Die beiden Herzkammern pumpen in regelmäßigem Takt: Die linke Herzkammer transportiert sauerstoffreiches Blut über die Hauptschlagader (Aorta) in den Körperkreislauf. Die rechte Herzkammer pumpt das sauerstoffarme, aus dem Körper zurückfließende Blut über die Lungenschlagader in den Lungenkreislauf. Auf die Auswurfphase (Systole) folgt die Erholungsphase (Diastole) des Herzens, in der sich die Herzkammern wieder mit Blut füllen. Sie erhalten ihr Blut aus den beiden Vorkammern.

Jeweils zwei Herzklappen in der rechten und linken Herzhälfte, die wie Ventile arbeiten, sorgen dafür, dass das Blut nur in einer Richtung fließt. (Mehr dazu im Kapitel "Herzklappen-Funktion").

UNSER EXPERTE: Professor Dr. med. Wolfram Delius, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

UNSER EXPERTE: Professor Dr. med. Wolfram Delius, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Von einem Herzklappenfehler spricht man, wenn die Herzklappe durch eine Erkrankung nicht mehr richtig schließt (Klappeninsuffizienz) oder zu eng (Klappenstenose) geworden ist. Je nach Schweregrad des Klappenfehlers entwickelt sich allmählich oder akut eine Herzschwäche mit entsprechenden Symptomen.

Die Diagnose eines Herzklappenfehlers wird heute in erster Linie mit der Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) gestellt. Die Entscheidung darüber, wie lange ein Klappenfehler konservativ – also mit Medikamenten – behandelt werden kann, und ab wann ein operativer Klappenersatz (oder eine Katheterintervention) erforderlich ist, muss individuell gefällt werden.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.