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Pille und Minipille

Die Hormone hemmen den Eisprung. Gynäkologin Claudia Schumann rät von Kombipräparaten mit Östrogen und Gestagen ab: "Sie verstärken das erhöhte Risiko für Thrombose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem für Frauen, die rauchen oder hohen Blutdruck ­haben. Besser sind Gestagenpräparate."

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Kondom und Femidom

Kondome und Femidome sind nicht so sicher wie Hormonpräparate, doch sie senken das Übertragungsrisiko von Krankheiten beim Geschlechtsverkehr. Frauen, die zu Scheidentrockenheit und Blasenentzündungen neigen, profitieren.

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Verhütungsimplantat

Hormonimplantate oder -stäbchen ­werden in einem Eingriff unter die Haut gelegt und bleiben dort bis zu drei Jahre. "Sie geben in der Regel nur Gestagene ab und sind eher zu empfehlen als ­Kombinationspräparate. Allerdings ­leiden Frauen häufiger unter unregel­mäßigen Blutungen", so Schumann.

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Spiralen

Hormonspiralen geben direkt in die ­Gebärmutter Gestagen ab. "Die Periode wird schwächer oder verschwindet ganz – positiv für Frauen, die zu starken ­­Blutungen neigen", so Schumann. ­Kupferspiralen oder -ketten kommen ­­ohne Hormone aus. Doch: "Die Kupferspirale kann Blutungen eher verstärken."

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Verhütungsring/-pflaster

Das Pflaster wird wöchentlich gewechselt, der Ring verbleibt drei Wochen in der Scheide. "Beide Varianten wirken so wie die Mikropille auf den Körper, die Hormone werden nur unterschiedlich aufgenommen", sagt Schumann. Daher sollten Raucherinnen und Frauen mit Bluthochdruck sich beraten lassen.

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Diaphragma

Spermien lähmende oder abtötende ­Mittel, die es als Schaum, Zäpfchen oder Gel gibt, sind allein angewandt nicht zu empfehlen. Sie verstärken aber die Sicherheit eines Diaphragmas. Für ­Kondome eignen sie sich weniger: Sie verringern die Sicherheit eher.

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Kalendermethode

Ob App oder Kalender – von Methoden, die mit dem Zählen von Tagen arbeiten, um die fruchtbare Phase zu ermitteln, sollten Frauen in den Wechseljahren ­Abstand nehmen. "Sie funktionieren nur, wenn man einen regelmäßigen ­Zyklus hat", betont Gynäkologin Schumann.

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Sterilisation

Die Eileiter werden über eine Länge von einem Zentimeter elektrisch verödet, mit einem Clip verschlossen oder durchtrennt. Die halbstündige Operation wird unter Vollnarkose meist in der ­ersten Zyklushälfte durchgeführt. Paare sollten den Schritt vorher besprechen.

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