Muskeln – Stützen und Motor des Körpers

Muskeln halten den Körper am Laufen und geben ihm Halt. Erfahren Sie hier alles über ihren Aufbau, ihre Funktion sowie mögliche Beeinträchtigungen und Verletzungen

30.05.2011

Muskeln machen 40 Prozent des Körpergewichts eines Erwachsenen aus


Ohne sie geht nichts. Sie sind an jeder Bewegung beteiligt. Ungefähr 600 Muskeln halten den Körper eines Erwachsenen am Laufen und geben ihm zusammen mit Skelett und Bändern Halt. Sie machen ungefähr 40 Prozent des Körpergewichts eines Erwachsenen aus und wiegen damit weit mehr als die Knochen. Ein Wadenkrampf, Muskelkater oder Verspannungen machen uns ihre Existenz schmerzhaft bewusst.

Mediziner unterscheiden zwei große Gruppen von Muskelarten: die glatte und die quergestreifte Muskulatur. Letztere heißt so, weil sie unter dem Mikroskop betrachtet helle und dunkle Streifen aufweist. Zu ihr gehört die Skelettmuskulatur. Glatte Muskeln sind in Organen wie Gallenblase, Harnblase, Gebärmutter, Magen oder Darm zu finden. Sie arbeiten langsamer als die quergestreifte Muskulatur und im Gegensatz zu ihr ohne willentliche Kontrolle.

Ein Sonderfall der quergestreiften Muskulatur ist der Herzmuskel. Er arbeitet im Gegensatz zu den Skelettmuskeln automatisch. Die mit den Sehnen an den Knochen befestigten Skelettmuskeln können über das Gehirn gesteuert werden. Dabei gibt es  immer einen Spieler und einen Gegenspieler.

Erhält der Oberarm zum Beispiel den Befehl "Unterarm heben", spannt sich der Bizeps an, während sich sein Gegenpart, der Trizeps, entspannt. Er tritt bei der Anordnung "Unterarm senken" in Aktion und verkürzt sich, der Bizeps entspannt sich.

Anspannung entsteht dabei durch Verkürzen der Muskulatur. Möglich macht dies ihr Aufbau aus Muskelfasern, die sich wiederum aus vielen kleinen Fasern (Myofibrillen) zusammensetzen. Jede dieser Myofibrillen besteht aus einer Kette von Elementen, die sich ineinanderschieben, wenn sich der Muskel anspannt. Dadurch verkürzt er sich.

Ob Ausdauer oder Kraft – Muskeln lassen sich trainieren. Dabei wächst die Zahl der Fasern. Die Muskeln werden stärker und dicker. Ob Rücken, Bauch, Beine, Arme oder Po – für jede Körperregion gibt es geeignete Übungen. Ausdauertraining trainiert Herz und Lunge. Es gilt die richtige Sportart zu finden. Manchmal entsteht bei Überlastung ein Muskelkater. Dabei handelt es sich um winzige Verletzungen (Mikroläsionen) in den Muskelfasern.

Wichtig: Aufwärmen und die richtige Anleitung zum Sport beugen Zerrungen und Verletzungen wie einem Muskelfaserriss vor.


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