Geregelte Reihenfolge

"Um ein Feuchtigkeitsserum oder eine Tagespflege kommt man nicht herum", so Lochschmidt. "Ob erst Pflege oder Sonnenschutz, ist eine Frage des Geschmacks." Bei längeren Aufenthalten im Freien am besten Lichtschutzfaktor 50 verwenden. Zum Schluss Foundation oder Puder auftragen. Am Strand auf Make-up verzichten und regelmäßig Sonnenschutz nachcremen.

Nicht mit der Pflege experimentieren

"Die Haut braucht im Sommer eine Pflegelinie, die weniger reichhaltig ist", sagt Bea Lochschmidt von der Kosmetikschule Schäfer in Gießen. Eine leichte Textur ohne rückfettende Inhaltsstoffe hinterlässt keinen Film auf der Haut.

Kühle auf der Haut: Aftersun-Produkte mit Aloe vera oder Hyaluron erfrischen nach einem Sommertag. Tipp: im ­­Kühlschrank aufbewahren.

Kühle auf der Haut: Aftersun-Produkte mit Aloe vera oder Hyaluron erfrischen nach einem Sommertag. Tipp: im ­­Kühlschrank aufbewahren.

Vorsicht: nicht mit zu vielen Produkten experimentieren, das kann reizen. Brennt die Haut, bilden sich Pickel oder fühlt sich das Gesicht nicht einmal eine Stunde nach dem Cremen wieder trocken an? Das sind Zeichen, dass die aktuelle Pflege nicht zu den Hautbedürfnissen passt.

Matte Sache

Schweiß und Sonnenschutz bringen Nase oder Stirn zum Glänzen? "Regelmäßiges Abpudern mit Transparentpuder und mineralische Make-ups sind das schnelle Mittel der Wahl", sagt Lochschmidt. Auch sogenanntes Blotting Paper, handliches Löschpapier, saugt den Fett- und Ölfilm auf und lässt sich unkompliziert anwenden.

Reinigung nach dem Sonnenbad

Nach einem langen Tag in der Sonne ist eine gründliche Reinigung besonders wichtig. Schmutz, Cremerückstände und Talg mit einem auf den Hauttyp abgestimmten Reinigungsschaum oder -gel abwaschen. Auch die Haare jeden Tag von Chlor und Salz befreien. An der Luft trocknen lassen – das erfrischt, und die Haare werden durch die warme Föhnluft nicht zusätzlich strapaziert.

Nie wieder Deo-Spuren

Weiße Deo-Flecken auf dem bunten T-Shirt sind ärgerlich. Nicht zu viel auftragen und kurz auf der Haut antrocknen lassen.

Erfrischung für die Füße

Gegen Schweißfüße offene oder atmungsaktive Schuhe tragen und diese öfter desinfizieren. Dünne Einlegesohlen saugen Schweiß auf. Über Nacht gut verpackt in einem Gefrierbeutel im Kühlschrank aufbewahrt, sorgen sie für eine herrliche Erfrischung im Schuh. Fußbäder mit Minze, Thymian oder Rosmarin kühlen abends strapazierte Füße und reduzieren Fußschweiß.

Kühlendes Duschbad

Beim Duschen auf die richtige Temperatur achten. Kaltes Wasser erfrischt zwar, doch unser Körper gerät nach der Abkühlung erst recht ins Schwitzen. "Am besten lauwarm mit einem erfrischenden Duschgel", sagt Lochschmidt. Zitrus und Minze wirken belebend, Menthol kühlt.

Hitzefeste Farbe

Unter dem Make-up einen Primer auftragen, dann verschwimmt es nicht so schnell. Wasserfeste Mascara hält zwar, kann aber bei Kontaktlinsenträgern reizen, weiß die Expertin. Sie rät, die Wimpern von einem Profi färben zu lassen. "Wer gerne Lippenstift trägt, sollte auf eine ­saubere Kontur mit Lipliner achten, da die Farbe sonst schnell kriecht." Die Konsistenz darf im Sommer leichter und glossiger sein.