Pastinake: Gesundes Wurzelgemüse

Lange in Vergessenheit geraten, heute wieder sehr beliebt: Die Pastinake. Das Wurzelgemüse wird ähnlich wie Karotten zubereitet

aktualisiert am 17.10.2014

Pastinaken schmecken leicht süßlich


Inhaltsstoffe der Pastinake: Unter anderem Kalium und Vitamin C

Die Pastinake enthält zum Beispiel Folsäure und Vitamin E. Der Gehalt an Kalium und Vitamin C ist bei der Pastinake höher als bei der Karotte. Kalium wird unter anderem für die Weiterleitung von Nerven- und Muskelimpulsen gebraucht, Vitamin C zum Beispiel für den Aufbau des Bindegewebes. Pastinaken enthalten sogenannte Furocumarine. In hohen Mengen genossen, können diese zum Beispiel Hautausschläge hervorrufen, wenn man sich dem Sonnenlicht aussetzt.

Herkunft: Schon die Römer schätzten die Germanenwurzel

Bereits die Römer schätzten die Wurzel. Weil Kartoffel und Möhre ihr den Rang abgelaufen hatten, geriet das einstmals wichtige Grundnahrungsmittel hierzulande im 18. Jahrhundert nahezu in Vergessenheit. Mittlerweile erlebt die Pastinake jedoch ein Comeback. In Frankreich und Großbritannien ist ihre Beliebtheit von Haus aus ungebremst. Andere Begriffe für die Pastinake sind Pastenak, Pestnachen, Hammelkarotte und Moor- oder Germanenwurzel.

Botanik: Erinnert an Wurzelpetersilie

Pastinaca sativa erinnert mit ihrem weißen Fleisch und ihrem beigefarbenen bis gelblichen Äußeren an die Wurzelpetersilie. Beide gehören zu den Doldenblütlern, doch mit bis zu 40 Zentimetern Länge und bis zu 1,5 Kilogramm Gewicht ist die Pastinake wesentlich größer und schwerer. Die zweijährige krautige Pflanze wird zwischen 30 Zentimetern und 1,20 Meter hoch.

Saison: Pastinaken-Ernte beginnt im Herbst

Die Erntezeit beginnt Anfang Oktober, bis zum Frühjahr ist die Pastinake im Angebot.

Lagerung von Pastinaken: Monatelang bei unter zwei Grad

Die Pastinake hält sich monatelang bei Temperaturen unter zwei Grad Celsius. Ihr Aroma verbessert sich noch einmal, wenn sie den ersten Frost zu spüren bekommen hat.

Tipps zur Zubereitung: Roh, als Gemüsebeilage oder als Püree

Der Geschmack der Pastinake erinnert etwas an Möhren und Kartoffeln. Ihre leichte Süße kommt vom Zuckergehalt. Bei der Zubereitung wird die Wurzel gewaschen und geschält und dann ähnlich wie Möhren verarbeitet. Zusammen mit Kartoffeln kann die Pastinake als Püree punkten, gedünstet ist sie eine schmackhafte Beilage zu Rind, Wild und Lamm. Geraspelt kann sie roh in Salate beigemengt werden. Sie eignet sich als Zutat in Suppen, Salaten oder Saucen. Die Pastinakenblätter finden zum Würzen Verwendung. Beliebt ist die Pastinake auch als Beikost für Babys.

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Nährwerttabelle: Pastinake (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
59

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
12

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
8
Kalium (K)
520
Calcium (Ca)
50
Magnesium (Mg)
25
Phosphat (P)
80
Eisen (Fe)
0,7
Zink (Zn)
0,8

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
20
Vitamin E (mg)
0,9
Vitamin B1 (mg)
0,08
Vitamin B2 (mg)
0,13
Vitamin B6 (mg)
0,11
Folsäure (µg)
60
Vitamin C (mg)
20

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle