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Vaskuläre Demenz: Ursachen

Eine vaskuläre Demenz entsteht als Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn

aktualisiert am 18.04.2016
Schlaganfall, Verstopfung der Gefäße

Ein Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung kann eine vaksuläre Demenz auslösen. Um die komplette Grafik zu sehen, bitte auf die Lupe oben links klicken


Das Gehirn muss – wie alle Organe – lückenlos mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Das geschieht über die großen Hirnschlagadern, die sich im Gehirn in viele kleine Blutgefäße aufzweigen. Entstehen Versorgungsengpässe, erhalten Gehirnzellen zu wenig Sauerstoff. Sie nehmen Schaden oder sterben ab.

Das kann in Form eines plötzlichen dramatischen Ereignisses passieren: Bei einem Schlaganfall verstopft oder reißt ein größeres Blutgefäß. Ein ausgedehntes Hirnareal wird von der Blutversorgung abgeschnitten. Viele Nervenzellen gehen innerhalb kurzer Zeit zugrunde. Ein Schlaganfall hat meistens deutliche Ausfallerscheinungen wie Lähmungen, Sehstörungen oder Sprachstörungen zur Folge. Darüber hinaus kann sich eine vaskuläre Demenz einstellen.

Häufiger entsteht die Krankheit jedoch in einem eher schleichenden Prozess: So kann beispielsweise ein jahrelanger, unbehandelter Bluthochdruck die Wände der kleinen Blutgefäße schädigen. Sie werden dicker und starrer, das Blut fließt schlechter. Allmählich kommt es zur Mangelversorgung an verschiedenen Stellen im Gehirn.

Risikofaktoren für eine vaskuläre Demenz sind:

  • Höheres Lebensalter
  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
  • Ungünstige Blutfettwerte (vor allem hoher LDL-Cholesterinwert, niedriger HDL-Cholesterinwert)

Auch manche Herzerkrankungen erhöhen die Gefahr, an einer vaskulären Demenz zu erkranken, zum Beispiel eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Herzrhythmusstörungen – vor allem so genanntes Vorhofflimmern. Bei dieser verbreiteten Rhythmusstörung pumpen die Herzvorhöfe nicht mehr richtig, was die Blutströmungsverhältnisse im Herz verändert. Das Blut kann leichter verklumpen, so dass "Blutklümpchen" (Thromben) im Herz entstehen. Werden sie mit dem Blutstrom in die Gehirnarterien gespült, bleiben die Thromben dort stecken und verstopfen die Blutbahn (Embolie). Bei Vorhofflimmern verschreibt der Arzt deshalb oft vorbeugend gerinnungshemmende Medikamente.

Wer die Risikofaktoren reduziert oder nach Möglichkeit ausschaltet, beugt einer vaskulären Demenz bis zu einem gewissen Grad vor. (Mehr dazu im Kapitel Vorbeugung).

Allerdings gibt es auch unbeeinflussbare Risiken, wie höheres Lebensalter oder Veränderungen in den Erbanlagen, die zum (Mit-)Auslöser einer vaskulären Demenz werden können.