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Familien würden heute vielfältiger leben als noch vor Generationen, heißt es ­häufig. „Familien haben sich gar nicht so sehr verändert“, meint hin­gegen Dr. Ulrike Lux. Die Psychologin forscht am Deutschen Jugendinstitut in München über Familien und deren Lebenswelten. Sie sagt: „Was sich geändert hat, ist, dass die Vielfalt stärker offen hervortritt.“ Familien hätte es zwar immer schon auch in anderen Konstellationen als „Mutter, Vater, Kind“ gegeben, gesellschaftlich anerkannt oder gleichberechtigt waren sie jedoch nicht.

Finanzielle Belastung für Alleinerziehende

Teilweise ist das ­heute noch so. Dennoch leben in Deutschland Familien so offen wie nie zuvor: Die meisten Kinder wachsen zwar mit Vater, Mutter und einem Geschwister auf, aber auch Alleinerziehende, Regenbogenfamilien, Patch­work- und Adoptivfamilien gelten längst als das, was sie sind: Familie. Alle Eltern eint, dass sie das Beste für ihren Nachwuchs möchten.

„Die Belastungen und Ressourcen sind jedoch verschieden verteilt“, stellt Ulrike Lux klar. Die 8,2 Millionen Fami­lien unterscheiden sich in ihren Lebenswelten – und damit auch in ihren Herausforderungen im Alltag. Beispielsweise Alleinerziehende: Das Haushaltseinkommen liegt häufig niedriger als in Paarhaushalten. Zum Einkommen des (haupt-)betreuenden Elternteils kommt theoretisch der Unterhalt des getrennt lebenden Elternteils hinzu. „In der Praxis erhält jedoch nur ein Viertel der Kinder regelmäßig den Unterhalt, der ihnen zusteht“, sagt Miriam Hoheisel, Bundesgeschäftsführerin beim Verband alleinerziehender Mütter und Väter in Berlin.

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Für viele Alleinerziehende bedeutet das: mehr arbeiten. So weit die Theorie. Praktisch ist das oft nicht möglich, auch aufgrund fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Und so kommt es, dass Alleinerziehende die Familienform mit dem höchsten ­Armutsrisiko bilden.

Hohe Ausgaben für Familien mit pflegebedürftigen Kindern

Vor besonderen Herausforderungen stehen auch Familien, deren Kind chronisch krank oder pflegebedürftig ist. 200.000 Kinder unter 15 Jahren benötigen in Deutschland Pflege – und die wird fast immer von den ­Eltern geleistet. „Pflegen bringt eine enorme emotionale Belastung mit sich, und es bedeutet auch eine fi­nanzielle Last“, sagt Professor Sven ­Jennessen, Direktor des Instituts für Reha­bilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Familien haben höhere Ausgaben, etwa durch Therapien oder Hilfs­mittel. „Dazu kommt, dass die Eltern in ihrer Berufstätigkeit eingeschränkt sind, weil es zu wenig Betreuungs- und Unterstützungsangebote gibt. Oft sind es Mütter, die ihren Job einschränken oder aufgeben“, erklärt Jennessen. Der Pflegekräftemangel sei ein Riesenproblem und führe dazu, dass sich die Situation von pflegenden Familien verschärfe.

Unterstützungsangebote anpassen

Studien zeigen: Haben Mütter und Väter finanzielle Sorgen, wirkt sich dies auf ihre Psyche aus – und auch der Nachwuchs leidet. „Wenn Eltern unter permanentem Stress stehen und überfordert sind, erziehen sie weniger fürsorglich“, so Ulrike Lux.

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Doch was brauchen Familien, um ihre Herausforderungen gut meistern zu können? „Zunächst einmal ist es wichtig, dass genauer differenziert wird, welche Familien welche Unterstützung benötigen“, sagt Lux. „Nur so wissen wir, wie Unterstützungs­angebote passgenau helfen können.“ Auch familienpolitische Leistungen seien nur dann effektiv, wenn sie jene erreichen, die Unterstützung benötigen. Miriam Hoheisel fordert: „Familienpolitische Leistungen dürfen sich nicht gegenseitig kannibalisieren.“ So komme beispielsweise die Erhöhung des Kindergeldes vielen Alleinerziehenden nicht zugute, da dieses Geld mit anderen Leistungen wie dem Unterhaltsvorschuss verrechnet ­werde.

Wie viel bringt die Kindergrundsicherung?

„Die Kindergrundsicherung kann den Unterschied für Alleinerziehende machen, wenn sie unterm Strich tatsächlich ein Plus in der Haushaltskasse bedeutet“, sagt Hoh­eisel. Die sogenannte Kindergrund­sicherung soll ab 2025 Leistungen wie Kindergeld und Kinderfreibetrag, den Kinderzuschlag, Teile des sogenannten Bildungs- und Teilhabepakets sowie Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch bündeln. Die Rahmenbedingungen müssen also weiter an die Lebenswelten der Familien ange­glichen und für sie passende Lösungen entwickelt werden.

„Als das ­Elterngeld 2007 eingeführt wurde, war das ein Paradigmenwechsel“, sagt Dr. Uta Brehm vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden. Das Elterngeld habe dazu geführt, dass viele Mütter früher in den Beruf zurückgekehrt seien und Väter in relevanter Zahl Elternzeit genommen hätten: Mittlerweile nehmen 43 Prozent der Väter Eltern­zeit. Allerdings, so Brehm, habe diese familienpolitische Leistung nicht alle Familien gleichermaßen erreicht. „Familien mit Migrationshintergrund, geringerer Bildung oder niedrigerer Erwerbs­neigung aufseiten der Frau folgen diesen familienpolitischen Anreizen deutlich seltener“, sagt Brehm.

Entlastungsangebote schaffen

Und: Die innerfamiliäre Arbeitsteilung habe sich kaum verändert. Zwar nehmen Männer Elternzeit, aber danach bleiben die familiären Aufgaben oft bei den Müttern, die häufig in Teilzeit arbeiten und sich um Haushalt und Familie kümmern. Geldleistungen sind wohl nicht immer die beste Hilfe.

Ein Beispiel: Für das kommende Jahr ist eine Pflegegelderhöhung geplant – für pflegende Familien seien jedoch andere Maßnahmen wichtiger, so Jennessen: „Sie brauchen dringend Entlastungsangebote und Betreuungseinrichtungen. Nur so können Kinder teilhaben und Eltern berufstätig sein.“

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Eine Maßnahme, die sich alle Familien wünschen, ist der Ausbau der Kinderbetreuung. „Ausreichend wohnortnahe und bezahl­bare Kita-Plätze mit gut ausgebildetem Personal und für alle einfach ­zugänglich – davon würden alle Familien profitieren“, sagt Uta Brehm. Ganz besonders jene, deren Ressourcen geringer sind, egal ob das Zeit, Geld oder Kenntnisse sind.

Auch jeder Einzelne könne etwas tun, damit das Leben mit Kindern leichter werde, ist Sven Jennessen überzeugt: „Wir sollten vor der Situation der Familien nicht die Augen verschließen, sondern sie nach ihren Bedürfnissen fragen und uns solidarisch für sie starkmachen.“

„Ich möchte, dass meine Kinder Teil der Gesellschaft sind und nicht auf ihre Hautfarbe reduziert werden“

Bastian arbeitet in Vollzeit, Ndey ist aktuell in Elternzeit. Sidney geht in den Kindergarten

Das macht uns glücklich: Uns geht es gut, wenn wir alle gesund sind und Zeit miteinander verbringen können. Das muss kein großer Ausflug oder etwas Besonderes sein. Es ist schön, einfach zusammen zu Hause zu sein oder Familie und Freunde zu Besuch zu haben.

Das macht uns Sorgen: Wichtig ist uns der Erhalt der Gesundheit unserer Kinder und – in der heutigen Zeit wieder aktuell – dass unsere Kinder in Frieden aufwachsen. Auch das Thema Rassismus beschäftigt uns. Ich, Ndey, bin mit 16 Jahren aus Gambia nach Deutschland gekommen und habe viele negative Erfahrungen gemacht. Ich war eine Einser-Schülerin, aber mein Ehr­geiz hat wenig gezählt. Als Schwarze Person ist man immer irgendwie außen vor. Wir möchten, dass unsere Kinder Teil der Gesellschaft sind und nicht auf ihre Hautfarbe reduziert werden. Sie sollen sich frei entfalten dürfen. Dafür fehlt es an Vorbildern. Mit unserem Blog afrokidsgermany.com möchten wir das ändern. Dort stellen wir Kinderbücher mit Schwarzen Kindern vor. Wir möchten Schwarze Kinder sichtbar machen und stärken.

Das wünschen wir uns: Als Schwarze Frau wünsche ich mir mehr Toleranz und mehr Wertschätzung. Eigentlich sollte die Hautfarbe eines Menschen keine Rolle spielen, aber sie tut es leider doch. Als Familie wünschen wir uns von der Politik, dass sie in hochwertige Bildung für unsere Kinder investiert und die Kinderbetreuung ausbaut.

„Wir wollen einfach eine Familie sein - Von Anfang an“

Christina und Katharina mit den Kindern David, 2, und Noah, 12 Wochen, aus Penzberg

Das macht uns glücklich: Wir wohnen in einem Haus am Stadtrand und sind viel in der Natur. Für David ist es toll, dass wir oft draußen sein können, die Pferde versorgen und er am nahe gelegenen Bach Steinchen werfen kann. Ein Spaziergang im Wald tut uns gut in dem stressigen Alltag und gibt Energie. Wir sind froh, dass es hier genug Kindergartenplätze gibt.

Christina (r.) ist derzeit in Elternzeit mit Noah, Katharina (l.) arbeitet Teilzeit. David geht zur Tagesmutter.

Christina (r.) ist derzeit in Elternzeit mit Noah, Katharina (l.) arbeitet Teilzeit. David geht zur Tagesmutter.

Das macht uns Sorgen: Gesellschaftlich spüren wir viel Druck, dass alles perfekt sein muss: Haushalt, Beruf, Familie. Doch das ist nicht zu schaffen, und dieses Bild der perfekten Mutter stresst. Da geht es uns wahrscheinlich wie anderen Familien auch. Wir machen uns auch Sorgen, dass unsere Kinder sich ausgegrenzt fühlen könnten, weil wir eine Regenbogenfamilie sind. Hier auf dem Land fallen wir als Familie doch manchmal auf und müssen vielleicht Aufklärungsarbeit leisten.

Das wünschen wir uns: Wir wollen eine Familie sein – von Anfang an und mit allem, was dazugehört. Wir sind zwar verheiratet, gelten aber nicht automatisch beide als Eltern. Ich, Christina, bin Noahs biologische Mutter, Katharina muss erst noch das Stiefkind­ Adoptionsverfahren durchlaufen, um rechtlich seine Mutter zu sein. Sie braucht ein Attest vom Arzt, ein Führungszeugnis, muss einen Aufsatz schreiben, das Jugendamt kommt und dann noch ein Gerichtstermin. Es ist dringend notwendig, dass sich das ändert und beide Eltern von Anfang an die offiziellen Rechte für das Kind haben, so wie das in jeder heterosexuellen Ehe auch der Fall ist.

„Von meinen Mitmenschen wünsche ich mir mehr Respekt“

Janine und Sohn Jeremyas, 23 Monate, wohnen in Leonberg

Das macht uns glücklich: Unser Alltag ist mit Beruf und Kita eng getaktet. Wenn wir nachmittags zu Hause sind, unsauf die Couch setzen und kuscheln, ist das ein Glücksmoment. Jeremyas malt dann gerne, und ich genieße die gemeinsame Zeit. Da rücken all die Sorgen in den Hintergrund.

Janine erzieht allein und arbeitet, seit ihr Sohn ein Jahr alt ist. Jeremyas besucht eine Krippe.

Janine erzieht allein und arbeitet, seit ihr Sohn ein Jahr alt ist. Jeremyas besucht eine Krippe.

Das macht mir Sorgen: Der finanzielle Aspekt sorgt mich sehr. Ich arbeite 32 Stunden, weil wir sonst nicht hinkommen mit dem Geld, aber eigentlich ist mir das zu viel. Ich gebe Jeremyas all meine Liebe, aber mache mir oft Gedanken, ob nicht etwas auf der Strecke bleibt, wenn er so viel Zeit inder Krippe verbringt. Wir brauchen dringend eine größere Wohnung. Auf Anfragen habe ich bislang nur Absagen bekommen. Ich bin mir sicher, dass das daran liegt, dass ich alleinerziehend bin.

Das wünsche ich mir: Ich möchte als Alleinerziehende nicht immer wie eine Bittstellerin auftreten. Ich muss ständig neue Anträge stellen – ob für den Unterhaltsvorschuss, Kinderzuschlag oder die Kita. Das kostet so viel Zeit, die ich viel lieber mit meinem Kind verbringen würde. Warum muss ich immer wieder alles neu beantragen, wenn sich an unserer Situation nichts ändert? Am Anfang habe ich mich sehr alleingelassen gefühlt. Zum Glück habe ich bei ProFamilia eine gute Beraterin, die mir hilft. Von meinen Mitmenschen wünsche ich mir mehr Respekt und Verständnis. Es ist ein großer Kraftakt, für ein Kind allein verantwortlich zu sein – und es macht einsam.

„Pflegebedürftige Kinder werden von der Politik vergessen“

Bianca und Matthias leben mit ihren Kindern Josefine, 4, und Charlotte, 7, in Bamberg

Das macht uns glücklich: Es ist schön, dass Josefine in den Kindergarten geht. Die Gemeinschaft ist wichtig für sie. Wenn wir nachmittags auf dem Spielplatz sind, gehen andere Kinder offen auf sie zu und beziehen sie ein. Ich bin dankbar, dass wir als Familie so gut funktionieren.

Josefine, 4, hat das ADNP-Syndrom, eine seltene genetische Erkrankung, und benötigt viel Unterstützung. Bianca arbeitet 15 Stunden pro Woche, Matthias 38 Stunden.

Josefine, 4, hat das ADNP-Syndrom, eine seltene genetische Erkrankung, und benötigt viel Unterstützung. Bianca arbeitet 15 Stunden pro Woche, Matthias 38 Stunden.

Das macht uns Sorgen: Es fehlen Unterstützungsmöglichkeiten. Josefine hätte mit Pflegegrad 4 Anspruch auf Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und einen ambulanten Pflegedienst. Doch es gibt hier keine Angebote. Pflegebedürftige Kinder werden von der Politik vergessen. Den Alltag müssen wir alleine wuppen – und bekommen viele Steine in den Weg gelegt. Wenn der Arzt etwa ein Rezept für ein notwendiges Hilfsmittel verschreibt, wird das oft abgelehnt. Ich, Bianca, verbringe viel Zeit mit Widersprüchen, Arzt- und Therapie-Terminen. Josefine wird ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen sein. Wer wird sich um sie kümmern, wenn wir keine Kraft mehr haben?

Das wünschen wir uns: Pflegebedürftige Kinder und ihre Familien sollten von der Politik mitgedacht werden, und es braucht mehr Entlastung. Denn Pflege und Beruf unter einen Hut zu bringen ist nahezu unmöglich. Betroffene Familien müssen sich um alles alleine kümmern und um alles kämpfen. Es wird viel über Inklusion geredet, aber wir sind leider weit davon entfernt.

„Gute Kindergärten sollten selbstverständlich sein“

Katrin und Kai mit Sohn Janne, 2, aus Rietberg bei Lippstadt

Das macht uns glücklich: Wir hatten sehr lange einen Kinderwunsch und mehrere künstliche Befruchtungen hinter uns, bevor wir uns entschieden haben, ein Kind zu adoptieren. Das hat fast drei Jahre gedauert. Janne zu haben ist unser größtes Geschenk! Es ist schön, mit ihm die Welt noch einmal neu zu entdecken und eine Familie zu sein.

Katrin und Kai arbeiten beide 35 Stunden pro Woche, Janne geht zur Tagesmutter.

Katrin und Kai arbeiten beide 35 Stunden pro Woche, Janne geht zur Tagesmutter.

Das macht uns Sorgen: Wir möchten gleichberechtigt leben: uns um Janne kümmern und unseren Berufen nachgehen, uns um den Haushalt kümmern. Das umzusetzen, ohne Familie in der Nähe und ausreichende Kinderbetreuung, ist eine Herausforderung. Die Suche nach einem Kindergartenplatz war extrem aufreibend. Wir haben nur Absagen erhalten. Dabei hat Janne einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Erst im Nachrückverfahren hat er einen Platz bekommen, allerdings nicht hier im Ort, sondern zehn Kilometer entfernt.

Das wünschen wir uns: Mehr Kinder­betreuungsmöglichkeiten. Gute Kinder­ gärten sollten selbstverständlich sein. Wir wünschen uns auch, dass Menschen, die gerne Eltern werden möchten, dies leichter gemacht wird. Kinderwunschbehandlun­gen sind emotional und mental sehr anstrengend. Dazu kommt noch die finanzielle Belastung. Auch der Adoptions­ prozess war sehr intensiv. Das war eine harte Zeit, in der wir uns von der Politik alleingelassen gefühlt haben. Es ist immer noch ein Tabu, darüber zu reden.

Erik wurde mit 22 Vater. Er und seine Freundin wünschten sich beide schon früh ein Kind.

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Quellen: