Rosazea: Ursachen

Verschiedene Faktoren tragen zur Entwicklung der Rosazea bei
aktualisiert am 18.04.2013

Haarbalgmilbe: Eine Immunreaktion gegen Demodex folliculorum wird als Ursache der Rosazea diskutiert

Mauritius Images GmbH/PhotoResearchers

Die Ursachen der Rosazea sind noch nicht endgültig geklärt. Fest steht, dass es sich um eine entzündliche Erkrankung handelt, bei der es zu einer übermäßigen Erweiterung der feinen Äderchen und zu Rötungen im Gesicht kommt.

Als Ursachen der Entzündung werden unter anderem eine Immunreaktion gegen die Haarbalgmilbe (Demodex folliculorum), welche die Haut von Rosazea-Patienten dicht besiedelt, sowie eine gestörte Temperaturregulierung im Gehirn diskutiert. Dagegen ist ein ursächlicher Zusammenhang der Hauterkrankung mit Bakterien (Helicobacter pylori) in der Magenschleimhaut zweifelhaft.

Die Entzündung der Haut bei Rosazea ist nach neuen Forschungsergebnissen Folge einer überzogenen Immunantwort. Leicht veränderte und stark vermehrte sogenannte antimikrobielle Peptide, die ein Teil des Immunsystems sind, sollen für die Entstehung entzündlicher Prozesse verantwortlich sein.

Knötchen und Eiterpickel (Pusteln) sind die sichtbaren Anzeichen der Entzündung. Die in die betroffenen Hautareale einwandernden Abwehrzellen schütten Botenstoffe aus. Diese führen wiederum dazu, dass sich die Gefäße weiten. Als Folge der Entzündung teilen sich die Zellen von Bindegewebe und Talgdrüsen übermäßig oft. Die Haut ist stellenweise verdickt und wirkt außerdem grobporig.

Faktoren, welche die Gefäße erweitern, begünstigen die Symptome einer Rosazea oder können sie verschlimmern. Dazu zählen zum Beispiel Stress, Alkohol oder scharf gewürzte Speisen.

Eine wesentliche Rolle für die Entwicklung der Rosazea spielt die chronische Schädigung der Gesichtshaut durch Sonneneinstrahlung. Sie beeinflusst sowohl das Bindegewebe als auch die Blut- und Lymphgefäße und trägt so zur Gefäßerweiterung und Entzündung bei.

Genetische Faktoren scheinen eine Rolle bei der Entstehung der Rosazea zu spielen. Viele Betroffene haben Familienmitglieder, die ebenfalls erkrankt sind. Hellhäutige Menschen west- und nordeuropäischer Herkunft erkranken bevorzugt.


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