Nahrungsmittelallergien: Wissenswertes

Eltern allergiegefährdeter Kinder sollten mit dem Kinderarzt besprechen, was sinnvoll ist, um einer Überempfindlichkeit vorzubeugen
aktualisiert am 21.06.2016

Stillen: Nicht nur für sensible Säuglinge positiv

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Menschen mit Nahrungsmittelallergien leiden nicht selten auch an atopischer Dermatitis, allergischem Asthma und/oder Heuschnupfen. Ein Grund für diese Häufung ist eine vermehrte Bereitschaft zu allergischen Reaktionen (Atopie). Diese Veranlagung kann von den Eltern auf die Kinder übertragen werden. So hat ein Neugeborenes ohne vorbelastete Eltern ein etwa 15-prozentiges Risiko, eine Allergie zu entwickeln. Ist ein Elternteil Allergiker, steigt das Risiko auf 20 bis 40 Prozent, sind beide betroffen, beträgt es 50 bis 60 Prozent.

Es gibt Empfehlungen, wie sich der Ausbruch einer Allergie bei Kindern mit entsprechender Veranlagung möglicherweise verhindern lässt. So kann es zum Beispiel sinnvoll sein, auf eine möglichst geringe Hausstaubmilben-Belastung zu achten und auf Haustiere zu verzichten. Die Eltern sollten nicht Rauchen und es wird empfohlen, die betroffenen Kinder vier bis sechs Monate lang zu stillen. Für nicht gestillte Säuglinge mit hohem Allergierisiko kann eine hypoallergene Ernährung sinnvoll sein. Eine allgemeine Diät oder Meidung spezieller Nahrungsmittel im ersten Lebensjahr zur Allergievorbeugung kann nicht empfohlen werden. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Fischkonsum des Kindes im ersten Lebensjahr einen schützenden Effekt auf die Allergieentwicklung hat.

Ob und welche dieser Maßnahmen in ihrem Fall geeignet sind, sollten Eltern allergiegefährdeter Kinder zuvor jedoch unbedingt mit dem Kinderarzt besprechen.

Kommt es trotzdem zu einer Allergie, lässt sich der Verlauf schwer vorhersagen. Drei Viertel der Kleinkinder verlieren ihre Allergien im Laufe der ersten Lebensjahre, andere später, manche gar nicht. Wer dagegen erst im Erwachsenenalter erkrankt, ist gut beraten zu lernen, lebenslang mit der Nahrungsmittelallergie zurechtzukommen.


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