Chronische Bronchitis / COPD: Diagnose

Während die Diagnose der chronischen Bronchitis im Wesentlichen anhand der Angaben des Patienten gestellt wird, erfordert der Nachweis einer COPD die Durchführung eines Lungenfunktionstests

aktualisiert am 17.08.2016

Sorgfältiges Abhören dient der Diagnosefindung


Es ist wichtig, den Beginn einer Bronchialverengung so früh wie möglich zu erkennen, damit die Krankheit noch gut behandelt werden kann.

Der Arzt bekommt durch die Krankengeschichte sowie durch Angaben zu Beschwerden und Lebensstil des Patienten erste Hinweise. Als nächstes hört und klopft er den Brustkorb ab. Dabei kann der Arzt unter Umständen ein pfeifendes oder brummendes Geräusch wahrnehmen, wenn der Patient ausatmet.

Da auch andere Krankheiten zu ähnlichen Symptomen führen, muss der Arzt die anderen möglichen Ursachen in Betracht ziehen und gegebenenfalls ausschließen. Dazu gehören zum Beispiel Krankheiten wie Asthma, eine Lungenentzündung, Lungenkrebs, Tuberkulose oder Herzkrankheiten.

Lungenfunktionstest

Anhand der sogenannten Spirometrie wird die Lungenfunktion überprüft. Der Patient pustet dazu mit maximaler Kraft in ein Messgerät, nachdem er tief eingeatmet hat. Mit dieser Methode wird unter anderem der Kennwert "FEV1" bestimmt: das forciert ausgeamtete (expirierte) Volumen in der ersten Sekunde. Es gibt Auskunft darüber, ob die Atemwege verengt sind beziehungsweise wie sehr die Atmung beeinträchtigt ist. Mehr dazu können Sie hier lesen: Spirometrie. Mit Hilfe der Ganzkörperplethysmografie lassen sich die Bronchialverengung und das Ausmaß der Lungenüberblähung noch genauer erfassen. Eine Ganzkörperplethysmografie wird in der Regel nur vom Lungenfacharzt durchgeführt.

Eine Blutgasanalyse kann der Arzt einsetzen, um die Sauerstoffversorgung des Organismus und die Abatmung des Kohlendioxids zu überprüfen.

Mit Belastungstests (Fahrrad- oder Laufbandergometrie, Spiroergometrie) lassen sich Veränderungen der Lungenfunktion oft deutlicher und früher nachweisen als in Ruhe.

Bei Verdacht auf eine Infektion kann der Arzt auch eine Probe des morgendlichen Auswurfs (Sputum-Probe) auf Keime untersuchen lassen und ein Röntgenbild der Lunge anfertigen – letzteres kann auch ein Bronchialkarzinom sichtbar machen.

Des Weiteren kommen bei Bedarf Diagnoseverfahren wie eine Blutabnahme, eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) oder ein EKG (Elektrokardiogramm) infrage.