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Eine gute Blutzuckereinstellung ist bei Diabetes wichtig, um langfristige Folgeschäden zu vermeiden und um akute Entgleisungen wie eine Unterzuckerung oder – besonders bei Typ-1-Diabetes – eine Ketoazidose zu verhindern.

Eine Ketoazidose kommt vor allem bei Menschen mit Diabetes vor, deren Körper kein eigenes Insulin produzieren kann – insbesondere also bei Typ-1-Diabetes. Wenn dem Körper bei einem schweren Insulinmangel keine Glukose für die Energieversorgung zur Verfügung steht, deckt er seinen Energiebedarf, indem er freie Fettsäuren abbaut. Dabei entstehen Ketonkörper, die das Blut übersäuern.

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist die Gefahr einer Ketoazidose in der Regel sehr gering. Hier besteht eher das Risiko eines ein sogenannten hyperosmolaren Komas: Wenn der Blutzuckerspiegel sehr hoch ist, scheidet der Körper übermäßig viel Harn aus. Auf diese Weise versucht er, die überschüssige Glukose loszuwerden. Insbesondere bei älteren Menschen mit Flüssigkeitsmangel oder Nierenschwäche kann es dabei zu einem massiven Flüssigkeitsverlust mit Elektrolytstörung und sehr stark erhöhten Blutzuckerwerten (in der Regel über 600 mg/dl bzw. 33,3 mmol/l) kommen. Dies kann zu Bewusstseinsstörungen, Koma und schlimmstenfalls zum Tod führen.

Blutzuckermessgerät

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Zuckerspitzen und dauerhaft erhöhte Werte vermeiden

Bei der Diabetestherapie geht es also einerseits darum, akute Stoffwechselentgleisungen zu verhindern, wie sie weiter oben beschrieben sind. Andererseits muss verhindert werden, dass dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die Blutgefäße und Nerven im Körper schädigen. Schäden an Gefäßen und Nerven sind die Hauptursache der Folgeerkrankungen des Diabetes - etwa eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls.

Ist der Zuckerspiegel im Blut chronisch zu hoch, bemerken Betroffene meist nichts davon. Zwar gibt es Symptome, doch sind diese unspezifisch und äußern sich oft nicht oder nur schwach. Das ist auch der Grund, weshalb viele Menschen mit Typ-2-Diabetes oft jahrelang nicht von ihrer Erkrankung wissen. Wird sie dann entdeckt, bestehen oft schon Folgeschäden – wie etwa eine Nierenschwäche, Netzhautschäden oder schlecht heilende Fußgeschwüre.

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