Warum ist Magnesium wichtig?

Magnesium spielt im Stoffwechsel und für die Funktion von Muskel- und Nervenzellen eine wichtige Rolle. Es ist auch für die Muskeln von großer Bedeutung, die wir nicht bewusst steuern können. Dazu zählen zum Beispiel die Muskeln in den Bronchien oder auch in den Wänden von Magen und Darm sowie der Blutgefäße.

In welchen Lebensmitteln ist Magnesium enthalten?

Der Mineralstoff steckt unter anderem in Nüssen, Sojabohnen, Vollkornprodukten, Bananen und Milch.

Worauf sollte man bei der Magnesium-Versorgung achten?

Zu wenig Magnesium im Körper kann zu einem Mangel an Vitamin D führen. Deshalb kann es sich lohnen, bei einem Vitamin-D-Mangel auch den Magnesiumwert im Blick zu behalten. Ob der Laborwert im Normalbereich liegt und wie der Laborwert einzuordnen ist, erklären gegebenenfalls der Arzt oder die Ärztin.

Bei einer ausgewogenen Ernährung ist ein echter Mangel eher selten. Trotzdem sollte man darauf achten, ausreichend versorgt zu sein. Vor allem magnesiumreiches Mineralwasser kann eine sinnvolle Ergänzung sein.

Wer kann einen erhöhten Magnesiumbedarf haben?

  • Alkoholkranke
  • Menschen, die zum Beispiel wegen einer chronischen Darmerkrankung Magnesium schlechter aufnehmen können
  • Patienten, die Diuretika einnehmen

Kompetente Beratung: Manche Medikamente, wie Diuretika, können einen Magnesiummangel begünstigen. In der Apotheke vor Ort erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur richtigen Einnahme.

Hilft Magnesium wirklich bei Muskelkrämpfen?

Ein Mangel kann zwar Wadenkrämpfe begünstigen. Ist es bereits zu einem Krampf gekommen, hilft es aber nicht unbedingt, Magnesium einzunehmen. Zumindest konnte bislang keine Studie einen eindeutig positiven Effekt nachweisen.

Deutlich wirksamer ist es, bei einem Krampf die Muskulatur zu dehnen. Zum Beispiel, indem man die Zehen Richtung Körper zieht und mit der Ferse nach vorne tritt. Wer es trotzdem mit Magnesiumpräparaten versuchen will, sollte das mit dem Arzt absprechen.

Krampf Schnelle Hilfe

Was gegen Muskelkrämpfe hilft

Hinter Muskelkrämpfen können viele Ursachen stecken. Wie die Beschwerden sich behandeln lassen, erklärt Apotheker Christian Bauer aus Burglengenfeld

Wie könnte sich ein Magnesiummangel äußern?

Er kann zu Krämpfen in den Gliedmaßen führen, etwa in den Waden, oder Herzrhythmusstörungen begünstigen. Auch das Risiko für Typ-2-Diabetes kann steigen.

Was passiert bei Überdosierung von Magnesium?

Zu viel Magnesium führt häufig zu Durchfall. Wer Nahrungsergänzungsmittel nehmen will, sollte diese am besten in der Apotheke vor Ort kaufen und sich beraten lassen.

Wie hoch ist der tägliche Magnesiumbedarf?

Der Tagesbedarf liegt bei Frauen zwischen 51 und 65 Jahren bei 300 mg, für Männer bei 350 mg. Diese Menge enthalten zum Beispiel:

  • 200 Gramm Nüsse
  • 60 Gramm Weizenkleie
  • 200 Gramm Bohnen
  • 250 Gramm Haferflocken
  • 250 Gramm Sonnenblumenkerne

Fachliche Beratung:

Apothekerin Christine Gitter

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor stark unterscheiden. Weiterhin gibt es unter Umständen starke tageszeitliche und (saisonale) jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.