Inhaltsstoffe der Zuckerschote: Eiweiß- und zuckerreich

Zuckererbsen enthalten besonders viel Eiweiß und sind somit eine wertvolle Proteinquelle. Daneben sind die Kaiserschoten, wie sie auch genannt werden, reich an Kohlenhydraten, Ballast- und Mineralstoffen. Vor allem sind sie eine wichtige Quelle für Vitamin C und B-Vitamine. Und, wie es der Name schon verrät: Der Zuckeranteil der Kaiserschoten ist recht hoch, daher haben sie einen süßlich-frischen Geschmack. Die Sorte der Zuckererbsen wird mitsamt der Hülle gegessen, darin das noch nicht entwickelte Korn.

Herkunft der Zuckererbse: Uralte Kulturpflanze

Die Erbse kommt aus Vorderasien und wanderte wohl über den Nahen Osten nach Europa. Ihre Urform ist seit dem Altertum bekannt. Damals wurde die Erbse in getrockneter Form gegesssen. Genau weiß man es nicht, aber Wissenschaftler vermuten, dass die Zuckererbsen erst im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa angebaut wurden. Man züchtete Sorten, die mit der Hülle gegessen werden konnten. So entstand die Zuckererbse.

Botanik der Zuckererbse: Ohne Pergamentschicht

Die Zuckererbse (botanisch: Pisum sativum var. saccharatum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosen). Die einjährige krautige Pflanze rankt sich an Stützen in bis zu 80 Zentimeter Höhe empor. Die Stängel sind bläulich-grün und haben Laubblätter, die in Fiederpaaren angeordnet sind. Die Hülsenfrüchte sind zwischen drei und zwölf Zentimetern lang und werden gepflückt, wenn die ersten Körner spürbar sind. Die Blüten der Erbse – je nach Unterart weiß oder lila – duften nach Honig und sind selbstbestäubend. Die Zuckererbse blüht im Mai und Juni. Sie wurzelt sehr tief: Bis zu einem Meter gräbt sich die Zuckererbse in die Erde ein. Genau wie Grüne Bohnen kann die Zuckererbse dank Wurzelbakterien Stickstoff aus der Luft gewinnen.

Zuckererbsen erkennt man daran, dass im Inneren der Schoten keine ungenießbare Pergamentschicht vorhanden ist. Im weiteren Sinne zählen auch Knackerbsen zu den Zuckererbsen. Knackerbsen gingen durch eine Kreuzung von Zuckererbsen und Markerbsen hervor. Während Kaiserschoten flache und dünne Hülsen haben, weisen Knackerbsen dickere und fleischigere Hülsen auf.

Saison der Zuckererbsen: Mai bis Oktober

Die Zuckererbse ist ein Sommergemüse: Frisch gibt es sie auf dem Markt von Ende Mai bis Oktober zu kaufen. Hitze und Trockenheit mag die Zuckererbse nicht sonderlich, dafür gedeiht sie gut auf Lehmböden in gemäßigtem Klima. Danach werden Zuckererbsen aus Spanien importiert, ab April auch aus Italien. Ganzjährig gelangen auch Importe aus Kenia, Südafrika und Guatemala zu uns. Der größte Teil der Erbsen wird in Tiefkühlprodukten oder Konserven verarbeitet.

Lagerung der Zuckererbsen: Frisch am besten

Frische Erbsen sind nicht lange haltbar und müssen rasch verzehrt werden. Je länger man sie aufbewahrt, desto weniger Zucker enthalten sie. Im Gemüsefach des Kühlschranks lassen sie sich ein bis zwei Tage lagern. Um die Haltbarkeit zu verlängern, können die Zuckerschoten kurz blanchiert und kühl gelagert werden. Alternativ können die Kaiserschoten nach dem Blanchieren auch eingefroren werden.

Tipps zur Zubereitung: Mit Hülle essen

Die unreif geerntete Zuckererbse wird mit der Hülle gegessen. Vor dem Verzehr sollte der Blütenansatz abgeschnitten werden. Die Zuckererbse dient eher als Beilage und macht sich gut in Reisgerichten, Eintöpfen oder Gemüsepfannen. Besonders fein: Probieren Sie ein Wok-Gericht mit Zuckererbsen, das verleiht den Gerichten eine knackige Frische.

Anders als Grüne Bohnen, die wegen der enthaltenen Giftstoffe immer gekocht werden sollten, kann man die jungen Erbsen auch frisch naschen.

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Nährwerttabelle: Zuckererbsen (pro 100 Gramm)

Energie

kcal

63

Fett

gesamt (g)

Spuren

Kohlenhydrate

gesamt (g)

12

Mineralstoffe (mg)

Natrium (Na)

4

Kalium (K)

200

Calcium (Ca)

60

Magnesium (Mg)

25

Phosphat (P)

55

Eisen (Fe)

1,1

Zink (Zn)

0,9

Vitamine

Beta-Carotin (

µg)

400

Vitamin E (mg)

0,3

Vitamin B1 (mg)

0,30

Vitamin B2 (mg)

0,16

Vitamin B6 (mg)

0,16

Folsäure (µg)

35

Vitamin C (mg)

25

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

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