma und Polyposis nasi. Es ist also gerade für Patientinnen und Patienten geeigent, die zusätzlich noch eine dieser beiden Erkrankungen haben. Die Verträglichkeit des Medikamentes ist gut, bei fünf bis 15 Prozent der Anwender können sich allerdings Augenprobleme, die von milden Reizungen bis zu stärkeren Entzündungen reichen können, entwickeln. Tralokinumab ist ein anti-IL-13 Antikörper, der ebenfalls unter die Haut gespritzt wird und aktuell ab 12 Jahren für die Behandlung der moderaten bis schweren atopischen Dermatitis zugelassen ist. Hier kann nach einer Einleitungsphase von 16 Wochen die Häufigeit von einer Spritze alle zwei auf eine alle vier Wochen verlängert werden. Tralokinumab ist ein sehr sicheres Medikament, Blutkontrollen sind während der Therapie nicht erforderlich und wahrscheinlich sind auch Augenentzündungen, wie sie prinzipiell unter einer Therapie mit Biologika auftreten können, hier weniger häufig als bei Dupilumab.
  • JAK-Inhibitoren: Januskinase-Hemmer sind seit 2020 zur Behandlung der atopischen Dermatitis auf dem Markt. Bis heute sind drei verschiedene Substanzen zur Therapie der moderaten bis schweren atopischen Dermatitis zugelassen. Es handelt sich hierbei um die Wirkstoffe Baricitinib, Upadacitinib und Abrocitinib. Die Wirksamkeit aller Substanzen wurde in klinischen Studien gezeigt. Unter der Therapie mit JAK-Inhibitoren kommt es zu einer sehr raschen, das heißt innerhalb weniger Tage auftretenden Rückbildung des für die Patienten so quälenden Juckreizes. Da JAK-Inhibitoren auch auf Blutzellen wirken, müssen regelmäßig Blutkontrollen während einer Therapie durchgeführt werden. Bei älteren Menschen und Personen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten wird derzeit eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung vor Einleitung einer Behandlung mit diesen Substanzen empfohlen.

Vorbeugung und Behandlung von Infektionen

Die Haut von Neurodermitis-Patienten und -Patientinnen und vor allem die entzündete Haut ist oft stark mit Bakterien der Art Staphylococcus aureus besiedelt. Die Keime und ihre Stoffwechselprodukte tragen dazu bei, dass sich die Haut immer wieder entzündet.

Es gibt Hinweise, dass lokal aufgetragene, antibakterielle Substanzen (Antiseptika) vor allem bei entzündeter Haut einen verbessernden Einfluss haben können. Sie sollten jedoch nur vorübergehend, nicht dauerhaft eingesetzt werden.

Ähnliches gilt auch für mit Silberverbindungen beschichtete Wäsche. Silber wirkt bakterizid und kann so möglicherweise die Belastung der Haut mit bestimmten Keimen, wie Staphylococcus aureus reduzieren.

Antibiotische Salben oder Cremes sollten aufgrund des Risikos von Resistenzentwicklungen nicht eingesetzt werden. Neben der Gefahr der Resistenzentwicklung bei den Bakterien gegen den verwendeten Wirkstoff können auch Kontaktallergien beim Patienten oder der Patientin entstehen. Bei großflächigen Ekzemen, die deutliche Anzeichen einer Infektion aufweisen, verordnen Ärztinnen und Ärzte wenn nötig als Tablette einzunehmende Antibiotika.

Die Infektion der Ekzeme mit Herpes-Viren stellt einen Notfall dar, der schwerwiegende Folgen haben kann. Seitdem antivirale Substanzen zur Verfügung stehen, ist diese Komplikation jedoch behandelbar und bei Verdacht auf eine Herpes simplex–Infektion sollte immer zeitnah eine ärztliche Vorstellung erfolgen, da sich Herpesviren auf entzündeter Haut sehr rasch ausbreiten können (Ekzema herpeticatum).

Hyposensibilisierung

Die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung – auch spezifische Immuntherapie genannt – besteht bei einer gleichzeitigen Allergie mit Symptomen der Augen und Nase gegen Hausstaubmilben oder Pollen.

Bei einer Immuntherapie wird das Immunsystem schrittweise an das Allergen gewöhnt, indem zunächst sehr kleine und dann stufenweise zunehmende Mengen des fraglichen Stoffes als Spritze verabreicht werden. Die Hyposensibilisierung erfolgt in der ärztlichen Praxis, damit im Falle einer allergischen Reaktion, die zumeist innerhalb von 30 Minuten nach der Gabe auftritt, medizinische Hilfe sofort zur Hand ist. Ob die neuerdings verfügbaren Immuntherapien in Tablettenform auch bei Neurodermitis positiv wirksam sind, ist bisher nicht untersucht.

Komplementär- und alternativmedizinische Verfahren

Viele betroffene Personen - bei Kindern auch die Eltern – empfinden es als mühsam, wirkstoffhaltige Salben und Cremes manchmal über viele Jahre hinweg immer wieder aufzutragen. Daher besteht oft ein großes Interesse an komplementär- und alternativmedizinischen Methoden. Angeboten werden beispielsweise Homöopathie oder Maßnahmen im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin, wie zum Beispiel Akupunktur. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit dieser Verfahren gibt es nicht, vereinzelt jedoch Hinweise. Ob die jeweilige Krankenkasse derartige Behandlungen erstattet, sollten Betroffene vorab klären und Behandlungsziel und –dauer festlegen. Eine Behandlung mit Fisch-, Borretsch- und Nachtkerzenöl, welche essenzielle Fettsäuren beziehungsweise Gammalinolensäure enthalten, wird in der aktuellen Leitlinie der Dermatologischen Fachgesellschaft nicht empfohlen.

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Patienten-Selbstmanagement

Eine Neurodermitis verläuft zumeist chronisch oder neigt zu wiederholtem Auftreten. Es gibt keine Standardtherapie, die bei allen betroffenen Menschen gleichermaßen hilft. Jeder Patient und jede Patientin muss je nach Schweregrad individuell behandelt werden und es gilt, unter den vielen denkbaren Therapiekonzepten gemeinsam das geeignete zu finden. Ausführliche Informationen zu Auslösern der Krankheit, Ernährung, Basispflege und weiteren Therapiemöglichkeiten sind nötig. Zudem gilt es die psychologischen und psychosozialen Aspekte der Erkrankung zu berücksichtigen. Die betroffenen Personen benötigen Tipps für den alltäglichen Umgang mit ihrer Krankheit. Ärzte und Ärztinnen haben im Praxisalltag oftmals nicht ausreichend Zeit, um all diesen Bedürfnissen genügend gerecht zu werden. Um dieses Defizit auszugleichen, gibt es Schulungskurse für erkrankte Kinder und deren Eltern beziehungsweise für erkrankte Erwachsene. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten umfassende Informationen zum Krankheitsbild und den Behandlungsoptionen sowie zur Rolle von Allergenen und dem Stellenwert von Diäten. Darüber hinaus erlernen sie Entspannungs- und Bewältigungstechniken, etwa um übermäßiges Kratzen in den Griff zu bekommen.

Die Wirksamkeit dieser Schulungsprogramme ist mittlerweile auch in Studien belegt. Demnach haben geschulte Patienten und Patientinnen weniger Hautsymptome, leiden weniger unter Juckreiz und haben eine bessere Lebensqualität – weil sie gelernt haben, selbstständig und situationsangepasst zu reagieren. Selbsthilfegruppen, die Krankenkasse oder der behandelnde Arzt oder die Ärztin können eventuell mit Kontaktadressen für solche Schulungen weiterhelfen.

Neu ist das Angebot eine App als Therapiebegleitung zu nutzen. Hier können Betroffene umfangreiche digitale Informationen zur Erkrankung erhalten, aber auch den Verlauf der Erkrankung dokumentieren. Dies kann auch den betreuenden Ärztinnen und Ärzten helfen den Verlauf der Erkrankung schnell und übersichtlich zu erfassen. Lassen Sie sich einfach von ihrem behandelnden Arzt oder der Ärztin oder ihrer Krankenkasse dazu beraten.

Neurodermitis ist eine Erkrankung mit vielen Facetten und hat Auswirkungen nicht nur auf die Patienten und Patientinnen selbst. Außenstehende können mit Ablehnung reagieren.

Eltern sind nicht selten verzweifelt, wenn ihr Kind laufend an den ohnehin schon offenen Wunden kratzt, nachts nicht schlafen kann und tagsüber quengelig und unkonzentriert ist. Die regelmäßige Hautpflege ist zeitaufwändig, Ernährungsanpassungen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Und über allem steht die bange Frage, wie es mit der Erkrankung weitergehen wird.

Wichtig ist es dann, Strategien zu erlernen, die den Umgang mit der Erkrankung im täglichen Leben ermöglichen. Hierzu kann der Arzt oder die Ärztin den Anstoß geben, jedoch ist es erforderlich, dass betroffene Menschen auch selbst aktiv werden. Angebote gibt es zum Beispiel von den Krankenkassen, den Volkshochschulen und verschiedenen Organisationen, die spezielle Neurodermitis-Schulungen anbieten. Diese können Neurodermitis-Patienten, -Patientinnen und ihren Angehörigen helfen, trotz der Erkrankung eine hohe Lebensqualität aufrecht erhalten.

Für Jugendliche mit Neurodermitis ist es auch wichtig, sich bei der Berufswahl beraten zu lassen. Hautbelastende Berufe (zum Beispiel in der Kranken- oder Raumpflege, Frisör, Maler...) sollten eher gemieden und es sollte von Anfang an auf gute Hautschutzmaßnahmen geachtet werden.

Zusammenfassend handelt es sich bei der Neurodermitis um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, der im Wesentlichen eine Barrierestörung der Haut in Kombination mit einer fehlgesteuerten Immunantwort zugrunde liegt. Für Patienten und Patientinnen ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren die Erkrankung beeinflussen können und welche therapeutischen Maßnahmen ergriffen werden sollen. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit den Ärzten und Ärztinnen aber auch die Inanspruchnahme von Schulungsmaterial von sehr großer Bedeutung. Die neuen Medikamente, die zur Behandlung der moderaten bis schweren atopischen Dermatitis zugelassen wurden, haben für viele insbesondere schwerbetroffene Patienten und Patientinnen eine nachhaltige Veränderung der durch die Erkrankung beeinträchtigten Lebensqualität erzielt. Insofern ist es heute sehr gut möglich auch bei Vorliegen einer mittel bis schwer ausgeprägten Neurodermitis ein fast normales Leben zu führen.

Unsere Expertin: Professor Dr. Margitta Worm

Unsere Expertin: Professor Dr. Margitta Worm

Beratende Expertin

Professor Dr. med. Margitta Worm ist Fachärztin für Dermatologie und Venerologie. Sie habilitierte im Jahr 2000 im Fach Dermatologie. Seit 2001 ist sie als Oberärztin in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Campus Mitte in Berlin tätig. Seit 2004 ist sie als Universitätsprofessorin mit dem Schwerpunkt Immunmodulation allergischer Erkrankungen berufen worden und leitet die Abteilung für Allergologie und Immunologie. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt vor allem der klinisch-experimentellen Forschung in den Bereichen allergische Immuntherapie, atopische Dermatitis, Nahrungsmittelallergien, Berufsdermatologie und Autoimmunerkrankungen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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Quellen:

  • [1] Robert Koch-Institut: Allergische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Journal of Health Monitoring: https://www.rki.de/... (Abgerufen am 03.01.2023)
  • [2] Werfel Thomas, Deutsche Dermatologische Gesellschaft Aberer Werner, Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie Ahrens Frank, Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V., et al.: Ärztliche Leitlinie Neurodermitis. https://www.awmf.org/... (Abgerufen am 19.10.2022)

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