Seit dem ersten April dürfen nur noch rund ein Drittel der Patient:innen pro Quartal ausschließlich per Videosprechstunde behandelt werden. Bei den übrigen Patient:innen kann sie flexibel eingesetzt werden, wenn mindestens ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt im Quartal erfolgt ist.

Diese Regelungen gelten seit dem ersten April

Damit sind die pandemiebedingten Sonderregelungen nicht mehr gültig. Diese sahen vor, dass Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen die ausschließliche virtuelle Behandlung einer unbegrenzten Anzahl von Patient:innen anbieten können. Auch die unbegrenzte Abrechnung von Leistungen im Rahmen einer Videosprechstunde ist nun nicht mehr möglich, hier liegt die Obergrenze jetzt ebenfalls bei 30 Prozent.

Bei den Psychotherapeut:innen könnte die leistungsbezogene Begrenzung allerdings noch einmal geändert werden, um eine flexiblere, bedarfsorientierte Anwendung der Videosprechstunde zu ermöglichen. Eine Entscheidung darüber soll nach dem 31. Mai fallen.

Mehr Videosprechstunden durch die Pandemie

Die Zahl der Videosprechstunden ist durch die Corona-Pandemie enorm gestiegen. Im Juni 2021 wurde daher mit dem Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege festgelegt, die Rahmenbedingungen für Videosprechstunden nach dem Auslaufen der Sonderregelungen am 31. März 2022 zu verbessern und die ursprünglich geltenden Obergrenzen für Fallzahlen und Leistungsmenge von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen. Ob das den Bedarf decken kann, ist allerdings unklar.

Einige Sonderregelungen gehören immerhin bereits zur Regelversorgung. Psychotherapeutische Akutbehandlungen sowie Gruppentherapien etwa können seit Herbst 2021 regulär per Video erfolgen. Auch Krankschreibungen bleiben im Rahmen einer Online-Sprechstunde weiterhin möglich.