Nektarine: Glatter Pfirsich

Die empfindliche gelb-rote Frucht hat viele wertvolle Inhaltsstoffe. Hauptsaison der Nektarine, die eigentlich ein Pfirsich ist: Die Sommermonate

06.08.2014

Nektarinen: Herrlich süß


Inhaltsstoffe: Weniger Wasser und mehr Zucker als der Pfirsich

Nektarinen enthalten unter anderem Vitamin E, Beta-Carotin und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. Die aromatischen Früchte haben einen niedrigeren Wasser- und einen höheren Zuckergehalt als Pfirsiche.

Herkunft: Wärmeliebende Bäume

Nektarinen stammen aus China, wo sie schon vor Jahrtausenden angebaut wurden. Am botanischen Namen der Nektarine, Prunus Persica, ist der Weg nach Europa erkennbar: Pfirsiche und Nektarinen gelangten über Persien nach Griechenland und Rom. Der Baum braucht ein wärmeres Klima und ist frostempfindlich, daher ist er eher in gemäßigteren Klimazonen zu finden. In unseren Breitengraden gedeiht er allenfalls in milden Weinanbaugebieten.

Botanik: Die Nektarine ist ein Pfirsich

Die Nektarine ist keine Mischung aus Pflaume und Pfirsich: Botanisch gesehen ist die Nektarine eine glatte, unbehaarte Varietät des Pfirsichs mit ein wenig festerem Fleisch. Wegen dieser natürlichen Mutation können an Pfirsichbäumen Nektarinen wachsen und umgekehrt. Der Pfirsichbaum stammt aus der Familie der Rosengewächse und wird bis zu acht Meter hoch. Die der Sonne zugewandte Seite des Baumes entwickelt eine rötliche Farbe. Die Blüten sind rosa und entstehen im Frühjahr noch vor den lanzettförmigen Blättern. In dieser Zeit ist der Baum sehr frostempfindlich.

Es gibt steinlösende und steinhaftende Sorten, letztere werden eher zu Konserven verarbeitet. Nektarinen haben weißes oder gelbes Fruchtfleisch – aromatischer sind die weißfleischigen. Die diskusförmigen Plattnektarinen haben zwar ein rötlicheres Fleisch, schmecken allerdings besonders intensiv.

Nektarinen-Saison: Von Juni bis Oktober

Von Juni bis Oktober ist die Hauptsaison der gelb-orangen Früchte, auch wenn sie das ganze Jahr über, meist als Konserven oder Importware, erhältlich sind. Die meisten Nektarinen stammen aus Italien, Spanien und Frankreich, einige kommen auch aus Griechenland, Chile, Südafrika, der Türkei, Argentinien und Ägypten.

Lagerung: Sensible Nektarinen

Die Früchte reifen zwar nach der Ernte nach – werden sie aber zu früh gepflückt, erreichen sie nie Genussreife. Diese Nektarinen sind sehr hart und das Fruchtfleisch schimmert grünlich. Auch die Haut unreifer Früchte ist noch nicht von Grün nach Gelb umgeschlagen. Reife Nektarinen ohne Druckstellen sind am besten im Kühlschrank aufgehoben und dort einige Tage haltbar. Sind bereits Schäden erkennbar, verderben sie schnell. Nektarinen sondern das Pflanzenhormon Ethylen ab: Das sorgt für eine raschere Reifung anderer Obstsorten – aber auch für einen schnelleren Verderb. Nektarinen sollten daher am besten separat gelagert werden.

Tipps zur Zubereitung von Nektarinen: Kompott bis Müsli

Nektarinen schmecken frisch und roh wunderbar süß. Die Schale kann mitgegessen werden. Im Müsli, Obstsalat, Kuchen und in Desserts machen sie sich hervorragend, genau wie in Marmeladen, Kompotten und Fruchtbowlen. Produkte wie Liköre und Schaumweine werden eher aus Pfirsichen hergestellt. Die Steine sollten nicht mitgegessen werden, da sie Blausäure enthalten. Für ein rasches Entkernen: Die Nektarine mittig anschneiden und die beiden Hälften gegeneinander drehen.

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Nährwerttabelle: Nektarine (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
56

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
12

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
10
Kalium (K)
210
Calcium (Ca)
5
Magnesium (Mg)
10
Phosphat (P)
20
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
440
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,02
Vitamin B2 (mg)
0,05
Vitamin B6 (mg)
0,02
Folsäure (µg)
5
Vitamin C (mg)
8
 

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle