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Uveitis: Diagnose

Der Augenarzt kann eine Uveitis erkennen, indem er das Augeninnere untersucht. Da diese Entzündung häufig mit anderen Krankheiten einhergeht, schließen sich meist weitere Untersuchungen an

aktualisiert am 30.03.2015
Mit einer Spaltlampe kann man die Diagnose Uveitis stellen

Durch eine Spaltlampe kann der Augenarzt ins Innere des Auges blicken und dort zum Beispiel Ablagerungen erkennen, die typisch für eine Uveitis sind


Eine Uveitis, die den vorderen oder mittleren Augenabschnitt betrifft, kann der Augenarzt unter anderem mit Hilfe einer Spaltlampe erkennen. Mit ihr durchleuchtet er das Auge und sieht zum Beispiel Veränderungen auf der Hornhaut, der Linse und im Glaskörper. Bei einer vorderen Uveitis können sich hinter der Hornhaut weißgraue Ablagerungen bilden, die aus Entzündungszellen und Eiweißen bestehen. Auch wenn sich im Glaskörper trübe Schlieren oder Ablagerungen befinden, kann der Arzt sie per Spaltlampe entdecken. Sie können auf eine mittlere Uveitis hinweisen.

Vermutet der Arzt eine hintere Uveitis, nimmt er eine Augenspiegelung vor, um den Augenhintergrund zu untersuchen. Dabei fallen Glaskörpertrübungen und entzündete Bereiche auf, die von dieser Uveitisform ausgehen können.

Eine Gefäßhautentzündung tritt oft gemeinsam mit anderen Krankheiten auf. Sie kann einerseits deren Folge sein, andererseits auch das erste Anzeichen dafür darstellen. Aus diesem Grund schließen sich normalerweise – bei einem entsprechenden Facharzt – weitere Untersuchungen an. Besteht beispielsweise der Verdacht, dass eine Borreliose dahintersteckt, lassen sich unter Umständen Antikörper gegen die Erreger im Blut nachweisen. Könnte eine Sarkoidose der Auslöser sein, empfiehlt sich eine Röntgenaufnahme der Lunge. Auch wenn möglicherweise gleichzeitig rheumatische Krankheiten vorliegen, muss der Facharzt eine gezielte Diagnostik veranlassen.

Wichtig: Eine Uveitis macht sich oft lange Zeit nicht bemerkbar und wird rein zufällig entdeckt, wenn der Augenarzt routinemäßig die Augen untersucht. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto eher kann es jedoch zu Komplikationen kommen.