Reiseapotheke: Vorbereitet in den Urlaub

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte vor allem bei Flug- und Fernreisen einiges beachten. 7 Tipps für Ihre Reiseapotheke
von Christian Krumm, aktualisiert am 01.06.2017

Auf Reisen: Tabletten gehören ins Handgepäck

Mauritius/ImageSource/Gary John Norman

1. Arzneien im Handgepäck mitnehmen

Generell sollten Medikamente nicht im Koffer verstaut werden, denn Gepäck kann immer mal verloren gehen. Außerdem stehen die Koffer oft längere Zeit auf dem Rollfeld neben dem Flugzeug – und können eisiger Kälte oder sengender Hitze ausgesetzt sein. Packen Sie genug Arznei ein, denn nicht überall ist diese in guter Qualität verfügbar. "Auch für den Fall, dass sich der Rückflug verzögert, ist es sinnvoll, eine Extraration der Präparate mitzunehmen", rät die Berliner Apothekerin Sabine Kühne.

2. Ersatzbrille einpacken

Ärgerlich, wenn im Urlaub die Brille zu Bruch geht! Für diesen Fall besser eine Ersatzbrille mitnehmen. Auch für Kontaktlinsenträger macht das Sinn. Denn vor allem auf Langstreckenflügen sollte man wegen der trockenen Kabinenluft auf Linsen verzichten – oder zumindest öfter mal eine geeignete Tränenflüssigkeit in die gereizten Augen träufeln.

Apothekerin Sabine Kühne hat sich unter anderem auf die Reise- und Impfberatung spezialisiert

W&B/Andreas Müller

3. Attest vorlegen

Damit sie mit ihren Arzneimitteln und Insulinspritzen die Sicherheitsschleusen an Flughäfen passieren können, brauchen Urlauber oft ein ärztliches Attest oder eine beglaubigte Rezeptkopie, jeweils auch in englischer Sprache. "Patienten, die auf Medikamente aus der Gruppe der Betäubungsmittel angewiesen sind, sollten sich rechtzeitig vor der Abreise über die Bestimmungen des Urlaubslandes informieren und gegebenenfalls auch hierfür ein ärztliches Attest mitführen", sagt Expertin Kühne.

4. Wirkstoffe notieren

Chronisch Kranke schreiben sich am besten die lateinische Bezeichnung ihrer Erkrankung sowie die lateinischen Wirkstoffnamen der erforderlichen Medikamente auf. "Das kann bei einem Notfall die Kommunikation mit dem Arzt oder Apotheker im Ausland erleichtern", so Kühne. Ihr Apotheker kann Sie beim Verfassen der Notiz unterstützen.

5. Auf Sonnenbäder verzichten

"Manche Medikamente wie etwa Amiodaron oder Hydrochlorothiazid können eine verstärkte Lichtempfindlichkeit der Haut verursachen", weiß Kühne. Die Liste der betroffenen Arzneien ist noch länger, studieren Sie also im Zweifelsfall den Beipackzettel. Während einer entsprechenden Therapie sollten die Patienten unbedingt auf Sonnenbäder verzichten und für ihre Haut Produkte mit sehr hohem Lichtschutzfaktor verwenden.

6. Zeitzonen beachten

Bei Fernreisen werden oft mehrere Zeitzonen überquert. "Das kann die gewohnten Einnahme-Intervalle wichtiger Medikamente auf den Kopf stellen", sagt Apothekerin Kühne. Seien Sie darauf vorbereitet, und lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker vor der Abreise ein Einnahmeschema für die Zeit Ihres Urlaubs empfehlen.

7. Kein Leitungswasser trinken

Nehmen Sie vor allem in südlichen Ländern Ihre Arzneien auf keinen Fall mit Leitungswasser ein. Es könnte mit Krankheitserregern kontaminiert sein. Achten Sie darauf, dass Sie immer eine Flasche mit Mineralwasser dabeihaben.

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