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Nierenversagen: Ursachen

Akutes und chronisches Nierenversagen haben ganz unterschiedliche Ursachen. Diese können durch Erkrankungen der Niere selbst oder durch andere Störungen bedingt sein

aktualisiert am 09.07.2014
Stechhilfe

Piksen für die Blutzuckerkontrolle: Diabetiker müssen ihre Blutwerte besonders gut im Blick behalten, sonst drohen auf lange Sicht Nierenschäden


Ursachen des akuten Nierenversagens

Die Ursachen des akuten Nierenversagens (ANV) lassen sich folgendermaßen unterteilen:

  • Ursachen vor der Niere: In etwa 60 Prozent der Fälle von ANV liegt die Ursache des Nierenversagens vor der Niere (prärenales ANV). Es kommt plötzlich zu einer stark verminderten Durchblutung der Nieren – beispielsweise durch Kreislaufschock bei Unfällen oder Operationen, Blutgerinnsel in den Nierenarterien oder Medikamente.
  • Ursachen in der Niere: Die Ursache dieses Nierenversagens liegt in der Niere selbst (renales ANV). Beispiele sind eine Schädigung der Tubuli durch lang dauernden Sauerstoffmangel oder eine toxische Schädigung durch Medikamente oder Kontrastmittel sowie selten eine schwere Entzündung der Glomeruli (Nierenentzündung).
  • Ursachen "hinter" der Niere: Ist der Abfluss des Urins hinter der Niere (postrenal) behindert, so spricht man von einem postrenalen Nierenversagen. Typische Beispiele sind eine vergrößerte Prostata, Steine, Entzündungen oder Tumoren, die zu einer Verlegung der ableitenden Harnwege führen.

 

Ursachen des chronischen Nierenversagens

Die Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz sind vielfältig. Zu den wichtigsten zählen:

  • Diabetische Nephropathie – eine Schädigung der Nieren durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Erkrankungen der Blutgefäße der Niere, "Verkalkung" (Arteriosklerose) der Nierengefäße

In etwa 10 Prozent der Fälle bleibt die Ursache unbekannt. Alle Erkrankungen, die zu einem Nierenversagen führen können, sollten so früh und so gut wie möglich behandelt werden. Wichtig ist vor allem eine optimale Therapie bei Diabetes mellitus und Bluthochdruck.