Senioren Ratgeber

Wie hoch ist Ihr persönliches Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen? Das können Sie in einem einfachen Selbsttest herausfinden. Zehn Fragen helfen dabei, die eigene Belastung zu erkennen und welche gesundheitlichen Folgen damit verbunden sein können.

Durch die Unterstützung/ durch die Pflege hat die Zufriedenheit mit meinem Leben gelitten.

Ich fühle mich körperlich erschöpft.

Ich habe hin und wieder den Wunsch, aus meiner Situation "auszubrechen".

Ich empfinde mich manchmal nicht mehr richtig als "Ich selbst".

Mein Lebensstandard hat sich durch die Unterstützung/ durch die Pflege verringert.

Durch die Unterstützung/ durch die Pflege wird meine Gesundheit angegriffen.

Die Unterstützung/ die Pflege kostet viel von meiner eigenen Kraft.

Ich fühle mich "hin und her gerissen" zwischen den Anforderungen meiner Umgebung (meiner Familie) und den Anforderungen durch die Unterstützung/ durch die Pflege.

Ich sorge mich aufgrund der Unterstützung, die ich leiste/ aufgrund der Pflege um meine Zukunft .

Wegen der Unterstützung/ der Pflege leidet meine Beziehung zu Familienangehörigen, Verwandten, Freunden und Bekannten.

40 Punkte: niedrig Das bedeutet:
Sie haben ein erhötes Risiko for körperliche Beschwerden, die über dem üblichen Ausmaß an Beschwerden In Ihrer Altersgruppe liegen.
Empfehlung:
Versuchen Sie sich mehr zu entlasten und mehr Erholung zu bekommen.
Klicken Sie hier, um das ausführliche Ergebnis als PDF herunterzuladen.

Frage 1 von 10

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Entwickelt haben den Test Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Zentrum für Medizinische Versorgungsforschung der psychiatrischen Universitätsklinik Erlangen: Seit über 25 Jahren forscht Prof. Dr. Elmar Gräßel zur subjektiven Belastung pflegender Angehöriger. In seiner jetzigen Form hat Gräßel den Test zusammen mit Dr. Anna Pendergrass weiterentwickelt.

Der einfache Test funktioniert wie eine Ampel: "Ich kann schnell sehen, ob ich mich im grünen Bereich befinde und mit der häuslichen Pflege zur Zeit gut zurechtkomme, oder ob ich vielleicht mehr Hilfe in Anspruch nehmen muss, damit es mir dabei gut geht", erklärt Pendergrass. Wer sich im gelben Bereich befindet, ist schon etwas angeschlagen. Im roten Bereich wird es kritisch: Die Personen hat ein hohes Risiko, mehr körperliche Beschwerden zu haben und ein hohes Risiko, depressiv zu sein. "Mit dem Test wollen wir pflegenden Angehörigen einen Anstoß geben, sich Hilfe zu holen. Sie leisten jeden Tag unheimlich viel und vergessen dabei leider zu oft an sich selbst zu denken", sagt die Wissenschaftlerin. Spätestens wenn das Testergebnis Alarm schlägt, sollten die Pflegenden aktiv werden: Der Hausarzt und/oder die Beratungsstellen für pflegende Angehörige sind dann genau die Stellen, an die sich die Angehörigen wenden sollten, um den Ursachen einer Überlastung auf den Grund zu gehen und Abhilfe einzuleiten. "Erst der Test und dann zum Arzt oder zur Beratung: Das wäre die ideale Vorgehensweise", bekräftigt Mediziner Gräßel.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tests nutzt dieser Fragebogen ein erprobtes wissenschaftliches Verfahren. Die Forscher nahmen an Gesprächskreisen für pflegende Angehörige teil und konnten darin Muster erkennen. Diese wurden mit dem weltweiten Forschungsstand zu dem Thema abgeglichen. Aus den Informationen beider Quellen entwickelten sie über mehrere Jahre die Häusliche-Pflege-Skala (HP-Skala). Der Test wurde mittlerweile in über 20 Sprachen übersetzt – von Türkisch bis Polnisch. Wöchentlich bekommen die Forscher weitere Anfragen aus aller Welt mit der Bitte, den Test auch in anderen Ländern nutzen zu dürfen. Auf www.caregiver-burden.eu ist er in einer kurzen und langen Version kostenlos verfügbar.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise. Er kann einen Arztbesuch oder eine individuelle Beratung nicht ersetzen.