Knoblauch: Gesundes Gewürz

Knoblauch soll verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften haben. Seinen scharf-aromatischer Geschmack lieben manche, andere können ihn nicht ausstehen

aktualisiert am 05.03.2014
Knoblauch

Knoblauchknollen eignen sich auch gut zum Trocknen


Inhaltsstoffe des Knoblauchs: Schwefelverbindungen

Seine schwefelhaltigen Stoffe sind es wohl vorwiegend, die die Wirkung des Knoblauchs ausmachen – unter anderem das sogenannte Alliin. Zerdrückt man eine Zehe, entsteht mithilfe des Enzyms Alliinase Allicin. Dieses ist verantwortlich für den charakteristischen Knoblauchgeruch. Knoblauch werden diverse gesundheitliche Wirkungen nachgesagt: Er soll den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senken können, Krebserkrankungen sowie Arterienverkalkung vorbeugen und entzündungshemmend wirken. Die Studienlage ist jedoch für viele dieser Punkte sehr widersprüchlich, so dass sich keine eindeutige Aussage dazu treffen lässt. Zudem spielen bei so komplexen Körpervorgängen zahlreiche Faktoren eine Rolle, was eine genau Untersuchung schwierig macht.

Herkunft: Ursprung in Asien

Knoblauch kommt ursprünglich aus Zentralasien, wo er bereits vor über 5000 Jahren kultiviert wurde. Den ägyptischen Sklaven für den Pyramidenbau diente er als Nahrung. Über das Mittelmeer fand er seinen Weg nach Europa; wahrscheinlich brachten ihn die Römer zu uns. Durch den Anbau in Klostergärten fand er bald Verbreitung. Der deutsche Name leitet sich aus dem Althochdeutschen "klioban" ("spalten") ab, was sich auf die "gespaltenen" Zehen der Pflanze bezieht.

Botanik: Zwiebel mit länglich gekrümmten Zehen

Alium sativum ist der Lauchgattung zugehörig. Die Pflanze, die eine Höhe zwischen 30 und 90 Zentimetern erreicht, bildet Laubblätter. Diese sind bläulich-grün, flach und etwa anderthalb Zentimeter breit. An ihrem Ende befindet sich eine Hauptzwiebel, deren Schale weiß, rosafarben oder violett ausfallen kann. Darin befinden sich etwa zwischen vier und 20 länglich gekrümmte Zehen, alle mit einer eigenen Haut umhüllt.

Knoblauch-Saison: Ganzjährig erhältlich

Knoblauch gibt es das ganze Jahr über. Im Freiland angebaut, kann man ihn nicht nur frisch, sondern auch halbtrocken und trocken kaufen. Die Nachfrage aus Deutschland befriedigen neben China, dem weltweit größten Produzenten, die Länder Spanien, Frankreich, Italien und Argentinien.

Lagerung: Knoblauch mag es luftig und trocken

Luftig und trocken gelagert halten sich Knoblauchzwiebeln beziehungsweise deren Zehen wochenlang in der Küche.

Tipps zur Zubereitung: Nicht anbrennen lassen

Mit seinem typischen scharf-aromatischen Geschmack eignet sich der Knoblauch zum Verfeinern und Würzen von Salaten, Saucen sowie Fleisch- und Gemüsegerichten. Kulinarisch weltweit beliebt, ist er speziell aus der mediterranen Küche sowie den Gerichten des Nahen Ostens und weiten Teilen Asiens nicht wegzudenken. Beim Anbraten sollte Knoblauch nicht anbrennen, sonst wird er bitter und ungenießbar.

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Nährwerttabelle: Knoblauch (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
139

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
28

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
20
Kalium (K)
530
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
35
Phosphat (P)
135
Eisen (Fe)
1,4
Zink (Zn)
0,6

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
1
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,20
Vitamin B2 (mg)
0,08
Vitamin B6 (mg)
0,38
Folsäure (µg)
20
Vitamin C (mg)
15

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle