Sie verhält sich ähnlich wie ein Luftballon: die Blase. Ist sie leer, erinnert sie an eine flache Schale. Füllt sie sich mit Urin, dehnt sich die Blase aus und wird rund wie eine Kugel. Das Organ unterteilt sich in Blasenkörper, Blasenhals und Blasengrund. Glatte Muskulatur verleiht der Blase ihre Dehnfähigkeit.

Das Harnwegsorgan liegt dem Beckenboden auf und dient als Sammelbecken für den Urin. Ab einer Menge von 300 bis 350 Millilitern verspüren wir normalerweise das Gefühl, auf Toilette gehen zu müssen. Doch eine gesunde Blase kann bis zu über einem Liter speichern. Allerdings "müssen" wir dann wirklich dringend.

Wann sich die Blase entleert, können wir ein Stück weit steuern. An ihrem Ausgang sitzen zwei Schließmuskeln, sogenannte Sphinkter, ein innerer und ein äußerer. Der innere besteht aus glatter Muskulatur. Ihn lenkt das vegetative Nervensystem, wir können ihn also nicht bewusst kontrollieren. Den unteren Muskel können wir jedoch beeinflussen. Er hält den Urin in der Blase zurück oder führt zur Blasenentleerung, wenn er sich entspannt.

Häufige Blasenleiden: von Inkontinenz bis Harnwegsinfekt

Menschen, die an einer Blasenschwäche (Harninkontinenz) leiden, haben Probleme den Harn zurückzuhalten. Die Blase entleert sich ungewollt, was vielen Menschen sehr peinlich ist. Bei bestimmten Formen schafft Beckenbodentraining Abhilfe.

Gelangen Bakterien über die Harnröhre in die Harnblase, kann es zur Blasenentzündung (einem Harnwegsinfekt) kommen. Viele Frauen kennen die Symptome – Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, Unterbauchschmerzen – nur zu gut.

Manchmal können auch Blasensteine zu unangenehmem Harndrang und trübem Urin führen. Blut im Urin kann in seltenen Fällen auf Blasenkrebs hinweisen.

Bei manchen Medikamenten steht im Beipackzettel als mögliche Nebenwirkung der Begriff Blasenentleerungsstörungen. Darunter verstehen Mediziner entweder ein vermehrtes – (Pollakisurie), schmerzhaftes – (Algurie) oder erschwertes Wasserlassen (Dysurie).

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