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Wie gut ist die Trend-Diät Intervallfasten?

Abwechselnd essen und fasten – das gilt vielen als beste ­­Methode, um abzunehmen. Studien zeigen: Es ist eine Alternative, aber kein Zaubermittel

von Dr. Reinhard Door, 26.02.2020
Sich im Verzicht üben: Intervallfasten sollte im Alltag praktikabel sein

Sich zwei Drittel des Tages im Verzicht üben: Intervallfasten sollte man sich so einteilen, dass es im Alltag schaffbar ist


Experte Tilman Kühn

Das sogenannte Intervallfasten genießt unter allen Abnehmdiäten derzeit wohl die größte Aufmerksamkeit.

So geht’s: Man nimmt eine längere Zeit als üblich keine Nahrung zu sich, ­unterbrochen von kürzeren Essphasen. Es gibt verschiedene Varianten, zum Beispiel an einem Tag normal essen, am nächsten gar nichts. Oder fünf Tage essen, zwei Tage fasten. Oder wochenweise wechseln.

16 Stunden fasten, acht Stunden essen

Die Idee dahinter klingt einleuchtend: Wer nichts isst, hält den Insulinspiegel niedrig. So kann der Körper ungestört Fett abbauen. Doch ist Intervallfasten zum Abnehmen und für die ­Gesundheit effektiver als ­eine gleichmäßige, kalorienreduzierte Kost?

Wohl nicht, glaubt man den bisherigen Studien. "Es ist wahrscheinlich nicht besser und nicht schlechter als die herkömmliche Kalorienreduktion", urteilt Dr. Tilman Kühn, Ernährungsepidemio­loge beim Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Manche Experten halten eine weitere Variante für erfolgversprechender: 16 Stunden am Tag fasten, acht Stunden essen. Das hieße für viele, ­entweder das Frühstück oder das Abendessen auszulassen. "Das könnte eine praktikable Form sein, an die Menschen sich leichter gewöhnen", sagt Kühn. Doch aussagekräftige Studien zum Nutzen fehlen noch.


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