{{suggest}}


Corona-Pandemie: Einstellung der Deutschen zum Impfen

Laut einer Befragung der Apotheken Umschau würde sich fast die Hälfte der Männer und gut ein Drittel der Frauen in Deutschland gegen das neuartige Coronavirus impfen lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt. Jeder Vierte hält Impfungen jetzt generell für wichtiger

von Apotheken Umschau, aktualisiert am 13.07.2020

Noch immer suchen Forscher aus aller Welt nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Die Apotheken Umschau wollte wissen: Wie viel Prozent der Deutschen würde sich gegen das Virus impfen lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt? Hat sich ihre Einstellung zum Thema Impfen durch die Pandemie verändert? Und: Welche Impfungen halten die Deutschen generell für wichtig?

Rund die Hälfte der Befragten ist unentschlossen

Die repräsentative Befragung im Auftrag des Wort und Bild Verlags ergab: Insgesamt 41 Prozent der Deutschen wollen sich auf jeden Fall gegen das neuartige Coronavirus impfen lassen, wenn ein Impfstoff zugelassen ist. Die Bereitschaft ist unter Männern besonders hoch: 46 Prozent von ihnen gaben an, sich impfen lassen zu wollen. Bei den Frauen waren es nur 35 Prozent.

Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) ist sich dagegen unsicher: Sie antworteten entweder, erst abwarten zu wollen, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickelt oder es (noch) nicht zu wissen. Insgesamt 14 Prozent der Befragten wollen sich keinesfalls gegen das neuartige Coronavirus impfen lassen.

Für jeden Vierten sind Impfungen wichtiger geworden

Wie hat sich die Corona-Pandemie grundsätzlich auf die Einstellung der Deutschen zum Thema Impfen ausgewirkt? Für gut ein Viertel der Befragten (27 Prozent) positiv: Sie halten das Impfen generell jetzt für wichtiger als noch vor der Pandemie. Ein Blick auf die Geschlechterverteilung zeigt: Zu diesem Schluss kamen häufiger Männer (30 Prozent), seltener Frauen (23 Prozent).

Der Großteil der Frauen (65 Prozent) hingegen gab an, Impfungen gegenüber genauso positiv bzw. neutral eingestellt zu sein wie vor der Pandemie. Hier waren es bei den Männern nur 50 Prozent.

Zehn Prozent der Deutschen sind gegen Impfungen

Auch abgesehen von der aktuellen Corona-Pandemie wurden die Teilnehmer nach ihrer generellen Meinung zum Impfen gefragt: Demnach halten 10 Prozent der Deutschen "übliche" Impfungen wie zum Beispiel gegen Masern oder Mumps für unnötig oder sind grundsätzlich dagegen. Die am häufigsten genannten Gründe der Impfgegner: Man könne trotz Impfung erkranken, die Risiken und Nebenwirkungen seien unkalkulierbar, oder die Pharmaindustrie wolle mit Impfungen nur Geschäfte machen.

Viele Impfungen werden als wichtig angesehen

Die große Mehrheit der Deutschen hält viele Impfungen dagegen für wichtig. Dazu zählen vor allem die Impfung gegen Masern (72 Prozent), Mehrfachimpfungen bei Säuglingen/Babys (69 Prozent) oder die Impfung gegen Mumps und Röteln (67 Prozent).

An der repräsentativen Befragung nahmen insgesamt 1.083 Personen im Alter zwischen 16 und 75 Jahren teil. Sie wurde am 1. und 2. Juli 2020 online durch IPSOS GmbH in Mölln durchgeführt.


Ändern Sie Ihr Verhalten aufgrund der stark gestiegenen Zahl an Corona-Neuinfektionen?
Zum Ergebnis