Wofür wird Torasemid angewendet?

Torasemid wird bei Menschen mit Bluthochdruck verordnet und bei Wassereinlagerungen infolge einer Herzschwäche. Es sorgt dafür, dass eingelagertes Wasser über den Urin vermehrt ausgeschieden wird.

Wie wirkt Torasemid?

Welche Nebenwirkungen kann Torasemid hervorrufen?

Nebenwirkungen durch die Einnahme von Torasemid sind meist abhängig von der Dosis und davon, wie lange es schon eingenommen wird. Zu Beginn kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall kommen. Auch Muskelkrämpfe und Müdigkeit sind möglich. Außerdem kann der Wasser- und Salzhaushalt gestört sein; das äußert sich oft mit Kopfschmerzen und Schwindel. Nehmen Sie in diesen Fällen Kontakt zu Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt auf.

Wussten Sie, dass ...

...Dopingtests positiv ausfallen können, wenn Torasemid eingenommen wird? Torasemid bewirkt eine kurzzeitige Gewichtsabnahme; Sportlerinnen und Sportler erreichen eine niedrigere Gewichtsklasse. Äußerst riskant: Es droht ein Gehirnödem.

Welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich?

Die Einnahme von Torasemid kann die Wirkung anderer Medikamente verändern. Die blutdrucksenkende Wirkung von Sartanen kann verstärkt sein; zusammen mit bestimmten Antidiabetika wie Metformin wird der Blutzucker weniger gut gesenkt. Bei Bedarf wird die Dosierung angepasst.

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Auch der Effekt von Torasemid kann beeinträchtigt werden. Kombiniert mit Arzneien wie Ibuprofen oder Probenecid kann es abgeschwächt wirken.

Darauf müssen Sie achten:

  • Ausreichend trinken! Klingt seltsam bei einer Entwässerungstablette, ist aber wichtig – damit es zum Beispiel nicht zu einer Bluteindickung kommt. Die steigert das Thromboserisiko. Wie viel Sie genau trinken sollen, besprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit ist Torasemid nicht Mittel der Wahl. Ist dennoch ein Medikament gegen Bluthochdruck und Ödeme notwendig, sollte zunächst Hydrochlorothiazid in Betracht gezogen werden.
  • Torasemid darf nicht von Menschen mit Nierenversagen eingenommen werden, die kaum noch Urin produzieren können. Auch Patientinnen und Patienten, die starke Probleme beim Wasserlassen haben, wird es nicht verordnet.

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Quellen:

  • Ernst Mutschler: Mutschler Arzneimittel Torasemid, Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie.. In: Fachbuch 2013, 0: 650-653
  • Swissmedic genehmigte Fachinformation: Torasemid-Mepha 5mg/ 10mg/ 20mg / 200 mg Tabletten. Compendium.ch: https://compendium.ch/... (Abgerufen am 23.06.2022)
  • Pschyrembel Redaktion : Natrium-Kalium-Chlorid-Symporter. Pschyrembel Online: https://www.pschyrembel.de/... (Abgerufen am 22.06.2022)
  • Autoren der Altmeyers Enzyklopädie: Schleifendiuretika. Springer : https://www.altmeyers.org/... (Abgerufen am 20.06.2022)
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