Schnupfen – Ursachen: Allergischer Schnupfen

Immer mehr Menschen leiden im Frühjahr und Sommer unter Heuschnupfen oder haben wegen einer anderen Allergie das ganze Jahr über eine laufende Nase

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 23.05.2017

Blühende Wiesen: Für von Heuschnupfen Geplagte oft eine Qual


Allergischer Schnupfen: Laufende Nase, tränende Augen

Eine allergische Rhinitis ist Teil einer überschießenden, entzündlichen Abwehrreaktion gegen eingeatmete Teilchen oder Stoffe. Diese sind häufig an sich harmlos, sie entwickelten sich aber für eine steigende Zahl von Menschen aus unterschiedlichen Gründen zu einem Allergieauslöser (Allergen).

Heuschnupfen ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen. Tritt er jahreszeitlich begrenzt (saisonal) akut auf, sind in der Regel Pollen, Blütenstaubteilchen von Bäumen oder Gräsern die Allergene. Für eine ganzjährige, chronische allergische Rhinitis sind häufig Hausstaubmilben, Tierhaare und -schuppen sowie Schimmelpilze oder allergieauslösende Lebensmittel verantwortlich. Manchmal dauern die Symptome eines eher als saisonal einzuordnenden Schnupfens in abgeschwächter Form auch das Jahr über an. Die Grenzen sind oft nicht eindeutig zu ziehen. Daher teilen Mediziner die allergische Rhinitis inzwischen hauptsächlich nach der Dauer und Stärke der Beschwerden ein. Eine weitere wichtige Rolle spielen auch unterschiedliche Arbeitsstoffe, die eine berufsbedingte allergische Rhinitis verursachen können.

Nicht selten zieht ein allergischer Schnupfen andere Erkrankungen nach sich, wie Nasennebenhöhlenentzündungen, Hautausschläge oder Asthma. Wobei hier oft Wechselbeziehungen bestehen. So haben Menschen mit Asthma sehr häufig gleichzeitig auch einen allergischen Schnupfen.

Symptome: Kennzeichnend sind eine fließende Nase mit vorwiegend wässrigem Schleim, tränende Augen, Niesanfälle, Jucken in Nase, Augen und am Gaumen. Die Nasenschleimhaut ist geschwollen ("verstopfte Nase"). Oft kommt Hustenreiz dazu. Manchmal leiden die Betroffenen auch unter Kopfschmerzen, Müdigkeit und Atembeschwerden.

Bei Pollenallergien zeigen sich die Symptome vor allem im Frühjahr und Sommer, etwa von März bis Juli oder in den Spätsommer hinein. Bei anderen Allergieauslösern bestehen die Beschwerden das ganze Jahr über, unabhängig von der Jahreszeit. Dazwischen sind beschwerdefreie Zeitspannen möglich. Die Symptome können aber auch beständig an den meisten Tagen vorhanden sein.