Nebenwirkung

Nicht ohne meine Listen


Es ist Urlaubszeit. Vor den erholsamen Tagen sorgt eine Sache bei vielen für Stress: das Kofferpacken. Schließlich will man nicht ohne Reisepass, Smartphone-Ladekabel oder wichtige Medikamente am Zielort ankommen. Solche Sorgen habe ich nicht. Ich lehne mich bereits vor Urlaubs­beginn entspannt zurück. Denn in meiner Schublade tummeln sich Packlisten für unterschiedliche Reisen: Städtetrip, Relaxen am Strand oder Aktivurlaub. Dass ich etwas vergesse, ist eigentlich unmöglich.

Seit meiner Kindheit liebe ich es, Listen zu schreiben. In erster Linie nutze ich sie als Erinnerungsstütze. Mit dem Weihnachtswunschzettel fing alles an. Heute ist meine Sammlung sehr umfangreich: Neben den Packlisten für ­Urlaube schreibe ich berufliche sowie private To-do-Listen, zähle meine gelesenen Bücher auf oder notiere mir, was ich an wen verliehen habe. Dazu kommen noch Listen für Einkäufe, Geschenkideen oder mögliche Themen für mein Blog. Das Ganze entweder handschriftlich oder digital auf meinem Smartphone. Auch meine Facebook-Freunde sind in Listen unterteilt – Familie, Freunde, Kollegen.
Meine Listen helfen mir, den Kopf freizubekommen oder mich zu organisieren. Manchmal hindern mich Ideen oder unerledigte Aufgaben am Einschlafen. Das Problem hat sich erledigt, sobald ich eine Liste erstellt habe.
Ab und an stressen mich meine Listen auch – insbesondere die mit den To-dos. Aber das Glücksgefühl, eine Aufgabe abzuhaken, entschädigt dafür. Einen Haken kann ich auch jetzt wieder machen: Kolumne schreiben – check!