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Beipackzettel


Beipackzettel von LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln

Verpackungsbild(Packshot) von LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln
Präparat:
LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln
PZN:
11010711
Packungsgröße:
30 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Kapseln

Anbieter:

Eisai GmbH
Frankfurt/Main

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Calciumcarbonat
  • Mannitol
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Hyprolose
  • Hyprolose, niedersubstituiert

Weitere Bestandteile

  • Talkum
  • Hypromellose
  • Titandioxid
  • Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
  • Eisen(III)-oxid
  • Drucktinte, schwarz, propylenglycolhaltig
Kostenloser Download
PDF des Originalbeipackzettels

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln" zu erfahren.

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Originalbilder des Präparats
Produktabbildungen für LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.
Abmessungen und Gewicht
  • Durchmesser: 4.5 mm
  • Tiefe: 14.3 mm
  • Masse: 142 mg
Angaben zu Kerben
  • Anordnung: nicht betroffen
  • Form: nicht betroffen
  • Lage: nicht betroffen
  • Spaltung: nicht betroffen
Sonstige Merkmale (Prägungungen/Aufschrift)
"E" , "LENV 4mg"

Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Lenvatinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt die Aktivierung bestimmter Andockstellen (Rezeptoren) für Wachstumsfaktoren. Diese Wachstumsfaktor-Rezeptoren sind maßgeblich am Tumorwachstum, der Blutversorgung und der Entwicklung von Metastasen bei Krebserkrankungen beteiligt.
Anwendungsgebiete
  • Fortgeschrittener oder metastasierter Schilddrüsenkrebs (papilläres Schilddrüsenkarzinom), bei fortschreitendem Krankheitsverlauf, wenn der Patient nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat
  • Fortgeschrittener oder metastasierter Schilddrüsenkrebs (follikuläres Schilddrüsenkarzinom), bei fortschreitendem Krankheitsverlauf, wenn der Patient nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat
  • Fortgeschrittener oder metastasierter Schilddrüsenkrebs (Hürthle-Zell-Karzinom), bei fortschreitendem Krankheitsverlauf, wenn der Patient nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat
  • Fortgeschrittener oder nicht operierbarer Leberkrebs, bei Patienten, die zuvor noch kein systemisch wirkendes (im Blutkreislauf zirkulierendes) Arzneimittel zur Behandlung ihrer Krebserkrankung erhalten haben

Dosierung und Anwendung

Dosierung von LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Schilddrüsenkrebs:

  • Erwachsene
    • Einzeldosis: 2 Kapseln (10 mg) und 1 Kapsel (4 mg)
    • Gesamtdosis: 1-mal täglich
    • Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit

Leberkrebs:

  • Erwachsene (unter 60 kg Körpergewicht)
    • Einzeldosis: 2 Kapseln
    • Gesamtdosis: 1-mal täglich
    • Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
  • Erwachsene (ab 60 kg Körpergewicht)
    • Einzeldosis: 3 Kapseln
    • Gesamtdosis: 1-mal täglich
    • Zeitpunkt: zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit

Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Bluthochdruck, Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit, Entzündungen der Mundschleimhaut, erhöhter Eiweißausscheidung im Urin und zu Kopfschmerzen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

.

Soll nicht geöffnet werden. Soll nicht zerkaut werden. Die Kapseln können als Ganzes in ein Glas mit einem Esslöffel Wasser oder Apfelsaft gegeben und gerührt werden, bis sich die Kapselhülle auflöst und eine Suspension entsteht. Nach dem Trinken der Suspension muss das Glas mehrmals mit der gleichen Flüssigkeitsmenge geschwenkt und diese ebenfalls getrunken werden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Ältere Patienten ab 75 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von LENVIMA Eisai 4 mg Hartkapseln

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Infektion der Harnwege
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Leichte Verminderung der Anzahl der Blutplättchen
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Erniedrigte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
  • Verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutrophile)
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Verminderter Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie)
  • Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
  • Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Störung des Geschmacksempfindens
  • Blutung
  • Nasenbluten
  • Bluthusten
  • Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
  • Prellung
  • Blut im Stuhl
  • Zahnfleischbluten
  • Punktförmige Hauteinblutung (Petechie)
  • Blutung in der Lunge
  • Blutung aus dem Mastdarm
  • Blut im Urin
  • Blaue Flecken (Blutergüsse)
  • Scheidenblutung
  • Blutende Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen)
  • Blutaustritt aus Hämorrhoiden
  • Blutender Mund
  • Blutung im oberen Magen-Darm-Bereich
  • Bluthochdruck
  • Akuter Blutudruckanstieg mit Symptomen ohne Organschäden (Hochdruckkrise)
  • Erhöhter diastolischer Blutdruck
  • Kreislaufstörung mit erhöhtem Blutdruck (hypertone Regulationsstörung)
  • Blutdruckanstieg
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Heiserkeit
  • Durchfall
  • Schmerzen im Magen-Darm-Trakt
  • Bauchschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Unterleibsschmerzen
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Druckschmerz im Bauch
  • Beschwerden im Oberbauch
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Entzündung der Mundschleimhaut mit Bläschen
  • Schädigung (Erosion) des Zahnfleischs
  • Geschwür (Ulkus) im Bereich des Zahnfleischs
  • Bläschen an der Mundschleimhaut
  • Entzündung der Zunge
  • Geschwür im Mund
  • Schleimhautentzündung
  • Schmerzen im Mund
  • Brennender Schmerz der Zunge (Glossodynie)
  • Schmerzendes Zahnfleisch
  • Beschwerden im Mundrachenraum
  • Halsschmerzen
  • Beschwerden der Zunge
  • Verstopfung
  • Verdauungsbeschwerden
  • Mundtrockenheit
  • Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
  • Leberstörung mit vermehrtem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
  • Gelbsucht
  • Vermehrter Gallenfarbstoff im Blut (direktes Bilirubin)
  • Vermindertes Eiweiß (Albumin) im Blut (Hypalbuminämie)
  • Erniedrigter Gehalt an Eiweiß (Albumin) im Blut
  • Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
  • Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
  • Schmerzhafte Hautrötung und Schwellung an Händen u. Füßen (Hand-Fuß-Syndrom)
  • Hautausschlag
  • Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schmerzen im Arm oder im Bein
  • Schmerzen im Haltungs- und Bewegungsapparat
  • Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
  • Müdigkeit
  • Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
  • Wassereinlagerung an Armen und Beinen (periphere Ödeme)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie)
  • Erniedrigte Anzahl an weißen Blutkörperchen (Lymphozyten)
  • Zunahme des Schilddrüsen-stimulierenden Hormons (TSH) im Blut
  • Flüssigkeitsmangel
  • Erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie)
  • Erniedrigter Magnesiumgehalt im Blut
  • Fettstoffwechselstörung mit erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie)
  • Erhöhtes Cholesterin
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Akuter Herzinfarkt
  • Herzschwäche


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

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Aufbewahrung
Aufbewahrung

Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss
    • vor Hitze geschützt
    • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)

aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung innerhalb der nächsten Stunde verbraucht werden!
Lagerungs- und Packungshinweise
Bruchgefahr
nein
Feuchteempfindlichkeit
nein
Steril
nein
Lagertemperatur
8 bis 25 Grad
Kühlkette
nein
Lichtempfindlichkeit
nein
Lagerempfindlichkeit
nein
Verpackungsart
Schachtel
Packungsgröße
148x34x70 mm (LxHxB)
Gewicht
34 g

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Letzte Aktualisierung:

23.06.2020

Meine Medikamente

Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service