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Morbus Crohn: Symptome

Bauchschmerzen und lang anhaltende heftige Durchfälle – das sind die typischen Anzeichen eines Morbus Crohn

27.06.2013
Toilettenpapier

Ein akuter Krankheitsschub äußert sich durch starken Duchfall, der für Wochen anhält


Wässrige, zum Teil auch schleimige Durchfälle, die für mehrere Wochen anhalten, stellen mit das häufigste Symptom eines Morbus Crohn dar. Fieber kann den Durchfall begleiten, Blut befindet sich eher selten darin. Dazu kommen oft heftige Bauchschmerzen, die Patienten mitunter als krampfartig beschreiben. Die Schmerzen treten in vielen Fällen im rechten Unterbauch auf. Der Grund: Hier befindet sich der am häufigsten von Morbus Crohn betroffene Darmabschnitt – das Ende des Dünndarms sowie der obere Abschnitt des  Dickdarms.

Als weitere Anzeichen kommen ein ungewollter Gewichtsverlust sowie ein Mangel an Appetit infrage. Die Crohn-Krankheit beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf den Magen-Darm-Trakt. Beschwerden wie Schmerzen an Knie- oder Sprunggelenk, entzündliche Hautveränderungen oder chronische Müdigkeit (Fatigue-Syndrom) können für eine sogenannte extraintestinale Manifestation sprechen.

Unklare Symptome bei Kindern

Leiden Kinder an Morbus Crohn kann sich die Krankheit auch ganz anders bemerkbar machen: Sie wachsen womöglich langsamer und kommen später in die Geschlechtsreife. Meistens kommt es jedoch auch bei ihnen zu Durchfall und/oder Bauchschmerzen.

Wichtig: Morbus Crohn betrifft – wie bereits erwähnt – zwar vorwiegend den Verdauungstrakt, aber nicht nur. Zudem können sich verschiedene Teile des Darms entzünden, vom oberen Dünndarm bis zum Dickdarm. Die Krankheit schreitet nicht von einer Stelle ausgehend kontinuierlich fort. Es gibt vielmehr gesunde und kranke Darmabschnitte (segmentaler Befall). Manche Betroffenen verspüren nur leichte Symptome, andere leiden unter heftigen Beschwerden. Da die Krankheit in Schüben verläuft, gibt es beschwerdefreie Phasen und Zeiten, in denen Morbus Crohn Probleme bereitet. Die  Symptome gestalten sich aus diesen Gründen sehr unterschiedlich und sind vor allem zu Beginn ziemlich unspezifisch.

Morbus Crohn: Komplikationen

Wird die Darmschleimhaut und/oder die Darmwand durch die chronische Entzündung krankhaft verändert, können sich unangenehme Begleiterscheinungen einstellen. Mediziner sprechen hierbei von den Komplikationen eines Morbus Crohn. Dazu gehören einerseits die Bildung von Engstellen (Stenosen) und andererseits Fisteln, Fissuren oder Abszesse. Bei einer Fistel handelt es sich um einen Verbindungsgang, einer Art Tunnel, der von einem Darmabschnitt zum nächsten reicht. Selten endet dieser Verbindungsgang blind.

Solche Fisteln sind besonders gefährlich, weil sich daraus oft Eiteransammlungen (Abszesse) bilden. Die Fistel kann den Darm aber auch mit anderen Organen verbinden, zum Beispiel der Blase oder der Haut. Fissuren betreffen meist den After und sind Risse, welche die Haut im Analkanal verletzen. Neben diesen Folgen kann es auch zu einem Darmverschluss – meist als Folge einer Engstelle (Stenose) – kommen oder einem sogenannten Malabsorptions-Syndrom. Es entsteht, wenn dem Körper – bedingt durch die Krankheit – wichtige Nährstoffe verloren gehen und er dadurch an einem Nährstoffmangel leidet.