Achillessehnenverletzungen: Diagnose

Das Gespräch zwischen Arzt und Patient und die körperliche Untersuchung liefern erste Hinweise für die Diagnose "Achillessehnenverletzung"
aktualisiert am 16.03.2017

Der Arzt erkundigt sich nach aktuellen und früheren Beschwerden im Bereich der Achillessehne. Er möchte zum Beispiel wissen, welche Aktionen die aktuellen Schmerzen ausgelöst haben, er fragt nach begleitenden Krankheiten, nach Sport und Bewegungsgewohnheiten.

Dann untersucht der Arzt den Patienten: Er prüft wie der Patient geht, ob er auf den Zehenspitzen gehen und auf einem Bein stehen kann. Das betroffene Sprunggelenk wird auf Funktion und Schmerzempfindlichkeit beurteilt. Außerdem tastet der Arzt den Bereich um die Sehne ab. Einige Zentimeter über der Ferse ist bei einem Riss eine Delle feststellbar.

Der "Wadenkneiftest" nach Thompson: Drückt der Arzt die Wadenmuskulatur zusammen, bewegt sich der Fuß normalerweise reflexartig in eine Spitzfußhaltung – also Fußspitze nach "unten", Ferse nach "oben". Funktioniert das nicht mehr richtig, ist der "Wadenkneiftest" positiv, also auffällig. Dann liegt aller Wahrscheinlichkeit nach ein Achillessehnenriss vor.

Sollte die Diagnose noch unsicher sein, kann der Arzt eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) vornehmen. Dabei sind Einzelheiten der Achillessehnen-Verletzung zu erkennen. Weitere Untersuchungen zur Diagnosesicherung sind gegebenenfalls eine Kernspintomografie der betreffenden Stelle. So lässt sich zum Beispiel klären, ob kleine Gewebeanteile im Inneren der Sehne abgestorben sind. Bei einer direkten Verletzung, beispielsweise einer Stoßverletzung, kann auch eine Röntgen-Untersuchung der angrenzenden Knochen erforderlich sein.


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